Anonymus – historischer Thriller der besonderen Art

„Anonymus“ gehört zu den großen Filmen von Roland Emmerich, der aber eine Besonderheit aufweist: Er wurde in den Filmstudios Babelsberg gedreht. Der historische und gleichzeitig politische Thriller erschien in den Kinos 2011 und feierte seine Premiere beim Toronto International Film Festival. Das recht schmale Produktionsbudget von 30 Millionen US-Dollar konnte an den Kinokassen aber kaum zur Hälfte wieder eingespielt werden.

Die Handlung

In „Anonymus“ geht es um Queen Elizabeth I. Sie regiert England seit Jahrzehnten und erlebt den Aufstieg des bedeutenden Schriftstellers William Shakespeare mit. Er wird zum beliebtesten Autor des Landes und schafft es, in seinen Werken die Situation im Land eindeutig zu beschreiben und gleichzeitig die menschliche Natur auf einzigartige Weise darzustellen. Doch der wahre Autor dieser Werke ist nicht William Shakespeare, sondern der Earl of Oxford, Edward de Vere. Und der ist zeitgleich auch der größte Feind von Queen Elizabeths Berater, der zahllose Intrigen am Hof spinnt. Wegen seiner hohen gesellschaftlichen Stellung kann sich der Earl of Oxford nicht als wahrer Autor jener Werke outen, eine Tragödie für ihn, doch längst nicht die einzige in seinem Leben.

Hintergründe zum Film

Der Film „Anonymus“ beschäftigt sich mit der Frage, ob Shakespeares Werke tatsächlich von diesem stammen oder eben nicht. Das Drehbuch stammt aus der Feder von John Orloff, der es bereits Ende der 1990er Jahre schrieb. Als 1998 allerdings „Shakespeare in Love“ erschien, legte Orloff sein Drehbuch auf Eis, bis Emmerich darauf stieß. Damit kam er auch erstmals mit der Frage um die Urheberschaft von Shakespeares Werken in Berührung. Auch bei den Darstellern handelt es sich um Kenner der Thematik. Sowohl Derek Jacobi als auch Mark Rylance zählen seit langem zu den prominenten Vertretern der Theorien über die Shakespeare-Urheberschaft, die in Großbritannien verbreitet sind. Rylance selbst hat sogar das Theaterstück „I am Shakespeare“ verfasst, das 2007 seine Uraufführung erlebte. Humoristisch setzt er sich darin mit der Frage nach der Urheberschaft der Werke auseinander. Die Kritiken für „Anonymus“ sind eigentlich recht gut ausgefallen, zumal der Film eben in Babelsberg gedreht wurde. Die prachtvollen Kulissen und guten digitalen Effekte sind mehrfach lobend erwähnt worden. Doch es gab natürlich auch negative Kritiken, die den Film als eher langweilig bezeichnen und ihm die Nutzung der üblichen Klischees unterstellen.

Die wichtigsten Fakten zum Film haben wir hier zusammengestellt.

Originaltitel: Anonymous
Deutscher Titel: Anonymus
Erscheinungsjahr: 2011
Länge: 131 Minuten
Altersfreigabe: >FSK 12
Regie: Roland Emmerich
Drehbuch: John Orloff
Produktion: Roland Emmerich, Larry J. Franco, Robert Leger
Musik: Thomas Wander, Harald Kloser
Kamera: Anna J. Foerster
Schnitt: Peter R. Adam

Folgende Darsteller sind in „Anonymus“ zu sehe

Schauspieler (Rolle)
Rhys Ifans (Edward de Vere)
Jamie Campbell Bower (Edward de Vere (jung))
Vanessa Redgrave (Queen Elizabeth I.)
Joely Richardson (Queen Elizabeth I. (jung))
Sebastian Armesto (Ben Jonson)
Rafe Spalli (William Shakespeare)
David Thewlis (William Cecil)
Edward Hogg (Robert Cecil)
Sebastian Reid (Earl of Essex)
Xavier Samuel (Earl of Southampton)
Trystan Gravelle (Christopher Marlowe)
Antje Thiele (Lady de Vere)
Ulrike Brandt (Robert Cecils Frau)
Julian Bleach (Sir Richard Pole)
Tony Way (Thomas Nashe)
James Garnon (Heminge)
Mark Rylance (Condell)

Derek Jacobi (Erzähler (Prolog))

„Anonymus“ ansehen

Wer den Film „Anonymus“ im Kino verpasst hat, kann ihn heute noch bei einigen Onlinevideotheken ansehen. Wir haben die wichtigsten zusammengestellt:

Verleihshop: verfügbar
Videobuster: verfügbar
Maxdom:  verfügbar
Videoload: verfügbar

Der Spielfilm „Anonymus“ ist in dem Angebot sämtlicher Online Videotheken wiederzufinden. Ebenso wird dieses natürlich in unregelmäßigen Abständen über das Kabelfernsehen ausgetrahlt.

Weblinks

 

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...