Autokredit – der häufigste Weg zum eigenen Fahrzeug

Ein Auto ist schon lange kein Luxusgegenstand mehr. Fast jeder Haushalt nennt heute mindestens ein Fahrzeug sein Eigen, bei manchen sind sogar zwei oder mehr Autos im heimischen Fuhrpark vorhanden. Dies ist auch nicht verwunderlich, schließlich ist Flexibilität zum zentralen Schlagwort im privaten wie auch beruflichen Bereich geworden.

Aber ein Auto muss schließlich gekauft und bezahlt werden und dabei kommt nicht selten der Autokredit zum Tragen.

Verschiedene Fahrzeugarten stehen zur Auswahl

Auf der Suche nach einem Auto kommt natürlich immer die Frage nach der Marke und dem Modell zur Debatte. Aber dies ist nicht die alleinige Entscheidungsoption, die sich dem Kaufinteressenten eröffnet. Denn noch ehe man sich Gedanken über die mögliche Finanzierung macht, sollte die Auswahl der Fahrzeugart getroffen werden. Hier heißt es zu realisieren, dass es

  • Neuwagen
  • Gebrauchtwagen
  • Jahreswagen
  • Vorführwagen
  • Reimporte und EU-Neuwagen

gibt. 

Selbstverständlich ist der vorrangige Entscheidungsgrund das individuelle Bedürfnis und der Anspruch, den der Käufer an sein erworbenes Fahrzeug stellt. Aber in der Praxis fließt in diese Entscheidungsfindung immer auch die Finanzierungsthematik ein. Denn ein toller Neuwagen nutzt überhaupt nichts, wenn man die hierfür erforderlichen finanziellen Mittel nicht aufbringen kann.

Diese Problematik kennt einen guten Lösungsweg, der auch bei fast allen Fahrzeugkäufen zur Anwendung kommt: den Autokredit

Autokredite in vielfältiger Erscheinungsform

Wie komplex das Thema Autokredite ist, lässt sich erst erfassen, wenn man sich näher mit dieser Materie auseinandersetzt. Denn ein Autokredit liegt bereits dann vor, wenn zum Beispiel die gut betuchte Großmutter das benötigte Geld vorstreckt. Auch wenn dies als Gefälligkeit unter Verwandten angesehen wird, so handelt es sich dennoch um eine Autofinanzierung, realisiert im Privatkredit.
Wer nun keine reichen Verwandten oder Bekannten hat, die mit einem Privatkredit den Wunsch nach einem neuen Fahrzeug Wirklichkeit werden lassen können, so ist dies aber noch lange nicht das Aus für das Vorhaben Denn es gibt noch zahlreiche andere Optionen, die im Bereich Autokredit zur Verfügung stehen. So zum Beispiel:

  • das klassische Bankdarlehen als Kleinkredit
  • Autohausbanken oder Kooperationskreditinstitute der Autohäuser
  • Automobilclubs
  • Arbeitgeber
  • Kreditvermittlungsagenturen
  • Onlinekredite
Und nicht zu vergessen das Autoleasing, welches ebenfalls eine Form des Autokredits, wenngleich auch eine ganz besondere, darstellt.
Betrachtet man sich diese vielen Wege, die sich im Sektor des Autokredits eröffnen, so erkennt man recht schnell, dass unter Berücksichtigung aller Autokreditthematiken kaum ein Fahrzeugkauf ohne Darlehen, welcher Gestalt auch immer, vonstatten geht. So kann man getrost sagen, dass der Autokredit der häufigste Weg zum eigenen Fahrzeug ist.

Ratenkredit – Drei-Wege-Kredit und Kredite mit Anzahlung im Vergleich

Für die Finanzierung eines Fahrzeugs stehen im Spektrum der Autokredite verschiedene Optionen zur Verfügung. Doch welche ist nun die bessere und sollte den Zuschlag des Kreditinteressenten bekommen? Der Ratenkredit, welcher sozusagen der Klassiker der Autofinanzierung darstellt? Oder doch die recht neue Darlehensform des Drei-Wege-Kredits, welcher mit niedrigen Monatsraten überzeugt? All dies natürlich ergänzt um die Option, bei einer Autofinanzierung eine Anzahlung zu leisten oder eben nicht.
Diese Frage muss selbstverständlich jeder für sich selbst beantworten, wobei ein gegenüberstellender Vergleich der verschiedenen Darlehensoptionen hilfreich sein kann.

Die Kreditoptionen im direkten Vergleich

In manchen Punkten haben die verschiedenen Kreditarten, die für eine Autofinanzierung zur Verfügung stehen, durchaus Übereinstimmungen. In gewissen Details gibt es jedoch erhebliche Diskrepanzen, so dass es sinnvoll ist, sich vor einer Entscheidung mit einer Gegenüberstellung aller zur Verfügung stehenden Finanzierungsarten zu befassen.
Klassischer RatenkreditBallonfinanzierungDrei-Wege-KreditFinanzierung
mit Anzahlung
Vollfinanzierung
Zinsenca. 8 %ca. 7 %ca. 6,5 %ca. 6 %ca. 8 %
Laufzeitindividuell festlegbar,meist 12 – 84 Monateindividuell festlegbar,meist 12 – 84 Monateca. 60 Monate, Abweichungen möglich12 bis 84 Monatevariabel je nach Bank,12 – 84 Monate als Richtwert
Monatsratehöher als bei Ballon-Finanzierung und Drei-Wege-Kreditgeringer als beim klassischen Ratenkreditim Kredit-vergleich am günstigsten (ca. 40 % günstiger)abhängig von Höhe der Anzahlung und gewählter Laufzeithöchste Monatsrate im Vergleich
Anzahlungfreiwilliges Element zur Senkung der Kreditbelastungnicht erforderlicherforderlich, rund 10 % des Kaufpreisesindividuell zu vereinbaren, 20 % des Kaufpreises empfohlenkeine
Schlussratenicht vorgesehenbei Vertragsabschlussfestzulegen,ca. 30 % des Kaufpreiseserforderlich, rund 35 – 40 % des Kaufpreisesnicht vorgesehenkeine

Konkrete Rechenbeispiele zum Kreditartenvergleich

Vor- und Nachteile verschiedener Kreditarten können zwar einen groben Überblick verschaffen, am besten lassen sich die einzelnen Finanzierungsoptionen jedoch anhand konkreter Zahlen miteinander vergleichen.
Ratenkredit
mit Anzahlung
Ratenkredit
Vollfinanzierung
BallonfinanzierungDrei-Wege-Kredit
Kaufpreis10.000 €10.000 €10.000 €10.000 €
Kreditsumme8.000 €10.000 €7.000 €5.000 €
Anzahlung20 % = 2.000 €0 €0 €10 % = 1.000 €
Schlussrate0 €0 €30 % = 3.000 €40 % = 4.000 €
Zinsen6 %8 %7 %6,5 %
Laufzeit60 Monate60 Monate60 Monate60 Monate
Gesamtschuld10.400 €14.000 €10.500 €6.625 €
Monatsbelastung173,33 €233,33 €175,00 €110,42 €
Angesichts dieser Beispieltabelle wird deutlich, dass sich mit einer Drei-Wege-Finanzierung die monatlichen Raten am besten senken lassen. Dafür müssen jedoch rund 50 Prozent der Kaufsumme aus eigenen Mitteln aufgebracht werden.
Gänzlich ohne eigenes Zutun geht es nur mit der Vollfinanzierung, die jedoch die höchste Monatsrate aufweist.
Mit diesen beiden Optionen sowie den Zwischenschritten, die dank Ratenkredit mit Anzahlung und Ballonfinanzierung realisierbar sind, ist es für jeden möglich, ein passendes Autodarlehen zu finden.

Was ist ein Ratenkredit?

Der Ratenkredit wird häufig auch als Konsumentenkredit bezeichnet. In letzterer Variante bezeichnet er einen Kredit an eine Privatperson. Da aber auch Unternehmen Ratenkredite in Anspruch nehmen können, ist diese Formulierung so nicht ganz korrekt.
Beim Ratenkredit handelt es sich um die klassischste und bekannteste Form des Kredits. Er zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass

a) gleichbleibende monatliche Raten zur Rückzahlung aufgewendet werden und
b) der Zinssatz über die gesamte Laufzeit fest vereinbart wird.

Abweichungen von diesem Schema gibt es nur in den wenigsten Fällen, weshalb der Ratenkredit für den Verbraucher, aber auch die Banken eine hohe Planungssicherheit bietet.

Ratenkredit auswählen

Wer einen Ratenkredit, etwa für die Autofinanzierung, benötigt, der sollte zunächst genau überprüfen, welche Möglichkeiten der Markt hergibt. Der Konkurrenzdruck unter den Banken ist in den vergangenen Jahren immer weiter angestiegen und so verwundert es nicht, dass sich mittlerweile unzählige Kreditinstitute mit ebenso vielen Angeboten auf dem Markt tummeln.

Ein kurzer Blick ins World Wide Web, genauer auf eine der vielen Vergleichsseiten, kann dabei helfen, einen besonders günstigen Ratenkredit für den eigenen Bedarf zu finden. Hierbei sollten Verbraucher jedoch darauf achten, dass möglichst viele der Banken am Markt miteinander verglichen werden. Darüber hinaus ist es von größter Bedeutung, dass die Angaben auf den Vergleichsportalen aktuell gehalten werden, denn veraltete Konditionen bedeuten falsche Angaben und das hilft beim Vergleich herzlich wenig.

Auch die Laufzeiten sollten berücksichtigt werden und eventuelle Sonderzahlungen, die eine schnellere Tilgung des Ratenkredits ermöglichen. In der Regel werden diese Zahlungen so gehandhabt, dass die monatliche Rate trotzdem in gleicher Höhe bestehen bleibt. Allerdings verkürzt sich die Laufzeit des Ratenkredits.

Sicherheiten für den Ratenkredit
Der Ratenkredit, der oftmals als Autokredit genutzt wird, ist eines der Standardprodukte, welches jede Bank in ihrem Programm führt. Sie verlangt in der Regel keine besonderen Sicherheiten. Es muss aber fast immer eine Abtretung der Lohn- bzw. Gehaltsansprüche erfolgen. Weitere Sicherheiten können sein:

  • eine Bürgschaft bei geringer Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers
  • die Sicherungsübereignung des Autos, falls es sich um einen Autokredit handelt

Eine Besonderheit beim Ratenkredit besteht auch darin, dass dieser in seiner Verwendung frei ist. Sofern es sich nicht explizit um einen Autokredit handelt, der nur für die Zahlung des neuen Autos eingesetzt werden kann, können mit dem klassischen Ratenkredit auch andere Anschaffungen, wie Möbel, Reisen oder ähnliches finanziert werden.

Vorteile des Ratenkredits

Der Ratenkredit hat sich in den letzten Jahren zum beliebtesten Kredit der Deutschen entwickelt. Dabei sind vor allen Dingen die vielfältigen Vorteile des Ratenkredits entscheidend für diese Entwicklung. Für Verbraucher ergeben sich mit einem Ratenkredit gleich mehrere Vorteile, die nicht zu unterschätzen sind, insbesondere im direkten Vergleich mit anderen Darlehensformen.
Zunächst einmal zeichnet sich der Ratenkredit durch eine sehr hohe Flexibilität aus. So können verschiedene Laufzeiten zwischen einem und bis zu maximal zehn Jahren gewährt werden. Das bedeutet für den Verbraucher: Je länger die Laufzeit, desto geringer die monatlich aufzubringende Rate und die damit verbundene finanzielle Belastung. Der Ratenkredit passt sich damit also den Lebensumständen des Verbrauchers optimal an.

Ein weiterer Vorteil beim Ratenkredit besteht darin, dass die Banken mittlerweile erkannt haben, wie wichtig die Flexibilität eines Darlehens für ihre Kunden ist. So kann der klassische Ratenkredit bei Bedarf auch noch einmal aufgestockt werden oder die monatlichen Raten lassen sich anpassen. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn beispielsweise die finanzielle Situation sich verändert, sei es wegen Krankheit, Arbeitslosigkeit oder anderem.

Zudem ist es bei allen Kreditverträgen, die ab dem 11.06.2010 abgeschlossen wurden, möglich vorzeitige Rückzahlungen zu tätigen. Dabei müssen Banken akzeptieren, wenn ihre Kunden einen Teil oder die gesamte Kreditsumme schon vor dem regulären Ablauf der Laufzeit zurückzahlen. Das kann dann sinnvoll sein, wenn eine Gehaltserhöhung zu mehr finanziellem Spielraum verhilft oder aber eine Erbschaft den Kredit vorzeitig zurückzahlen lässt.

Hohe Flexibilität beim Ratenkredit

Ebenfalls überzeugen beim Ratenkredit die günstigen Kosten. In der Regel sind bereits Kredite mit Zinssätzen im unteren, einstelligen Bereich erhältlich. Aufgrund des großen Konkurrenzdrucks der Banken untereinander, ist zudem davon auszugehen, dass die Verbraucher kaum je zuvor eine so große Auswahl günstiger Zinsen erhalten haben.

Ein immenser Vorteil des Ratenkredits ist die sehr gute Planbarkeit. Ratenkredite werden, wie der Name schon sagt, in monatlichen Raten zurückgezahlt. Diese bleiben stets gleich hoch und können somit sehr gut ins Budget eingerechnet werden. Sollten sie doch einmal zu hoch erscheinen, können sie vorübergehend ausgesetzt oder auch abgesenkt werden. Wichtig ist hierbei nur, dass sich Verbraucher rechtzeitig mit der Bank in Verbindung setzen.

Kaum Sicherheiten nötig

Ebenfalls sind für den Ratenkredit kaum Sicherheiten notwendig. So reicht es in der Regel aus, wenn der Kreditnehmer ein festes Einkommen in ausreichender Höhe nachweisen kann. Bei Angestellten werden dafür die letzten Gehaltsabrechnungen gefordert, Selbstständige müssen die Bilanzen der vergangenen Jahre vorlegen. Sofern das Einkommen aus Sicht der Bank ausreicht, um den Kredit zu bedienen, wird dieser in der Regel auch gewährt.

Als weiterer Vorteil ist die Unabhängigkeit vom Ratenkredit zu nennen. Dieser ist in der Regel nicht zweckgebunden, so dass das zur Verfügung gestellte Geld für die unterschiedlichsten Konsumzwecke eingesetzt werden kann.

Nachteile des Ratenkredits

Natürlich bietet ein Ratenkredit dem informierten Verbraucher viele Vorteile. Allerdings sind hierbei die Nachteile genauso wenig außer Acht zu lassen. Sie sind vor allem in der monatlichen Belastung durch die Ratenzahlung zu sehen. Denn gerade bei höheren Ratenkrediten müssen ebenfalls sehr hohe Raten gezahlt werden, um den geliehenen Kreditbetrag in einer angemessenen Zeit zurückzahlen zu können. Dies kann zu erheblichen finanziellen Belastungen führen. Diese sorgen nicht selten auch dafür, dass andere Wünsche hinten angestellt werden müssen, während das Darlehen zurück gezahlt wird.

Geringe Flexibilität – insbesondere bei Altverträgen

Ratenkreditverträge, die vor dem 11.06.2010 abgeschlossen wurden, können nicht vorzeitig gekündigt werden. Hierbei muss eine Kündigungsfrist von drei Monaten eingehalten werden und der Ratenkredit muss bereits seit mindestens sechs Monaten laufen, damit eine vorzeitige Kündigung in Frage kommt. Wenn also plötzlich das Geld zur kompletten Rückzahlung des Darlehens vorhanden ist, kann der Ratenkredit deshalb noch lange nicht vorzeitig zurückgezahlt werden.

Selbst die Neuverträge, bei denen eine vorzeitige Rückzahlung der gesamten Kreditsumme oder von Teilsummen, möglich ist, sind nicht allzu flexibel. Die Banken haben hierbei nämlich das Recht, eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung zu verlangen. Diese darf maximal ein Prozent des vorzeitig zurückgezahlten Betrages ausmachen, allerdings auch nur, wenn der Vertrag noch wenigstens ein Jahr läuft. Ist eine kürzere Restlaufzeit gegeben, darf die Vorfälligkeitsentschädigung maximal 0,5 Prozent betragen. Zusätzlich darf sie nicht die noch ausstehenden Zinsen übersteigen.

Die Restschuldversicherung: Ein großer Nachteil von Ratenkrediten

Ratenkredite werden häufig nur mit einer Restschuldversicherung angeboten. Diese soll den Kreditnehmer für den Fall absichern, dass er arbeitsunfähig oder arbeitslos wird. Allerdings sind die Leistungen aus den Restschuldversicherungen der Banken oft mager, so wird nur für einen begrenzten Zeitraum gezahlt oder erst nach Ablauf eines bestimmten Zeitraums. Hinzu kommen oftmals völlig überhöhte Kosten für die Restschuldversicherung, die meist ohne Bank im Hintergrund sehr viel günstiger wäre.

Sollten die Kosten für die Restschuldversicherung nicht im Effektivzins eingerechnet worden sein, haben Verbraucher Rechte. In diesem Fall müssen Banken nämlich nachweisen, dass der Kredit auch ohne die Restschuldversicherung hätte abgeschlossen werden können.

Lange Laufzeiten als Nachteil

Lange Laufzeiten werden beim Ratenkredit immer wieder als großer Vorteil bezeichnet. Sicherlich drücken sie die monatlichen Raten und das nicht zu knapp. Doch die Kehrseite der Medaille bedenken die wenigsten. Ein Auto, das über fünf, sechs oder mehr Jahre finanziert wird, verliert in dieser Zeit deutlich an Wert. Im Grunde genommen zahlen Verbraucher in diesem Fall an einem mittlerweile wertlosen Auto ab, welches sie nach der vollständigen Zahlung nur noch verkaufen können. Der erzielbare Preis ist dann aber meist mehr als gering.

Ratenkredit mit Ballonfinanzierung

Der Ratenkredit mit Ballonfinanzierung kommt besonders häufig bei der Autofinanzierung zum Einsatz. Er wird auch als Ratenkredit mit Schlussrate oder als Ballonkredit bezeichnet. Im Grunde genommen stellt dieser Ratenkredit einen Mix aus Leasing und klassischer Autofinanzierung dar. Während der Laufzeit wird lediglich ein Teilbetrag des Darlehens zurückgezahlt. Am Ende der Laufzeit gibt es dann drei Möglichkeiten, wie mit der vergleichsweise hohen Ballonrate oder Schlussrate verfahren werden kann:

  • Die Ballonrate wird ausgeglichen, das Auto wird gekauft.
  • Das Auto wird zurückgegeben und somit die Ballonrate ausgeglichen. In dem Fall wurde das Auto während der Laufzeit nur gemietet.
  • Die Ballonrate wird über einen neuen Ratenkredit weiter finanziert.

Wie genau läuft die Finanzierung ab?

Der Ratenkredit mit Ballonfinanzierung läuft zunächst wie ein klassischer Kredit ab. Dazu soll folgende Beispielrechnung einen Überblick geben. Hierbei gehen wir davon aus, dass keine Anzahlung erfolgt.

Kaufpreis des Wagens:18.000 Euro
Finanzierung über drei Jahre von:9.000 Euro
Monatliche Rate für die Ballonfinanzierung:250 Euro zuzüglich Zinsen
Ballonrate:9.000 Euro

 

Am Ende der Laufzeit des Ratenkredits mit Ballonfinanzierung ist also gut die Hälfte des Kaufpreises nochmals zu bezahlen. Dabei ergeben sich je nach Einzelfall verschiedene Vor- und Nachteile, die sich unter anderem nach der Variante der Rückzahlung aufzeigen.

Ausgleich der Ballonrate in einer Summe

Soll die Schlussrate in einer Summe zurückgezahlt werden, müssen die Käufer des Wagens diese über die Laufzeit ansparen. Somit entsteht eine tatsächliche monatliche Rate von 500 Euro, statt 250 Euro. Der Vorteil dabei ist, dass der Wagen nach vergleichsweise kurzer Zeit dem Käufer gehört. Wer allerdings die Ballonrate vom Munde absparen muss, für den ist diese Form der Finanzierung kaum eine Alternative.

Sinnvoll kann sie allerdings sein, wenn zum Ende der Laufzeit eine höhere Geldsumme erwartet wird, etwa aus auslaufenden Versicherungsverträgen oder gar einem Bausparvertrag. Damit kann die Schlussrate dann oft problemlos bezahlt werden.

Rückgabe des Wagens

Wer sich dagegen für die Rückgabe des Wagens am Ende der Laufzeit entscheidet, der profitiert davon, dass er sich sofort einen neuen Wagen zulegen kann, ebenfalls per Ratenkredit mit Ballonfinanzierung. Allerdings ist zu beachten, dass die Schlussrate mit der Rückgabe des Wagens nur dann ausgeglichen werden kann, wenn dieser noch in einem einwandfreien Zustand ist.

Sobald sich Mängel zeigen, wird das Autohaus den Restwert mindern und es ist ein Ausgleich zwischen Restwert und Schlussrate zu zahlen. Dieser kann sehr schnell hohe Kosten verursachen, so dass es von größter Bedeutung ist, den Wagen pfleglich zu behandeln.

Finanzierung der Schlussrate

Soll die Schlussrate dagegen finanziert werden, ist Vorsicht geboten. Eine Finanzierung über die Autobank wird häufig zu enorm hohen Zinsen angeboten, so dass hier erhebliche Mehrkosten anfallen. Dagegen wird die gleiche Finanzierung von einer unabhängigen Bank oft deutlich günstiger ermöglicht.

Zu bedenken ist dabei auch, dass das Auto über die gesamte neue Laufzeit behalten werden muss. Bis der Käufer also tatsächlich Eigentümer wird, ist das Auto schon deutlich in die Jahre gekommen und muss oft direkt ausgetauscht werden.

Kennzeichen des Drei-Wege-Kredits

Der Drei-Wege-Kredit vereint die Kombinationen Leasing, Ratenkredit mit Ballonfinanzierung und klassischer Kredit miteinander. Typische Merkmale bei diesem Darlehen für den Autokauf sind die drei Finanzierungskomponenten, aus denen sich der Drei-Wege-Kredit zusammensetzt, sowie die drei Wahlmöglichkeiten am Ende der Laufzeit. Aufgrund dieser jeweils drei Möglichkeiten bzw. Komponenten erhielt der Kredit auch seinen Namen.

Komponenten des Drei-Wege-Kredits sind dabei klassischerweise:

  • die Anzahlung (oft bis zu 20 Prozent)
  • die monatliche Ratenzahlung während der Laufzeit (meist zwischen 12 und 60 Monaten)
  • die Schlussrate (häufig 40 Prozent der Kreditsumme)

Möglichkeiten, die sich dem Kreditnehmer am Ende der Laufzeit eines Drei-Wege-Kredits bieten, sind:

  • Ausgleich der Schlussrate in einer Summe und damit Erwerb des Fahrzeugs
  • Weiterfinanzierung der Schlussrate, wahlweise über Auto- oder Hausbank
  • Rückgabe des Fahrzeugs und damit ebenfalls Ausgleich der Schlussrate

Hohe Flexibilität beim Drei-Wege-Kredit

Eines der wichtigsten Kennzeichen beim Drei-Wege-Kredit ist die hohe Flexibilität, die dem Kreditnehmer hier geboten wird. Er muss sich nicht von Anfang an entscheiden, ob er das Auto voll finanzieren oder nach wenigen Jahren wieder zurück geben will. Vorsicht ist allerdings bei der Anschlussfinanzierung geboten, denn deren Konditionen sind beim Abschluss der Drei-Wege-Finanzierung noch nicht bekannt. So kann sich eine später beantragte Anschlussfinanzierung auch schnell als Kostenfalle erweisen.

Günstige monatliche Raten überzeugen viele angehende Autokäufer von der Drei-Wege-Finanzierung. Allerdings sollten sich Verbraucher von diesen vermeintlich niedrigen Raten nicht täuschen lassen, wie folgende Vergleichsrechnung von klassischem Ratenkredit und Drei-Wege-Kredit deutlich macht:

Drei-Wege-KreditRatenkredit
Kaufpreis des Wagens18.000 €18.000 €
Laufzeit des Kredits48 Monate48 Monate
Anzahlung2.000 €2.000 €
Schlussrate6.000,00 €0,00 €
Effektiver Jahreszins6,5 %7,49 %
Monatliche Rate269,00 €384,96 €
Gesamtkosten der Finanzierung18.912,00 €18.478,08 €
An diesem Beispiel wird deutlich: Obwohl der Ratenkredit mit einem deutlich höheren Zinssatz ausgestattet ist, ist er in der Summe noch etwas günstiger, als die Drei-Wege-Finanzierung. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Die Schlussrate in Höhe von 6.000 Euro muss über die gesamte Laufzeit verzinst werden. Monatlich fallen so zusätzliche Zinskosten von über 30 Euro an. Die günstigeren Raten sind also nur auf den ersten Blick preiswert, wer genauer hinschaut, kann mit höheren Raten deutlich preiswerter zum Ziel kommen. Dennoch kann eine Drei-Wege-Finanzierung in bestimmten Fällen natürlich genauso sinnvoll sein. Wenn allerdings die Schlussrate dann nochmals finanziert werden muss, entstehen auch zusätzliche Zinskosten, die die gesamte Finanzierung des Wagens deutlich verteuern.

Vorteile für den Kreditnehmer

Aus der Drei-Wege-Finanzierung ergeben sich für den Kreditnehmer einige Vorteile. Diese sollten den Nachteilen, die sich daraus ergeben, genau gegenüber gestellt werden, damit eine qualifizierte Entscheidung getroffen werden kann. Wichtigste Vorteile sind dabei:

  • hohe Flexibilität bei der Entscheidungsfindung
  • geringe monatliche Raten

Zum Einen kann der Käufer eines Wagens beim Drei-Wege-Kredit von einer sehr hohen Flexibilität profitieren. Das heißt, er muss sich nicht sofort für den endgültigen Kauf des Wagens entscheiden, sondern kann genauso erst einmal die Drei-Wege-Finanzierung abschließen und am Ende der Laufzeit überlegen, wie es nun weiter gehen soll.

Wann lohnt sich die Drei-Wege-Finanzierung?

Diese hohe Flexibilität, die die Drei-Wege-Finanzierung bei der Entscheidungsfindung bietet, ist vor allem für bestimmte Personenkreise von Bedeutung: Wer beispielsweise genau weiß, dass in wenigen Jahren sein Bausparvertrag zur Auszahlung kommen wird, kann die monatliche Belastung mit dem Drei-Wege-Kredit gering halten und entsprechend am Ende der Laufzeit die Restsumme ausgleichen.

Wer ohnehin nach wenigen Jahren ein neues Auto benötigt, der kann den Drei-Wege-Kredit als günstige Mietpauschale für einen Wagen ansehen. Allerdings ist hier zu beachten, dass beispielsweise hohe Kilometerlaufleistungen den Wert des Wagens deutlich absenken können. Das heißt, dass der Restwert unter Umständen unter dem Wert der Schlussrate liegt. In diesem Fall ist die Differenz vom Verbraucher zu tragen, so dass zusätzliche, nicht zu unterschätzende Kosten für ein quasi „gemietetes“ Fahrzeug entstehen. Deshalb sollte bereits im Vorfeld eingeschätzt werden, welche jährlichen Laufleistungen erreicht werden und die Schlussrate sollte von vornherein auf diesen Verschleiß abgestellt sein.

Ebenfalls kann die Drei-Wege-Finanzierung die richtige Wahl für alle unentschlossenen Autofahrer sein. Wer noch nicht weiß, ob das heute gekaufte Modell auch in ein paar Jahren noch geeignet ist, ist mit der Drei-Wege-Finanzierung bestens beraten. Hier kann der schicke Sportflitzer beispielsweise gegen einen soliden Kombi eingetauscht werden, wenn sich Familiennachwuchs ankündigt.

Günstige Monatsraten nicht überschätzen

Als ein weiterer wichtiger Vorteil beim Drei-Wege-Kredit werden immer wieder die günstigen Monatsraten genannt. Es ist natürlich richtig, dass die monatlichen Raten bei dieser Finanzierungsform sehr viel geringer ausfallen, als etwa bei einem vergleichbaren klassischen Ratenkredit. Dennoch ist zu bedenken, dass auch die Schlussrate während der Laufzeit angespart werden muss. Und dann können sich die monatlichen Raten doch deutlich erhöhen, wenn nicht sogar vervielfachen.

Nachteile beim Drei-Wege-Kredit

Für viele Autokäufer erscheint der Drei-Wege-Kredit auf den ersten Blick sehr kostengünstig und damit vorteilhaft. Dass den vielfältigen Vorteilen dieses Darlehens auch einige Nachteile entgegenstehen, sollte aber bei der Entscheidung für eine Finanzierung nicht außer Acht gelassen werden. Die klassischen Nachteile beim Drei-Wege-Kredit sind:
 

  • hohe Schlussrate muss beglichen werden – oft ungünstige Konditionen für Anschlussfinanzierung
  • es drohen Nachzahlungen bei höherem Verschleiß, als angenommen
  • hohe Zinskosten durch nicht getilgte Schlussrate
  • während der Laufzeit besteht kein Eigentum am Wagen
  • geringere Rabatte durch Kreditaufnahme

Die Schlussrate als Nachteil

Beim Drei-Wege-Kredit fällt, ähnlich, wie beim Ratenkredit mit Ballon, eine vergleichsweise hohe Schlussrate an. Diese liegt häufig bei 40 Prozent des Kaufpreises. Idealerweise sollte eine Schlussrate in der Höhe ausgehandelt werden, die dem Restwert des Fahrzeugs entspricht, raten Verbraucherschützer.

Wer nun die Schlussrate in bar zahlen kann, für den erübrigen sich weitere Überlegungen. Wer allerdings die Schlussrate durch eine Anschlussfinanzierung begleichen muss, der sollte Obacht geben. Steigen die Marktzinsen während der Laufzeit des Drei-Wege-Kredits, so wird auch die Anschlussfinanzierung sehr viel teurer ausfallen. Insbesondere bei einer Anschlussfinanzierung über die Autobank verschlechtern sich die gebotenen Konditionen oft drastisch. Deshalb sollte schon im Vorfeld auch bei herstellerunabhängigen Banken überprüft werden, ob eine Finanzierung hier günstiger ausfallen kann. In jedem Fall verteuert sich der Drei-Wege-Kredit durch die Anschlussfinanzierung, da weiter Zinsen gezahlt werden müssen und eine große Unsicherheit bezüglich der Konditionen für die Anschlussfinanzierung besteht.

Rückgabe des Wagens kann Nachteile bringen

Auch wer sich entscheidet, am Ende der Laufzeit den Wagen zurückzugeben, muss nicht immer sofort das Geschäft beenden. Denn zunächst wird der Händler prüfen, wie der Zustand des Wagens ist. Normale Gebrauchsspuren werden dabei in der Regel nicht beanstandet. Sind aber Kratzer oder Lackschäden vorhanden oder größere Reparaturen notwendig, die nicht dem normalen Verschleiß entsprechen, kann der Händler Nachforderungen stellen.

Einige Autofahrer haben vor diesen Nachforderungen solche Angst, dass sie besonders pfleglich mit dem Wagen umgehen. Dadurch fühlen sie sich aber häufig eingeschränkt in der Nutzung des Fahrzeugs, so dass nicht jeder bereit ist, dies in Kauf zu nehmen.

Hohe Zinsen als großer Nachteil

Der Drei-Wege-Kredit wird während der vereinbarten Laufzeit nur zum Teil getilgt. Diese langsame Tilgung sorgt dafür, dass geringe monatliche Raten entstehen. Da aber die Schlussrate überhaupt nicht getilgt wird, wird sie über die gesamte Laufzeit des Drei-Wege-Kredits verzinst. Das erhöht die gesamten Zinskosten bei dieser Form der Autofinanzierung doch deutlich.

Weitere Nachteile

Zu beachten ist auch, dass die Drei-Wege-Finanzierung in vielen Fällen direkt von der Autobank geboten wird. Dadurch kann der Käufer dem Händler gegenüber nicht als Barzahler auftreten und verzichtet so auf die Chance, hohe Rabatte aushandeln zu können. Gerade bei Neuwagen sind oft mehrere Tausend Euro Nachlass möglich, so dass sich eine günstige klassische Finanzierung über eine unabhängige Bank oft mehr lohnt.

Nicht zu vergessen ist auch, dass der Käufer während der gesamten Laufzeit des Drei-Wege-Kredits das Eigentum am Wagen nicht erwirbt.

Autokredit mit Vollfinanzierung

Ein Autokauf ist wahrlich keine günstige Angelegenheit. Auch wenn die Fahrzeuganschaffung klar auf einen Gebrauchtwagen abzielt, so müssen in der Regel doch mehrere 1.000 Euro an Geldern aufgebracht werden. Von einem Neuwagen ganz zu schweigen. Die günstigsten Angebote in diesem Bereich beginnen erst im fünfstelligen Eurosektor und wenn dann noch Extras, wie Klimaanlage, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber beispielsweise dazu kommen, dann schrauben sich die Preise oftmals in schwindelerregende Höhen.

Dass hier der Autokredit eine überlegenswerte Lösung bieten kann, wurde mittlerweile hinreichend erörtert. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob vorhandenes Eigenkapital eingesetzt wird oder ob es sich um die so genannte Vollfinanzierung handeln muss.

Was ist eine Vollfinanzierung?

Eine Vollfinanzierung beim Autokredit bedeutet, dass der komplette Fahrzeugerwerb über ein Darlehen finanziell realisiert wird, ohne dabei eigenes Kapital in den Kauf einzubringen. Selbst wenn der Autokredit nicht über eine spezielle Autohausbank abgeschlossen wird, sondern man den Kaufpreis zu 100 Prozent über einen sonstigen Kreditgeber, sei es eine Privatperson, die Haubank oder ein Finanzierungspartner aus dem Internet, erhält, handelt es sich nach wie vor um eine Vollfinanzierung.

War es bis vor einigen Jahren noch undenkbar, für den Autokauf einen Kredit in Anspruch zu nehmen, ohne dabei auch nur einen Cent an finanzieller Eigenleistung zu bieten, so ist diese Vorgehensweise inzwischen zur gängigen Praxis geworden. Viel mehr noch, sehr viele Autokredite basieren mittlerweile auf dem Prinzip der Vollfinanzierung.

Vorteile des Autokredits mit Vollfinanzierung

Viele Autohäuser und Banken werben damit, das Kaufvorhaben für ein Fahrzeug mit einer Vollfinanzierung zu unterstützten. Um die zahlende Kundschaft auf ihre Seite zu ziehen, wird deshalb mit einigen imposanten Vorteilen geworben. Natürlich müssen diese aus Werbesicht gesehen werden, aber auch realistisch betrachtet kann eine Autokredit Vollfinanzierung so manchen Pluspunkt aufweisen:

Der Autokauf wird durch die Vollfinanzierung auch für solche Menschen möglich, die keinerlei Eigenkapital aufweisen können.

  • Dank der Vollfinanzierung lässt sich beispielsweise bei einem irreparablen Defekt am alten Fahrzeug binnen kürzester Zeit ein neues erwerben, ohne dass etliche Zeit des Ansparens von Eigenkapital vergehen muss.
  • Günstige Kreditzinsen sorgen dafür, dass auch ein vollfinanziertes Auto unterm Strich nur unwesentlich teurer ist als ein solches, in dessen Kauf Eigenkapital eingebracht wurde.
  • Selbst bei vorhandenen Eigenmitteln kann auf eine Vollfinanzierung gesetzt und das Kapital anderweitig verwendet werden.

Nachteile des Autokredits mit Vollfinanzierung

Obwohl die Vollfinanzierung eines Fahrzeugs mittlerweile gängige Praxis ist und genauso einige Vorteile bietet, sind die Kritiker dieser Finanzierungsart noch nicht gänzlich verstummt. Denn die Vollfinanzierung hat leider auch gewisse Nachteile:

  • Die höhere Kreditsumme steigert den Gesamtkaufpreis. Längere Laufzeiten oder höhere Monatsraten sind das Ergebnis.
  • Durch eine Vollfinanzierung kommt es aus den genannten Gründen nicht selten zu einer finanziellen Überbelastung bis hin zur Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers.
  • Für eine Vollfinanzierung sind besondere Sicherheiten und Liquiditätsnachweise erforderlich.
  • Oftmals sind Vollfinanzierungen mit höheren Zinsen belegt.
  • Unter gegebenen Umständen und je nach Partnerbank können Vollfinanzierungen gänzlich verwehrt werden. 

Anzahlung beim Autokredit

Auch wenn ein Autodarlehen mit 100-prozentiger Finanzierung der Kaufsumme keine Seltenheit mehr ist, so ist diese Vorgehensweise dennoch keineswegs das, was sich Autokäufer, Autohäuser wie auch darlehensgebende Banken wünschen. Denn obwohl eine Vollfinanzierung so manchen Vorteil hat, überwiegen dennoch die Nachteile, so dass eine Finanzierung ohne Anzahlung nur in Ausnahmefällen in Betracht gezogen werden sollte.

Sei es der Nachteil der Vollfinanzierung oder aber der Vorteil des anzahlungsbasierenden Autokredits, nach wie vor ist es das Bestreben aller am Autokauf beteiligten Personen und Institutionen, die zu zahlende Summe in gewissen Prozenten vom Käufer und Kreditinteressenten aufbringen zu lassen.

Wie kann man sich die Anzahlung beim Autokredit vorstellen?

Wenn in Zusammenhang mit einem Autokredit von einer Anzahlung die Rede ist, so muss man dies begrifflich abgrenzen von eben jener Anzahlung, bei der vorab eine Teilrate gezahlt wird und der Restbetrag später in einer Summe zu entrichten ist.

Stattdessen bedeutet die Anzahlung beim Autokredit, dass der Kreditnehmer selbst einen Teil der Kaufsumme aus eigenen Mitteln aufbringt und nur der verbleibende Restbetrag über das Darlehen abgedeckt wird.

Diese Vorgehensweise ist durchaus zu empfehlen und bringt so manchen positiven Aspekt mit sich. Dabei ist besonders lobend zu erwähnen, dass bei vielen Kreditinstituten eine Anzahlung keine Pflicht ist und auch die Höhe durchaus variabel sein kann. Als Richtwert werden jedoch 20 Prozent des Kaufpreises als Anzahlung empfohlen.

Warum eine Anzahlung?

Eine Anzahlung zu leisten, wirkt sich positiv auf den gesamten Autokredit aus und ist deshalb eine gern genutzte Option:

Die gesamte Kreditsumme verringert sich, wodurch es zu kürzeren Laufzeiten oder niedrigeren Monatsraten kommt.
Das Aufbringen von Eigenmitteln wirkt sich positiv auf die geltenden Zinsen aus.
Dank Eigenkapital als Anzahlung fällt die Liquiditätsprüfung gelockert aus.
Eigenmittel machen eine Kreditzusage wahrscheinlicher.

In diesem Zusammenhang dominiert natürlich der finanzielle Aspekt. Welche Dimensionen dieser annimmt, wird an folgender Beispieltabelle deutlich:
Kaufpreise10.000 €10.000 €15.000 €15.000 €
AnzahlungKeine2.000 € (20 %)Keine3.000 € (20 %)
Kreditsumme10.000 €8.000 €15.000 €12.000 €
Effektiver Jahreszins7,90 %5,75 %6,80 %4,99 %
Laufzeit36 Monate36 Monate84 Monate84 Monate
Gesamte Kreditkosten12.370 €9.380 €22.140 €19.191,60 €
Monatrate343,61 €260,56 €263,57 €228,47 €

Inzahlungnahme eines alten Fahrzeugs

Nicht jeder hat das Glück Geld angespart zu haben, um dieses bei einem Autokauf mit passendem Kredit als Anzahlung einzusetzen. Leider wirkt sich dies negativ auf die Laufzeit und die monatliche Darlehensrückzahlung aus.

Gleichzeitig sehen sich viele Autokaufinteressenten jedoch mit einem weiteren Problem konfrontiert, nämlich dass sie ihr altes Fahrzeug loswerden müssen. Mitunter ist dieses noch zum Weiterverkauf geeignet, was jedoch einige Zeit in Anspruch nimmt. In vielen Fällen aber lohnt sich ein solcher Verkauf nicht mehr und stattdessen steht der Schrottplatz am Ende dieses Autolebens, wofür dann zwecks Verschrottung die entsprechende Gebühr fällig wird.

Warum an dieser Stelle nicht aus der Not eine Tugend machen und die beiden Probleme der fehlenden Anzahlung und des zu entsorgenden oder verkaufenden Fahrzeugs miteinander verbinden? Inzahlungnahme lautet diese Lösungsmöglichkeit, die von zahlreichen Autohäusern angeboten und von den Kunden gerne angenommen wird.

Was ist die Inzahlungnahme?

Vereinbart man mit einem Autohaus, dass das alte Fahrzeug in Zahlung genommen wird, so bedeutet dies nichts anderes, als dass das Autohaus neuer Besitzer wird und natürlich an den aktuellen Fahrzeughalter einen entsprechenden Kaufpreis zu entrichten hat.

Das Besondere der Inzahlungnahme ist allerdings, dass das Fahrzeug nicht gegen Auszahlung des Kaufpreises übergeben wird, sondern dieser lediglich imaginär auf dem Papier besteht. Denn im Resultat wird der Preis als Anzahlung auf das neue Auto gewertet, womit sich die noch zu zahlende Summe beziehungsweise der Kreditbetrag reduziert.

Lange Jahre war die Inzahlungnahme nur ein Angebot der Autohäuser bei einem Neuwagenkauf, inzwischen ist es jedoch absolut gang und gäbe, ein altes Fahrzeug auch dann in Zahlung zu nehmen, wenn der Neuerwerb auf einen Gebrauchtwagen abzielt. In diesem Fall ist die Reduzierung der imaginären Zahlungssumme eine gängige Praxis.

Die Fahrzeugbewertung als wichtiges Kriterium

Mit dem eigenen Auto bewaffnet einfach an die Tür eines Autohauses klopfen, dort um eine Inzahlungnahme des alten, gegen den Kauf eines neuen bitten – so einfach kann der Autokauf sein. Ist er aber leider nicht. Denn Autohäuser haben weder Fahrzeuge noch Geld zu verschenken und gehen gerade mit letzterem bei der Inzahlungnahme eher knauserig um. Deshalb sollte man sich vorab einen Überblick über den aktuellen Marktwert des abzugebenden Fahrzeugs verschaffen. Fahrzeugbewertungen aus dem Internet können hier helfen und werden auch von den Autohäusern genutzt.

Dabei fließen folgende Daten und Fakten in die Fahrzeugbewertung ein

  1. Fahrzeughersteller
  2. Fahrzeugmodell
  3. Datum der Erstzulassung
  4. aktueller Kilometerstand
  5. optischer Zustand
  6. technischer Zustand
  7. eventuelle Sonderausstattungen (Klimaanlage, Sitzheizung, Ledersitze…)
Allerdings sollte man sich von einer eigens durchgeführten Fahrzeugbewertung nicht täuschen lassen. Denn allzu oft reduzieren die Autohäuser den Fahrzeugwert und rechnen stattdessen den Wiederverkaufswert, der meist deutlich niedriger ist, bei der Inzahlungnahme an.

Sonderaktionen beachten

Wer seinen alten PKW im Zuge einer Inzahlungnahme als Anzahlung für einen Fahrzeugkauf einsetzen möchte, der ist gut damit beraten besondere Rabattaktionen der Autohäuser abzuwarten. Denn häufig wird im Radio oder im Fernsehen damit geworben, den „Alten“ zu attraktiven Festpreisen in Zahlung zu nehmen. Solche Sonderzahlungen erreichen mitunter die 5.000 Euro Marke und sind eine wirklich gute Möglichkeit, die Autokreditsumme zu reduzieren.

Autokredit – Vergleichsrechner für individuelle Angebote

Es gibt nicht den Autokredit schlechthin. Stattdessen muss es sich mit einem Autokredit halten wie mit einem guten Kleid: Er muss einfach passen. Und da die Wünsche, Anforderungen und Voraussetzungen der einzelnen Menschen unterschiedlich sind, ist es zwingend erforderlich, dass ein Autokredit alle Details würdigt und ein passgenau zugeschnittenes Angebot bietet.
An dieser Stelle tritt der Autokredit Vergleich auf den Plan. Denn schließlich steht den Interessenten nicht nur eine Bank zur Verfügung, sondern sie können tatsächlich aus einer stattlichen Anzahl wählen. Und jedes Geldinstitut wartet mit anderen Bedingungen auf.

Hier einen Überblick zu bekommen, stellt man sich schwierig vor. Das muss es aber nicht sein, denn dank dem Autokredit Rechner lassen sich binnen weniger Minuten vielfältige Autokreditangebote einholen, all dies unter Berücksichtigung der individuellen Details und Vorgaben des Darlehensinteressenten.

Vorteile des Autokredit Vergleichs

Warum sollte man als potenzieller Autokreditnehmer auf den Kreditvergleich setzen? Aus verschiedenen Gründen!
Zunächst einmal ist es so, dass man als Privatperson oftmals nur wenige Banken kennt und zu diesen auch keine engeren Kontakte unterhält. Da steht die Hausbank im Vordergrund und erhält allenfalls noch Gesellschaft durch die Konkurrenzbanken, dessen Emblem man mal im Vorübergehen wahrgenommen hat.

Auch im Internet kennen sich bezüglich der potenziellen Geldgeber nur wenige Menschen aus. Auch hier setzt man vorrangig auf die bekannten Namen.
Hinter diesen müssen sich aber nicht zwangsläufig die besten Angebote verbergen. Vielmehr ist es so, dass gerade die unbekannten Institutionen die überzeugenderen Autokredite liefern. Und diese erfährt man als Laie erst, wenn man einen Autokredit Vergleich durchgeführt hat.
Darüber hinaus bieten zahlreiche niedergelassene Geldinstitute Kreditpakete, die keineswegs auf Individualität, sondern auf Quantität setzen. Ein passgenauer Autokredit ist so nur schwer zu ermitteln. Ganz anders aber mit dem Autokredit Vergleich. Denn hier kann der Kunde detailliert seine eigenen Wünsche eingeben und erhält nur solche Kreditangebote, die konform mit diesen Angaben gehen.

So funktioniert der Autokredit Vergleich

Vorbei ist die Zeit des Hausierens bei verschiedenen Banken, um in den Genuss des bestmöglichen Autokredits zu kommen. Die Gegenwart und die Zukunft gehören dem Autokredit Vergleichsrechner im Internet. Und diesen zu benutzen ist wahrlich keine große Kunst.

Folgende Angaben sollte man allerdings parat halten:

  • den Verwendungszweck
  • den Kaufpreis
  • die Eigenleistung
  • den gewünschten Autokreditbetrag
  • die Laufzeit

All diese Informationen werden in die selbst erklärende Vergleichsmaske eingegeben und schon können die darauf zugeschnittenen Angebote errechnet werden. Einfacher geht es definitiv nicht!

Der Kreditantrag: Erster Schritt auf dem Weg zum Autokredit

Kaum ein Auto, das heute noch einfach bar bezahlt werden kann. Vielfach ist es unmöglich, so hohe Beträge aus den eigenen Ersparnissen zu nehmen. Dann kann es sinnvoll sein, eine Finanzierung aufzunehmen. Doch wie genau läuft der Autokredit eigentlich ab?
Der Kreditantrag wird hierbei oft als erster Schritt bezeichnet, in der Regel geht diesem aber eine Kreditanfrage voraus. Diese unterscheidet sich zwar nur unwesentlich vom eigentlichen Antrag, erlaubt aber, bei verschiedenen Anbietern Angebote einzuholen und diese ausführlich miteinander zu vergleichen. Ein vorläufiger Kreditentscheid wird übrigens schon auf die Kreditanfrage hin getroffen, meist versenden die Banken damit sogar noch einen konkreten Kreditvertrag mit allen wichtigen Konditionen, so dass der Vergleich einfacher wird.

Kreditantrag ausfüllen

Wenn die Entscheidung für einen bestimmten Kredit gefallen ist, muss dieser beantragt werden. Der Kreditantrag kann entweder mit dem Autohändler vor Ort ausgefüllt werden, bei der finanzierenden Bank mit dem Sachbearbeiter oder auch persönlich vor dem heimischen Rechner. Die benötigten Angaben und Unterlagen sind dabei immer wieder sehr ähnlich. Unter anderem zählen dazu Angaben zu:

  • Name, Wohnort, Alter, Familienstand des Kreditnehmers
  • Einkommen des Kreditnehmers
  • Einkommensnachweise des Kreditnehmers
  • Ausgaben des Kreditnehmers
  • finanziellen Verpflichtungen Dritten gegenüber (z. B. Unterhaltszahlungen)

Insbesondere die laufenden Ausgaben spielen eine wichtige Rolle, weil mit ihrer Hilfe überprüft wird, inwieweit der Kreditnehmer noch Spielraum für einen Kredit und dessen Rückzahlung hat. Deshalb sollten alle laufenden Ausgaben, wie Miete, Telefon, Strom, Versicherungen und vieles mehr genau berücksichtigt werden. Denn werden im Kreditantrag falsche Angaben gemacht, so kann es durchaus passieren, dass die Bank aufgrund dessen den Kredit später kündigt.

Kreditantrag abschicken

Je nach Art des Kredits wird der Kreditantrag beim Autohändler online an die Autobank übermittelt oder bei der Filialbank im System hinterlegt. Wer einen Onlinekredit anstrebt, der muss den Kreditantrag in der Regel ausgefüllt ausdrucken, unterzeichnen und alle weiteren Papiere beilegen. Bei einer Postfiliale wird dann das Post-Ident-Verfahren durchgeführt und der Kreditantrag an die Bank geschickt.

Die Kreditentscheidung kann ebenfalls unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Von wenigen Tagen bis hin zu einigen Wochen sind die Bandbreiten, je nach Bank, gegeben.

Persönliche Informationen für die Kreditantragstellung

Wer sich für einen Autokredit interessiert, kommt nicht umhin, einen Kreditantrag zu stellen. Dieser muss mit persönlichen Daten ausgefüllt werden, die darüber entscheiden, ob der Kreditantrag abgelehnt oder bewilligt wird. Natürlich sind hier erst einmal die klassischen Daten zu berücksichtigen. Dazu zählen:

  • vollständiger Name
  • Geburtsdatum und –ort
  • Familienstand
  • aktuelle Anschrift
Für diese Daten reicht es in der Regel auch, den Personalausweis oder Reisepass vorzulegen. Lediglich der Familienstand muss gesondert angegeben werden. Damit sind die ganz persönlichen Daten schon einmal abgehakt.

Daten zum Einkommen

Wichtig für die Bank sind bei jeder Kreditantragstellung aber genauso Angaben zum Einkommen der Kreditnehmer. So werden unter anderem Daten zu den

  • Einnahmen aus beruflicher Tätigkeit,
  • sonstigen  Einnahmen (Kindergeld, Sozialleistungen),
  • Ausgaben des Haushalts (Miete, Strom, Telefon),
  • weiteren Krediten und deren Ratenhöhe,
  • Unterhaltsverpflichtungen und vielem mehr

abgefragt. Damit will die finanzierende Bank überprüfen, ob das Einkommen ausreicht, um die über den Kredit geforderten Rückzahlungsraten zu finanzieren. Ist das nicht der Fall, kommt es zu einer Ablehnung. Kann der Kredit finanziert werden, dann wird dem Antrag stattgegeben.

Beispielrechnung für die persönlichen Angaben zum Einkommen

Klassischer RatenkreditBallonfinanzierungDrei-Wege-KreditFinanzierung
mit Anzahlung
Vollfinanzierung
Zinsenca. 8 %ca. 7 %ca. 6,5 %ca. 6 %ca. 8 %
Laufzeitindividuell festlegbar,meist 12 – 84 Monateindividuell festlegbar,meist 12 – 84 Monateca. 60 Monate, Abweichungen möglich12 bis 84 Monatevariabel je nach Bank,12 – 84 Monate als Richtwert
Monatsratehöher als bei Ballon-Finanzierung und Drei-Wege-Kreditgeringer als beim klassischen Ratenkreditim Kredit-vergleich am günstigsten (ca. 40 % günstiger)abhängig von Höhe der Anzahlung und gewählter Laufzeithöchste Monatsrate im Vergleich
Anzahlungfreiwilliges Element zur Senkung der Kreditbelastungnicht erforderlicherforderlich, rund 10 % des Kaufpreisesindividuell zu vereinbaren, 20 % des Kaufpreises empfohlenkeine
Schlussratenicht vorgesehenbei Vertragsabschlussfestzulegen,ca. 30 % des Kaufpreiseserforderlich, rund 35 – 40 % des Kaufpreisesnicht vorgesehenkeine
Im zweiten Beispielfall muss der Kredit also abgelehnt werden, da die monatliche Rate aufgrund des nach Abzug der laufenden Kosten verbliebenen Puffers nicht gedeckt werden kann. Im ersten Beispiel dagegen kann sogar noch ein Puffer von mehr als 200 Euro erreicht werden, so dass auch unvorhergesehene Ausgaben damit gedeckt werden können.

Vorzulegende Papiere

Bei einem Antrag auf den Autokredit müssen natürlich auch verschiedene Papiere und Dokumente vorgelegt werden. Der Personalausweis ist zum Beispiel zwingend erforderlich, um ein Darlehen zu erhalten. Ihm werden die persönlichen Daten entnommen und außerdem wird damit die Identität des Antragstellers überprüft.

Darüber hinaus fallen einige weitere Unterlagen an, die zwingend oder auch variabel, je nach Bank, vorgelegt werden müssen. Hierzu zählen:

  • Lohn- / Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate
  • Kontoauszüge, aus denen die Lohn- / Gehaltszahlungen hervorgehen
  • Bescheinigung über ein unbefristetes Arbeitsverhältnis
  • Beamtenurkunde bei Beamten
  • seltener Arbeitszeugnisse
  • Auflistung möglicher Sicherheiten (Bürgschaften, Wertgegenstände, offene Forderungen)
  • aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) bei Selbstständigen
  • Bilanzen oder Einnahme-Überschuss-Rechnungen (EÜR) bei Selbstständigen, oft der vergangenen ein bis drei Jahre
Welche Unterlagen die Bank im konkreten Einzelfall verlangt, ist unterschiedlich. Oft hängt dies auch von der Darlehenshöhe ab. Beim klassischen Autokredit wird meist nur ein Einkommensnachweis verlangt, also bei Selbstständigen die BWA und EÜR, bei Angestellten die Lohn- oder Gehaltsabrechnungen.

Was bringen der Bank die Papiere?

Anhand der Papiere, die dem Kreditantrag beigefügt werden müssen, will die Bank sich ein Bild von der tatsächlichen finanziellen Situation des Antragstellers machen. Bei den persönlichen Angaben verlässt sich die Bank noch auf die Aussagen der Antragsteller, bei den Dokumenten hingegen kann sie genau nachvollziehen, ob das angegebene Einkommen tatsächlich so besteht. Hier geht es insbesondere um Lohnempfänger, deren Einkommen je nach Anzahl der Schichtzulagen und Co. doch von Monat zu Monat stark schwanken kann. Darüber hinaus lässt sich durch die Überprüfung der Bilanzen, EÜR, BWA und Co. die Entwicklung eines Unternehmens in der Vergangenheit abschätzen. Die aktuelle BWA gibt Aufschluss darüber, wie es aktuell um das Unternehmen bestellt ist.

Insgesamt haben genauso Banken kein Geld zu verschenken und bevor ein Kredit gewährt wird, und sei es auch nur ein Kleinkredit für den neuen Wagen, muss sie sichergehen, dass ihr Gegenüber kreditwürdig ist. Sie muss also sicher sein, dass das verliehene Geld samt Zinsen ohne Probleme zurückgezahlt werden kann.

Die Antrags- und Liquiditätsprüfung

Wenn die Kreditanträge für den neuen Autokredit vollständig ausgefüllt sind, kann die Bank die Antragsprüfung vornehmen. Zunächst wird das Einkommen ermittelt, das nach Abzug der angegebenen Ausgaben verbleibt. Unter Umständen kann schon hier das Ende des Kreditantrags besiegelt sein. Sieht hier alles gut aus, geht die Bank einen Schritt weiter. Sie überprüft die Liquidität des Antragstellers, sowie dessen Bonität.
Hierbei kommt der Schufa, der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, eine besondere Bedeutung bei. Denn in Deutschland geht kaum ein Kredit über den Tisch, ohne dass vorher eine Schufa Auskunft über den angehenden Kreditnehmer gestellt wurde. Damit diese Abfrage bei der Schufa gestellt werden kann, ist eine entsprechende Klausel beim Kreditantrag zu unterzeichnen. Wird diese nicht unterschrieben, so wird der Kredit oftmals ohne weitere Antrags- und Liquiditätsprüfung abgelehnt.

Schufa Auskunft ist wichtig

Wird die Schufa Auskunft angefordert, erfahren die Banken zunächst einmal die persönlichen Daten des Antragstellers und können diese mit den im Antrag gemachten Daten abgleichen. Darüber hinaus stehen ihnen Informationen zu unterhaltenen Bankverbindungen zur Verfügung, sowie zu Nichterfüllungen von Zahlungsverpflichtungen in der Vergangenheit. Das Fatale dabei: Selbst wenn diese Forderungen mittlerweile beglichen sind, bleiben die Einträge noch lange Zeit in der Schufa bestehen.

Außerdem gibt es einen Scoring-Wert, der Auskunft darüber gibt, wie kreditwürdig die Schufa den Antragsteller einschätzt. Dafür wird eine Personengruppe, die sich in bestimmten Merkmalen gleicht, zusammengefasst. Aus dieser Gruppe wird jetzt mit verschiedenen Berechnungsmethoden, die geheim sind, errechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalls erscheint. Bei einer guten Bonität ist der Scoring-Wert hoch, bei einer schlechten eher niedrig.

Genaue Antragsprüfung

Ferner überprüft die Bank, ob es sich bei dem beantragen Kredit um einen zweckgebundenen oder einen zweckunabhängigen handelt. In ersterem Fall wird genau geprüft, ob die beantragte Kreditsumme mit dem Wert des zu erstehenden Autos konform geht. Wurde die Kreditsumme zu hoch angesetzt, kann die Bank hier eine geringere Darlehenssumme anbieten oder den Kredit verweigern.

Zusätzlich werden Hausbanken das bisherige Zahlungsverhalten ihrer bekannten Kunden mit in die Entscheidung einbeziehen. Dabei werden unter anderem auch die Kontobewegungen des Antragstellers genau berücksichtigt.

Die Fahrzeugbewertung

Für den Abschluss eines Autokredits spielt auch die Fahrzeugbewertung eine wichtige Rolle. Hierbei kommen gleich zwei unterschiedliche Bewertungen in Betracht: Zum Einen die Bewertung des neuen Autos, zum Anderen die des bisherigen Wagens, der häufig in Zahlung gegeben wird.

  1. Er muss sich nicht um den privaten Verkauf des Fahrzeugs kümmern.
  2. Er muss das Auto nicht selbst abmelden.
  3. Er bekommt in der Regel einen fairen Preis geboten.
  4. Er verringert die Kosten für das neue Fahrzeug.
Für eine korrekte Fahrzeugbewertung kommen verschiedene Faktoren in Betracht. Verbraucher sollten sich hier aber nicht blind auf den Verkäufer ihres Vertrauens verlassen, sondern schon einmal selbst online eine Fahrzeugbewertung durchführen. Dafür sind nur wenige Angaben nötig, wie etwa:

  • Laufleistung des Fahrzeugs
  • Fahrzeugtyp
  • Alter des Fahrzeugs
  • Anzahl der Vorbesitzer
  • Sonderausstattungen, sofern vorhanden
  • Unfallfreiheit oder Unfallwagen
Anhand dieser Aussagen kann bereits ein ungefährer Preis ermittelt werden. Bei der Online Fahrzeugbewertung werden dann oft zwei Preise angegeben: Nämlich der Preis, zu dem ein Händler das Fahrzeug verkaufen kann und der Preis, zu dem er es ankauft. So können Kunden schon einen ersten Anhaltspunkt erhalten und gehen selbstsicherer in die Verhandlungen rund um das neue Fahrzeug. Der Händler wird aber oftmals nicht den vollen Preis, der angeboten wurde, „auszahlen“. Vielfach wird er den Ankaufpreis senken, den übrigen Betrag allerdings als kostenmindernd auf das Neufahrzeug anrechnen, so dass er auch bei sehr alten Autos eine Chance hat, diese noch zu veräußern. Andernfalls droht ihm eine Differenzbesteuerung, die für viel bürokratischen Aufwand sorgt.

Die Fahrzeugbewertung des neuen Autos

Im zweiten Schritt wird auch das neue Fahrzeug bewertet. Hier geht es vor allen Dingen darum, wie hoch der erwartete Wertverlust gerade in der Anfangszeit ausfällt. Denn dieser entscheidet darüber, wie hoch das Darlehen maximal ausfallen kann.

Grundsätzlich wird die Bank bereit sein, einen Autokredit zu vergeben, der etwas unter dem Neuwert liegt. Dabei werden die monatlichen Raten berücksichtigt und wie schnell der Kreditbetrag abgetragen wird. Schließlich muss im Falle eines Zahlungsverzugs das Auto als Sicherheit herhalten, so dass dessen aktueller Wert ausreichen muss, um den noch offenstehenden Kreditbetrag auszulösen. Da der Wertverlust aber bei gerade neu eingeführten Modellen nicht zu 100 Prozent korrekt angegeben werden kann, werden hierbei oft Schätzungen vorgenommen. Diese ergeben sich aus Erfahrungswerten mit ähnlichen oder baugleichen Modellen, sowie Vorgängermodellen.

Kreditabschluss und Vertragsdetails

Sind nun alle Vorbereitungen für den Autokredit abgeschlossen, kann es endlich zum Vertragsabschluss kommen. Hierbei wird dem Kunden der Vertrag vorgelegt, in dem alle wichtigen Details enthalten sind. Von Bedeutung sind natürlich die grundlegenden Vertragsdaten, zu denen folgende gehören:

  • Name und Anschrift des Kreditgebers
  • Name und Anschrift des Kreditnehmers
  • Zweck des Kredits (Finanzierung eines genau zu bezeichnenden Fahrzeugs)
  • Kreditsumme
  • Zinssätze
  • Raten, die monatlich zu zahlen sind
  • Anzahlung, sofern vereinbart (eventuell auch mit dem Betrag der Inzahlungnahme des alten Wagens)
  • Laufzeit des Kredits
Diese grundlegenden Daten, sowie die Unterschriften und das Datum des Vertragsabschlusses sind Bestandteil jedes Kreditvertrages. Darüber hinaus finden sich im berühmten „Kleingedruckten“ noch zahlreiche weitere Vertragsdetails, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.

Besondere Bedingungen berücksichtigen

Vielfach werden beispielsweise noch zusätzliche Leistungen im Kreditvertrag vereinbart. Dazu kann beispielsweise eine Restschuldversicherung zählen, die bei zahlreichen Autohändlern heute Grundbestandteil einer jeden Finanzierung ist. Diese bietet den Vorteil, dass sie für die Zahlungsverpflichtungen des Kreditnehmers etwa bei Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit oder auch im Todesfall einsteht. Allerdings sind die Kosten, die für eine in den Kreditvertrag integrierte Restschuldversicherung entstehen, oft viel zu hoch. Aus diesem Grund kann es sinnvoller sein, auf diese zu verzichten. Genau das gestaltet sich aber oft als schwierig, weil die Kreditgeber nicht darauf verzichten wollen.

Ebenfalls sollten Verbraucher darauf achten, wie es sich mit Sondertilgungen verhält. Sind diese möglich und welche Kosten entstehen dafür? Die Kreditgeber haben das Recht, bei vorzeitiger Auslösung des Fahrzeugs eine Vorfälligkeitsentschädigung zu verlangen. Diese soll die entgangenen Zinserträge ausgleichen. Vielfach verzichten Autofinanzierer aber auf diese Vorfälligkeitsentschädigung und lassen Sondertilgungen jederzeit zu.

Dabei sollte darauf geachtet werden, dass diese auch dazu führen, dass der Kreditbetrag sofort neu berechnet und die Zinsen angepasst werden. So lässt sich durch eine Sondertilgung beim Autokredit bares Geld sparen.

Was passiert bei Zahlungsverzug?

Ebenfalls sollte im Vertrag für den Autokredit auf Punkte geachtet werden, die erläutern, was passiert, sollte es doch einmal zum Zahlungsverzug kommen. In diesem Fall ist es wichtig, dass der Kreditgeber zumindest Gesprächsbereitschaft zeigt. Gezielt nachfragen können Kreditnehmer zu diesem Punkt natürlich ebenfalls. Entscheidend ist aber, dass sie sich selbst so schnell wie möglich mit dem Gegenüber in Verbindung setzen, sollten Zahlungsschwierigkeiten entstehen. So können unter Umständen Zahlungsaufschub, Stundung der Raten für einen begrenzten Zeitraum oder eine Senkung der Raten, einhergehend mit einer Verlängerung der Laufzeit vereinbart werden.

Autokredit-Tipps

Individuelle Vereinbarkeit der Kreditkonditionen

Als Kreditinteressent nimmt man oft die Position eines Bittstellers ein, der dankbar sämtliche Konditionen akzeptiert, die die Bank anbietet – Hauptsache die Autofinanzierung kommt zustande.

Diese Vorgehensweise und Herabstufung der eigenen Stellung ist jedoch nicht empfehlenswert. Denn deutlich besser fährt man als Kreditnehmer, wenn man seine eigenen Interessen im Darlehensvertrag zu verwirklichen versucht. Das entsprechende Selbstvertrauen für ein Kreditgespräch gewinnt man, indem man sich vergegenwärtigt, dass die Darlehensvergabe das Kerngeschäft zahlreicher Banken darstellt und diese deshalb selbst ein berechtigtes Interesse am Zustandekommen einer Finanzierung haben.

Innerlich auf diese Art gerüstet, kann man einen auch für sich selbst erfolgreichen Kreditabschluss herbeiführen und die Tatsache würdigen, dass viele Kreditkonditionen individuell vereinbart werden können.

Nur geringe Kreditvorgaben

Äußere Rahmenbedingungen für einen Autokredit gibt es wenige und deshalb liegt es im Verhandlungsgeschick der Darlehenspartner, die besten Konditionen herauszuschlagen.

Das, was an Vorgaben tatsächlich vorhanden ist, bezieht sich zumeist auf die formellen Gegebenheiten:

  1. Darlehensverträge bedürfen der schriftlichen Form und müssen alle relevanten Details beinhalten.
  2. Volljährigkeit, Geschäftsfähigkeit und fester Wohnsitz im Bundesgebiet sind obligatorisch.
  3. Bezüglich der vorzuweisenden Darlehenssicherheiten gibt es kaum Verhandlungsspielraum.

Darüber hinaus ist alles, was in den Kreditvertrag einfließt, eine reine Verhandlungssache. Es ist also nicht notwendig, auf die Kreditangebotspakete einer Bank einzugehen, sondern man darf getrost eigene Wünsche und Bedürfnisse auf den Plan bringen:

  • Die Zinsen haben als Orientierungsrahmen lediglich den geltenden Leitzins. Darüber hinaus können sie individuell ausgehandelt werden.
  • Das Verhältnis von Zins und Tilgung in der monatlichen Rückzahlungsrate sollte sich an den finanziellen Möglichkeiten des Kreditnehmers ausrichten. Eine Tilgung von einem Prozent ist üblich, aber auch höhere Tilgungsanteile sind realisierbar und wirken sich positiv auf die Laufzeit des Darlehens aus.
  • Laufzeiten sind ausschließlich eine Frage der erbringbaren Monatszahlungen und sollten vom Kreditnehmer unter Berücksichtigung der monatlichen Belastung definiert werden.

Sondertilgung, vorzeitige Ablösung und Zahlungspausen

Während die oben aufgeführten Kreditdetails die uneingeschränkte Aufmerksamkeit der Kreditinteressenten genießen und die geldgebenden Institutionen hier durchaus verhandlungsbereit sind, gibt es drei elementare Vertragsaspekte, die häufig vernachlässigt werden, obwohl ihre Aushandlung größte Wichtigkeit erlangen kann:

Sondertilgung: Weihnachtsgratifikation, Urlaubsgeld oder eine kleine Finanzspritze aus dem Kreis der Familie soll in die Tilgung des Autokredits einfließen? Das könnte zum Problem werden, insofern Sondertilgungen im Darlehensvertrag nicht ausdrücklich erlaubt wurden. Deshalb ist auf diese Option zu achten.
Vorzeitige Kreditablösung
Ein Darlehensvertrag ist eine verbindliche Sache und kann nicht einfach ohne wichtigen Grund von den Vertragspartnern aufgelöst werden. Auch dann nicht, wenn ein Geldsegen dazu führt, dass der Kreditnehmer die volle Finanzierungssumme zurückzahlen kann. In diesem Fall fällt die so genannte Vorfälligkeitsentschädigung, eine Art Vertragsstrafe, an. Um dies zu umgehen, muss in den Kreditvertrag unbedingt die Option der vorzeitigen Kreditablösung einfließen.
Zahlungspausen: Unerwartete Arbeitslosigkeit, finanzielle Engpässe oder der Bezug von Krankengeld können dazu führen, dass der Autokredit nicht mehr bedient werden kann. In diesem Fall ist es hilfreich, im schriftlichen Vertrag Zahlungspausen für solche Situationen zu vereinbaren, in deren Zeitrahmen die Zahlung ruht, ohne dass Verzugszinsen anfallen.

Rabattaktionen nutzen

Glaubt man der Werbung eines großen Elektrofachmarkts, dann ist Geiz ja bekanntlich geil. Dies scheint auch der Wahrheit zu entsprechen, denn Schnäppchenjäger und Sparfüchse gibt es nicht gerade selten und deshalb finden Rabattaktionen und Reduzierungen in allen erdenklichen Bereichen einen großen Zuspruch.

Warum sollte man auf diesen Zug nicht auch beim Autokredit aufspringen?
Denn hingegen der allgemeinen Meinung stehen die Kreditinteressenten keineswegs bei den Banken Schlange, sondern auch diese müssen sich um ihre Kunden und potenzielle Darlehenspartner bemühen.

So unglaublich sich dies anhört, aber auch die Darlehensgeber haben das kundenanziehende Potenzial von Rabattaktionen und Sonderangeboten erkannt. Und deshalb darf man sich als Autokreditinteressent getrost auf die Suche nach solchen Schnäppchendarlehen machen.
Warum sollte man auf diesen Zug nicht auch beim Autokredit aufspringen?
Denn hingegen der allgemeinen Meinung stehen die Kreditinteressenten keineswegs bei den Banken Schlange, sondern auch diese müssen sich um ihre Kunden und potenzielle Darlehenspartner bemühen.

Zinsdumping als stärkstes Lockmittel

Die Zinsen sind das zentrale Element eines Kreditangebots, an dem die potenzielle Kundschaft die Qualität und Relevanz eines Darlehens misst. Kein Wunder also, dass die Banken genau mit diesen Zinsen die Kunden zu überzeugen versuchen.

Doch wie funktioniert dies? Ganz einfach, durch Zinsangebote, die das Repertoire der Konkurrenz deutlich unterbieten.

Im Resultat finden die Kunden somit Autokredite, die mit Zinsen sogar unterhalb der magischen fünf Prozent Hürde liegen. Und wer Geduld und Aufmerksamkeit beweist, der darf sich sogar über Lockangebote der Autohäuser freuen, die bestimmte Fahrzeugmodelle mit einer Null-Prozent-Finanzierung anwerben.

Verzicht auf Gebühren

Ein Autokredit verursacht dem Kreditnehmer Kosten, die sich jenseits der Zins- und Tilgungszahlung bewegen und die bei den ersten Überlegungen um eine Autofinanzierung oftmals nicht bedacht werden. Und doch sind sie existent und können einen Kreditpreis ganz schön in die Höhe treiben.

Die Rede ist von Gebühren, seien es Verwaltungspauschalen oder Bearbeitungsentgelte, die von den meisten Banken für die gesamte Darlehensabwicklung erhoben werden.

Rabattaktionen der Kreditbranche werben hin und wieder damit, genau auf solche Zusatzgebühren zu verzichten. Da diese Leistungen normalerweise nicht einmalig erbracht werden müssen, sondern in die monatlichen Rückzahlungsraten einfließen, kann man dank solcher Sonderangebote die Monatsrate senken.

Überzeugende Paketkredite

Normalerweise sind die Kreditkonditionen eines Autodarlehens in fast allen Punkten frei verhandelbar. Dadurch erhält der Darlehensnehmer den Vorteil, dass er eine auf ihn maßgeschneiderte Finanzierung findet.

Es lohnt sich aber garantiert, einen Blick auf die Kredite zu werfen, welche die Partnerbank vorgefertigt in ihrem Angebot hat. Denn oftmals können diese in der Gesamtheit überzeugen. Fakt ist allerdings, dass sämtliche Vertragsdetails von Seiten der Bank vorgegeben werden, aber dennoch kann der Kreditnehmer profitieren.

  • Zinsen, Laufzeiten, Tilgung und Bearbeitungsgebühren sind klar definiert, weshalb die Monatsbelastung von vorne herein ersichtlich ist.
  • Meist sind solche Kreditpakete auf Quantität ausgelegt, so dass die Zinsen besonders günstig sind.
  • Häufig sind eine Restschuldversicherung, eine Kreditversicherung oder ein sonstiger Schutz aus dem privaten Sektor in derartige Verträge integriert, ohne dass ein Aufpreis gezahlt werden muss.

Preisersparnis bei Barzahlung

Bereits ein altes Sprichwort besagt, dass nur Bares Wahres ist. Und beim Autokauf lacht nicht nur das Bargeld, sondern auch das Herz des Autoverkäufers. Denn ein direkt in bar bezahltes Auto ist nicht nur weg vom Hof, sondern die Kasse klingelt sofort und nicht erst nach Ende der Darlehensvertragslaufzeit.

Aus diesem Grund sind Autoverkäufer allzu gerne bereit, einige Kompromisse einzugehen, wenn ihnen die Barauszahlung des Kaufpreises winkt. Dann liegt es am Verhandlungsgeschick des Käufers, den besten Rabatt und noch attraktive Sonderleistungen auszuhandeln.

Barkauf Rabatte in Zahlen

Dass durch die Barzahlung eines Fahrzeugs ordentlich am Kaufpreis eingespart werden kann, ist kein Geheimnis mehr. Als Richtwert kann man einen Rabatt zwischen 10 % und 20 % ins Auge fassen. Manche Autohäuser gewähren mehr, andere weniger Preisnachlass. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • dem Fahrzeughersteller,
  • dem konkreten Modell,
  • ob bereits ein Nachfolgermodell sozusagen in den Startlöchern steht,
  • ob der Autoverkäufer große Einkaufsmengen mit entsprechend niedrigen Einkaufspreisen hat und
  • wie gut das Verkaufsgeschäft des Händlers läuft.
Am Preisbeispiel kann man dies wie folgt darstellen:

PreisangebotMinimalrabattMaximalrabattKaufpreisspanne
10.000 €1.000 €2.000 €8.000 – 9.000 €
20.000 €2.000 €4.000 €16.000 – 18.000 €
30.000 €3.000 €6.000 €24.000 – 27.000 €
Diese Zahlen sollten jedoch nur als Anhaltspunkte genommen werden. Manche Händler sind bei Barzahlung noch rabattwilliger, andere hingegen lassen sich nur schwer den zehnprozentigen Rabatt abringen. Es liegt somit am Verhandlungsgeschick des Käufers, ob er für sich einen guten Barkaufpreis aushandeln kann. Allzu unverschämt sollte man jedoch nichts ans Werk gehen.

Weitere Preisvorteile bei Barzahlung

Eine Reduzierung des Autokaufpreises bei Barzahlung ist zwar die häufigste und auch eine gute Methode, sich einen finanziellen Vorteil zu sichern. Es gibt aber noch andere Leistungen, die man einem Fahrzeughändler dank Barzahlung abbringen kann.

Besonders beliebt sind zum Beispiel:

  • kostenlose achtfache Bereifung
  • kostenlose Inspektionen für eine festgelegte Zeitspanne
  • kostenlose Durchführung der nächsten Haupt- und Abgasuntersuchung
  • Hol- und Bringdienste für Inspektionen sowie TÜV und AU
  • gratis oder vergünstigtes Klangpaket

Bedeutung für den Autokredit

Die Barzahlung eines neu erworbenen Autos bietet so manche Vorteile. Dies wurde mittlerweile ersichtlich. Aber leider muss dafür natürlich die entsprechende Summe in bar vorgehalten werden. Und genau an diesem Punkt tauchen bei den meisten Fahrzeugkäufern die Probleme auf. Sie haben nicht genug Eigenkapital, sondern müssen auf einen Autokredit setzen und schon scheint der Traum vom Barzahlervorteil ausgeträumt.

Es muss aber nicht unbedingt so kommen. Denn auch als Autokreditnehmer kann man sich die überzeugenden Preisnachlässe und Sonderleistungen für Barzahler sichern:

  • Autokredit bestenfalls nicht über das Autohaus abschließen.
  • Beim Autokredit einen solchen Finanzierungspartner suchen, der die Summe nicht direkt an den Händler überweist, sondern auf das Konto des Kreditnehmers.

Somit eignen sich für alle, die gerne die Vorteile der Barzahlung erhalten möchten, vor allem folgende Finanzierungsarten:

  • Privatkredit
  • Automobilclubfinanzierung
  • Arbeitgeberkredit
  • Kreditvermittlung (vorher über Auszahlungsmodalität informieren)
  • Onlinekredite

Verhältnis Zins und Tilgung

Wer einen Autokredit abschließen möchte, der sollte sich im Vorfeld über die genauen Begebenheiten dieses Kreditgeschäfts informieren. So sollten Zins und Tilgung für den Kredit stets in einem guten Verhältnis zueinander stehen.

Dieses wird in den Vertragsdetails angegeben, oftmals gibt es sogar einen spezifischen Tilgungsplan zum Darlehensvertrag dazu. Aus diesem kann man ersehen, wie sich das Verhältnis von Zins und Tilgung zueinander verändert und zu welchem Zeitpunkt welcher Restbetrag des Kredits noch offen steht.

Wie sich das Verhältnis ändert

Beim klassischen Autokredit handelt es sich um ein Annuitätendarlehen. Das heißt, dass die Annuität, also die monatliche Rate, über die gesamte Laufzeit gleich bleibt. Dabei verändert sich natürlich das Verhältnis zwischen Zins und Tilgung im Laufe der Zeit, so dass anfangs sehr hohe Zinsen gezahlt werden, während nur ein kleiner Teilbetrag für die Tilgung aufgebracht wird. An einem Beispiel erklärt, lässt sich das Ganze so darstellen. Wir gehen von einem Kredit über 10.000 Euro mit einer Verzinsung von 5,00 Prozent pro Jahr aus. Dieser soll über 36 Monate abgezahlt werden.
MonatSchuldenstandRatenzahlungAnteil ZinsAnteil TilgungSchuldenstand neu
110.000,00 €300,00 €41,67 €258,33 €9.741,67 €
29.741,67 €300,00 €40,59 €259,41 €9.482,26 €
39.482,26 €300,00 €39,51 €260,49 €9.221,77 €
34881,41 €300,00 €3,67 €296,33 €585,09 €
35585,09 €300,00 €2,44 €297,56 €287,52 €
36287,52 €288,72 €1,20 €287,52 €0,00 €
Schnell wird also klar, dass anfangs noch sehr hohe Zinsen in der Rate enthalten sind, diese aber mit zunehmendem Abtragen des Darlehens immer geringer ausfallen. Sie machen schließlich nur noch einen minimalen Anteil aus, so dass der Kredit mit zunehmender Laufzeit immer schneller getilgt werden kann.

Was passiert bei Sonderzahlungen?

Nun sollten Verbraucher aber nicht nur das Verhältnis von Zins und Tilgung betrachten, sondern genauso überlegen, was passiert, wenn Sonderzahlungen geleistet werden. Diese sind immer dann sinnvoll, wenn sie sofort als Tilgung auf den Darlehensbetrag verrechnet werden. Denn damit verringert sich der zu verzinsende Betrag und nicht zuletzt die Laufzeit. Wenn es aber nur noch wenige Monate bis zum Ende der Laufzeit sind, dann lohnt es sich mitunter, das Geld für die Sonderzahlung zu sparen.

Somit kann das Darlehen früher ausgelöst werden, so dass der Wagen schneller dem Käufer gehört. Die Zinsen sollten dann natürlich ebenfalls verringert werden, so dass nur noch ein geringerer Betrag zu zahlen ist, um das Fahrzeug auszulösen.

Laufzeiten und Monatsraten

Ein weiteres Detail, das bei jedem Autokredit zum Tragen kommt und vereinbart wird, sind die Laufzeit und die Monatsrate. Beide Größen sind voneinander abhängig. Je länger die Laufzeit, desto günstiger ist die Monatsrate und umgekehrt. Dennoch kann eine lange Laufzeit beim Autokredit nicht per se als günstig bezeichnet werden. Die anfallenden Zinsen steigen nämlich ebenfalls mit steigender Laufzeit. Der Grund dafür ist eigentlich selbsterklärend: Je länger die Laufzeit, desto weniger des Kreditbetrages wird abgetragen. Die verbleibende Darlehenssumme nach einer Monatszahlung ist dementsprechend höher und muss verzinst werden.

Wie groß die Unterschiede ausfallen, soll folgender Vergleich deutlich machen. Dabei wurde ein Kreditbetrag von 10.000 Euro und eine Verzinsung von fünf Prozent zugrunde gelegt.

LaufzeitMonatsrateZinsen gesamtAnteil Zins
12 Monate855,57 €266,79 €10.263,36 €
24 Monate438,22 €517,20 €10.515,50 €
36 Monate299,21 €771,58 €10.770,35 €
48 Monate229,79 €1029,93 €11.830,06 €
Bei der kürzesten Laufzeit von nur einem Jahr fallen 263,36 € an Zinsen an. Bei einer Laufzeit über vier Jahre sind es bereits 1.830,06 € Zinsen. Dies verdeutlicht, wie groß die Unterschiede im Rahmen der Gesamtkosten ausfallen können, je länger die Laufzeit gewählt wird.

Wann sollte eine lange Laufzeit vereinbart werden?

Obwohl dieses Zahlenbeispiel natürlich erschreckend ist, mitunter lässt sich eine lange Laufzeit beim Autokredit nicht umgehen. Dies ist etwa dann der Fall, wenn einfach nicht mehr Geld zur Verfügung steht, um den Kredit abzuzahlen. Hier kann es aber auch sinnvoll sein, sich nach einem günstigeren Wagen umzusehen.

Eine lange Laufzeit nur deshalb zu vereinbaren, weil es auf den ersten Blick günstiger erscheint, macht dagegen wenig Sinn. Zum Einen fallen dabei höhere Zinsen an, wie obige Tabelle beweist. Zum Anderen werden von den Autobanken und unabhängigen Kreditinstituten bei kurzen Laufzeiten oftmals günstigere Zinssätze angeboten. Darüber hinaus ist genauso der Wertverlust des Wagens zu berücksichtigen. Je länger der Kredit läuft, desto länger dauert es auch, bis der Käufer den Wagen sein Eigen nennen kann. Gerade bei extrem langen Laufzeiten, die bis zu 84 Monaten reichen, muss das Auto sofort wieder verkauft werden, weil einfach zahllose Reparaturen anstehen, die sich nicht mehr rechnen. In diesem Fall blieb keine Zeit, eine Anzahlung für einen neuen Wagen anzusparen.

Zinssätze geschickt verhandeln

Wer nicht auf ein bestimmtes Fahrzeug festgelegt ist, kann zudem die Zinssätze für den Wagen verhandeln. Gerade bei kürzeren Laufzeiten können oft günstige Zinssätze ausgehandelt werden. Außerdem gibt es spezielle Fahrzeuge, deren Verkauf angekurbelt werden soll. In diesen Fällen bieten insbesondere die Autobanken oft unschlagbar günstige Finanzierungen an. Allerdings sollte dabei berücksichtigt werden, dass die Rabatte, die dann gewährt werden, sehr stark eingeschränkt sein können.

Sondertilgungen vereinbaren

n den Vertragsdetails des Autokredits sollten ebenfalls Regelungen zu Sondertilgungen getroffen werden. Unterschieden wird dabei in die Teilrückzahlung und die Ablösung. Beide Varianten können für den Verbraucher von Vorteil sein, sollten aber nicht überstürzt genutzt werden.

Die Ablösung

Bei der Ablösung handelt es sich um die vorzeitige Rückzahlung des gesamten noch ausstehenden Kreditbetrages. Diese ist nur in den seltensten Fällen bzw. kurz vor dem Ende der Laufzeit möglich. Dennoch sollte die Ablösung nicht vorschnell erfolgen, denn sie kann richtig Geld kosten:

Zum Einen verlangen die Banken in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung. Sie dient als Ausgleich für die Zinszahlungen, die in der übrigen Kreditlaufzeit noch angefallen wären. Zum Anderen sollte die Ablösung stets im Vorfeld mit der finanzierenden Bank abgesprochen werden. Dabei gilt, dass die Bank aufgrund dieser Tatsache genau berechnen kann, welchen Betrag der Kreditnehmer zahlen muss, um den Kredit abzulösen. Die Ablösung kann in vielen Fällen selbst dann problemlos durchgeführt werden, wenn eine Sondertilgung im Kreditvertrag nicht ausdrücklich vereinbart wurde. Die zusätzlichen Kosten durch Gebühren und Vorfälligkeitsentschädigung können jedoch eine vermeintlich günstigere Ablösung des Darlehens als teurer erscheinen lassen, als die weitere monatliche Ratenzahlung.

Die Teilrückzahlung

Etwas anders verhält es sich bei der Teilrückzahlung. Sie kann nur erfolgen, wenn entsprechende Sondertilgungen im Kreditvertrag explizit vereinbart wurden. Hierbei unterscheidet man nochmals verschiedene Fälle. Wird eine Teilrückzahlung ausgelöst, kann diese die gesamte Laufzeit des Kredits verkürzen oder aber sie dient einer kurzfristigen finanziellen Entlastung.

Laufzeitverkürzung durch Teilrückzahlung: Bei dieser Variante kann beispielsweise das 13. Monatsgehalt oder ein anderes zusätzliches Einkommen eingesetzt werden, um eine erhöhte Monatsrate zu überweisen. Die Bank wird dann den Kredit neu berechnen, die Laufzeit kann sich somit entsprechend verkürzen. Allerdings werden auch hier häufig Gebühren und weitere Kosten fällig, so dass die Teilrückzahlung nicht immer sinnvoll erscheint.
Kurzzeitige finanzielle Entlastung durch Teilrückzahlung: Eine andere Form der Teilrückzahlung sieht vor, dass der Kreditnehmer eine höhere Monatsrate an den Kreditgeber zahlt. Im folgenden Monat kann er eine geringere Rate zahlen. In diesem Fall wirkt sich die Teilrückzahlung nicht auf die Laufzeit aus, kann aber das Budget schonen, wenn in einem Monat besonders viele Ausgaben anstehen. Auch hier berechnet die Bank meist zusätzliche Gebühren und Zinsen. Diese Form der Teilrückzahlung ist jedoch in der Praxis nur selten anzutreffen.

Vorsicht vor Kreditabzocke

Die vielfältigen Angebote im Bereich der Darlehensvergabe können ein Segen sein. Wie sonst sollte ein Großteil der potenziellen Autokäufer die finanziellen Mittel aufbringen? Dass es ein breit gefächertes Repertoire an möglichen Kreditgebern gibt, macht die Situation umso besser.

Aber auch beim Autokredit ist es so, wie in vielen anderen Bereichen: Dort, wo die Nachfrage groß ist und sich ein stattlicher Markt entwickelt hat, tummeln sich zahlreiche schwarze Schafe. Und der Darlehenssektor bildet keine Ausnahme. Im Gegenteil! Kaum ein anderer Bereich ist von unseriösen Anbietern derart überlagert wie die Geldbranche.

Genau aus diesem Grund ist es bei der Suche nach einer Autofinanzierung wichtig, die Augen nach potenziellen Kreditabzockern offen zu halten und entsprechende Vertragspartner selbstverständlich zu meiden.

Die häufigsten Maschen der zweifelhaften Darlehensgeber

Vom Wolf im Schafspelz hat wohl jeder schon einmal etwas gehört. Leider trifft man diesen häufig im Kreditsektor. Denn einem unseriösen Darlehensgeber sieht man auf den ersten Blick garantiert nicht an, dass er nur darauf aus ist, seinem Kunden möglichst viel Geld aus der Tasche zu leiern, ohne eine gute Relation zum Nutzen für den Kreditnehmer herzustellen.

Und genau diese täuschende Seriosität, mit der viele Kreditabzocker auftreten, macht es erforderlich, bereits auf die ersten Warnzeichen zu achten. Denn glücklicherweise sind sich bei der Abzockmethode viele vertragsunwürdige Geldgeber ähnlich.

Sie verlangen:

  • horrende Zinsen, häufig in Kombination mit Krediten ohne Schufa deklariert als Sicherheit,
  • Vorab-Gebühren, die zu entrichten sind, noch ehe ein erstes Darlehensangebot vorgelegt wurde,
  • unverhältnismäßig hohe Bearbeitungs- und Verwaltungsgebühren, um ihren eigenen Gewinn zu steigern oder
  • zwingend den Abschluss bestimmter Versicherungen oder Vorsorgeverträge, ohne die, laut ihrer Aussage, kein Darlehensvertrag zustande kommt.
Wird ein Darlehensinteressent mit derartigen Methoden, Gebühren oder Zwangsabschlüssen konfrontiert, so gibt es nur eine Lösung: das sofortige Beenden sämtlicher Geschäftsbeziehungen.

Auf das Kleingedruckte achten

Wer liest schon gerne das Kleingedruckte? Wahrscheinlich niemand, aber vor Abschluss eines Kreditvertrags sollte man sich diese Zeit schon nehmen. Vor allem, wenn man als Vertragspartner einen Geldgeber ausgewählt hat, mit dem man noch nicht auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit blicken kann.

Denn gerade bei einem unseriösen Geschäftspartner der Kreditbranche kann man nicht auf ein umfangreiches Beratungsgespräch mit Erläuterung sämtlicher wichtiger Faktoren hoffen. Vielmehr wird den potenziellen Kunden etwas ganz anderes vorgegaukelt, als das, woran sie sich am Ende vertraglich gebunden haben.

Deshalb ist Obacht geboten

  • beim Abschluss von Kreditvermittlungsverträgen: Diese könnten Knebelklauseln enthalten, die jegliches Eigenengagement unterbinden, oder auch zuvor unerwähnte Gebühren fällig werden lassen.
  • beim Abschluss des Kreditvertrags: Dabei ist vor allem darauf zu achten, ob innerhalb des Vertrags alle und ausschließlich Details aufgeführt sind, die zuvor gewünscht wurden. Nicht selten werden nämlich niedrigere Zinsen versprochen, als später dann tatsächlich zu entrichten sind und auch die gesamten Modalitäten des Vertrags können so konzipiert sein, dass sie den Kreditgeber zu Lasten des Darlehensnehmers unangemessen übervorteilen.

Ist man trotz aller Obacht auf eine Kreditabzocke herein gefallen, so besteht die Möglichkeit, den Vertrag und seine Gültigkeit anzufechten. Dies kann jedoch ein langwieriger Prozess sein und deshalb gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Verschiedene Angebote einholen

Ein Autokauf ist normalerweise eine gut überlegte Angelegenheit. Es werden verschiedene Autohäuser, Vertragshändler wie auch unabhängig arbeitende, aufgesucht, mehrere Autohersteller miteinander verglichen, zahlreiche PKW Probe gefahren, um dann am Ende über den Preis zu feilschen, was das Zeug hält. Dann erst ist man zufrieden mit dem, was man erworben hat.

Warum sollte man mit dem dazu passenden Autokredit eigentlich anders vorgehen? Obwohl kaum ein Grund dafür spricht, sieht die Realität jedoch genau so aus: Da wird ein einziges Angebot eingeholt, sofort der Zuschlag erteilt und das böse Erwachen kommt zumeist mit der Monatszahlung und der Feststellung, dass dieser Autokredit so ganz und gar nicht dem entspricht, was man eigentlich gebraucht hätte.

Deshalb muss das oberste Gebot lauten: Auch Kreditangebote sind zu vergleichen!

Unabhängig für eine Kreditart entscheiden

Man muss nicht zwangsläufig an einen unseriösen Kreditanbieter geraten, um falsch beraten zu werden. Denn die meisten geldgebenden Institutionen handeln nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit, sondern um einen Profit aus dem Geschäft zu schlagen. Deshalb ist es ihnen natürlich ein großes Anliegen, genau solche Kreditverträge zum Abschluss zu bringen, die ihnen selbst die Euros in der Tasche klingeln lassen.

Es muss aber auch kein Eigensinn oder böse Absicht dahinter stecken, wenn der Kunde einen weniger geeigneten Kreditvorschlag erhält. Oftmals ist es das fehlende Wissen über Alternativen, das ursächlich für solche Fehlberatungen ist.

Umso wichtiger wiegt es, die eigene finanzielle Leistungsfähigkeit vorab zu analysieren und sich bereits im Vorfeld für eine bestimmte Kreditart zu entscheiden.

Damit dies leichter fällt, kann man sich an folgenden Fragen orientieren:

  1. Möchte und kann ich höhere Monatsraten aufbringen, bin dann aber frei von jeglicher Zahlungsverpflichtung größerer Einmalsummen? Dann führt mein Weg zum klassischen Ratenkredit.
  2. Fehlt es mir heute am notwendigen Eigenkapital, aber ich erwarte zum Laufzeitende des Darlehens eine größere Finanzspritze? Dann kann ich mit einem Ratenkredit mit Ballonfinanzierung gut bedient sein.
  3. Habe ich heute ein gewisses Eigenkapital, welches jedoch nicht zur vollen Finanzierung meines Autokaufsausreicht? Dann sollte ich über den Ratenkredit mit Anzahlung nachdenken.
  4. Möchte ich die monatliche Zahlungsbelastung so gering wie möglich halten, kann allerdings eine Anzahlung leisten und bis zum Kreditlaufzeitende eine Summe X ansparen? Dann ist die relativ neue Kreditart der Drei-Wege-Finanzierung sicher eine Option.

Angebotsvergleich spart Kosten

Weiß man um die geeignete Finanzierungsart, dann ist Klinken putzen angesagt und zwar sowohl im bildlichen wie auch im wörtlichen Sinne. Denn Kreditanfragen sollte man vielfältig starten, da die Konditionsdiskrepanzen wirklich beachtliche Ausmaße annehmen können.

Um vom Angebotsvergleich zu profitieren, ist es ratsam

  • verschiedene Finanzierungsarten ins Boot zu holen, sprich, nicht von vorne herein auf den Bankenkredit zu setzen, sondern auch Anfragen an Automobilclubs, Kreditvermittler und Onlinekreditvergaben usw. zu stellen,
  • auch die verschiedenen Kreditangebote einer Institution unter die Lupe zu nehmen und
  • beim Kreditangebotsvergleich darauf zu achten, dass sämtliches Angebotseinholen als Konditionsabfrage und nicht als Kreditanfrage deklariert ist, da letzteres den Scoring Wert der Schufa negativ beeinflusst.

Nutzung des Online Autokredit Vergleichsrechners

Kreditangebote vergleichen lohnt sich. Aber es kann schon mühsam sein, bewaffnet mit den eigenen Kreditwünschen und den individuellen Gegebenheiten verschiedene Banken abzuklappern und dort überall um ein Darlehensangebot zu bitten.

Da ist es ein echter Luxus, dass das Internet in diesem Bereich eine wirkliche Alternative bietet. Denn Online Vergleichsrechner gibt es für unzählige Geldbereiche und glücklicherweise auch für den Autokredit. So kann man sich vorab bereits über verschiedene Kreditangebote informieren.

Das Gute daran ist, dass

  • die Online Vergleichsrechner auf zahlreiche Darlehensangebote zugreifen,
  • verschiedene Finanzierungs- und Kreditarten würdigen und
  • ein Darlehensantrag direkt online gestellt werden kann.

So funktioniert der Online Autokredit Vergleichsrechner
Eigentlich sind die meisten Online Autokredit Rechner selbsterklärend, denn die Eingabemaske führt den Interessenten Schritt für Schritt zu den Kreditangeboten. Damit der Vergleich auch reibungslos funktioniert, wird hier ein Überblick über alle erforderlichen Informationen, die es anzugeben gilt, geliefert:

  1. Verwendungszweck

Viele Online Kredit Vergleichsrechner sind nicht ausdrücklich für den Autokauf konzipiert, sondern vermitteln Darlehensangebote für vielfältige Verwendungswünsche. Deshalb ist hier der geplante Geldeinsatz einzugeben.

  1. Kaufpreis und Eigenkapital

Mit dem Verhältnis von Kaufpreis und Eigenkapital wird die benötigte Kreditsumme ermittelt. Dieser Weg ist erforderlich, um von Kreditangeboten zu profitieren, die Eigenleistung bei den Zinsen und Gebühren bevorteilen. Doch Vorsicht: Wer zusätzliche Gelder beispielsweise für Winterreifen oder Musikpakete benötigt, muss den Kaufpreis entsprechend erhöhen.

  1. Gewünschte Laufzeit

Mit der Eingabe der gewünschten Kreditlaufzeit wird der Online Autokredit Vergleich sozusagen aktiviert. Dabei kann man natürlich mit dieser Rubrik ein wenig spielen – ist die ermittelte Monatsrate zu hoch, so sollte die Laufzeit verlängert werden.

Nachdem alle Daten vorliegen, gibt der Vergleichsrechner die ihm vorliegenden Angebote aus. In der Regel geschieht dies anonym und vollkommen unverbindlich. Das Ranking ist oftmals nach aufsteigender Monatsrate konzipiert.

Direkter Weg zum Kreditantrag

Wurde der Online Autokredit Vergleichsrechner aktiviert, so zeigt er in einer groben Übersicht die wichtigsten Vertragskonditionen der verschiedenen Anbieter an. Dies bedeutet, dass zunächst die Zinsspannen und der dahinter stehende Darlehensgeber erwähnt werden. Gelegentlich sind auch Kreditbewertungen von bisherigen Kunden statistisch aufgeführt.

Bei Detailbetrachtung kann nun der effektive Jahreszins eingesehen werden.
Überzeugen die Konditionen eines gelisteten Kreditgebers, so kann eine Kreditanfrage über den Online Autokredit Vergleichsrechner gestellt werden, wobei diese als Konditionsabfrage ohne Schufa Auswirkung gewertet wird. Vorkosten entstehen in der Regel nicht und das Darlehensgeschäft kommt auch erst dann zustande, wenn ein vom Darlehensgeber unterbreiteter Kreditvorschlag per Unterschrift angenommen wurde

Finanzierungsarten

Kennzeichen der Hausbankfinanzierung

Die Hausbankfinanzierung für den neuen Wagen ist natürlich nur eine von vielen Möglichkeiten, um das Auto zu erwerben. Dabei können sich für den Käufer jedoch einige Vorteile ergeben, tritt er dem Händler gegenüber doch als Barzahler auf. Mitunter lassen sich so höhere Rabatte aushandeln, allerdings sind auch die Zinsen bei der Hausbankfinanzierung oft höher angesiedelt, als bei der klassischen Autobankfinanzierung.

Unterscheiden muss man bei der Hausbankfinanzierung dahingehend, ob es sich um einen klassischen Privatkredit oder doch eher einen Autokredit handelt. Der Privatkredit lässt dem Kreditnehmer dabei mehr Freiräume, da das Geld aus diesem frei verwendet werden kann. Beim Autokredit ist der Verwendungszweck festgelegt, mit diesem Darlehen muss ein Auto finanziert werden. Meist sind die Konditionen dann allerdings etwas günstiger. Zusätzlich ist zu beachten, dass beim Autokredit der Fahrzeugbrief an die Hausbank übergeben werden muss. Sie behält diesen damit als Sicherheit, so dass die Hausbank der Eigentümer des Wagens ist, der Kreditnehmer lediglich Besitzer. Den Fahrzeugbrief erhalten Kreditnehmer erst dann, wenn die Finanzierung vollständig abgezahlt ist.

Unabhängigkeit vom Händler

Vielen Verbrauchern ist es nicht recht, wenn immer mehr Menschen Einblick in ihre finanzielle Situation erhalten. Deshalb entscheiden sie sich für die Hausbankfinanzierung, mit der sie nur ihrer bestehenden Hausbank Rede und Antwort über ihre Einnahmen und Ausgaben stehen müssen.

Ein großer Vorteil bei dieser Autofinanzierung sind sicherlich auch die Rabatte, die von Händlern gegenüber den Barzahlern gewährt werden. Allerdings hat sich das klassische Bild hier in den letzten Jahren verändert, ob Barzahler oder Kreditnehmer, Rabatte werden mittlerweile an alle Kunden gewährt. Somit ist die Barzahlung des Wagens nicht mehr zwingend als Vorteil anzusehen.

Persönlicher Ansprechpartner in der Hausbank

Für viele Menschen von Bedeutung ist es, dass sie bei der Hausbankfinanzierung des Autos einen persönlichen Ansprechpartner haben. Der Bankberater, der seine Kunden schon seit Jahren begleitet, genießt ein gewisses Vertrauen und so möchte man genauso die bestmögliche Autofinanzierung von ihm erhalten. Dennoch sollte auch dem netten Bankberater nicht blind vertraut werden, sondern kommt es hier darauf an, genau zu prüfen, ob das Angebot passt.

Zu hohe Raten können schnell zu einer Überlastung führen, so dass der Kredit nicht mehr bedient werden kann. Dann ist das Auto ebenso zügig wieder weg, wie es auf den Hof gefahren kam. Zu niedrige Raten sorgen aber für hohe Zinsbelastungen und sollten deshalb ebenso vermieden werden.

Vorteile dieser Autofinanzierung

Die Vorteile der Autofinanzierung über die Hausbank werden immer wieder im Rahmen der Preisverhandlung gefunden. Wenn der herstellerunabhängige Kredit bei der Hausbank aufgenommen wird, werden zwar deutlich höhere Zinsen fällig, dem Händler gegenüber kann man jedoch als Barzahler auftreten, was einige Vorteile mit sich bringt.

Generell gilt, dass ein genauer Vergleich unverzichtbar ist. So sollten Autokäufer beim Händler zunächst als Barzahler auftreten, um zu testen, wie hoch die Rabatte ausfallen, die sie aushandeln können. Im Nachhinein sollte man sich auch einmal die Angebote bei einer gleichzeitigen Finanzierung über die Autobank erstellen lassen. Sind die Rabatte bei der Barzahlung so hoch, dass sie die höheren Zinsen der Hausbank ausgleichen, sollte über diese Finanzierungsform durchaus nachgedacht werden. In anderen Fällen sollte noch einmal nachverhandelt werden, wenn keine hohen Rabatte erzielt werden können, ist es ja vielleicht möglich, Zusatzleistungen zu vereinbaren. Kostenfreie Winterreifen, die erste Inspektion ist gratis oder auch andere Zugaben werden oftmals vom Händler angeboten.

Hausbankfinanzierung beim Privatkauf

Soll ein neues Auto von Privat gekauft werden, kommen Verbraucher um die Hausbankfinanzierung in der Regel nicht herum. Da Privatpersonen keine Kredite vergeben, müssen die Autokäufer hier bar zahlen und das funktioniert meist nur mit einem Hausbank-Kredit in der Hinterhand.

Unterscheiden muss man aber zwischen Privat- und Autokredit der Hausbank. Meist fallen neben dem Auto noch weitere Anschaffungen an, die dann im Privatkredit gebündelt werden können. So muss nur ein Kredit, statt vieler kleiner Darlehen, getilgt werden. Das lässt die monatlichen Zahlungen übersichtlicher werden.

Bekannte Ansprechpartner bleiben erhalten

Wer ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Hausbank hat, wird auch den bleibenden Ansprechpartner als wichtigen Vorteil der Hausbankfinanzierung sehen. Zudem kann er mitunter aufgrund seines guten Verhältnisses Sonderkonditionen aushandeln, die dann womöglich noch preiswerter sind, als es beim Händler der Fall ist. Die Vorteile bei der Hausbankfinanzierung sind somit vielfältig und sollen deshalb hier noch einmal im Überblick dargestellt werden:

  • bessere Verhandlungsposition ⇒ höhere Rabatte und Zusatzleistungen möglich
  • Ansprechpartner der Bank bleibt erhalten
  • Privatkauf des Wagens möglich
  • beim Privatkredit gibt es keinen vorgeschriebenen Verwendungszweck

Nachteile dieser Autofinanzierung

Die Nachteile der Hausbankfinanzierung beim Autokauf werden häufig als deutlich größer, als die Vorteile hingestellt. Richtig ist, dass die Hausbank in der Regel für jeden gewährten Kredit deutlich höhere Zinsen verlangen muss, als es bei der Autobank der Fall ist. Diese höheren Zinsen sind einer der größten Nachteile, der bei der Hausbankfinanzierung zu nennen ist.

Je nach Bank können beim Ratenkredit Laufzeiten zwischen zwölf und 48 Monaten gewählt werden. Die maximale Laufzeit, die bei der Autobank geboten wird, liegt bei 72 Monaten. Sie wird nur von den wenigsten Hausbanken angeboten.

Genaue Überprüfung und strenge Regeln

Ebenfalls muss die Hausbank genau überprüfen, ob der Antragsteller überhaupt kreditwürdig ist und es ihm aufgrund seiner aktuellen Einnahmen und Ausgaben möglich ist, das gewährte Darlehen ordnungsgemäß zurückzuzahlen. Die Kriterien, die Banken bei der Kreditvergabe an den Tag legen, sind dabei in den vergangenen Jahren immer härter geworden, so dass es auch zu einem negativen Bescheid für die Hausbankfinanzierung kommen kann.

Zu beachten ist außerdem, dass stets eine gewisse Sicherheit geboten werden muss. Die Abtretung der Lohn- und Gehaltsforderungen ist dabei die häufigste Sicherheit, die Banken verlangen. Das heißt, kann der Kreditnehmer einmal nicht mehr zahlen, hat die Bank das Recht, seinen Lohn bzw. sein Gehalt zu pfänden. Reichen die Einnahmen aus der Beschäftigung aus Sicht der Bank nicht aus, um einen Kredit aufzunehmen, verlangen sie oftmals noch einen Bürgen, der den Vertrag mit unterschreiben muss. Sollte der eigentliche Kreditnehmer nicht zahlen, kann sich die Hausbank so am Bürgen schadlos halten.

Zusätzliche Wege und Aufwand

Zudem ist bei der Autofinanzierung über die Hausbank zu berücksichtigen, dass der Kredit möglichst vor dem Autokauf fest vereinbart werden muss. Dafür fallen zusätzliche Wege zur Hausbank an, die man sich bei der Autofinanzierung über den Händler sparen könnte. Dieser Zeitaufwand gilt als weiterer Nachteil bei der Hausbankfinanzierung. Somit zeigt sich, dass die Autofinanzierung über die Hausbank vielfältige Nachteile bietet, die hier übersichtlich noch einmal zusammengefasst werden sollen:
  • hohe Zinsen
  • viele Sicherheiten werden verlangt
  • zusätzlicher Zeitaufwand

Autokredit über Autohäuser und ihre Kooperationspartner

Die meisten Autohäuser arbeiten heute mit einer Autobank zusammen. Das kann die VW Bank bei VW Händlern sein oder auch die klassische Bank für die Autofinanzierung, die Santander Consumer Bank. Mittlerweile haben fast alle Automarken eine eigene Autobank, mit der die Händler dieser Fahrzeuge zusammenarbeiten. Sie können ihren Kunden damit schon im Verkaufsgespräch einen recht kostengünstigen Autokredit anbieten.

AutohausfinanzierungEbenfalls bieten die Autohäuser und ihre Kooperationspartner in Bankangelegenheiten den interessierten Kunden Leasing-Modelle an. Der klassische Ratenkredit vom Autohaus ist aber immer noch die am häufigsten eingesetzte Form der Autofinanzierung.

Die Autobank prüft genau

Obwohl sich für den Kunden der Eindruck ergibt, der Autokredit würde direkt vom Autohaus gewährt, stimmt dies so nicht. Für die Kreditvergabe ist einzig der Kooperationspartner des Autohauses, also die Autobank, verantwortlich. Der Händler selbst tritt hierbei lediglich als Vermittler auf, indem er die Kundendaten aufnimmt, die nötigen Unterlagen zusammenstellt und sie schließlich an die Autobank weiterleitet. Der Kunde selbst sieht in diesem Fall das Geld vom Autokredit überhaupt nicht, da es sofort dem Autohändler gutgeschrieben wird.

Die Autobank behält sich als Sicherheit den Fahrzeugbrief ein, so dass der Käufer erst nach vollständiger Tilgung des Darlehens Eigentümer des Autos wird. Bis dahin ist er lediglich dessen Besitzer, was im rechtlichen Sinne zwei verschiedene Dinge sind. Die Autobank wird nach Einreichung aller Unterlagen das Einkommen des Antragstellers überprüfen, aber auch eine Abfrage bei der Schufa bezüglich dessen Bonität stellen.

Dennoch gewähren Autobanken oftmals noch einfacher Kredite, als es bei der Hausbank der Fall ist. Da sie als Sicherheit den Fahrzeugbrief einbehalten, können sie davon ausgehen, dass das Darlehen ordnungsgemäß getilgt wird. Sollte das einmal nicht der Fall sein, können sie jederzeit über den Wagen selbst verfügen.

Günstige Zinsen und Sonderangebote

Die Autobanken bieten dabei oftmals sehr günstige Zinsen, so dass die Autofinanzierung auch nicht zu einem finanziellen Risiko wird. Insbesondere Neuwagen oder bestimmte Modelle werden beworben und zwar auch mit einer günstigen Finanzierung. Dabei sind Laufzeiten bis zu 72, seltener auch 84 Monaten möglich, so dass geringe monatliche Raten winken, die die Haushaltskasse entlasten.

Zu berücksichtigen ist bei besonders günstigen Zinsen jedoch, wie lange diese gewährt werden. Oftmals gelten sie nämlich nur für einen begrenzten Zeitraum der Finanzierung und steigen nach dessen Ablauf an.

Vorteile der Autohausfinanzierung

Die Autohausfinanzierung bringt dem einzelnen Käufer eine ganze Reihe verschiedener Vorteile. Als einer der wichtigsten Aspekte ist hierbei sicherlich der Zins zu nennen. Die Zinsen, die die Autobanken anbieten können, sind unschlagbar günstig und da verwundert es nicht, dass immer mehr Autokäufer sofort entscheiden, über die Autobank zu finanzieren.

Allerdings sind die Käufer hier meist eingeschränkt, denn die besonders günstigen Zinsen werden oft nur für ganz bestimmte Modelle geboten. Wer ein anderes Fahrzeug kaufen möchte, sollte aber dennoch nicht verzweifeln, denn die meisten Autobanken ermöglichen die Übertragung des Zinssatzes auf andere Modelle bei etwas Verhandlungsgeschick durchaus.

Durch diese enorm günstigen Zinsen, die teils bei null Prozent oder unter einem Prozent liegen, sind Autohausfinanzierungen der Hausbankfinanzierung deutlich überlegen. Dennoch sollte eine Entscheidung nicht vorschnell getroffen werden. Genaues Vergleichen ist auch bei der Autohausfinanzierung angesagt und das Feilschen um den Preis darf ebenso wenig zu kurz kommen.

Ein Ansprechpartner und schnelle Zusagen

Bei der Autohausfinanzierung profitieren die Kunden auch davon, dass sie nur einen einzigen Ansprechpartner haben, nämlich ihren Autoverkäufer. Zusätzliche Wege, um bei der Bank einen Termin zu vereinbaren, damit die Finanzierung besprochen werden kann, entfallen somit. Auch die Entscheidungsfreudigkeit ist bei Autobanken als Vorteil zu betrachten.

Meist kann der Verkäufer schon im Verkaufsgespräch eine Kreditzusage erteilen, wohingegen andere Banken erst umständlich und langwierig prüfen, ob denn eine Finanzierung überhaupt möglich ist. Günstige Zinssätze, schnelle Entscheidungen und nur ein Ansprechpartner – das sind also die großen Vorteile der Autohausfinanzierung.

Spezielle Finanzierungsangebote für Autofahrer

Zusätzlich profitieren Autokäufer bei der Autohausfinanzierung davon, dass die Finanzierungsangebote der Autobanken speziell auf den Autofahrer an sich zugeschnitten sind. Das heißt, dass flexibel zugeschnittene Finanzierungsvarianten angeboten werden können. Längere oder kürzere Laufzeiten, die Drei-Wege-Finanzierung und mehr sind hier problemlos möglich. Die Vorteile der Autohausfinanzierung sind also sehr vielfältig und sollen hier noch einmal im Überblick aufgezeigt werden:

  • niedrige Zinssätze
  • schnelle Kreditentscheidung
  • ein Ansprechpartner für Autokauf und
  • Finanzierung flexible Finanzierungslösungen

Nachteile der Autohausfinanzierung

Wie jede Medaille zwei Seiten hat, so entstehen dem angehenden Fahrzeugkäufer auch bei der Autohausfinanzierung einige Nachteile, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden müssen. Diese Nachteile sind recht vielfältig, hängen aber stets auch von dem Vertragspartner ab.

Subventionierte Kredite durch höhere Kaufpreise

Die meisten Autohändler und die hinter ihnen stehenden Autobanken vergeben sensationell günstige Kredite. Diese sind mit sehr geringen Zinsen versehen, insbesondere, wenn es darum geht, bestimmte Modelle vermehrt zu verkaufen. Der große Nachteil: Diese günstigen Darlehen müssen gegenfinanziert werden und das geschieht meistens über den Preis des Fahrzeugs. Die Kaufpreise sind somit also höher, Verhandlungsspielräume gehen verloren, denn die günstigen Kreditzinsen werden mit dem Kaufpreis, der höher liegt, subventioniert.

Der Kunde, der keine andere Wahl hat, als den Autohauskredit in Anspruch zu nehmen, bleibt somit auf der Strecke. Er ist auf das Geld des Kredits angewiesen, um den Wagen kaufen zu können. Damit hat der Händler eine extrem starke Verhandlungsposition, denn er befindet sich nicht nur im Besitz der Ware, sondern auch des Geldes, um diese zu kaufen. Der Kunde zahlt dann oft doppelt, da er sowohl Ware, als auch Geld kaufen muss.

Wenig Verhandlungsspielraum bei den Konditionen

Auch hinsichtlich der Konditionen ergeben sich bei der Autohausfinanzierung einige Nachteile. So werden die Autobanken bestimmte Kreditzinsen, Bearbeitungsgebühren und Abschlussprovisionen festlegen, die schlicht nicht verhandelbar sind. Maximal die gewünschte Laufzeit kann noch anderweitig vereinbart werden, doch gerade hier ist Vorsicht geboten.

Lange Laufzeiten überzeugen zwar mit günstigen Monatsraten, sorgen gleichzeitig aber für höhere Effektivzinsen. Das Auto wird somit noch teurer. Zudem ist oftmals vorgeschrieben, dass eine Restschuldversicherung mit dem Kreditvertrag abgeschlossen wird. Diese kann einzeln abgeschlossen, sehr preiswert sein. In Verbindung mit dem Autokredit liegt sie jedoch oftmals deutlich über den üblichen Kosten.

Hohe Anzahlungen nötig

Ebenfalls verlangen die meisten Autobanken eine Anzahlung, wenn eine Autohausfinanzierung angestrebt wird. Vollfinanzierungen werden nur selten angeboten und die Anzahlung von 20 oder 30 Prozent übersteigt nicht selten das Budget des Einzelnen. Zwar wird damit der Vorteil erzielt, dass die Kreditraten und die gesamte Kreditsumme gesenkt werden, doch das Geld für die Anzahlung muss erst einmal aufgebracht werden.

Außerdem behalten die Autobanken den Fahrzeugschein als Sicherheit bei sich. Der Käufer wird also erst mit vollständiger Abzahlung des Darlehens zum Eigentümer an seinem Fahrzeug. Die Nachteile der Autohausfinanzierung sind somit nicht zu unterschätzen und sollten genau geprüft werden. Deshalb hier noch einmal der Kurzüberblick:

  • geringer Verhandlungsspielraum
  • hohe Kaufpreise
  • teure Restschuldversicherung
  • hohe Anzahlung
  • Eigentum erst nach vollständiger Kredittilgung

Ein Privatkredit zur Autofinanzierung

Eine weitere Möglichkeit, um den neuen Wagen zu finanzieren, stellt der Privatkredit dar. Hier muss unterschieden werden zwischen dem Privatkredit der Bank, der zweckungebunden ist, sowie dem Kredit von Privat. In diesem Fall wird eine Bank gar nicht erst involviert, sondern der Käufer leiht sich das Geld bei einem Familienmitglied, bei Freunden oder Bekannten.

Geld leihenDabei ergeben sich besonders günstige Zinssätze, auch die Gebühren für die Bearbeitung des Kredits, sowie die Abschlussprovisionen entfallen. Dennoch sollte der Privatkredit nicht voreilig vereinbart werden.

Privatkredit in der Familie und von guten Freunden

Oftmals wird ein Privatkredit innerhalb der Familie vergeben, aber auch im Freundeskreis. Die Geste ist lieb gemeint, doch sollte der Autokäufer genau prüfen, ob er das Angebot annimmt. Zum Einen sollte er dabei berücksichtigen, wie der Kreditgeber finanziell gestellt ist. Hat er das Geld nur gerade so übrig, sollte der Kredit nicht angenommen werden, damit würde man den Freund oder das Familienmitglied vielleicht in unnötige finanzielle Schwierigkeiten bringen.

Ist das Geld tatsächlich vorhanden und kann problemlos über einen längeren Zeitraum verliehen werden, sollten Käufer eines Wagens darauf bedacht sein, auch beim Privatkredit einen schriftlichen Vertrag aufzusetzen. Dieser bietet einerseits rechtliche Sicherheit, andererseits dient er dazu, dass im Fall von Streitigkeiten keine vorzeitige Rückzahlung des Kredits verlangt werden kann. Auch auf Zinsen sollte nicht vollständig beim Privatkredit verzichtet werden. Besser ist es, einen angemessenen, aber nicht überhöhten Zinssatz zu vereinbaren, ebenso wie feste Ratenzahlungen, die dann genauso eingehalten werden müssen.

Privatkredit von Dritten

Ferner besteht heute die Möglichkeit, sich Geld von Privat zu leihen, ohne diese Personen zu kennen. Möglich machen es verschiedene Online-Plattformen, die Privatkredite vermitteln. Dabei suchen die Kreditgeber nach Möglichkeiten, ihr Geld gewinnbringend anzulegen, denn die Kreditzinsen liegen noch immer deutlich höher, als die Guthabenzinsen bei klassischen Geldanlagen. Für den Kreditnehmer ergibt sich bei einem solchen Privatkredit der Vorteil günstiger Zinsen.

Allerdings geht es auch hier nicht ohne Bonitätsprüfung, denn bei den seriösen Privatkredit-Vermittlern ist stets eine Bank zwischengeschaltet. Sie übernimmt die klassische Bonitätsprüfung und leitet das Geld an den Kreditnehmer weiter. Ferner zahlt dieser in der Regel an die Bank, die das Geld wiederum an den Kreditgeber weiterleitet. So wird eine höchstmögliche Sicherheit für alle Beteiligten erreicht. Streitigkeiten, wie sie beim Privatkredit innerhalb der Familie oder unter Freunden oft auftreten, sind in diesem Fall ausgeschlossen.

Wichtig ist aber, dass der Privatkredit-Vermittler auch gezielt ausgewählt wird. Hier lohnt es sich, einen Blick auf andere Kundenmeinungen zu werfen, um einen seriösen Anbieter zu finden.

Vorteile des Privatkredits

Der Privatkredit zur Autofinanzierung bietet natürlich einige Vorteile. Der Kreditnehmer profitiert in erster Linie von den sehr günstigen Zinsen, die dabei geboten werden. Außerdem verzichten private Kreditgeber auf Gebühren, Provisionen, Restschuldversicherung, Schufa-Abfrage und vieles mehr. Dadurch gelingt es, zumindest wenn der Privatkredit im persönlichen Umfeld abgeschlossen wird, trotz eigentlich geringer Bonität ein Darlehen zu erhalten.

Trotzdem die Zinsen natürlich recht gering ausfallen, sollte darauf geachtet werden, dass man einen fairen Zinssatz vereinbart, der allen Parteien gerecht wird. Andernfalls kommt es schnell zu Streitigkeiten.

Tilgung sehr flexibel

Oftmals kann beim Privatkredit im persönlichen Umfeld selbst die Tilgung des Darlehens recht flexibel gestaltet werden. Grundsätzlich ist es ratsam, einen Vertrag aufzusetzen, in dem die genaue Laufzeit des Kredits festgehalten wird, aber auch die monatlich abzutragenden Raten. Hierfür kann ein spezieller Tilgungsplan erstellt werden. Im Internet finden sich mittlerweile sogar Programme, die diesen erstellen. Anhand des Plans können alle Beteiligten sehen, wie hoch die aktuelle Restschuld ist und wie viele Raten noch ausstehen, bis der Kredit abgetragen ist.

Gerade im persönlichen Umfeld besteht oftmals Verständnis für eine schwierige finanzielle Situation oder einen kurzfristigen Engpass. Deshalb bleiben Kreditnehmer bei einem solchen Privatkredit oft sehr flexibel, was die Rückzahlung des Darlehens angeht. So kann auch einmal mit den Raten ausgesetzt werden, ohne dass der Kredit gleich aufgekündigt oder das Fahrzeug vom Kreditgeber für sich beansprucht wird. Dennoch sollte man genauso hier mit dem Kreditgeber im Vorfeld reden. Gerade dann, wenn er sich auf die ordnungsgemäße Rückzahlung des Darlehens verlässt und diese vielleicht schon anderweitig verplant hat, ist es wichtig, dass er rechtzeitig informiert wird.

Individuelle Laufzeiten, Monatsraten und mehr

Ebenfalls als sehr vorteilhaft zu bezeichnen, ist die Möglichkeit, den Privatkredit sehr individuell zu vereinbaren. Extrem niedrige Monatsraten und lange Laufzeiten stellen ebenso wenig ein Problem dar, wie günstige Zinsen, die vereinbart werden können. Trotz alledem sollte vom Kreditnehmer ein deutlicher Willen spürbar sein, das Darlehen nach Möglichkeit zeitnah abzutragen, um Unmut beim Kreditgeber zu vermeiden.

Insgesamt bietet der Privatkredit also vielfältige Vorteile, die nicht zu unterschätzen sind. Die wichtigsten Vorteile hier noch einmal im Überblick:

  • günstige Zinsen
  • flexible Tilgung
  • individuelle Vertragsbedingungen
  • Aussetzungen von Ratenzahlung möglich

Nachteile des Privatkredits

Obwohl der Privatkredit dem Einzelnen vielfältige Vorteile bringt, sollte er nicht ohne Weiteres abgeschlossen werden. Denn genauso sind hier einige Nachteile zu finden, die unbedingt vor dem Eingehen eines Vertrages zu berücksichtigen sind. Dazu zählen unter anderem

  • rechtliche Unsicherheiten,
  • fehlende schriftliche Verträge,
  • Streitigkeiten zwischen Kreditnehmer und –geber

Rechtliche Unsicherheiten

Die wenigsten Privatpersonen wissen, wie ein schriftlicher Darlehensvertrag konkret aussehen muss, damit er im Zweifelsfall auch rechtlich anerkannt wird. Vielfach herrscht genauso die Meinung vor, dass es nicht nötig sei, für den Privatkredit einen Vertrag abzuschließen. Doch der bekannte Satz „bei Geld hört die Freundschaft auf“ bewahrheitet sich nur allzu oft.

Kommt es früher oder später zu Streitigkeiten zwischen Kreditnehmer und –geber, die nicht einmal etwas mit dem Autokredit zu tun haben müssen, so hilft ein schriftlicher Vertrag, rechtliche Verbindlichkeit zu schaffen.

Der Vertrag sollte deshalb idealerweise vom Anwalt aufgesetzt werden. Alternativ gibt es mittlerweile im Internet einige Vordrucke, die verwendet werden können. Wichtig ist, dass die folgenden Punkte aufgenommen werden:

  • Name und Anschrift von Kreditnehmer und –geber
  • Höhe des Darlehensbetrages
  • Höhe der Zinsen
  • vereinbarte Rückzahlungsbeträge
  • Datum der endgültigen Rückzahlung

Beide Parteien müssen den Vertrag unterzeichnen und haben somit eine verbindliche Aussage über die Modalitäten getroffen. Sollte es später tatsächlich zu Unstimmigkeiten kommen, kann der Vertrag als Grundlage für die Streitschlichtung dienen.

Beide Parteien müssen den Vertrag unterzeichnen und haben somit eine verbindliche Aussage über die Modalitäten getroffen. Sollte es später tatsächlich zu Unstimmigkeiten kommen, kann der Vertrag als Grundlage für die Streitschlichtung dienen.

Zahlungsunfähigkeit – ein großer Nachteil

Es kann natürlich auch vorkommen, dass der Darlehensnehmer zahlungsunfähig wird. In diesem Fall steht der Kreditgeber vor einem großen Problem, denn in der Regel kann heute niemand mehr auf Geld verzichten und so ist diese Unsicherheit der eingehenden Zahlungen insbesondere für den Kreditgeber ein großer Nachteil. Er hat in der Regel nicht die Möglichkeit, die Bonität des Kreditnehmers korrekt zu überprüfen.

Zusätzlich muss der Kreditgeber damit rechnen, die Einkünfte aus dem Darlehen zu versteuern. Das heißt, dass hier zusätzliche steuerliche Belastungen anfallen, die als weiterer Nachteil des Privatkredits anzusehen sind, wenngleich vorwiegend für den Kreditgeber und nicht für den Kreditnehmer.

Was ist Autoleasing?

Das Leasing, insbesondere das Autoleasing, ist mittlerweile weit verbreitet. Auch Endverbraucher, sprich Privatpersonen, nutzen das Autoleasing für sich. Allerdings ist das Autoleasing für Privatpersonen erst seit kurzem etabliert, wohingegen das Leasing an sich für Unternehmen schon seit langem Tradition hat. Der Begriff Leasing stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie mieten oder pachten. Damit ist auch schon klar, worum es beim Leasing geht. Gegenstände, wie Autos, Maschinen oder Gebäude, werden gemietet. Für die Zeit der Nutzung zahlt der Leasingnehmer eine geringe monatliche Gebühr. Damit sollen einerseits die Verwaltungskosten des Leasinggebers, andererseits der Wertverlust des Gegenstandes durch den täglichen Gebrauch finanziert werden.

AutoleasingDas bedeutet zeitgleich aber auch, dass der Leasingnehmer nicht das Eigentum am Wagen, an Maschinen oder Gebäuden erwirbt, sondern lediglich für dessen Nutzung bezahlt. Am Ende der Leasing-Laufzeit müssen die geleasten Gegenstände dementsprechend zurück gegeben werden. Dabei sieht der Leasing-Vertrag die Rückgabe des Wagens noch vor dem Ende von dessen Nutzungsdauer vor.

Weitere Besonderheiten beim Leasing

Im weitesten Sinne lässt sich das Autoleasing mit dem Mieten eines Wagens vergleichen. Allerdings gibt es auch erhebliche Unterschiede zum klassischen Mieten. So müssen die Leasingnehmer während der Laufzeit für Reparaturkosten am Fahrzeug selbst aufkommen. Weiterhin sind sie verpflichtet, eine Versicherung abzuschließen, meist eine Vollkaskoversicherung, so dass hier nicht unerhebliche Kosten auf den Leasingnehmer zukommen werden.

Ebenfalls ist darauf zu achten, welche Form des Leasings vereinbart wurde. Unterschieden werden kann hierbei zwischen dem Kilometer- und dem Restwertleasing. In beiden Fällen ist darauf zu achten, dass bei Rückgabe des geleasten Fahrzeuges bestimmte Anforderungen erfüllt werden müssen. Ist dies nicht der Fall, kann der Leasinggeber weitere Forderungen gegenüber dem Leasingnehmer geltend machen.

Deshalb sollten insbesondere die Vertragsbedingungen genau geprüft werden, denn oftmals verstecken sich im bekannten Kleingedruckten Klauseln, die dem Leasingnehmer so überhaupt nicht bewusst sind und erst am Ende der Laufzeit mit Rückgabe des geleasten Fahrzeuges deutlich werden.

Kündigung und Kauf beim Leasing

Wer sich für das Leasing entscheidet, sollte dies wohlüberlegt tun. Denn eine vorzeitige Kündigung ist bei vielen Leasinggebern schlicht und ergreifend nicht möglich. Das heißt, dass eine Mindestvertragslaufzeit eingehalten werden muss, die bei Vertragsabschluss vereinbart wurde. Vorzeitige Kündigungen können lediglich dann greifen, wenn der Leasinggeber diesen zustimmt. Dann wird aber oft ein Schadenersatz für die entgangenen Leasingraten berechnet.

Ebenfalls ist der Glaube, dass ein geleastes Fahrzeug am Ende der Laufzeit einfach gekauft werden könne, weit verbreitet. Dabei besteht grundsätzlich kein Recht zum Kauf des Fahrzeuges. Lediglich, wenn das Andienungsrecht vereinbart wurde, muss der Leasingnehmer das Fahrzeug sogar kaufen, wird es ihm vom Vertragspartner angeboten.

Vorteile des Leasings

Das Autoleasing bietet zahlreiche Vorteile, die jedoch immer anhand des Leasingnehmers selbst ausgemacht werden müssen. Denn längst nicht für Jedermann ist Leasing ideal geeignet. Von den Vorteilen des Leasings profitieren insofern Unternehmen besonders stark.

Geringer Aufwand für Reparaturen und Wartung

In der Regel handelt es sich bei geleasten Fahrzeugen um Neuwagen. Demzufolge sind Reparaturen und Wartungen in der Regel nur in begrenztem Maße notwendig. Die Kosten dafür fallen also vergleichsweise gering aus.

Da die Fahrzeuge am Ende der Leasinglaufzeit, lange bevor diese das Ende ihrer üblichen Nutzungsdauer erreicht haben, zurückgegeben und durch neue Fahrzeuge ersetzt werden, bleibt dieser geringe Aufwand auch langfristig erhalten.

Liquidität wird gesichert

Ferner profitieren Unternehmen beim Autoleasing von einer höheren Liquidität. Sie müssen nur geringe monatliche Nutzungsentgelte, also Leasingraten, bezahlen. Der Kauf dagegen sieht hohe monatliche Raten bei Krediten oder aber die einmalige Aufwendung eines hohen Betrages für den Kauf vor. Dadurch wird die Liquidität deutlich gesenkt.

Ebenfalls können die Leasingraten als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Sie stehen somit den betrieblichen Einnahmen gegenüber und mindern damit den Gewinn eines Unternehmens. Ein geringerer Gewinn bedeutet dann zeitgleich auch eine geringere steuerliche Belastung.

Ferner trägt der Leasinggeber das Risiko für die Finanzierung des Fahrzeugs. Der Leasingnehmer hat damit nichts zu tun. Er muss das Fahrzeug außerdem nicht in die Bilanz aufnehmen, sondern es bleibt bilanzneutral.

Planungssicherheit für Unternehmen

Da der Leasingvertrag oft über mehrere Jahre abgeschlossen wird und die Raten für das Autoleasing dabei für die gesamte Laufzeit festgeschrieben werden, kann der Unternehmer mit diesen Raten langfristig planen. Dennoch muss er nicht befürchten, dass er in wenigen Jahren einen veralteten Fuhrpark sein Eigen nennt, denn geleaste Fahrzeuge werden oft nach wenigen Jahren zurückgegeben und durch neue ersetzt.

Autoleasing für Privatpersonen

Privatpersonen profitieren ebenfalls vom Autoleasing, allerdings in deutlich geringerem Umfang, als es bei Unternehmen der Fall ist. Sie können lediglich dann das Leasing für sich entdecken, wenn das Auto nach wenigen Jahren wieder ausgetauscht werden soll. Dann lohnt sich der Kauf für sie nicht. Da sie aber weder die Leasingraten steuerlich geltend machen, noch das Eigentum am Wagen erwerben können, lohnt sich Autoleasing für Privatpersonen nur in sehr spezifischen Fällen.

Nachteile des Leasings

Obwohl das Autoleasing natürlich viele Vorteile bietet, dürfen auch die Nachteile nicht außer Acht gelassen werden. Diese sind nämlich nicht zu unterschätzen. Insbesondere für Privatpersonen ergeben sich zahlreiche Nachteile, doch auch Firmen haben mitunter unter den strengen Regelungen für Autoleasingverträge zu leiden.

Kein Herauskommen aus dem Vertrag

Erster und wichtigster Nachteil beim Leasing: Das Eigentum bleibt über die gesamte Laufzeit beim Leasinggeber. Im Klartext heißt das, dass das Auto nicht veräußert werden kann, sollte es einmal zu einem finanziellen Engpass kommen. Auch wenn über viele Jahre die Leasing-Raten gezahlt wurden, können Leasingnehmer nicht davon ausgehen, dass sie damit schon einen Teil des Fahrzeugs bezahlt haben. Sollten sie den Wagen kaufen wollen, müssen sie am Laufzeitende immer noch den verbliebenen Restwert zahlen.

Aufgrund finanzieller Engpässe kann es auch dazu kommen, dass die monatlichen Raten für den Leasingvertrag nicht mehr gezahlt werden können. In diesem Fall können Leasingnehmer den Vertrag aber nicht einfach kündigen, vielmehr müssen sie ihn bis zum Ende der Laufzeit bedienen. Lediglich der Leasinggeber darf den Leasingvertrag kündigen, wird dies in der Regel aber nur dann tun, wenn die Raten nicht mehr gezahlt wurden.

Wer jetzt allerdings im Nichtbezahlen der Leasing-Raten ein Schlupfloch dafür sieht, dass er aus dem Vertrag herauskommt, der sollte gewarnt sein. Wer seine Raten nicht mehr zahlt, kann vom Leasinggeber auf Schadenersatz verklagt werden. Die langen Laufzeiten, sowie die nahezu nicht vorhandenen Möglichkeiten, aus dem Vertrag herauszukommen, sind somit Kernpunkte bei den Nachteilen des Leasings.

Hohe Nachforderungen möglich

Ebenfalls zu den Nachteilen beim Leasing ist die Möglichkeit einer Nachforderung zu zählen. Sie tritt immer dann auf, wenn mehr Kilometer, als vereinbart gefahren oder der vereinbarte Restwert unterschritten wurde. Anhand einer Beispielrechnung lässt sich dies verdeutlichen:
Monatliche Leasingrate:99,00 EUR
Vereinbarter Restwert:7.000,00 EUR
Tatsächlicher Restwert:5.000,00 EUR
Laufzeit des Leasingvertrags:48 Monate
Kosten für das Leasing:6.752,00 EUR

Trotzdem der Leasingnehmer also knapp 7.000 Euro für das Fahrzeug bezahlt hat, kann er es dennoch nicht sein Eigen nennen. Die Kosten für Wartungsarbeiten, Reparaturen, Versicherungen und Steuern sind in dieser Rechnung überdies noch nicht einbezogen. Da aber Kleinwagen in diesem Preissegment schon in jungen Jahren erworben werden können, sollten insbesondere private Leasingnehmer darüber nachdenken, ob diese Finanzierungsform die richtige für sie ist.

Fahrzeugfinanzierung über einen Automobilclub

Bei der Suche nach einer tragfähigen Finanzierung einer Fahrzeuganschaffung wird man irgendwann über die Option stolpern, einen solchen Kredit über einen Automobilclub abzuschließen. Gerade als Mitglied einer solchen Vereinigung scheint dies eine nahe liegende Lösung zu sein. Und dennoch ist es so, dass vergleichsweise wenige Fahrzeugfinanzierungen auf diesem Weg vonstatten gehen. Eventuell ist Unwissenheit der Grund dafür, vielleicht aber auch die Angst vor unseriösen Angeboten, wobei letzteres eine relativ unbegründete Befürchtung ist.

Hintergrundinformationen zur Automobilclubfinanzierung

Automobilclubs schreiben sich Themen wie Fahrsicherheit, Umweltschutz beim Autofahren und Kostensenkung im mobilen Sektor auf die Fahne. Alle diese wichtigen Schlüsselaspekte sind mit einer maroden Schrottlaube kaum einzuhalten. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Automobilclubs darauf bedacht sind, Fahrzeugneuanschaffungen nach bestem Wissen und Gewissen zu unterstützen, ohne dass sie selbst einen Vorteil daraus ziehen können. Im Ergebnis kommen attraktive Autokreditangebote zu Tage, welche durchaus die Konkurrenz der Autohäuser und Hausbanken ausstechen können. Dabei sollte der Interessent jedoch einige Punkte beachten:

  • Autofinanzierungen über Automobilclubs sind deren Mitgliedern vorbehalten. Als Nichtmitglied ist eine Beitrittserklärung zur Kreditabschließung erforderlich.
  • Kreditgeber ist nicht der Autoclub selbst, sondern dessen Partnerbank, so dass es sich im Ergebnis bei der Automobilclubfinanzierung doch um einen klassischen Bankkredit handelt.
  • Entsprechend dieser Bankenkooperation sind ähnliche Voraussetzungen hinsichtlich Einkommen und Liquidität zu erfüllen wie beim klassischen Bankkredit.

Kreditvoraussetzungen für eine Automobilclubfinanzierung

Auch wenn man sich bereits lange Jahre als treues und immer pünktlich Beiträge zahlendes Automobilclubmitglied bewiesen und etabliert hat, so hat diese Tatsache leider keinen Einfluss auf die zu erfüllenden Voraussetzungen für den Genuss eines Autokredits über den Automobilclub. Denn hier machen die übergeordneten Finanzierungsbanken der Kulanz einen Strich durch die Rechnung, so dass sich eine Kreditanfrage nur dann lohnt, wenn man:

Mitglied des entsprechenden Automobilclubs ist,
seinen festen Wohnsitz im Bundesgebiet hat,
Arbeitnehmer in Festanstellung und nach erfolgreich überstandener Probezeit oder Rentner mit gesichertem Einkommen ist,
dieses Einkommen zum Lebensunterhalt und zur Kreditrückzahlung ausreicht,
volljährig ist und
eine einwandfreie Schufa Auskunft vorweisen kann.

Ablauf einer Automobilclubfinanzierung

Um sich eine Autofinanzierung über den Automobilclub zu sichern, stehen zweierlei Optionen zur Auswahl.

  1. Eine persönliche Vorsprache und Kreditberatung in einer niedergelassenen Filiale
  2. Abwicklung des gesamten Kreditgeschehens über das Internet

Die Onlinekreditvermittlung ist die häufigste Art, einen Autokredit über den Automobilclub abzuschließen. Dies geht folgendermaßen vonstatten:

  1. Anmeldung unter Eingabe der Mitgliedsnummer. Nichtmitglieder müssen zunächst eine Mitgliedschaft eingehen.
  2. Eingabe der gewünschten Kreditsumme und Laufzeit.
  3. Abfrage der persönlichen Daten inklusive der wirtschaftlichen Verhältnisse. Bei Zustandekommen eines Kreditverhältnisses ist die Wahrheit der Angaben durch Belege nachzuweisen.
  4. Absenden des Kreditantrags.
  5. Der Automobilclub leitet die Anfrage an die Kooperationsbank weiter.
  6. Diese führt die Liquiditätsprüfung durch.
  7. Unter Berücksichtigung des Prüfungsergebnisses wird eine Kreditzusage erteilt oder verwehrt.
  8. Kreditvertrag geht auf dem postalischen Weg zu.

Vorteile der Automobilclubfinanzierung

Warum sollte man einer Fahrzeugfinanzierung über einen Automobilclub den Vorzug geben, wenn es sich doch ohnehin um einen Bankenkredit handelt? Diese Frage ist nicht unbegründet und deshalb sollten schon gewisse Vorteile von Seiten der Automobilclubs geboten werden, damit man ihnen Vertrauen genug entgegen bringt, um der Hausbank bei diesem Thema den Rücken zu kehren.

Und tatsächlich können Automobilclubs einige positive Aspekte bei den Autokrediten bieten, so dass sie zu einer echten Finanzierungsoption werden:

  • vergleichsweise günstige Kreditzinsen
  • Verzicht auf Abschluss- und Bearbeitungsgebühren
  • auch hohe Kreditbeträge möglich
  • Flexibilität bezüglich Laufzeit
  • Sonderzahlungen und vorzeitige Kreditablösungen werden meist akzeptiert, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zu verlangen

Kreditkosten – das zentrale Thema

Die monatlichen Kreditraten sind meist der primäre Orientierungspunkt, der einen Darlehensnehmer interessiert. Aber das sollte keineswegs alles sein. Denn ein Kredit setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen und dies ist natürlich auch bei der Automobilclubfinanzierung nicht anders. Genau in diesem Punkt haben solche Vereinigungen als Kreditgeber jedoch im Darlehensvergleich die Nase vorn. Denn ihre Kredite sind in der Gesamtsumme vergleichsweise günstig, woraus sich auch niedrige monatliche Rückzahlungsraten ergeben.

Konkret bedeutet dies, dass Automobilclubs den Vorteil bieten, auf diverse Gebühren zu verzichten und bei der Laufzeit variabel sind. Hinzu kommen noch überzeugende Zinssätze und schon ist der Autokredit in der Gesamtheit wahrlich überzeugend.

Dazu hier eine Beispieltabelle mit aktuellen Zinsen, möglichen Laufzeiten und Finanzierungssummen und den daraus resultierenden Rückzahlungsbeträgen:

KreditsummeLaufzeitEffektiver JahreszinsGesamte RückzahlungssummeMonatlicher Zahlbetrag
5.000 €12 Monate5,45 %5.272,50 €439,38 €
5.000 €36 Monate5,45 %5.817,50 €161,60 €
5.000 €60 Monate5,45 %6.362,50 €106,04 €
5.000 €84 Monate6,40 %7.240,00 €86,19 €
10.000 €12 Monate5,45 %10.545,00 €878,75 €
10.000 €36 Monate5,45 %11.635,00 €323,19 €
10.000 €60 Monate5,45 %12.725,00 €212,08 €
10.000 €84 Monate6,40 %14.480,00 €172,38 €
15.000 €24 Monate5,45 %16.635,00 €693,13 €
15.000 €48 Monate5,45 %18.270,00 €380,63 €
15.000 €72 Monate6,40 %20.760,00 €288,33 €
15.000 €84 Monate6,40 %21.720,00 €258,57 €
20.000 €24 Monate5,45 %22.180,00 €924,17 €
20.000 €48 Monate5,45 %24.360,00 €507,50 €
20.000 €72 Monate6,40 %27.680,00 €384,44 €
20.000 €84 Monate6,40 %28.960,00 €344,76 €

Wie an dieser Beispieltabelle deutlich zu erkennen ist, gibt es bei den Automobilclubfinanzierungen keine versteckten Kosten, die sich erhöhend auf den gesamten Rückzahlungsbetrag sowie die monatlichen Ratenzahlungen auswirken. Hinzu kommen gelegentliche Rabattaktionen der besonderen Art, welche mitunter deutliche Reduzierungen in den Monatsbeträgen nach sich ziehen.

Ein Blick auf die Konditionen der Automobilclubfinanzierungen lohnt sich somit aus Sicht der vielfältigen Vorteile.

Nachteile der Autohausfinanzierung

Wie jede Medaille zwei Seiten hat, so entstehen dem angehenden Fahrzeugkäufer auch bei der Autohausfinanzierung einige Nachteile, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden müssen. Diese Nachteile sind recht vielfältig, hängen aber stets auch von dem Vertragspartner ab.

Subventionierte Kredite durch höhere Kaufpreise

Die meisten Autohändler und die hinter ihnen stehenden Autobanken vergeben sensationell günstige Kredite. Diese sind mit sehr geringen Zinsen versehen, insbesondere, wenn es darum geht, bestimmte Modelle vermehrt zu verkaufen. Der große Nachteil: Diese günstigen Darlehen müssen gegenfinanziert werden und das geschieht meistens über den Preis des Fahrzeugs. Die Kaufpreise sind somit also höher, Verhandlungsspielräume gehen verloren, denn die günstigen Kreditzinsen werden mit dem Kaufpreis, der höher liegt, subventioniert.

Der Kunde, der keine andere Wahl hat, als den Autohauskredit in Anspruch zu nehmen, bleibt somit auf der Strecke. Er ist auf das Geld des Kredits angewiesen, um den Wagen kaufen zu können. Damit hat der Händler eine extrem starke Verhandlungsposition, denn er befindet sich nicht nur im Besitz der Ware, sondern auch des Geldes, um diese zu kaufen. Der Kunde zahlt dann oft doppelt, da er sowohl Ware, als auch Geld kaufen muss.

Wenig Verhandlungsspielraum bei den Konditionen

Auch hinsichtlich der Konditionen ergeben sich bei der Autohausfinanzierung einige Nachteile. So werden die Autobanken bestimmte Kreditzinsen, Bearbeitungsgebühren und Abschlussprovisionen festlegen, die schlicht nicht verhandelbar sind. Maximal die gewünschte Laufzeit kann noch anderweitig vereinbart werden, doch gerade hier ist Vorsicht geboten.

Lange Laufzeiten überzeugen zwar mit günstigen Monatsraten, sorgen gleichzeitig aber für höhere Effektivzinsen. Das Auto wird somit noch teurer. Zudem ist oftmals vorgeschrieben, dass eine Restschuldversicherung mit dem Kreditvertrag abgeschlossen wird. Diese kann einzeln abgeschlossen, sehr preiswert sein. In Verbindung mit dem Autokredit liegt sie jedoch oftmals deutlich über den üblichen Kosten.

Hohe Anzahlungen nötig

Ebenfalls verlangen die meisten Autobanken eine Anzahlung, wenn eine Autohausfinanzierung angestrebt wird. Vollfinanzierungen werden nur selten angeboten und die Anzahlung von 20 oder 30 Prozent übersteigt nicht selten das Budget des Einzelnen. Zwar wird damit der Vorteil erzielt, dass die Kreditraten und die gesamte Kreditsumme gesenkt werden, doch das Geld für die Anzahlung muss erst einmal aufgebracht werden.

Außerdem behalten die Autobanken den Fahrzeugschein als Sicherheit bei sich. Der Käufer wird also erst mit vollständiger Abzahlung des Darlehens zum Eigentümer an seinem Fahrzeug. Die Nachteile der Autohausfinanzierung sind somit nicht zu unterschätzen und sollten genau geprüft werden. Deshalb hier noch einmal der Kurzüberblick:

 

  • geringer Verhandlungsspielraum
  • hohe Kaufpreise
  • teure Restschuldversicherung
  • hohe Anzahlung
  • Eigentum erst nach vollständiger
  • Kredittilgung

Hintergrundinformationen zum Arbeitgeberkredit

Der Arbeitgeberkredit gehört zu den günstigsten Kreditarten und kann dementsprechend auch eine sinnvolle Alternative für die Autofinanzierung sein. Hierbei ist allerdings einiges zu beachten, denn Arbeitgeberkredite werden in der Regel nur von sehr großen Unternehmen, von Banken oder Firmen des öffentlichen Rechts gewährt. Viele kleinere Arbeitgeber können es sich schlicht und ergreifend nicht leisten, ihren Mitarbeitern einen Arbeitgeberkredit zu gewähren.

Die Vorteile beim Arbeitgeberkredit liegen klar auf der Hand:

  • Arbeitnehmer erhalten einen Kredit mit sehr günstigen Zinsen, die in der Regel unter denen des Finanzmarkts liegen.
  • Arbeitgeber erhalten über einen längeren Zeitraum eine Tilgungsrate, sowie einen Zinssatz, der über dem marktüblichen Niveau liegt.

Somit profitieren beide Seiten vom Arbeitgeberkredit. Zusätzlich können Arbeitgeber mit einem solchen Darlehen Mitarbeiter an das eigene Unternehmen binden.

Höhe des Arbeitgeberkredits

Der Arbeitgeberkredit wird in aller Regel maximal die Höhe von zwei bis drei Monatsgehältern erreichen. Für einen Neuwagen dürfte er deshalb nur in sehr hohen Gehaltsklassen ausreichen. Allerdings kann der Arbeitgeber selbst entscheiden, welchen Arbeitgeberkredit er gewährt oder nicht.

Die Zinsen für den Arbeitgeberkredit liegen in der Regel niedriger, als es bei Banken der Fall ist. Allerdings ist hier Obacht geboten: Durch den geringen Zinssatz entsteht ein geldwerter Vorteil für den Arbeitnehmer, der zu versteuern ist. Dabei ist jedoch nicht der gesamte Kreditbetrag zu versteuern, sondern lediglich die Differenz zwischen den Zinsen für den Arbeitgeberkredit und den marktüblichen Zinsen. Seltener gibt es auch zinsfreie Arbeitgeberkredite, der geldwerte Vorteil steigt in diesem Fall natürlich.

Wichtig ist, dass die Vereinbarung über den Arbeitgeberkredit schriftlich getroffen wird. In diesem Schriftstück müssen die Höhe des Darlehens, die Höhe der Rückzahlung, sowie die Höhe der Zinssätze festgehalten werden. Erfolgt eine derartige schriftliche Vereinbarung nicht, so gilt der gesamte Kredit als geldwerter Vorteil und muss versteuert werden.

Rückzahlung des Arbeitgeberkredits

Ebenfalls sollten im Vertrag die Rückzahlungsmodalitäten festgehalten werden. Hierbei finden sich verschiedene Möglichkeiten:

  • fester Betrag wird vom Lohn abgezogen
  • fester Betrag wird vom Mitarbeiter überwiesen
  • prozentualer Anteil am Nettolohn wird abgezogen

Die festen Beträge erlauben Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine hohe Planungssicherheit, machen aber vorwiegend bei einem festen Gehalt Sinn. Wird das Einkommen durch saisonal schwankende Zulagen ständig geändert, so kann der prozentuale Anteil vom Nettolohn die bessere Variante sein. Oftmals wird auch nur der Abzug vom Einkommen gewährt, da andernfalls die Gefahr zu groß erscheint, dass der Mitarbeiter seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Sollte dies der Fall sein, darf der Arbeitgeberkredit gekündigt werden. Gleiches gilt für den Fall eines Arbeitgeberwechsels, allerdings muss der Arbeitgeber hierbei die üblichen Kündigungsfristen einhalten.

Vorteile des Arbeitgeberkredits

Der Arbeitgeberkredit ist heute zwar nicht mehr allzu oft zu finden, doch wenn er gewährt wird, bietet er beiden Parteien, also sowohl Arbeitgeber, wie auch Arbeitnehmer, einige entscheidende Vorteile. Diese sollten unbedingt beachtet werden, wenn ein Kredit aufgenommen werden muss.

Die Vorteile für den Arbeitnehmer

Der Arbeitnehmer erhält den Arbeitgeberkredit häufig zu vergünstigten Konditionen. Das heißt, dass der Zinssatz für das Arbeitgeberdarlehen in der Regel unter den marktüblichen Zinsen für Darlehen im Allgemeinen liegt. Zwar muss der Arbeitnehmer diese vergünstigten Konditionen als geldwerten Vorteil versteuern, doch bleibt am Ende in der Regel immer noch ein Vorteil bestehen.

Zusätzlich räumt der Gesetzgeber eine Freigrenze für Mitarbeiterdarlehen ein. Diese liegt bei 2.600 Euro. Sofern der Darlehensbetrag beim Arbeitgeberkredit diese Grenze nicht überschreitet, ist auch ein vergünstigter Zinssatz nicht als geldwerter Vorteil zu versteuern. Bei darüber hinaus gehenden Darlehensbeträgen kann zusätzlich noch die allgemeine Sachbezugsfreigrenze in Höhe von derzeit 44 Euro pro Monat genutzt werden.

Die Vorteile für den Arbeitgeber

ür den Arbeitgeber ergeben sich aus einem Arbeitgeberkredit ebenfalls einige Vorteile. Zunächst einmal profitiert er von attraktiven Zinsen, die über dem Marktdurchschnitt für klassische Anlagen liegen. Darüber hinaus kann der Arbeitgeber durch den Kredit mit laufenden, festen Einnahmen rechnen, die die Liquiditätsplanung verbessern.

Ein weiterer Vorteil: Ein Rückstand der Ratenzahlung kann so gut wie ausgeschlossen werden. Sollte es dennoch einmal dazu kommen, hat der Arbeitgeber das Recht, den dem Arbeitnehmer zustehenden Lohn zurückzubehalten. Das heißt, dass das Kreditausfallrisiko für den Arbeitgeber quasi nicht vorhanden ist.

Ebenfalls dienen Arbeitgeberkredite heute häufig der Bindung der Mitarbeiter an ein Unternehmen. Durch den Kredit können Arbeitgeber ihre besonders wichtigen und leistungsfähigen Mitarbeiter langfristig an das eigene Unternehmen binden.

Vielfältige Vorteile für alle Parteien

Für beide Parteien ergeben sich somit aus dem Arbeitgeberkredit sehr viele Vorteile, die nicht zu unterschätzen sind. Dazu zählen:

    • günstige Konditionen
    • flexible Gestaltung der
    • Rückzahlungsmodalitäten
    • nahezu ausgeschlossenes Kreditausfallrisiko
    • bessere Bindung der Mitarbeiter an dasUnternehmen
    • attraktive Freigrenzen, bis zu denen ein geldwerter Vorteil nicht versteuert werden muss
    • selbst bei Versteuerung des geldwerten Vorteils noch günstigere Kreditkonditionen

Nachteile des Arbeitgeberkredits

Neben den vielfältigen Vorteilen, die der Arbeitgeberkredit für beide Parteien bietet, sind auch die Nachteile vor dem Vertragsabschluss zu berücksichtigen. Denn der Arbeitgeberkredit bietet eben nicht nur vorteilhafte Möglichkeiten, sondern birgt ebenso einige Risiken.

Hohe Tilgungen für den Arbeitnehmer

Zu den großen Nachteilen gehört, dass Arbeitnehmer beim Arbeitgeberkredit vergleichsweise hohe Tilgungsraten zahlen müssen. Diese sollten unbedingt im schriftlichen Vertrag festgehalten werden, damit beide Parteien etwas in der Hand haben, sollte es einmal zu Streitigkeiten kommen.

Schriftlicher Vertrag zwingend erforderlich

Ferner ist bei einem Arbeitgeberdarlehen ein schriftlicher Vertrag unbedingt abzuschließen. Wird das Darlehen ohne Vertragsgrundlage ausgezahlt, sieht das Finanzamt dieses als geldwerten Vorteil oder Sonderleistung, die voll zu versteuern ist. Diese Gefahr lässt sich nur mit einem schriftlichen Vertrag abwehren.

Ebenfalls ist es von größter Bedeutung, sich für den richtigen Zinssatz zu entscheiden. Es gibt durchaus noch einige wenige Arbeitgeber, die das Darlehen zinsfrei gewähren. Das bringt aber nur bei sehr kleinen Darlehensbeträgen etwas, andernfalls muss die Differenz zwischen tatsächlich gezahlten und marktüblichen Zinssatz nämlich wieder als geldwerter Vorteil vom Arbeitnehmer versteuert werden. Die Freigrenze liegt hier bei 2.600 Euro.

Wenn das Arbeitsverhältnis endet

Aus welchen Gründen auch immer es dazu kommt, es ist keine Seltenheit, dass Arbeitsverhältnisse aufgelöst werden. Erfolgt die Kündigung während der Kreditlaufzeit, hat der Arbeitgeber das Recht, den Kredit unter Einhaltung der marktüblichen Kündigungsfristen fällig zu stellen. Ausnahmen gelten bei verhaltensbedingter Kündigung, hier kann die Kündigung sofort ausgesprochen werden.

Für den Arbeitnehmer erweist es sich somit als Nachteil, ein Arbeitgeberdarlehen aufzunehmen, wenn er bereits mit dem Gedanken spielt, zu einem anderen Arbeitgeber zu wechseln. Wie genau im Falle des Ausscheidens des Mitarbeiters zu verfahren ist, sollte deshalb ebenfalls im Darlehensvertrag geregelt werden.

Die lieben Kollegen

Obwohl die Kollegen vom Arbeitgeberkredit eigentlich nichts erfahren dürften, lässt es sich oft nicht vermeiden, dass sie doch Kenntnis davon erlangen. In diesem Fall kommt es nicht selten zu Tratschereien, die für den betroffenen Arbeitnehmer zu psychischen Belastungen führen können. Auch die extreme Abhängigkeit vom Arbeitgeber sorgt nicht immer für gute Laune, weshalb hier sehr genau überlegt werden sollte, ob das Darlehen tatsächlich in Anspruch genommen wird.

Die vielfältigen Nachteile sollten also auch beim Arbeitgeberkredit nicht außer Acht gelassen werden. Dazu zählen:

  • hohe Tilgungsraten
  • zwingende schriftliche
  • Vertragsvereinbarung
  • Versteuerung geldwerter Vorteile
  • Unsicherheit bei Beendigung des
  • Arbeitsverhältnisses während der Kreditlaufzeit
  • Klatsch und Tratsch durch die Kollegen
  • übermäßige Abhängigkeit vom Arbeitgeber

Inanspruchnahme einer Kreditvermittlungsagentur

Die Suche nach einer tragfähigen Autofinanzierung kann eine mühsame Angelegenheit werden. Vielfältige Finanzierungsoptionen stehen zur Verfügung. Und selbst wenn man sich für einen klassischen Bankenkredit entschieden hat, so steht man noch immer vor der leidigen Aufgabe, die Angebote der zahlreichen Banken im Bereich Kleinkredit miteinander zu vergleichen. Die Angst vor dem Abschluss des nicht optimalen Darlehens macht dieses Problem nicht leichter.

An der Stelle haben Kreditvermittler das sich eröffnende Potenzial erkannt und einen eigenen Markt instruiert, auf dem sie als Bindeglied zwischen Darlehensinteressent und kreditgebenden Banken agieren.

Was ist eine Kreditvermittlungsagentur?

Kreditvermittler sind gewerblich agierende Berater, die auf der einen Seite die Darlehenswünsche ihrer Kunden aufnehmen und auf der anderen Seite die dazu passende Partnerbank mit den besten Konditionen ermitteln und das Zustandekommen eines Kreditverhältnisses in die Wege leiten. In Kurzform erklärt übernimmt die Kreditvermittlungsagentur also den Darlehensvergleich, den der Kunde ansonsten in Eigenregie durchführen müsste. Außerdem obliegt ihr die Aufgabe, alle mit dem Darlehensantrag und –abschluss anfallenden Verwaltungsaktivitäten abzuwickeln.

Rechtsgrundlagen einer Kreditvermittlungsagentur

Die Kreditvermittlung ist kein rechtsfreier Raum, sondern obliegt den Bestimmungen des Gesetzgebers, der eine solche Tätigkeit mit der eines Maklers gleichsetzt. Dadurch wird auch geregelt, dass Kreditvermittler keine Privatpersonen sind, sondern einer gewerblichen Tätigkeit nachgehen. Zuständige Aufsichtsbehörde ist das Gewerbeaufsichtsamt, welches der Kreditvermittlung zustimmen muss und diese kontrolliert. Dabei wird großer Wert gelegt auf

die Seriosität und Zuverlässigkeit des Kreditvermittlers einschließlich polizeilicher Führung und
das Vorhandensein geordneter wirtschaftlicher Verhältnisse ohne Hinweise auf Liquiditätsprobleme, eidesstattliche Versicherungen und durchgeführte Insolvenzverfahren.
Außerdem besagen die Rechtsvorschriften, dass das Engagement einer Kreditvermittlungsagentur eines schriftlichen Vermittlungsvertrages bedarf.

Der Kreditvermittlungsvertrag

Kreditvermittlung ist ein heikles Geschäft, das durch das Vorhandensein schwarzer Schafe öfter in Verruf gerät. Aus diesem Grund sieht der Gesetzgeber vor, dass solche Vermittlungsverhältnisse vertraglich zu definieren sind. Dabei sind die Inhalte der Kreditvermittlungsverträge breit gefächert:

  1. Details zum Kreditwunsch

In den Kreditvertrag gehört die explizite Aufstellung des Wunschkredits bezüglich Höhe und Laufzeit. Auch die geplante Verwendung ist schriftlich festzuhalten.

  1. Vermittlungsprovision

Kreditvermittler arbeiten nicht auf ehrenamtlicher Basis, sondern wollen einen Gewinn aus ihrer Arbeit erzielen. Deshalb werden im Vermittlungsvertrag die vereinbarten Vermittlungsprovisionen und etwaige Nebenkosten in voller Höhe beziehungsweise prozentual aufgeführt. Die Provision wird nur bei erfolgreicher Kreditvermittlung fällig.

  1. Laufzeit des Vermittlungsvertrages

Kreditvermittlungen werden über einen befristeten Zeitraum abgeschlossen, in deren Rahmen der Beauftragte die Gelegenheit hat, ein passendes Darlehen zu finden und einem Vertragsabschluss zuzuführen. In dieser vertraglich vereinbarten Zeitspanne darf kein weiterer Kreditvermittler engagiert werden und unter Umständen wird auch die private Kreditbeschaffung durch den Auftraggeber untersagt. Alle Vertragsverpflichtungen enden mit der zeitlichen Befristung.

  1. Datenschutzbestimmungen

Ein zentrales Thema der Kreditvermittlungsagenturen ist der Datenschutz, so dass sich im Vermittlungsvertrag diesbezügliche Regelungen finden. Meist beinhalten diese, dass die Daten des Kreditinteressenten bezüglich seiner Person, seines Einkommens sowie seiner finanziellen Verhältnisse zum Zwecke der Darlehensfindung weitergeleitet werden dürfen und ansonsten der Verschwiegenheitspflicht unterliegen.

Beim Kreditvermittlungsvertrag handelt es sich nicht um einen Darlehensvertrag. Bei erfolgreicher Kreditvermittlung ist somit ein nochmaliger Vertragsabschluss, diesmal mit der darlehensgebenden Bank, über die Details der Autofinanzierung erforderlich.

Positive Aspekte der Autofinanzierung über eine Kreditvermittlung

Soll man bei einer Autofinanzierung auf die Leistungen einer Kreditvermittlungsagentur bauen? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten und beschäftigt immer wieder die Gemüter der darlehenssuchenden Autokäufer. Eine kleine Entscheidungshilfe bekommt man, wenn man sich mit den Vorteilen dieser Dienstleistung befasst, denn dank einer Kreditvermittlungsagentur
 

  • spart man sich die Zeit des eigenen Angebotsvergleichs,
  • hat man bessere Chancen einen Kredit mit besonders guten Konditionen zu erhalten,
  • erhält man eine unabhängige Beratung hinsichtlich der eigenen Bonität gerade in Bezug auf die Kreditrückzahlung,
  • kann man sich unverständliche Kreditvertragspassagen erklären lassen und
  • man hat immer die freie Entscheidungswahl, ob ein Kredit denn nun der passende ist oder doch nicht.

Kostenersparnis dank Kreditvermittlung

Wenn ein Kunde sich für eine Kreditvermittlung entscheiden soll, so stellt er sich natürlich die Frage, was denn für ihn an Vorteilen dabei raus kommt. In diesem Punkt ist wie so oft vor allem das Geld das entscheidende Element.

Von vorne herein kann eine Kreditvermittlungsagentur damit nicht überzeugen, denn immerhin wird bei erfolgreicher Tätigkeit eine Provision fällig. Umso bedeutsamer ist es, dass der Kunde dank der Kreditvermittlung sich wirklich günstige Darlehen sichern kann, so dass die zu zahlende Vermittlungsgebühr amortisiert ist. Doch woran liegt dies?

Als Privatperson kennt man meist nur wenige Banken und zu denen unterhält man, wenn überhaupt, keine allzu engen Kontakte. Allenfalls die Hausbank kann als langjähriger Partner beschrieben werden. Manche Bank lässt sich auf der Straße, im Internet oder dank Werbung noch ausmachen, aber wenn man damit zwei Hände voll Namen zusammen bekommt, dann ist dies schon viel.

Logische Konsequenz dieser Tatsache ist, dass man nur wenige Vergleichsmöglichkeiten für Autokredite hat und darin auch oftmals nur die großen Banken beinhaltet sind. Gerade diese überzeugen aber häufig nicht mit den besten Kreditkonditionen, sondern es sind die kleinen, unbekannten Geldinstitute, die hier die Nase vorn haben. Kreditvermittlungen kennen auch diese und haben oftmals mehrere 100 Banken in der Hinterhand, bei denen sie eine Darlehensanfrage starten können. So sind wirklich günstige Zinsen drin.

Außerdem haben auch Kreditvermittlungen meist Lieblingsbanken, mit denen sie besonders eng zusammen arbeiten. Die Quantität der Vermittlungen sorgt dafür, dass diese Banken ihren Kooperationskreditvermittlern und deren Kunden abermals verbesserte Konditionen anbieten.

Folglich sichert man sich günstige Zinsen durch eine Kreditvermittlung, dank

  1. Vergleich bei mehreren 100 Banken und
  2. günstige Konditionen für erfolgreiche Partnerschaften.

Bin ich kreditwürdig?

Es ist unglaublich peinlich: Man hat Darlehenskonditionen verglichen, sich eine Bank ausgesucht, dort persönlich vorgesprochen, alle erdenklichen Unterlagen vorgelegt und dann sagt der nette Berater: „Es tut uns leid. Aber Sie sind nicht kreditwürdig“. Eine Katastrophe!

Diese Peinlichkeit bleibt dank der Kreditvermittlungsagentur erspart. Denn diese prüft die finanziellen Verhältnisse ihrer Kunden bereits vorab und leitet erst bei nachgewiesener Bonität eine Kreditanfrage in die Wege. Außerdem kann auch bei schlechter Bonität ein hilfreicher Tipp hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen einer Kreditaufnahme gegeben werden.

Dabei kommt jedoch ein weiterer Vorteil der Kreditvermittlung zum Tragen, denn sie kann häufig sogar dann Darlehen beschaffen, wenn die Bonität nicht überzeugend ist.

Negative Gesichtspunkte des Autokredits über eine Vermittlungsagentur

Der allgemeine Ratschlag bezüglich der finanziellen Realisierung eines Autokaufvorhabens geht dahin, ein entsprechendes Darlehen vorzugsweise direkt bei einer Bank oder einem Autohaus zu beantragen und besser nicht auf die Dienste einer Kreditvermittlungsagentur zurück zu greifen. Denn auch wenn manche Kreditvermittler besser als ihr Ruf sind, so haftet dieser gesamten Branche doch eher ein schlechtes Image an. Dies liegt größtenteils daran, dass

 

  • bei erfolgreicher Kreditvermittlung Provisionen fällig werden,
  • man sich vertraglich an den Vermittler bindet und weder eine Konkurrenz ins Boot holen, noch selbst aktiv werden darf,
  • auch bei Kreditvermittlern nicht immer günstige Zinsen sicher sind und
  • es in diesem Sektor einige schwarze Schafe gibt.

Endkosten beachten

Sicher bieten einige Kreditvermittlungsagenturen wirklich gute Leistungen und betrachtet man sich am Ende den Darlehensvertrag, so ist mancher Kunde hochzufrieden. Aber leider ist dies nicht alles, was es bezüglich der Autofinanzierung über eine Kreditvermittlung zu beachten gilt. Denn jeder Leistung voran steht der Vermittlungsvertrag und diesen sollte man genau studieren, da sich in ihm Hinweise auf versteckte Kosten verbergen.

Nicht versteckt, sondern offensichtlich findet man im Vermittlungsvertrag zum Beispiel die Vermittlungsprovision. Diese gilt es zu entrichten, sobald das Engagement der Agentur erfolgreich war und die Darlehenssumme ausgezahlt wird. Ihre Höhe hängt vom Darlehensbetrag ab.

Darüber hinaus muss der Vermittlungsvertrag unbedingt auf eventuelle Bearbeitungs- und Verwaltungsgebühren hin überprüft werden. Denn manche Kreditagentur schlägt in diesem Bereich einiges drauf, so dass letztendlich das gesamte Darlehen unverhältnismäßig teuer wird.

Außerdem sollte immer beachtet werden, dass Kreditvermittlungen zwar auch bei schlechter Bonität einen Darlehensvertrag zustande kommen lassen, dieser dann aber deutlich höhere Zinsen aufweist.

Einschränkungen beim Angebotsvergleich

Wer sich vertraglich an eine Kreditvermittlungsagentur bindet, der geht eine Verpflichtung über einen längeren Zeitraum ein. Auch wenn es sich um einen seriösen Dienstleister handelt, so können diese Vertragspassagen doch zu einem großen Negativaspekt werden.

Kreditvermittler untersagen nämlich das Engagement eines Konkurrenten, so dass ein solcher nicht zurate gezogen werden darf, auch wenn bei ihm das Darlehen mit den besten Konditionen zu finden ist.

Auch persönlich darf man in den meisten Fällen während der Laufzeit der Vermittlungsbeauftragung nicht mehr aktiv werden, so dass dem Kunden zum Beispiel tolle Kreditangebote der Hausbank durch die Lappen gehen.

Beachtenswerte Hinweise zur Kreditvermittlung

Dass die Kreditvermittlungsagenturen derart in Verruf geraten sind, liegt leider daran, dass es bei diesem Geldgeschäft einige unseriöse Anbieter gibt, vor denen man sich unbedingt schützen sollte. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, folgende Aspekte zu beachten:

  1. Niemals eine Vorauszahlung leisten! Provisionen sind erst nach Darlehensauszahlung zu entrichten.
  2. Gesamtkosten beachten! Oftmals gibt es unverhältnismäßig hohe Bearbeitungsgebühren.
  3. Weitere Vertragsangebote zwingend prüfen! Manche Kreditmakler treten auch im Bereich Versicherungen auf und verdienen damit hauptsächlich ihr Geld. Deshalb vor Abschluss solcher Versicherungsverträge unbedingt deren Notwendigkeit überprüfen und beachten, dass sie für einen Darlehensabschluss nicht obligatorisch sind.
  4. Vermittlungs- wie auch Darlehensverträge genau durchlesen! Manche Passagen sind bewusst unverständlich formuliert. Am besten den entsprechenden Vertrag mitnehmen und notfalls von einem Experten erklären lassen.

Was macht Onlinekredite aus?

Über das Internet wird so manches Geschäft abgewickelt. Da werden Dinge eingekauft, Urlaube gebucht oder allerhand Dienstleistungen in Auftrag gegeben. Und sogar bei der Suche nach einer überzeugenden Autofinanzierung hat das Internet eine nicht unerhebliche Bedeutung erlangt.

Onlinekredit heißt in diesem Zusammenhang das Schlagwort, welches ohne großen Firlefanz vom heimischen Rechner aus die finanzielle Realisierung eines Autokaufvorhabens in greifbare Nähe rücken lässt. Doch was sind Onlinekredite, wodurch zeichnen sie sich aus und sind sie wirklich so überzeugend, wie allgemein angenommen wird?

Was ist ein Onlinekredit?

Bei einem Onlinekredit handelt es sich um ein Darlehen, welches von der ersten Information über den Antrag bis hin zur Vertragsunterzeichnung über das World Wide Web abgewickelt wird.

In ihren Anfängen waren Onlinekredite eine Domäne spezieller Kreditgeber, die sich ausdrücklich auf dieses Internetgeschäft spezialisiert haben. Inzwischen haben aber auch große wie kleinere Banken die Interessen ihrer Kundschaft wahrgenommen und das Potenzial der Online Kreditabwicklung erkannt. Denn hier lässt sich tatsächlich ein immenser Kundenstamm erschließen und diesen nicht zu nutzen, wäre aus geschäftlicher Bankensicht fatal.

Folglich finden sich bei den Onlinekrediten inzwischen

  1. Direktbanken, die sich ausschließlich auf die Kreditvergabe über das Internet spezialisiert haben und
  2. Filialbanken, die den Onlinekredit als zusätzliche Dienstleistung anbieten.

Ablauf eines Onlinekredits

Einen Onlinekredit abzuschließen, ist wahrhaftig ein Kinderspiel. Denn im Grunde genommen braucht es nichts weiter als einen Computer mit Internetzugang und natürlich die entsprechenden Grundkenntnisse im Umgang mit diesem. Und schon sind alle Voraussetzungen erfüllt, um zumindest auf die Suche nach einem Onlinekredit zu gehen. Ob dieser dann tatsächlich gewährt wird, hängt natürlich von weiteren Faktoren wie der Liquidität des Interessenten ab.

Grundsätzlich unterscheiden sich hinsichtlich der Vorgehensweise die Kreditgeber der Onlinevariante kaum voneinander und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine Direktbank oder ein Bankengroßkonzern handelt. Deshalb kann man sich an folgender Anleitung orientieren:

  1. Onlinekredit Vergleich:

Im Internet stehen viele Vergleichsrechner zur Verfügung, mit deren Hilfe man die Onlineangebote der internetagierenden Banken vergleichen kann. Alternativ dazu ist natürlich auch ein Besuch der entsprechenden Bankenwebseite denkbar. Unter Eingabe der gewünschten Kreditsumme sowie der Laufzeit und des Darlehensgrunds erhält man einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Darlehen mit den detaillierten Informationen hinsichtlich Zinsen und Monatsraten.

  1. Kreditantrag:

Dieser beinhaltet alle Komponenten eines Kreditantrags, wie man ihn auch in einer niedergelassenen Filiale stellen würde. Neben den persönlichen Angaben zu Person, Adresse, Geburtsdatum und Familienstand sind weiterführende Infos bezüglich der wirtschaftlichen Verhältnisse und Aufführung sämtlicher Einnahmen und Ausgaben anzugeben. Meist wird zu diesem Zweck ein vorgefertigtes Antragsformular bereitgestellt.

  1. Kreditvergabe:

Die Kreditentscheidung wird beim Onlinekredit ebenfalls auf dem elektronischen Weg übermittelt. Bei positivem Entscheid ist der Kreditvertrag als Anhang beigefügt. Diesen gilt es auszudrucken, zu unterschreiben und wahlweise postalisch, via Fax oder nach dem Einscannen ebenfalls elektronisch zurückzusenden. Manche Onlinekreditanbieter verzichten auf ein unterschriebenes Exemplar und werten die Annahme der Auszahlungssumme als Willenserklärung.

  1. Auszahlung:

Die Auszahlung der Darlehenssumme erfolgt unaufgefordert auf das zuvor angegebene Konto, von dem auch die Monatsraten abgebucht werden. In der Regel liegen zwischen Kreditzusage und Auszahlung nur wenige Tage.

Positive Aspekte der OnlinekrediteÜber das Internet verschiedene Geschäfte abzuwickeln, hat sich aufgrund vielfältiger Vorteile bewährt und als eine beliebte Option herauskristallisiert. Auch der Onlinekredit kann sich in diesem Zusammenhang sehen lassen, bietet er doch einige positive Aspekte, die ein solches Darlehen konkurrenzfähig machen. So überzeugen Onlinekredite durch

  • günstige Zinsen und Kreditkosten,
  • unkomplizierten Kreditvergleich,
  • einfache Abwicklung und
  • überdurchschnittlich schnelle Bearbeitung.

Kostenersparnis überzeugt

Warum sind Onlinekredite günstiger als solche, die man bei einer niedergelassenen Bank abschließt? Dieser Frage wird sich spätestens dann jeder Kreditinteressent stellen, wenn er realisiert hat, dass bei ein und demselben Kreditinstitut erhebliche Diskrepanzen in den monatlichen Rückzahlungsbeträgen bei identischer Kreditsumme und Laufzeit bestehen, wenn man dieses Darlehen alternativ bei einer niedergelassenen Filiale oder über das Onlineangebot abwickelt. Denn diesbezüglich hat der Onlinekredit eindeutig die Nase vorn.

Die Gründe dafür sind kein Geheimnis. Onlinekredite werden in Eigenregie des Kunden recherchiert, beantragt und abgewickelt, ohne dass eine umfassende Beratung in einer entsprechenden Institution vorgehalten werden muss. Dies spart den Banken nicht nur Personal, sondern auch Besucherräumlichkeiten, die schlichtweg entbehrlich sind. Diesen Vorteil geben viele Banken direkt an ihre Kunden weiter, so dass die Zinsen verbilligt angeboten werden und darüber hinaus auch Verwaltungspauschalen einsparbar sind.

Weiterführend sollte natürlich bedacht werden, dass über das Internet eine unglaubliche Vergleichsoption eröffnet ist. Zahlreiche Kreditvergleichsrechner tragen dazu bei, dass die Angebote der unterschiedlichsten Banken gegenübergestellt werden können und so am Ende ein Darlehen bei genau dem Kreditinstitut abgeschlossen werden kann, welches sich zu dem besagten Zeitpunkt als am günstigsten bei guter Leistung herausgestellt hat. Denn wie erheblich die Diskrepanzen sein können, zeigt unten stehende Tabelle.

KreditsummeLaufzeitOnlineanbietereffektiver JahreszinsVergleichsangebotmonatliche Rate
5.000 €36 MonateBarclaycardab 3,79 %EasyCredit:5,99 %ab 146,92 €
5.000 €60 MonateOnlinekredit.deab 4,20 %Deutsche Bank:6,89 %ab 92,36 €
10.000 €36 MonateBarclaycardab 3,75 %Netbank:5,90 %ab 297,88 €
10.000 €60 MonatePostbankab 4,99 %Creditplus:5,25 %ab 188,16 €
15.000 €60 MonateTargobankab 4,29 %DKB:5,95 %ab 277,66 €
15.000 €84 MonateOnlinekredit.deab 4,20 %Santander:7,95 %ab 205,84 €

Natürlich sollte bei solchen Vergleichen immer bedacht werden, dass verschiedene Aspekte einen guten Onlinekredit ausmachen und deshalb auch das Ranking solcher Vergleichsrechner mit beeinflussen. Somit sollten Details immer genau geprüft werden.

Hier spart man nicht nur Geld, sondern auch Zeit

Geld einzusparen ist bei einem Kredit natürlich eine gute Sache. Und da der Onlinekredit in diesem Sektor eindeutig punkten kann, zieht er viele Interessenten in seinen Bann.

Ein Onlinekredit hat aber noch einen weiteren, entscheidenden Vorteil, den man nicht außer Acht lassen sollte. Denn er geht in seiner gesamten Abwicklung derart zügig über die Bühne, so dass er auch dann eine Option ist, wenn es mit der Finanzierung mal wirklich schnell gehen muss. Denn bezüglich der Zeit spart der Kunde dank

  • bequemer Recherche vom heimischen Computer aus,
  • Verzicht auf langwierige Beratungsgespräche und
  • wenige Tage zwischen Antragsstellung und Darlehensauszahlung.

Negative Aspekte der Onlinekredite

Onlinekredite haben viele überzeugende Vorteile, gerade im Bereich der Kosten. Doch diese sollten nicht alleiniges Entscheidungskriterium sein. Und leider sind auch Onlinekredite vor diversen Nachteilen nicht sicher, wenngleich diese nur geringfügig vorhanden sind. Insgesamt bewegen sich die Negativaspekte der Onlinekredite im Rahmen der

  1. eingeschränkten persönlichen Beratung sowie
  2. hohen Zinsspannen, die angegeben werden.

Auf Beratung wird weitestgehend verzichtet

Wer sich generell mit wichtigen Entscheidungen, wie sie eine Autofinanzierung darstellt, schwer tut und deshalb die persönliche Beratung durch einen Experten zu schätzen weiß, der ist mit einem Onlinekredit nicht sonderlich gut bedient. Denn hier läuft die komplette Abwicklung auf dem Internetweg ab.

Dies bedeutet in logischer Konsequenz, dass ein Beratungsgespräch, wie man es vom traditionellen Bankenkredit kennt, entfällt. Und auch eine Erläuterung unverständlicher Vertragspassagen gibt es nicht. Bei absoluten Unklarheiten besteht zwar die Möglichkeit, Fragen via eMail zu stellen und manch ein Onlinekreditinstitut unterhält auch ein Call Center, über welches ein telefonischer Kontakt hergestellt werden kann, insgesamt ist eine Darlehensabwicklung über das Internet jedoch explizit nicht auf den persönlichen Kontakt ausgerichtet.

Deshalb sind Onlinekredite ausdrücklich eine Wahl für Personen, die

  • von vorne herein genau wissen, was sie wollen,
  • ein gutes Verständnis für Vertragsinhalte haben oder
  • zumindest jemanden kennen, der ihnen diesbezüglich behilflich sein kann 

Ungenaue Zinsangaben als Manko

Auf den ersten Blick erscheinen die Kreditzinsen der Onlinedarlehensgeber wahrlich überzeugend. In dicken Zahlen wird da beispielsweise mit 3,75 % Zinsen geworben. Beim näheren Hinsehen wird dann jedoch erkenntlich, dass der erste Schein so manches Mal trügt. Denn klein und versteckt ist berichtet, dass die Zinsen lediglich ab 3,75 % starten und sich in einer Spanne bis hin zu 12,90 % hochschrauben.

Dieses Beispiel ist einer Kreditsumme von 10.000 € über eine Laufzeit von 36 Monaten entnommen (Stand: Januar 2012). Erst ein detailliertes Betrachten der Tarifdetails lässt erkennen, dass der tatsächliche effektive Jahreszins bei 7,90 % liegt.

Somit wird deutlich, dass Onlinekredite nur dann zum wirklich lohnenswerten Geschäft werden, wenn man sich die einzelnen Tarifdetails umfassend anschaut und sich nicht von ersten Werbezinsen leiten lässt.

Die Finanzierungsarten im zusammenfassenden Vergleich

Welche Autofinanzierung ist nun wirklich die beste? Pauschal lässt sich diese Frage natürlich nicht beantworten. Zu viele Facetten hat dieses Thema und am Ende muss der Autokredit natürlich zu den Wünschen, Bedürfnissen aber auch finanziellen Möglichkeiten des Darlehensnehmers passen.

Umso wichtiger ist es, hier noch einmal abschließend die Kernpunkte der einzelnen Autofinanzierungsarten in einen direkten Vergleich miteinander zu stellen.

Die Konditionen im Vergleich

ZinsenGebührenLaufzeitSicherheiten
Hausbankfinanzierungausgerichtet am aktuellen LeitzinsBearbeitungs- und Verwaltungsgebührennach Bankvorgaben: nkvorgaben,ls im Werbeangebot angegebenzu betrachtenrzeug variiertsreditsumme Besonderheiten gegenübergestellt werden. rteilmeist zw. 12 und 84 MonatenFahrzeugbrief, Liquiditätsprüfung mit Schufa Einsicht
Autohausfinanzierungausgerichtet am aktuellen Leitzins, vergleichsweise hochBearbeitungs- und Verwaltungsgebührennach Bankvorgaben: meist zw. 12 und 84 MonatenFahrzeugbrief,Liquiditätsprüfung mit Schufa Einsicht
Privatkreditindividuell zu vereinbarenentfallenindividuell zu vereinbaren, jede Laufzeit denkbarkeine besonderen Sicherheiten oder Liquiditätsprüfungen
AutoleasingZinsen sind in Leasingrate integriert, die je nach Fahrzeug variiertmeist keine zusätzlichen Gebühren, evtl. Anzahlungmeist zwischen 30 und 60 MonatenAutohaus bleibt Fahrzeugeigentümer, Liquiditätsprüfung
Automobilclubfinanzierunggeringer im Vergleich zum Bankenkreditentfallenverpflichtend zwischen 12 und 84 MonatenLiquiditätsprüfung mit Schufa Einsicht
Arbeitgeberkreditindividuell zu vereinbarenentfallenindividuell zu vereinbaren, nicht über die Dauer des Arbeitsverhältnisses hinausArbeitsentgelt
Kreditvermittlunggünstige Zinsen dank Vergleich und PartnerbankenBearbeitungs- und Verwaltungsgebühren sowie Vermittlungsprovisionalle Laufzeiten denkbar,abhängig vom KreditinstitutFahrzeugbrief,grundsätzlich ohne Schufa Auskunft möglich
Onlinekreditgünstige Zinsen dank KreditvergleichBearbeitungsgebühren in geringem Ausmaßverschiedene Laufzeiten möglich, meist zw. 12 und 84 MonatenFahrzeugbrief,grundsätzlich ohne Schufa Auskunft möglich

Vor- und Nachteile im Vergleich

Neben den wichtigen Kernpunkten der Kreditkonditionen, überzeugen die verschiedenen Autofinanzierungsarten durch gewisse Pluspunkte, oder eben auch nicht. Deshalb sollen hier die Finanzierungsarten nochmals hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile gegenübergestellt werden.
VorteileNachteile
Hausbankfinanzierunggünstige Konditionen für Kunden,verringerte Liquiditätsprüfung bei langjähriger Kundschafthöhere Zinsen gegenüber anderen Finanzierungsarten,ggf. Darlehensversagung bei vorangegangenen finanziellen Engpässen auf dem Girokonto
AutohausfinanzierungAbwicklung sämtlicher Kreditformalitäten über das Autohaus,erhöhte Chance auf eine Kreditzusagekeine Barzahlungsrabatte beim Autokauf,oftmals hohe Kreditzinsen
Privatkreditindividuelle Vereinbarung der Kreditkonditionen,keine offizielle finanzielle Zusatzbelastungohne schriftlichen Kreditvertrag keine offizielle Würdigung,Gelddienste unter Freunden sind kritisch zu betrachten
AutoleasingInspektion und Verschleißteilaustausch auf Kosten des Autohauses,Rückgabe des Fahrzeugs nach Laufzeitende möglich,verschiedene Dienstleistungen vertraglich integrierbar

durch Kilometer- oder Restwertleasing versteckte Kosten zum Laufzeitende,Schadenbeseitigung auf eigene Kosten,insgesamt hohe Finanzierungskosten,

Eigentumsübergang gegen Sonderzahlung

Automobilclubfinanzierunggünstige Kreditkonditionen für Clubmitglieder,Verzicht auf Bearbeitungs- und VerwaltungsgebührenClubmitgliedschaft ist obligatorisch,Laufzeiten nur eingeschränkt wählbar
Arbeitgeberkreditindividuelle Vereinbarung der Kreditkonditionen,Abzug der Monatsrate direkt vom Gehalt,Liquiditätsprüfung meist entbehrlichfinanzielle Verpflichtung gegenüber dem Arbeitgeber,keine Auszahlung des vollen Gehalts,meist nur über die Dauer des Arbeitsverhältnisses möglich
KreditvermittlungVergleich zahlreicher Kreditgeber,günstige Konditionen,auch mit negativer Schufa möglichzusätzliche Vermittlungsprovisionen,viele unseriöse Anbieter,kein Eigenengagement möglich
OnlinekreditVergleich zahlreicher Kreditgeber,günstige Konditionen dank eingeschränkter Serviceleistung,Abwicklung online und dadurch zügigkeine persönliche Beratung,Zinsen meist höher als auf den ersten Blick ersichtlich

Liquidität und Sicherheit

Regelmäßiges Einkommen als Grundvoraussetzung

Wer sich für einen neuen Wagen interessiert, wird bei dessen Finanzierung um einen Kredit kaum herum kommen. Doch mitunter gestaltet es sich schwierig, einen Autokredit zu erhalten, denn die Banken prüfen die Liquidität und Bonität der Antragsteller sehr genau. Aus diesem Grund ist es in der Vergangenheit auch zu immer härteren Auswahlverfahren seitens der Banken für Kreditnehmer gekommen. Eine der Grundvoraussetzungen für einen Autokredit ist demnach ein regelmäßiges Einkommen in ausreichender Höhe, das aus einer Erwerbstätigkeit stammen muss.

Kein Kredit ohne Gehaltsnachweis

In der Regel werden Ratenkredite, wie der Autokredit, die nicht allzu hoch ausfallen, von den Banken ohne übermäßige Sicherheiten gewährt. Dennoch müssen die Kreditnehmer nachweisen, dass sie über ein regelmäßiges Einkommen verfügen. Deshalb werden fast immer die letzten drei Gehalts- bzw. Lohnabrechnungen zur Vorlage verlangt. Damit will die Bank prüfen, wie hoch das Einkommen der Antragsteller ist und ob dieses ausreicht, um die Kreditraten zu tilgen.

Nachgewiesen werden muss oftmals außerdem, dass der Kreditnehmer nicht mehr in der Probezeit ist und das Arbeitsverhältnis auch nicht befristet ist. Wer befristet angestellt ist, kann aber dennoch einen Ratenkredit erhalten, sofern dessen Laufzeit nicht über die Befristung des Arbeitsverhältnisses hinaus geht.

Selbstauskunft und Abtretung

Vielfach müssen angehende Kreditnehmer noch eine Selbstauskunft ausfüllen. Das heißt, dass sie angeben, welche laufenden Kosten ihnen monatlich entstehen. Zu diesen Kosten gehören unter anderem:

  • Mietzahlungen
  • Abschlagszahlungen für Strom
  • Telefonkosten
  • Gebühren für Kabelfernsehen
  • Versicherungen
  • weitere Ratenkredite
  • Unterhaltsleistungen

Anhand dieser Angaben überprüft die Bank, wie viele Ausgaben dem angehenden Kreditnehmer entstehen und ob das verbleibende Einkommen ausreicht, um die Kreditraten zu tilgen.

Ebenfalls muss oftmals die Abtretung der Lohn- und Gehaltsansprüche erfolgen. Das heißt, kommt der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen aus dem Kreditvertrag nicht mehr nach, hat die Bank das Recht, eine Lohn- bzw. Gehaltspfändung durchzuführen.

Regelmäßiges Einkommen bei Selbstständigen?

Nun stellt sich natürlich für Selbstständige und Unternehmer die Frage, wie sie an einen Autokredit heran kommen sollen. Entscheiden sie sich nicht ohnehin fürs Leasing, müssen sie ebenfalls ihr Einkommen nachweisen. In der Regel verlangen Banken dafür die Jahresabschlüsse, Bilanzen, Einnahmen-Überschuss-Rechnungen oder Gewinn-und-Verlustrechnungen der vergangenen drei Jahre. Zusätzlich wird eine betriebswirtschaftliche Auswertung des letzten Quartals verlangt.

Anhand der daraus ersichtlichen Zahlen prüft die Bank anschließend, wie sich die Geschäftslage entwickelt hat und wie der aktuelle Stand der Dinge ist. Auch das Einkommen des Selbstständigen kann so eingeschätzt und das Risiko für einen Kreditausfall berücksichtigt werden. Erst im Anschluss daran wird ein konkretes Kreditangebot unterbreitet oder das Darlehen wird von vornherein versagt. Selbstständige, die weniger als drei Jahre selbstständig sind, haben in der Regel keine Chance auf einen klassischen Autokredit.

Die Bedeutung der Schufa-Auskunft bei der Autofinanzierung

Bei jeder Kreditanfrage, die natürlich genauso beim Autokredit gestellt wird, wird in Deutschland auch eine Schufa-Auskunft angefordert. Damit diese möglich wird, muss der Antragsteller eine entsprechende Klausel unterzeichnen, die im Kreditantrag enthalten ist. Diese besagt, dass der Kreditnehmer dem potenziellen Kreditgeber die Erlaubnis erteilt, eine Anfrage bei der Schufa zu stellen.

Zu diesen Anfragen sind jedoch nur Partner der Schufa berechtigt. Dazu zählen Kreditinstitute und Banken, Kreditkarten- und Leasingunternehmen, Handelsunternehmen und Telekommunikationsunternehmen. Für jeden dieser Partner gibt es dann eine Schufa Auskunft und auf Antrag ein Scoring, dieses unterscheidet sich aber je nach Vertragspartner der Schufa.

Das Scoring Verfahren

Das Scoring Verfahren nimmt bei der Schufa Anfrage noch eine andere, wichtige Bedeutung ein. Es gibt an, welche Wahrscheinlichkeit bei dem betreffenden Kunden besteht, dass der Kredit nicht bezahlt wird. Der Score-Wert kann dabei zwischen 0 und 100 festgelegt werden, wobei 100 der beste und 0 der schlechteste Wert ist. Unterschiedliche Faktoren beeinflussen dabei das Scoring, positiv, wie auch negativ, wie folgende Tabelle zeigt:
FaktorPositive BeeinflussungNegative Beeinflussung
Alterje höher das Alter, desto besser (optimales Alter um die 50)junges Alter kann zu negativen Score-Werten führen (18 Jahre gilt als schlechtestes Alter)
eidesstattliche Versicherungx
Haftandrohung aufgrund von Schuldenx
Kontoverbindungenwenige Kontoverbindungen und seltene Wechsel der Bank sind positivviele Kontoverbindungen und häufige Wechsel können sich negativ auswirken
Wohnsitzwechselseltene Wechsel stehen für Stabilitäthäufige Wechsel können sich negativ auswirken
Kreditaufnahmehäufige Kleinkredite können sich negativ auswirken
Viele weitere Faktoren fließen in die Berechnung des Score Wertes mit ein. Allerdings hält die Schufa die genauen Grundlagen für das Scoring Verfahren geheim, so dass eine genaue Aufschlüsselung dieser Daten nicht gegeben werden kann.

Schufa Auskunft entscheidet oft

Sind bereits negative Einträge in der Schufa enthalten, wird es für den angehenden Kreditnehmer schwierig, bis unmöglich, einen günstigen Autokredit zu erhalten. Hierbei muss aber auch zwischen verschiedenen Negativmerkmalen unterschieden werden. Wurde nur einmal vergessen, eine Rechnung zu begleichen, die mittlerweile bezahlt ist, so wirkt sich dies anders aus, als die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung oder eine Haftandrohung.

Dennoch sollten potenzielle Kreditnehmer sich auch selbst regelmäßig über die Daten, die über ihn bei der Schufa gespeichert werden, informieren. Nur so können sie schlussendlich herausfinden, was die Bank über sie erfahren wird. Eventuell falsche oder mittlerweile nicht mehr aktuelle Daten können auf Antrag geändert bzw. gelöscht werden.

Autokredit ohne Schufa Auskunft

Wer bereits vor der Beantragung des Autokredits weiß, dass er keine positive Schufa Auskunft hat, der wird sich redlich bemühen, einen Kredit ohne Schufa Auskunft zu erhalten. Dies ist aber bei den typischen deutschen Banken so gut wie unmöglich, da hier grundsätzlich eine Anfrage bei der Schufa gestellt wird. Alternativen sind dann nur noch der Privatkredit oder die Aufnahme eines Darlehens bei ausländischen Banken.

Ohne Schufa Auskunft zum privaten Autokredit

Beim privaten Autokredit wird in der Regel die Schufa Auskunft entfallen, denn Privatpersonen sind in den seltensten Fällen Vertragspartner der Schufa. Damit können sie auch keine entsprechenden Anfragen stellen. Für den Kreditnehmer bieten sich bei dieser Form des Autokredits aber noch weitere Vorteile: So sind die Zinsen oft vergleichsweise gering und genauso die monatlichen Raten können häufig sehr individuell vereinbart werden.

Die große Gefahr beim Privatkredit, insbesondere im Bekanntenkreis, besteht aber darin, dass die Freundschaft bei Geld oft aufhört. Kommt es zu Unstimmigkeiten zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber, kann dies schnell auch Streitigkeiten über den noch ausstehenden Kredit mit sich bringen. Deshalb ist das wichtigste bei einem privaten Autokredit, dass hierüber ein schriftlicher Vertrag geschlossen wird.

Bei der ausländischen Bank auf die Schufa verzichten

Auch eine Kreditaufnahme bei einer Bank aus dem Ausland kann sinnvoll sein, wenn negative Schufa Einträge bestehen. Die ausländischen Banken arbeiten nämlich in aller Regel generell nicht mit der deutschen Schufa zusammen. Hier bietet sich also eine Möglichkeit, trotz geringer Leistungsmerkmale aufgrund der Schufa Auskunft noch an ein Darlehen zu kommen.

Allerdings handelt es sich genauso bei ausländischen Banken um Kreditinstitute, die auf die rechtzeitige Rückzahlung der Darlehen angewiesen sind. Ganz und gar kann deshalb hier ebenso wenig auf die Überprüfung der Bonität verzichtet werden. Kreditnehmer müssen hierfür die letzten drei Lohn- und Gehaltsabrechnungen einreichen. Außerdem wird oftmals gefragt, welche zusätzlichen Ausgaben anfallen, um überprüfen zu können, ob die Kreditrate noch finanziert werden kann. Weitere wichtige Voraussetzungen, die ausländische Banken verlangen, sind:

  • festes Arbeitsverhältnis, das nicht befristet ist
  • Kündigung des Arbeitsverhältnisses darf nicht vorliegen
  • Probezeit muss bereits abgelaufen sein
  • manche Banken verlangen, dass das Arbeitsverhältnis seit wenigstens einem Jahr besteht
  • Mindestalter: 18 Jahre
  • Höchstalter: 55-57 Jahre, je nach Bank
Bei dieser Form des Autokredits ergeben sich auch einige Nachteile. Obwohl die Bank die Bonität anhand der oben genannten Daten überprüft, ist das Risiko eines Kreditausfalls doch etwas höher, als mit einer Schufa Anfrage. Deshalb fallen hier gleichfalls höhere Zinsen an. Besondere Obacht ist bei Vermittlern geboten, die oftmals Gebühren kassieren, aber lediglich Anschriften von Banken dafür liefern. Diese kann sich der interessierte Kreditnehmer auch selbst heraussuchen, denn ein Kreditvertrag ist damit noch lange nicht zustande gekommen.

Schweizer Kredit bei Bonitätsproblemen

Wenn ein Autokäufer auf der Suche nach der passenden Finanzierung scheitert, weil Negativmerkmale in seiner Schufa Auskunft gespeichert sind, ist die Frage, wie das Auto finanziert werden kann, sofort vorhanden. Doch es gibt durchaus Möglichkeiten, auch bei geringer Bonität oder negativen Schufa Einträgen an ein Darlehen für den Autokauf zu gelangen. Die Lösung liegt allerdings nicht in Deutschland, sondern in der Schweiz.
Der Schweizer Kredit stellt eine Sonderform des Kredits dar. Hierbei werden Darlehen von Banken aus der Schweiz vergeben, wie der Name schon sagt. Diese haben grundsätzlich keinen Zugriff auf die Daten der deutschen Schufa, da sie mit dieser nicht zusammenarbeiten. Somit kann eine negative Schufa Auskunft auch nicht zum Verhängnis werden. Dennoch verzichten genauso Schweizer Banken nicht auf gewisse Sicherheiten, wenn es um die Kreditvergabe geht.

Voraussetzungen für den Schweizer Kredit

Soll ein Schweizer Kredit beantragt werden, müssen einige Grundvoraussetzungen erfüllt werden. Dazu zählen unter anderem:

  • Mindestalter: 18 Jahre
  • Höchstalter: 55-57 Jahre, je nach Bank
  • festes Arbeitsverhältnis, das seit wenigstens sechs Monaten bestehen muss
  • Arbeitsverhältnis darf weder gekündigt, noch befristet sein
  • ausreichend hohes Einkommen aus dem Arbeitsverhältnis muss nachgewiesen werden (Gehaltsabrechnungen)
  • Einkommen muss über der Pfändungsfreigrenze in Deutschland liegen

Generell nicht möglich ist ein Schweizer Kredit dagegen für:

  • Arbeitslose
  • Selbstständige
  • Rentner

Sie können das geforderte, regelmäßige Einkommen nicht aufweisen. Aber auch die Personen, die für einen Schweizer Kredit in Frage kommen, können von den Banken abgelehnt werden. Grund dafür kann beispielsweise ein aus Sicht der Bank zu geringes Einkommen sein. Ganz ohne Überprüfung der finanziellen Verhältnisse ist demzufolge auch der Schweizer Kredit nicht zu erhalten.

Wie erhält man einen Schweizer Kredit?

Auf der Suche nach einem Schweizer Kredit gibt es verschiedene Möglichkeiten. Interessierte Kreditnehmer können über die Internetseiten der niedergelassenen Banken, über Onlineplattformen oder Kreditvermittler an einen solchen Kredit gelangen. Dennoch tummeln sich gerade in dieser Branche auch einige schwarze Schafe, so dass nicht das erstbeste Angebot angenommen werden sollte. Denn es lauern in diesem Bereich doch einige Fallstricke:

  • unseriöse Vermittler verlangen Vorleistungen
  • Kosten entstehen bereits für die Erstellung eines Angebots
  • hohe Zinsen aufgrund der verringerten Sicherheit sind an der Tagesordnung
  • oftmals nur begrenzte Kreditsummen möglich
  • häufig sind die Rückzahlungsfristen stark begrenzt

Viele der Schweizer Banken erlauben einen Kredit nur in Höhe von maximal 3.500 Euro und dieser muss dann auch noch binnen höchstens 40 Monaten zurückgezahlt werden. Es gibt auch einige Banken, die etwas höhere Summen bieten, meist müssen diese jedoch mit entsprechend höheren Zinsen bezahlt werden. Zu beachten ist, dass seriöse Banken Kosten erst mit Abschluss eines Vertrages berechnen. Das heißt, dass vorher anfallende Kosten auf unseriöse Angebote hindeuten, von denen man die Finger lassen sollte.

Fahrzeugbrief als Sicherheit für den Kreditgeber

Egal, wie hoch die Bonität eines Kreditnehmers ist, es wird ebenfalls bei vergleichsweise niedrigen Autokrediten großer Wert auf Sicherheiten gelegt. Die Banken erwarten schlicht und ergreifend, dass Kreditnehmer ihren Willen zeigen, den Kredit zurückzuzahlen. Deshalb liegt bei einem Autokredit auch nichts näher, als den Wagen selbst als Sicherheit zu nutzen.

Der Fahrzeugbrief, neu auch die Zulassungsbescheinigung Teil II, wird grundsätzlich beim Autohaus oder bei der finanzierenden Bank verbleiben. Da dieser Fahrzeugbrief beweist, dass dessen Besitzer der Eigentümer des Fahrzeugs ist, kann die Bank somit belegen, dass sie das Auto als Sicherheit für den Kredit nutzen kann. Konkret bedeutet dies, kommt der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen aus dem Autokredit nicht mehr nach, so kann die Bank den Wagen jederzeit einziehen und anderweitig veräußern, um damit die verbliebenen Schulden zu begleichen. Sie hält sich also dadurch schadlos, dass sie eine Sicherheit verlangt.

Wann wird der Fahrzeugbrief einbehalten?

Der Fahrzeugbrief wird grundsätzlich von den Autobanken einbehalten. Wenn also ein Autokredit über diese abläuft, dann wird der Fahrzeugbrief erst gar nicht an den Kunden ausgehändigt. Ist die letzte Rate bezahlt, erfolgt automatisch die Zusendung des originalen Fahrzeugbriefs. Während der Kreditlaufzeit bekommt der Kreditnehmer dagegen nur eine Kopie des Fahrzeugbriefs zur Verfügung gestellt, um zumindest wichtige Angaben aus diesem entnehmen zu können.

Bei unabhängigen Banken kommt es immer auf den Einzelfall an. Sie wollen ebenfalls oftmals den Fahrzeugbrief einbehalten, um auf diese Weise eine zusätzliche Sicherheit zu erhalten. Allerdings ist die Einbehaltung des Fahrzeugbriefes in diesem Fall nicht obligatorisch, sondern es obliegt dem Verhandlungsgeschick des Kreditnehmers, ob er auf die Zulassungsbescheinigung Teil II verzichten muss oder nicht.

Was tun bei Umzug?

Schwierig wird es oftmals, wenn der Kreditnehmer während der Laufzeit des Autokredits umzieht. In diesem Fall muss er natürlich auch den eigenen Wagen ummelden und entsprechend müssen Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) und Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II) geändert werden. Da der Fahrer aber selbst nicht im Besitz des Fahrzeugbriefs ist, muss es andere Möglichkeiten geben, um seinen Meldepflichten korrekt nachzukommen. Hierbei ist es wichtig, sich rechtzeitig vor der Ummeldung mit der finanzierenden Bank in Verbindung zu setzen.

Sie muss ohnehin über die neue Anschrift informiert werden und bei dieser Gelegenheit kann auch gleich das Problem mit dem Fahrzeugbrief geschildert werden. Die Bank wird daraufhin den Fahrzeugbrief an die Zulassungsbehörde senden, so dass diese die Ummeldung korrekt vornehmen kann. Danach schickt sie die Zulassungsbescheinigung Teil II allerdings wieder zurück an die Bank und händigt sie nicht dem Halter des Fahrzeugs aus.

Autofinanzierung mit Bürgschaft

Auf der Suche nach der richtigen Autofinanzierung stehen viele angehende Autokäufer vor einem Problem: Die Banken bewerten die eigene Bonität als nicht ausreichend, um den Kredit fristgemäß zurückzuführen. In diesem Fall besteht aber die Möglichkeit, über eine Bürgschaft dennoch die Finanzierung zu erhalten.

Bürgschaft oder zweiter Kreditnehmer?

Viele Banken gehen auf eine Bürgschaft als solche gar nicht ein. Sie wollen lieber einen zweiten Kreditnehmer gewähren. Es macht deutlich weniger Aufwand, einen zweiten Kreditnehmer in den Darlehensvertrag einzutragen und diesen hinsichtlich seiner Bonität zu prüfen, als es bedeuten würde, eine Bürgschaft abzuschließen.

Der zweite Kreditnehmer sollte sich die Entscheidung für das Einstehen der finanziellen Verpflichtungen eines anderen aber nicht zu leicht machen. Schnell kann dies nämlich seinen eigenen finanziellen Ruin bedeuten. Insbesondere, wenn der zweite Kreditnehmer eigene Kredite abschließt und plötzlich doch für den Kredit aufkommen muss, kann dies fatale Folgen haben.

Bürgschaftsarten sind entscheidend

Es gibt verschiedene Bürgschaftsarten, wobei die meisten Banken fast immer die selbstschuldnerische Bürgschaft verlangen. Diese ist allerdings besonders fatal und sollte nur nach eingehender Überlegung übernommen werden. In diesem Fall verzichtet der Bürge nämlich auf die Einrede der Vorausklage. Das heißt, kommt der eigentliche Kreditnehmer mit seinen Zahlungen in Verzug, so kann der Bürge von der Bank sofort in Anspruch genommen werden. Der Bürge muss in diesem Fall auch sofort leisten und tritt damit an die Stelle des eigentlichen Kreditnehmers. Das wiederum heißt, dass er die Schulden abzahlt, diese Forderung der Bank anschließend aber auf ihn übergeht.

Wird eine einfache Bürgschaft vereinbart, sieht der Fall dagegen anders aus. Denn in diesem Fall muss die Bank zunächst alle Hebel in Bewegung setzen, um das Geld vom eigentlichen Kreditnehmer zu erhalten. Sie muss also auch Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einleiten. Erst wenn diese allesamt gescheitert sind, kann an den Bürgen heran getreten werden.

Bürgen sollten gut überlegen

Bürgen sollten sich die Entscheidung zum Eingehen einer Bürgschaft sehr gut überlegen, denn sie kann fatale Folgen haben. Sie sollten aber genauso berücksichtigen, dass eine Bürgschaft, damit sie rechtens ist, schriftlich abgeschlossen werden muss. Liegt sie nicht in Schriftform vor, kann der Bürge sich gegen die Zahlung weigern.

Zu beachten ist auch, dass bei eigenen Darlehensaufnahmen eine bestehende Bürgschaft oft mit angegeben werden muss, ebenso wie der Betrag, für den man sich verbürgt hat. Das kann im schlimmsten Falle dazu führen, dass der gewünschte Kredit nicht gewährt wird, weil man für ein anderes Darlehen bürgt.

Andere Sicherheiten für den Kreditgeber

Bei einem Autokredit muss der Kreditnehmer, ebenso wie bei jedem anderen Darlehen, eine oder mehrere Sicherheiten hinterlegen. Die häufigsten Sicherheiten für den Autokredit sind die Hinterlegung des Fahrzeugbriefs bei der Bank oder die Benennung eines zweiten Kreditnehmers oder Bürgen. Kommen nun aber beide Varianten nicht in Betracht, dann müssen andere Sicherheiten für die Bank nachgewiesen werden. Schließlich wird keine Bank ein Darlehen vergeben, ohne sich sicher sein zu können, das verliehene Geld samt Zinsen zurück zu erhalten.

Klassische Kreditsicherheiten sind dabei die

  • Forderungsabtretung und
  • Sicherungsübereignung.

Doch wie genau sind diese zu bewerten und reichen sie der Bank als Sicherheit aus?

Die Forderungsabtretung

Die Forderungsabtretung ist ein vergleichsweise kompliziert gehaltener Begriff, der sich jedoch einfach erläutern lässt. Vorwiegend kommt er im geschäftlichen Bereich zum Einsatz. Hier werden die Forderungen gegenüber einzelnen oder auch allen Kunden als Sicherheit an die Bank abgetreten. Im Privatleben spricht man von einer Forderungsabtretung, wenn das eigene Einkommen als Sicherheit an die Bank abgetreten wird.

Das klingt auf den ersten Blick wie eine folgenschwere Entscheidung, ist aber bei weitem nicht so dramatisch. Die Abtretung der Forderung gegenüber dem Arbeitgeber besagt schließlich nicht, dass der Kreditnehmer sein Einkommen nicht mehr erhält. Dieses wird sehr wohl auch weiterhin auf dessen Konto ausgezahlt. Sollte er allerdings die Raten für den Autokredit nicht mehr zahlen, so hat die Bank das Recht, das Gehalt zu pfänden. Das heißt, dass im Falle eines Zahlungsverzugs das Gehalt nur noch zum Teil ausgezahlt wird.

Die Sicherungsübereignung

Die Sicherungsübereignung ist ebenso häufig als weitere Kreditsicherheit zu finden. Sie ähnelt der Überlassung des Fahrzeugbriefes. Anstatt des Fahrzeuges, das finanziert wird, kann aber auch ein anderes Objekt sicherungsübereignet werden. Im gewerblichen Bereich sind es oft die technischen Anlagen und Maschinen, die der Bank sicherungsübereignet werden. Sollte es also zu Zahlungsausfällen kommen, darf die Bank die Maschinen selbst nutzen oder veräußern. Sie wird sich natürlich bei gewerblichen Betrieben hüten, dies vorschnell zu tun, da nur mit Hilfe der Maschinen Geld verdient werden kann, was wiederum zum Abtragen des Darlehens eingesetzt wird.

Im privaten Bereich kommt die Sicherungsübereignung fast ausschließlich beim Fahrzeug vor, es können aber auch angespartes Kapital, Anleihen und ähnliches zur Sicherheit bei der Bank hinterlegt werden.

Konsequenzen eines Rückzahlungsverzuges

Wenn ein Autokredit aufgenommen wird, ist dieser auch regelmäßig zu bedienen. Nur so kann die Darlehenssumme langsam, aber sicher abgetragen werden und damit wird es genauso möglich, das Eigentum an dem finanzierten Auto zu erwerben. Doch was passiert, wenn es bei der Rückzahlung des Darlehens zum Zahlungsverzug kommt?

Um diese Frage beantworten zu können, ist es erst einmal wichtig, dass man sich darüber im Klaren ist, wann ein Zahlungsverzug überhaupt vorliegt. Grundsätzlich gilt hierbei: Der Zahlungsverzug beginnt bereits dann, wenn zwei aufeinander folgende Raten nicht beglichen wurden. Er kann aber auch von einem prozentualen Rückstand des Darlehensnennbetrages abhängig gemacht werden. Dieser liegt regelmäßig bei fünf Prozent, wenn das Darlehen länger als drei Jahre läuft, bei zehn Prozent, wenn die Laufzeit kürzer ausfällt.

Kündigung des Autokredits

Die Bank hat das Recht, den Autokredit im Falle des Zahlungsverzugs zu kündigen. Bevor die Kündigung erfolgt, setzt die Bank in der Regel eine zweiwöchige Frist, binnen derer das Geld nachgezahlt werden kann. Sie muss in diesem Schreiben auch auf die möglichen Konsequenzen hinweisen, die entstehen, wenn die Zahlung weiterhin nicht erfolgt.

Sollte die Frist verstreichen, ohne dass der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen ist, so wird die Bank den Kredit aufkündigen. Der gesamte Darlehensbetrag ist dann sofort fällig. Kann der Kunde diesen nicht aufbringen, was wohl in den meisten Fällen so sein wird, folgt im nächsten Schritt die Verwertung des Fahrzeuges.

Verwertung des Autos

Hierbei kann die Bank den Wagen zwangsversteigern lassen. Die Erlöse sind hier oft sehr gering, so dass es nicht unbedingt gelingt, den noch ausstehenden Kreditbetrag damit abzutragen. Im Endeffekt bedeutet das: Obwohl das Auto nicht mehr vorhanden ist, muss der Kreditnehmer weiterhin dafür zahlen. Allerdings sind auch die Banken selbst daran interessiert, einen möglichst guten Preis zu erzielen und werden eine Versteigerung nur als letzten Ausweg zur Verwertung des Fahrzeugs sehen. Vorher versuchen sie alles, um das Auto zu einem fairen Preis zu verkaufen.

Wann genau die Bank dem Kreditnehmer das Auto letztlich wegnimmt, hängt immer vom Einzelfall ab. Durch die Hinterlegung des Fahrzeugbriefs hat sie schließlich eine wichtige Sicherheit immer im Hause.

Was können Kreditnehmer tun, wenn Zahlungsschwierigkeiten auftreten?

Treten Zahlungsschwierigkeiten auf oder sind diese bereits absehbar, sollten Kreditnehmer nicht lange zögern, sondern sich schnellstmöglich mit der Bank in Verbindung setzen. Wird die eigene Situation konkret geschildert und wird aus diesen Angaben deutlich, dass die Zahlungsschwierigkeiten nur vorübergehend sind, kann die Bank eine Stundung veranlassen. Die Ratenzahlung kann dann für einen begrenzten Zeitraum aufgeschoben werden.

Sollten die Zahlungsschwierigkeiten länger andauern, kann auch eine Senkung der Raten vereinbart werden. Zwar verlängert sich dadurch die Laufzeit und genauso die Zinsen müssen oft entsprechend angepasst werden, allerdings behält der Kreditnehmer dann sein Auto. Wichtig ist, dass sich Kreditnehmer frühzeitig melden, damit sie mit dem Verständnis der Bank rechnen können.

Autokauf

Neuwagen finanzieren: Darauf ist zu achten

Der Neuwagen ist sicher ein Traum vieler Autofahrer, aufgrund der hohen Kosten aber oft nicht finanzierbar. Daran ändern auch die scheinbar konkurrenzlosen Angebote der Autobanken für die Finanzierung nur wenig. Wenn aber kein Gebrauchtwagen in Erscheinung tritt, der den eigenen Anforderungen entspricht, dann kommt man um den Neuwagen nicht herum und dieser bietet schließlich auch viele Vorteile. Dazu zählen unter anderem:

  • meist den aktuellen Umweltschutzbedingungen angepasst -> geringe Steuerbelastung
  • keine Vorbesitzer
  • keine Laufleistung
  • lange Zeit bis zum ersten TÜV

Zusätzlich bieten viele Händler beim Kauf eines Neuwagens eine Finanzierung mit folgenden Vorteilen an:

  • Null-Prozent-Finanzierung – es fallen keine Zinsen an
  • erste Ratenzahlung muss erst in einigen Monaten erfolgen
  • Versicherung für den Neuwagen inklusive
  • 24 Monate Werkstatt-Garantie

Hier muss man unterscheiden, denn nicht alle Banken bieten alle diese Leistungen. Dennoch lohnt sich diese vermeintlich günstige Neuwagenfinanzierung nicht immer.

Nachteile bei der Neuwagenfinanzierung vom Händler

Der Händler bietet zwar ein scheinbar unschlagbares Angebot mit der Null-Prozent-Finanzierung, doch bei genauerem Hinsehen lässt sich schnell erkennen, dass das so nicht stimmt. So werden oftmals keine Nachlässe für den Kaufpreis gewährt, die aber gerade im Auto-Bereich heute einige Tausend Euro ausmachen. Wer jetzt genau rechnet, wird schnell feststellen, dass die unschlagbare Finanzierung des Neuwagens genauso teuer kommt, wie eine herkömmliche Autofinanzierung. Denn durch den hohen Rabatt, der bei letzterer gewährt wird, fallen die Gesamtkosten für den Autokredit geringer aus.

Umschauen bei anderen Banken

Aus diesem Grund sollten sich Autokäufer zunächst ein Angebot für den Neuwagen machen lassen, bei dem die Finanzierung noch nicht eingerechnet ist. So haben sie einen realen Kaufpreis, den sie als Grundlage für einen Vergleich nutzen können. Schnell wird dabei deutlich, dass Drittbanken beispielsweise den Autokredit sehr viel günstiger anbieten können. Allerdings muss man Obacht geben: Denn manche Banken erlauben die Verwendung des Kredits nur für einen bestimmten Zweck, in diesem Fall die Autofinanzierung, andere dagegen gewähren einen Privatkredit. Dieser kann für beliebige Ausgaben verwendet werden.

Die Autobank bietet dagegen den Autokredit nur für den Autokauf, zusätzlich behält sie den Fahrzeugbrief als Sicherheit. Dieser wird erst mit der vollständigen Tilgung des Kredits an den Kreditnehmer ausgehändigt.

Gebrauchtwagen finanzieren: So geht’s

Vielfach reichen die finanziellen Mittel, selbst mit einer Finanzierung, nicht für einen Neuwagen. Dann wird der Gebrauchtwagen in die engere Wahl gezogen und das ist auch gut so. Durch einen Gebrauchtwagen erwachsen dem Käufer viele Vorteile:

  • Wagen ist bereits eingefahren
  • kostengünstiger Kaufpreis
  • oft eine gute Ausstattung enthalten, ohne Extrakosten

Doch natürlich kann der Gebrauchtwagen auch Nachteile bieten. Ein zu hohes Alter beispielsweise, das vorhersehen lässt, dass in naher Zukunft viele Reparaturen und Kosten auf den Käufer zukommen, wäre dazu zu zählen. Auch Verschleißteile müssen nach einer bestimmten Zeit oder Laufleistung regelmäßig erneuert werden. Es gibt aber auch junge Gebrauchte, die bisher nur wenig gelaufen und sehr gut gepflegt sind. Trotzdem sind sie im Preis sehr viel günstiger, als Neuwagen.

Möglichkeiten der Gebrauchtwagenfinanzierung

Für die Gebrauchtwagenfinanzierung stehen dem Käufer verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Unter anderem kann er die

  • Drei-Wege-Finanzierung,
  • die Finanzierung vom Autohaus,
  • die Finanzierung von der Bank,
  • einen Arbeitgeberkredit oder
  • das Leasing

in Anspruch nehmen. Wichtig ist, dass die Autohausfinanzierung beim Gebrauchtwagen einen entscheidenden Nachteil hat: Es gibt für den Käufer nur wenig Spielraum bei Preisverhandlungen. Rabatte werden nur selten oder gar nicht und wenn auch nur in geringer Höhe gewährt. Zusätzlich muss der Fahrzeugbrief bei der Autobank zur Sicherheit hinterlegt werden.

Dies entfällt vielfach bei der Bankfinanzierung. Sie prüft lediglich die Bonität. Da der Käufer nun als Barzahler auftritt, kann er auch andere Rabatte mit dem Händler aushandeln. Zudem ist oftmals keine Anzahlung nötig, die eine der Voraussetzungen für die günstige Autohausfinanzierung darstellt.

Inzahlungnahme des alten Wagens

Wer seinen Gebrauchtwagen beim Händler kauft, kann und sollte seinen alten Wagen in Zahlung geben. Das heißt, er verkauft diesen an den Händler, den Kaufpreis kann er als Anzahlung für den neuen Wagen nutzen. Schwierig wird es, wenn der Gebrauchtwagen von privat gekauft wird. Hier muss man sich ebenfalls privat um einen Käufer für den bisherigen Wagen kümmern, was nicht immer ganz einfach ist. Ein Blick in die großen Gebrauchtwagenportale und unter Umständen auch eine Anzeigenschaltung in diesen kann hierbei sehr sinnvoll sein.

Jahreswagen: Wie finanziert man ihn am besten?

Der Jahreswagen ist bei angehenden Autokäufern sehr beliebt. Er vereint schließlich die Vorteile eines Gebraucht- und eines Neuwagens miteinander. So profitiert man beim Jahreswagen von:

  • einem geringen Alter des Wagens,
  • einer geringen Laufleistung,
  • einer guten Pflege und
  • einem günstigen Preis.

Alleine im ersten Lebensjahr verliert ein Auto sehr viel an Wert und so kann der nahezu neuwertige Jahreswagen zu besonders günstigen Konditionen an den Mann oder die Frau gebracht werden. Das erleichtert die Entscheidung doch auch bei knappem Budget deutlich. Dennoch wird kaum jemand beim Jahreswagen um einen Autokredit herum kommen. Hier bieten sich wieder verschiedenste Möglichkeiten an, die für die Jahreswagen-Finanzierung genutzt werden können.

Leasing wird oft empfohlen

Vielfach liest man in diesen Tagen vom Leasing, insbesondere für Jahreswagen. Das Leasing lockt dabei mit besonders günstigen monatlichen Raten. Was sich aber die wenigsten Autokäufer bewusst machen, ist, dass sie beim Leasing kein Eigentum an dem Jahreswagen erwerben, sondern lediglich für dessen Nutzung zahlen. Folglich müssen sie den Jahreswagen am Ende der Laufzeit auch an den Leasinggeber zurück geben. Alternativ dazu können sie ihn käuflich erwerben, dann allerdings zum aktuellen Restwert, der wiederum mit einem klassischen Autokredit finanziert werden muss.

Ob sich dies für den privaten Autofahrer lohnt, ist fraglich. Verbraucherschützer warnen vorm Leasing für Privatpersonen. Im unternehmerischen Bereich macht es durchaus Sinn, aber im privaten ist dies wenig ratsam.

Andere Möglichkeiten der Finanzierung

Weiterhin kann der Jahreswagen wieder über die Autobank oder eine dritte Bank finanziert werden, ganz nach den persönlichen Wünschen und Vorlieben. Hierbei gelten aber wieder die gleichen Bedingungen: Eine Finanzierung über die Autobank erscheint günstig, lässt aber nur wenig Spielraum bei den Preisverhandlungen zu.

Zu berücksichtigen ist, dass der Jahreswagen im Gegensatz zum Gebrauchtwagen nicht von privat gekauft werden kann. Kaum eine Privatperson wird den kürzlich gekauften Wagen privat verkaufen. Die meisten geben ihn lieber beim Händler in Zahlung oder trennen sich nach so kurzer Zeit noch gar nicht von ihm.

Vorführwagen vs. Gebrauchtwagen

Der Autokauf ist für die meisten Menschen schon ein kleines Abenteuer, das aber reichlich Spannung und Action bietet. Wer einen gut erhaltenen Gebrauchten sucht, der kommt oft an den Vorführwagen nicht vorbei. Sie bieten dem Einzelnen auch viele Vorteile, wobei viele Endkunden ganz vergessen, sich die Unterschiede zwischen Vorführ- und Gebrauchtwagen bewusst zu machen. Diese sollen im Folgenden kurz aufgezeigt werden:

VorführwagenGebrauchtwagen
Einsatzzweck-Repräsentation des Autohauses -Bekanntmachung mit dem Fahrzeugmodell -Leihwagen-Nutzung eines Fahrzeuges im klassischen Stil
Werterhalt-Regelmäßige Überprüfung des Wagens in der eigenen Werkstatt-Wartung in vorgegebenen Intervallen
Laufleistung-Meist sehr hohe Laufleistung-Je nach Fahrer kommen hohe oder geringe Laufleistungen in Frage
Besteuerung-Differenzbesteuerung nicht pauschal möglich-Differenzbesteuerung für den Händler generell möglich
Aussehen-Während der Nutzung als Vorführwagen mit Werbung des Autohauses versehen-In der Regel keine Werbefolien

Die Unterschiede aus Vorführwagen und Gebrauchtwagen werden anhand dieser Tabelle schnell deutlich. Dennoch sollte man sich nun aufgrund der hohen Laufleistung des Vorführwagens nicht von diesem abschrecken lassen. Denn in der Regel wird er in der hauseigenen Werkstatt sehr viel häufiger überprüft, als der klassische Gebrauchtwagen. Dennoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass ein Vorführwagen trotz allem ein Gebrauchtwagen ist, auch wenn viele Händler ihn als Jahreswagen anbieten wollen. Deutliche Preissenkungen bei Vorführwagen Aufgrund der hohen Laufleistungen können Kunden, die sich für einen Vorführwagen entscheiden, deutliche Preissenkungen bei diesem erwarten. Im Gebrauchtwagen selbst werden diese oft nicht ganz so stark ausfallen. Aber auch durch das Belassen der Werbung am Auto kann der Kunde unter Umständen noch einen Preisvorteil erhalten. Nicht zuletzt muss er sich bewusst machen, dass der Vorführwagen sehr gut gepflegt und gewartet wurde, Mängel sind hier eher nicht zu erwarten. Vorführwagen finanzieren Trotz der teils hohen Preisnachlässe: Auch beim Vorführwagen gilt, dass noch einige Tausend Euro Kosten auf den Käufer zukommen. Wer diese aus eigener Tasche nicht zahlen kann, der sollte sich nach einer Finanzierung umsehen. Ob dabei die Autobankfinanzierung die günstigste Variante ist, bleibt fraglich. Unter Umständen kann man aber bei Vorführwagen anders verhandeln, als bei klassischen Gebrauchtwagen.

Re-Import und EU Neuwagen

Günstiger ans eigene Auto kommen: Das ist nicht nur der Traum vieler Menschen, sondern vor allen Dingen eine echte Alternative zum klassischen Autokauf. Möglich wird dies durch den Re-Import von EU Neuwagen. Die Grundlage dabei ist ganz simpel: In anderen Ländern werden aufgrund geringerer Steuern, Produktionskosten oder anders gearteter Absatzmärkte deutlich günstigere Preise für die Fahrzeuge verlangt. Dadurch können auch Deutsche von den Preisen, die teils bis zu 35 oder 40 Prozent unter dem hierzulande gültigen Fahrzeugpreis liegen, profitieren.

Re-Import: So geht’s

Grundsätzlich hat man zwei Möglichkeiten, wie der Re-Import von EU Neuwagen durchgeführt werden kann. Zum Einen kann man den Fahrzeugkauf bei einem deutschen Importeur beauftragen. Zum Anderen kann der Import selbst durchgeführt werden. Dabei gelten verschiedene Abläufe.

Re-Import mit deutschen Importeur

Beim Import über einen deutschen Fahrzeug-Importeur funktioniert der Re-Import sehr einfach. Dafür sind aber auch nur Einsparungen zwischen zehn und 25 Prozent möglich. Die Abwicklung sieht wie folgt aus:

  1. Kontaktaufnahme mit dem Händler und Absprache der persönlichen Wünsche.
  2. Fahrzeug ist entweder auf Lager und kann sofort besichtigt werden oder wird nach Kundenwunsch bestellt.
  3. Probefahrt, wie beim heimischen Händler, Vertragsunterzeichnung und Zahlung des Kaufpreises.
  4. Zulassung durch den Importeur ist (gegen Aufpreis) möglich.

Re-Import auf eigene Faust

Beim Re-Import auf eigene Faust wird es etwas schwieriger. Hierbei sind folgende Schritte einzuhalten:

  1. Suche nach einem geeigneten Händler im Ausland.
  2. Absprache der Anforderungen an das Fahrzeug.
  3. Angebot am besten per Fax zusenden lassen.
  4. Verbindliche Bestellung des Fahrzeugs.
  5. Barzahlung beim Händler. (nur Nettopreis)
  6. Abholung des Fahrzeugs durch eine professionelle Firma (hohe Kosten) oder Eigenabholung mit dem Hänger (Kurzzeitkennzeichen nutzen).
  7. Zahlung der Mehrwertsteuer in Deutschland binnen zehn Tagen (gesondertes Formular zur Einzelbesteuerung von Fahrzeugen nutzen).
  8. Zulassung des Fahrzeugs in Deutschland.

Beim Re-Import auf eigene Faust lassen sich bis zu 35 Prozent der Kosten für einen Neuwagen einsparen. Allerdings sollte man auch bedenken, dass die Zahlung beim Händler in der Regel sofort erfolgen muss. Er wird kaum eine Finanzierung anbieten, so dass diese vor dem Re-Import bereits abgeklärt sein muss.

Fahrzeugkauf vom Händler

Wer auf der Suche nach einem neuen Auto ist, hat dafür grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten. Eine der bekanntesten und nach wie vor am weitesten verbreiteten Kaufvarianten ist der Fahrzeugkauf beim Händler. Doch auch hier sind einige Punkte zu beachten.

Welches Modell soll es sein?

Zunächst einmal muss man sich Gedanken darüber machen, welche Anforderungen das künftige Auto erfüllen muss. So werden beispielsweise Fragen zum gewünschten Stauraum, der gewünschten Anzahl von Türen oder der PS-Leistung auftreten. Auch ob es sich um einen Gebraucht- oder Neu-, einen Vorführ- oder Jahreswagen handeln soll, sollte im Vorfeld geklärt werden.

Manche Autokäufer wissen auch schon ganz genau, welche Marke sie suchen, unter Umständen sogar, welches Modell einer bestimmten Marke. Hier kann dann die Suche wahlweise beim Vertragshändler erfolgen, was sich vor allem für Neuwagen empfiehlt, aber auch bei freien Händlern, wo vor allem Gebrauchtwagen verschiedener Marken vorhanden sind.

Preise vergleichen

Wichtig bei jedem Fahrzeugkauf ist es, die Preise zu vergleichen. Dabei gibt es fast immer sehr ähnliche Modelle und Typen, die in etwa das gleiche Alter und einen ähnlichen Kilometerstand aufweisen. Diese sollte man preislich zunächst vergleichen. Insbesondere, wer noch nicht allzu sehr auf ein bestimmtes Modell festgelegt ist, kann damit hohe Einsparungen erzielen.

Außerdem sollte man sich von verschiedenen Händlern ein Angebot zur Inzahlungnahme des eigenen Autos machen lassen. So kann verglichen werden, wo man noch das meiste Geld für den eigenen Gebrauchten bekommt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang ebenfalls, dass gleich gut verhandelt wird, denn selbst bei Gebrauchtwagen haben die Händler noch etwas Spielraum und können entsprechende Rabatte einräumen.

Probefahrt ist ein Muss

Absolutes Muss beim Fahrzeugkauf ist natürlich die Probefahrt. Hierfür muss in der Regel ein Termin vereinbart werden, damit das Fahrzeug vom Autohändler vorbereitet, sprich mit Nummernschildern versehen werden kann. Oft muss eine Kopie des eigenen Führerscheins hinterlegt werden, die als Sicherheit für den Händler gilt.

Bei dieser Probefahrt sollte man den neuen Wagen in verschiedenen Situationen testen. Landstraßen erlauben eine Überprüfung der Fahrzeuglage in der Kurve, Autobahnen können zeigen, wie viel Leistung im neuen Auto steckt und innerorts lässt sich feststellen, wie gut das Anfahren gelingt.

Verhandeln, verhandeln, verhandeln

Ist die Probefahrt erfolgreich verlaufen und hat man sich für den Wagen entschieden, geht es jetzt ans Verhandeln. Vielleicht kann man noch einige Hundert Euro Nachlass erhalten, vielleicht können zusätzliche Vergünstigungen erreicht werden. So wird oftmals bei Gebrauchtwagen der erste TÜV gratis angeboten oder auch die erste Durchsicht. Zusätzliche Winter- oder Sommerreifen für das Fahrzeug sind ebenfalls oft drin. Wer an dieser Stelle zu schnell aufgibt, verschenkt bares Geld.

Fahrzeugkauf von Privatpersonen

Auch der Fahrzeugkauf von Privatpersonen ist eine Variante, um sich ein neues Auto kostengünstig zu beschaffen. Wichtig ist hierbei aber, dass man sehr genau prüft, ob der künftige Wagen genauso den eigenen Anforderungen und Ansprüchen entspricht. Sinnvoll kann es sein, einen Gutachter zu Rate zu ziehen, der den Wagen genau unter die Lupe nimmt. Während Händler selbst für Gebrauchtwagen eine Gewährleistung übernehmen müssen, ist diese beim Fahrzeugkauf von Privatpersonen generell nicht vorhanden. Sollte es also nach dem Kauf zu Problemen mit dem Fahrzeug kommen, so kann der private Verkäufer nicht in die Haftung genommen werden.

Es besteht allerdings die Möglichkeit, Sachmängelhaftungsansprüche, die der private Verkäufer gegenüber Dritten, wie dem ursprünglichen Händler hat, an den Käufer zu übertragen.

Das sollte man beachten

Wichtig ist, dass bei Gebrauchtwagen, die von Privatpersonen gekauft werden, bestimmte Punkte berücksichtigt und genau überprüft werden. Das können unter anderem folgende Punkte sein:

  • Ist der Verkäufer Halter und als solcher im Kfz-Schein eingetragen?
  • Stimmt die Fahrgestellnummer mit der im Kfz-Brief überein?
  • Sind Rechnungen der letzten Durchsichten vorhanden, um den Kilometerstand zu überprüfen?
  • Sind Unfallspuren erkennbar?
  • Sind Rostspuren zu sehen?
  • Gab es Nachlackierungen und woher rühren diese?
  • Sind die Reifen gleichmäßig abgefahren und haben noch ausreichend Profil?
  • Sind die Bremsen und Bremsscheiben in Ordnung?
  • Funktionieren Scheibenwischer und Heckscheibenheizung?
  • Funktionieren Heizung und Klimaanlage?
  • Gibt es eine Allgemeine Betriebserlaubnis für nicht eingetragene Zubehörteile?

Das sind natürlich nur einige der zahlreichen Punkte, die bei einem Gebrauchtwagenkauf abgearbeitet werden sollten. Wichtig ist, dass sich Käufer nicht verunsichern lassen. Erkennen sie am Fahrzeug eindeutige Zeichen für einen Unfall, so sollten sie den Verkäufer explizit danach fragen. Verneint er einen Unfall, muss dies im Vertrag festgehalten werden. Stellt sich diese Aussage später nämlich als falsch heraus, kann der Verkäufer auch nachträglich noch in die Haftung genommen werden.

Unbedingt Kaufvertrag abschließen

Auch beim Privatkauf von Fahrzeugen gilt, dass hierfür ein schriftlicher Kaufvertrag abgeschlossen werden sollte. So haben beide Parteien schriftliche Sicherheit. Zunächst einmal wissen sie, mit wem sie es zu tun haben, sollte es später zu Unstimmigkeiten kommen. Außerdem kann mittels Kaufvertrag der rechtsmäßige Ankauf des Fahrzeugs bewiesen werden.

Sollte sich ein Unfallschaden erst später herausstellen, kann der Verkäufer ebenfalls noch einmal in die Mangel genommen werden, wenn laut Vertrag kein solcher Schaden vorlag.

Dienstwagen der öffentlichen Verwaltung

Auch Dienstwagen der öffentlichen Verwaltung können Verbraucher jederzeit kaufen. Meist handelt es sich hierbei um ausrangierte, aber keinesfalls alte Autos, die zur Verfügung stehen. Wichtig ist allerdings, dass man hier Obacht geben sollte. Die wichtigsten Kriterien des Gebrauchtwagenkaufs gelten nämlich selbst dann, wenn Dienstwagen der öffentlichen Verwaltung erworben werden sollen.

Angebote genau prüfen fällt oft schwer

Häufig werden die Autos der öffentlichen Verwaltung in großen Auktionen versteigert. Die Auktionstermine werden dabei in der Regel im Internet bekannt gegeben. Sobald eine Auktion in der näheren Umgebung stattfindet, sollte man die Gelegenheit nutzen und diese besuchen. Dabei ist es vorteilhaft, wenn zunächst noch kein Kaufwunsch im Vordergrund steht.

So kann man sich den Ablauf der Auktionen nämlich erst einmal in Ruhe ansehen und später dann entsprechend entscheiden, welche Taktik eingesetzt werden muss, um an das begehrte Fahrzeug zu kommen. Sobald die ersten Auktionen besucht wurden, kann man sich selbst eine Taktik zurechtlegen, um einen Dienstwagen der öffentlichen Verwaltung selbst zu erwerben.

Richtiges Verhalten bei der Auktion

Handelt es sich um eine Auktion vor Ort, sollten interessierte Autokäufer rechtzeitig erscheinen. Sie haben dann in der Regel noch ein paar Stunden Zeit, die zur Auktion stehenden Fahrzeuge zu betrachten. Dabei können Mängel, die offensichtlich sind, schnell festgestellt werden.

Außerdem sollte man sich über den Zustand des Wagens im Allgemeinen informieren, sowie den Kilometerstand notieren und weitere wichtige Kriterien für oder gegen das Auto sammeln. Sinnvoll ist es ebenfalls, sich ein Kaufpreislimit zu setzen, damit man im Rahmen der Auktion nicht übermütig wird. Ein einmal abgegebenes Gebot ist nämlich rechtlich bindend, so dass der Preis in jedem Fall gezahlt werden muss. Zudem sollte man seinen Favoriten schon vor Beginn der Auktion festlegen, um später zu wissen, bei welchem Fahrzeug sich das Mitbieten wirklich lohnt.

Neben den örtlichen Auktionen für Dienstwagen der öffentlichen Verwaltung besteht ebenso die Möglichkeit, diese Autos im Internet zu ersteigern. In diesem Fall ist eine Überprüfung der Fahrzeuge vor der Auktion so gut wie unmöglich. Hier kann man sich lediglich auf die im Web gemachten Angaben beziehen, so dass der Autokauf auf diesem Wege wohl überlegt sein will.

Firmenfahrzeuge erwerben

Neben dem klassischen Händlerkauf können sich angehende Autobesitzer auch für Firmenfahrzeuge entscheiden. Hier lassen sich grobe Unterteilungen vornehmen, was die Art der Fahrzeuge angeht. So gibt es beispielsweise folgende Varianten:

  • Betriebsfahrzeuge
  • Firmenwagen
  • Leihfahrzeuge
  • Kurierfahrzeuge

Die Unterschiede an einem Beispiel deutlich zu machen, erklärt den Sachverhalt noch am besten.

BetriebsfahrzeugeFirmenwagenLeihfahrzeugeKurierfahrzeuge
EinsatzbereichLieferung von WarenFahrten zu KundenAusleihen der Fahrzeuge an KundenLieferung von kleinen Waren
Typische ModelleTransporter / Kleinbusse / LKWKlassische MittelklassewagenNahezu alle Modellemeist Kleinwagen
Vorteile-Günstige Preise
-Viel Stauraum
-Gut gewartet
-Repräsentative Fahrzeuge
-Gut gewartet
-Riesige Auswahl bei den Modellen
-Günstige Preise
-Günstige Kleinwagen
Nachteile-Hohe Laufleistungen
-Viele Fahrer
-Hohe Laufleistungen-Hohe Laufleistungen
-Viele Fahrer
-Wartung nicht immer vollständig durchgeführt
-Hohe Laufleistungen
-Hohes Alter
-Wartung nicht immer vollständig durchgeführt
-Viele Fahrer

 

Welcher Firmenwagen ist der Richtige?

Nach dieser Aufstellung stellt sich natürlich die Frage, bei welchen Firmenfahrzeugen man getrost zuschlagen sollte. Die klassische Vorstellung ist die, dass Transporter und LKW zwar hohe Laufleistungen aufweisen, aber dennoch oftmals gut gewartet sind. Durch ein entsprechendes Alter werden sie günstig angeboten, jedoch sind Betriebsfahrzeuge in der Regel ohnehin auf hohe Laufleistungen und ein hohes Alter ausgelegt, so dass sie durchaus noch einige Jahre gefahren werden können.

Firmenwagen werden oftmals an Außendienstler vergeben. Sie werden zwar ebenfalls viel gefahren, aber in der Regel geleast. Damit die Unternehmen die Fahrzeuge nach dem Laufzeitende ohne Verluste zurückgeben können, sind regelmäßige Wartungen und eine pflegliche Behandlung unbedingt vonnöten.

Leihfahrzeuge, wie sie beispielsweise von den Autovermietern eingesetzt werden, sind schon mit etwas mehr Vorsicht zu genießen. Durch ständig wechselnde Fahrer, hohe Laufleistungen und das oftmals frühzeitige Abstoßen der Fahrzeuge, kann die noch nicht durchgeführte Inspektion auch keinen Aufschluss über den Zustand des Wagens geben. Bei den Kurierfahrzeugen, wie sie die Kurierdienste verwenden, aber genauso bei Pizzataxen handelt es sich zumeist um Kleinwagen, die oftmals auch ein stattliches Alter aufweisen. Hier sollte der Kauf aufgrund des Alters und der Laufleistungen sehr gut überdacht werden.

Kauf der Firmenfahrzeuge

Wer sich trotzdem für ein Firmenfahrzeug entscheidet, hat verschiedene Möglichkeiten, dieses zu erwerben. So kann man beispielsweise direkt mit der Firma in Kontakt treten und fragen, ob sie Fahrzeuge zu verkaufen hat. Es gibt aber auch öffentliche Stellen, die Auktionen veranstalten, bei denen eines oder mehrere Fahrzeuge kostengünstig erworben werden können.

Die Auktionen finden mitunter sogar online statt, so dass die Anreise zum Fahrzeugstandort erst zur Abholung des Firmenwagens nötig wird. Allerdings ist auch das Online-Gebot rechtlich bindend, so dass man sich vorher ein Preislimit setzen sollte.

Autokauf über das Internet

Bei der Suche nach einem neuen Fahrzeug riskieren immer mehr Menschen einen Blick in das World Wide Web. Dort finden sich zahllose Autobörsen, die besonders viele Angebote für den Einzelnen bereit halten. Allerdings sollte man sich von der Vielfalt der Angebote nicht blenden lassen.

In den Börsen besteht die Möglichkeit, gezielt nach einem bestimmten Modell oder einer bestimmten Marke zu suchen. Auch die Suche nach einem gewünschten Alter, einer bestimmten Laufleistung und vielem mehr wird mittels entsprechender Filter besonders einfach gemacht. Allerdings sollte man hierbei Obacht geben, denn viele der Fahrzeuge werden von Privat verkauft, so dass eine Gewährleistung beim Kauf ausgeschlossen wird.

Privat- oder Händlerkauf im Web?

Die Frage danach, ob der Autokauf beim Händler oder von Privat günstiger ist, muss jeder erst einmal für sich selbst entscheiden. Meist werden die Autos von Privat preiswerter angeboten, dafür verzichtet man auf eine Garantie. Zudem erfolgt der Onlinekauf oftmals über sehr weite Strecken, so kauft der Münchener sein neues Auto mitunter in Hamburg.

Da aber generell ein neuer Wagen vor dem Kauf besichtigt werden sollte, ist es von größter Bedeutung, dass die Entfernungen nicht zu weit auseinander liegen. Wer erst zur Abholung des Wagens zu dessen Standort fährt, kann seine Entscheidung kaum mehr rückgängig machen. Doch durch geschickte Fotografien wird erst vor Ort deutlich, dass der Wagen mehr Kratzer hat, als ursprünglich gedacht. Auf der Rückfahrt zeigen sich seltsame Geräusche des Motors oder die Scheibenwischer funktionieren nicht mehr. Das sind alles Gründe, warum man nicht zwingend im Internet ein Auto kaufen sollte, insbesondere, wenn keine Möglichkeit besteht, vor dem Kauf eine Probefahrt zu unternehmen.

Wer sich allerdings an einen Händler hält oder nur in der näheren Umgebung nach dem neuen Wagen sucht, der kann problemlos einmal hinfahren, um das Auto zu begutachten. Bei Händlern besteht oftmals auch die Möglichkeit, den Wagen zu einem örtlichen Händler überführen zu lassen, so dass man direkt in der Heimat den potenziellen neuen Wagen näher betrachten kann.

Barzahlung erst bei Übergabe

Beim Autokauf im Internet kann man ebenfalls zwischen Barzahlung oder auch Ratenkredit wählen, letzterer ist allerdings nur beim Händlerkauf möglich. Die Zahlung sollte grundsätzlich erst mit Übergabe des Wagens erfolgen, zu oft schon haben sich Betrüger in diesem Bereich verdingt und Gelder abkassiert, ohne dass dafür jemals ein Wagen geliefert wurde. Von Anbietern, die eine Zahlung per Western Union oder ähnlichem verlangen, sollte man tunlichst Abstand nehmen.