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Festnetz

Nach wie vor ist bei der Telefonie das Festnetz die beliebteste Form des Telefonanschlusses. Allerdings wird es hier schwierig den Überblick zu behalten, denn auf dem Festnetzmarkt tummeln sich unzählige verschiedene Anbieter. Bekanntester Vertreter ist hier natürlich die Deutsche Telekom, die einst das Monopol auf dem Telefonie-Markt inne hatte. Seit einigen Jahren jedoch ist dieses gefallen und so findet man auch im Bereich Festnetz unzählige verschiedene Anbieter.

Die wichtigsten Anbieter für das Festnetz haben wir hier zusammengetragen und stellen sie kurz vor. Darunter sind natürlich große Namen, wie E-Plus, Vodafone, 1&1, der vielen vor allem aus dem Internetbereich bekannt ist, oder O2, um nur einige zu nennen. Viele Discount Anbieter, die eher aus dem Mobilfunkbereich bekannt sind, zählen ebenfalls zu den Festnetzanbietern, haben sie doch ihr Sortiment mittlerweile deutlich erweitert. Hier sind vor allem Namen, wie Congstar oder Base zu nennen. Mit der Kurzvorstellung der Anbieter und deren wichtigsten Tarife können sich interessierte Kunden einen schnellen Überblick über die einzelnen Angebote verschaffen.

Festnetzanbieter mit vielfältigen Angeboten

Auf der Suche nach dem richtigen Telefonanbieter gibt es viele Möglichkeiten. Die nach wie vor am weitesten verbreitete Variante ist die Entscheidung für einen der großen Festnetzanbieter. Denn hier erhalten Kunden alles aus einer Hand.Festnetz, DSL, teilweise auch Mobilfunk bieten die Telekom, Vodafone, O2 und viele andere zu günstigen Preisen an. Bei der Auswahl kommt es aber nicht alleine auf den Preis an, sondern ebenso auf den Service, den die Festnetzanbieter für ihre Kunden bereit halten. Zudem sollten verschiedene Pakete zusammengestellt werden können, die sich auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen lassen.

Unterscheidung in Kundengruppen ist üblich

Üblich bei den Festnetzanbietern wie Congstar, Base, 1&1 und den vielen anderen ist es, eine Unterscheidung in Geschäfts- und Privatkunden vorzunehmen. Für jede dieser Zielgruppen gibt es gesonderte Tarife und Angebote. Diese werden zudem untergliedert in

  • Telefonanschluss,
  • DSL Anschluss,
  • Flatrates

und vieles mehr. Auch die begehrten Funkverbindungen werden zunehmend häufiger angeboten. Einige Sonderbestandteile der Tarife, so zum Beispiel Vergünstigungen bei den Verbindungen in bestimmte Handynetze oder HotSpot-Flats sind mitunter zu finden.

Übliche Kosten für den Analog-Anschluss

Der analoge Telefonanschluss ist längst überholt. Dementsprechend wird er auch nur äußerst selten angeboten. Lediglich die Deutsche Telekom bietet den analogen Anschluss noch explizit an. Mit einfachstem Anschluss und ohne weitere Zusatzleistungen sind solche Anschlüsse ab einer monatlichen Grundgebühr von etwa zehn Euro zu erhalten. Es gibt aber weitaus mehr Angebote, die in verschiedenen Tarifen zum Tragen kommen und dann verlangt auch die Telekom höhere Preise, die sich oft zwischen 15 und 25 Euro bewegen. Da aber ein gutes Komplettpaket, bestehend aus ISDN-Anschluss mit Telefon- und Internet-Flatrate bereits um die 20 bis 30 Euro erhältlich ist, lohnt sich der analoge Telefonanschluss heute nicht mehr.

Hinzu kommt der einmalige Anschlusspreis, der oftmals mit mehr als 50 Euro zu Buche schlägt. Zu berücksichtigen sind ferner die Mindestvertragslaufzeiten, die eingehalten werden müssen und oft bei zwei Jahren liegen.

DSL + analoger Telefonanschluss?

Ebenfalls kann zum analogen Telefonanschluss ein DSL Anschluss dazu gebucht werden. Dieser wird mit einer zusätzlichen Datenleitung realisiert, wodurch das gleichzeitige Telefonieren und Surfen im Web möglich wird.

Allerdings muss dafür ein Splitter zwischengeschaltet werden, der die Telefon- und Datenleitungssignale aufsplittet. Er wird zwischen Telefonanschluss und Telefon bzw. Modem geschaltet, also direkt mit der TAE-Dose verbunden. Weiterhin bedarf es eines Modems bzw. eines Routers für den Internetanschluss, so dass dieser mit einem analogen Telefonanschluss nur sehr aufwändig hergestellt werden kann.

In der Praxis hat der analoge Telefonanschluss demnach nur eine untergeordnete Stellung inne, weshalb auch die preislichen Angebote hierfür alles andere, als attraktiv und die Auswahl stark eingeschränkt sind.

Analog: Leistung

Leistungsmerkmale des analogen Telefonanschlusses

Der analoge Telefonanschluss kann verschiedene Leistungen mitbringen, diese sind je nach Anbieter und Tarif aber teilweise nur gegen ein entsprechendes Entgelt dazu zu buchen. Sehr einfache Leistungsmerkmale sind jedoch grundsätzlich bereits in den Kosten enthalten. Demnach charakterisiert sich der analoge Telefonanschluss durch:

  • Eine einzelne Leitung mit einer einzelnen Rufnummer pro Anschluss.
  • Die Rufnummernübermittlung, seitdem das Telefonnetz digitalisiert wurde. Dabei wird die eigene Rufnummer an den Angerufenen übertragen, aber man kann auch die Nummern eingehender Anrufer sehen.
  • Das Anklopfen, das dann stattfindet, wenn ein Gespräch geführt wird und währenddessen ein weiteres eingeht.
  • Die Funktionen des Rückfragens, Haltens und Makelns – je nach Telefon. So können Verbindungen mit Nebenstellenanlagen hergestellt oder das Telefonat kurzfristig stumm geschaltet werden.
  • Der Rückruf bei Besetzt-Zeichen: Ist die einzelne Leitung besetzt, wenn ein Anrufer den Verbraucher erreichen will, erfolgt automatisch ein Rückruf, sobald aufgelegt wurde.
  • Anrufweiterschaltung – je nach Telefon können eingehende Anrufe auf eine andere Rufnummer, bei Bedarf auch eine Handynummer, weiter geschaltet werden.
  • Die Rufnummernsperren sind möglich, wenn bestimmte Nummern vom analogen Anschluss aus nicht angerufen werden sollen (sinnvoll etwa bei teuren Service-Rufnummern, wie 0900er Nummern).
  • Die Dreierkonferenz, wobei hierfür schon ein moderneres Telefon verwendet werden muss.
  • Die Entgeltinformationen, die oftmals dazu gebucht werden müssen und anzeigen, wie viel ein Telefonat gekostet hat.
  • Den Netzanrufbeantworter, der ebenfalls oft gegen Aufpreis gebucht werden kann.

Es gibt also auch beim analogen Telefonanschluss schon einige Leistungsmerkmale, die mit geliefert werden bzw. möglich sind. Dennoch ist der Anschluss derzeit überholt.

Wie erfolgt der analoge Telefonanschluss?

Der analoge Telefonanschluss lässt sich vergleichsweise einfach realisieren, da lediglich die TAE-Dose benötigt wird. Diese wird von Seiten des Telefonanbieters zur Verfügung gestellt. Dabei sind häufig drei Steckplätze vorhanden, je zwei N- und ein F-Steckplatz. Bei drei Steckplätzen kann der dritte Steckplatz einzeln geschaltet werden, so dass zwei Geräte, z. B. Telefon und Modem, zeitgleich betrieben werden können.

Sollen mehrere Telefone an verschiedene TAE-Dosen angeschlossen werden, so stellt der Telefonanbieter lediglich die erste TAE-Dose. Für alle weiteren Dosen ist der Verbraucher hingegen selbst verantwortlich.

Die Kabel für den Anschluss

Für den Anschluss benötigt man TAE-Kabel und Modular-Kabel. Letztere sind auch unter den Namen Telefon- und Westernkabel bekannt. Das Modular-Kabel ist an beiden Enden mit einem Westernstecker versehen, woher vermutlich auch dessen Beiname kommt. In der Regel kommen hierbei vierpolige Stecker zum Einsatz, die am Telefonhörer angeschlossen werden. Sechspolige Stecker werden mit den Geräten, wie dem Telefon oder Faxgerät, verbunden. Ob dabei alle sechs Pole auch tatsächlich verdrahtet sind, hängt jedoch vom Kabel ab. Im Grunde genommen reicht die Verkabelung von einem La und einem Lb Anschluss.

Das TAE-Modularkabel ist das zweite wichtige Kabel für den analogen Telefonanschluss. Es ist auf der einen Seite mit dem TAE-F oder TAE-N Stecker und auf der anderen mit dem sechspoligen Westernstecker versehen.

Zubehör für den Anschluss

Weiterhin kann der Anschluss nach Belieben verlegt werden. Dafür werden jedoch diverse Zubehörteile benötigt. Ein Adapter, wenn das Kabel nicht passt, ist dem Zubehör dabei ebenso zuzurechnen, wie das Verlängerungskabel, um den Telefonanschluss, der oft im Flur liegt, weiter ins Wohnzimmer zu ziehen.

Der analoge Telefonanschluss: Einfach und günstig

Geht es um den Telefonanschluss, so können sich Verbraucher zwischen verschiedenen Anschlussarten entscheiden. Die einfachste Lösung ist der Analoganschluss, wenngleich dieser heute kaum noch genutzt wird. Hierbei gibt es lediglich eine Leitung und damit auch nur eine Rufnummer. Wichtigstes technisches Mittel für den Analoganschluss ist die so genannte TAE-Dose, die den Übergabepunkt stellt. Diese wird bei erstmaliger Installation vom Anbieter in den Räumlichkeiten des Verbrauchers installiert.

Die gängigste TAE-Dose verfügt über verschiedene Anschlussbuchsen. Dabei werden an diese Dose die analogen Endgeräte angeschlossen. TAE-Dosen werden häufig mit einem F-Anschluss und zwei N-Anschlüssen ausgeführt. Das F steht für Fernsprechen, an diese Buchse wird das Telefon angeschlossen. Das N steht für Nicht Fernsprechen, hier können Fax, Modem und Co. angeschlossen werden.

Das analoge Telefonnetz

Die technische Grundlage für den analogen Telefonanschluss stellt das analoge Telefonnetz dar. Dieses weltweite Netz verfügt über eine Zweidraht-Infrastruktur. Über diese werden Vermittlungsstelle und Endnutzer miteinander verbunden.

Zwar wird diese Zweidraht-Infrastruktur auch von den ISDN-Anschlüssen genutzt, jedoch ergeben sich bei ihnen andere Leistungsmerkmale. Seit 1998 sind alle Vermittlungsstellen im gesamten Bundesgebiet digitalisiert worden. Das heißt, dass die Verbindungen ab der Vermittlungsstelle flächendeckend digital übertragen werden, selbst wenn sie zu einem analogen Telefonanschluss übertragen werden. Dadurch können analoge Anschlussbesitzer mittlerweile auch einige Leistungsmerkmale von digitalen Anschlüssen nutzen.

Wird ein analoger Telefonanschluss mit einer TAE-Dose genutzt, die lediglich über einen F- und einen N-Anschluss verfügt, so ist der N-Anschluss mit höherer Priorität versehen. Das heißt konkret, dass bei der Belegung des N-Anschlusses, etwa durch ein Fax, der F-Anschluss gesperrt wird. Es können somit keine Telefonate geführt werden. Ziel dieser Sperrung ist es, die Datenübertragung nicht zu stören.

Durchschnittliche Kosten für den ISDN Anschluss

Was kostet eigentlich ein ISDN Anschluss? Diese Frage stellt sich wohl jeder, der aktuell vor der Frage steht, sich einen solchen installieren zu lassen. Doch eine klare Antwort darauf gibt es nicht, denn der ISDN Anschluss wird von unzähligen Anbietern geboten, die wiederum unzählige Tarife mit differenten Kosten bereit halten. Beispielhaft soll hier folgende Vergleichstabelle eine kleine Auswahl für den ISDN Anschluss darstellen. Diese ist nicht abschließend, was aufgrund der Vielzahl der Anbieter und Tarife auch gar nicht möglich ist.

Anbieter Art des Anschlusses Kosten
Deutsche Telekom ISDN Anschluss / Call Plus –        26,95 € monatlicher Grundpreis-        69,95 € einmaliger Bereitstellungspreis (entfällt, wenn bisherige Anschlussart bleibt)-        Keine Mindestvertragslaufzeit
Versatel ISDN Anschluss / Doppel-Flat classic –        29,90 € monatlicher Grundpreis-        Mindestvertragslaufzeit: 24 Monate-        99,90 € Bereitstellungspreis (entfällt, bei 24 Monaten Laufzeit)

–        Internet- / Festnetz Flatrate enthalten

Vodafone ISDN Anschluss / DSL Classic Paket –        29,95 € monatlicher Grundpreis-        WLAN-Modem einmalig 39,90 €-        DSL Flat bis DSL 16.000 + Festnetz Flat in Deutschland inklusive

Stand: 07.12.2012

Natürlich beleuchtet die Tabelle nur eine sehr geringe Auswahl, doch genau hier liegt das Problem: Es wurde nur ein ganz konkreter Tarif benannt, obwohl Hunderte je nach Anbieter zur Auswahl stehen und diese auch noch miteinander kombiniert werden können. Der ISDN Anschluss kostet dabei im Schnitt acht Euro monatlich mehr, als der analoge Anschluss. Doch letzteren bietet heute fast ausschließlich die Telekom überhaupt noch an.

Von daher lassen sich pauschale Aussagen für den reinen ISDN Anschluss kaum treffen, zumal oftmals der Internetanschluss in den Paketen bereits vollständig enthalten ist.

Leistungsmerkmale des ISDN Anschlusses

Was genau kann ein ISDN Telefonanschluss alles? Diese Frage sollte man beantworten können, bevor der Anschluss gebucht wird. Dabei gilt, dass eine Vielzahl von Leistungen bereits im Grundpreis für den ISDN Anschluss mit enthalten sind, während andere mitunter kostenpflichtig hinzugebucht werden können. Die Leistungen können aber nur dann voll genutzt werden, wenn die Endgeräte diese auch unterstützen. Die wichtigsten Leistungsmerkmale des ISDN Anschlusses sollen im Folgenden kurz vorgestellt werden:

  • Mehrfachrufnummern: Beim ISDN Anschluss werden mehrere Rufnummern vergeben. Wie diese auf die einzelnen Endgeräte verteilt werden, kann der Nutzer selbst entscheiden und einstellen.
  • Übermittlung der Rufnummer: Die eigene Rufnummer wird an den Angerufenen übermittelt. Nicht möglich ist jedoch die Übermittlung der Durchwahl bei einer Telefonanlage. Die Übermittlung der Rufnummer kann fallweise oder auch ganz unterdrückt werden. Dies ist ausgeschlossen bei Anrufen, die zu Notruf, Polizei oder Feuerwehr führen. Möglich ist ebenfalls die Übermittlung einer beliebigen Rufnummer an den Angerufenen, man spricht dann von der Übermittlung kundenspezifischer Rufnummerninformationen.
  • Rufnummernidentifikation: Diese Leistung ist meist kostenpflichtig und ermöglicht es, einen anonymen Anrufer ausfindig zu machen, selbst wenn dieser die Rufnummernübermittlung unterdrückt hat.
  • Anklopfen und Makeln: Während eines Telefonats erfolgt ein zusätzlicher Ton, wenn ein weiterer Anrufer versucht, den Anschluss zu erreichen (Anklopfen). Zwischen den beiden Telefonaten kann hin und her geschaltet werden (Makeln). Ebenfalls kann ein Gespräch über das Makeln gehalten werden, während man etwa Unterlagen sucht.
  • Rückruf bei Besetzt-Zeichen: Sollte der Anrufer das Besetzt-Zeichen hören, wird er auflegen. Sobald der Anschluss wieder frei ist, wird der Anrufer automatisch zurückgerufen.
  • Umstecken am Bus: Das ISDN Endgerät kann während eines Gesprächs an einer anderen ISDN Dose angeschlossen werden. Das Gespräch muss vorher jedoch gehalten werden.
  • Dreierkonferenz: Es kann mit zwei weiteren Personen gleichzeitig telefoniert werden.
  • Anrufweiterschaltung: Die eingehenden Anrufe werden auf eine beliebige Rufnummer, beispielsweise das Handy, weiter geleitet. Dieser Service ist mit Zusatzkosten verbunden.  Diese Weiterschaltung kann auch nur dann erfolgen, wenn nach einer bestimmten Anzahl von Klingeltönen niemand abnimmt oder besetzt ist.
  • Sperrung von Rufnummern: Durch Eingabe am Endgerät kann der eigene Anschluss mittels PIN für Rufnummern, etwa ins Ausland oder zu Servicerufnummern gesperrt werden.

Wie erfolgt der ISDN Anschluss?

Der ISDN Anschluss besagt im Grunde genommen nichts anderes, als dass die Datenübertragung zwischen Netzbetreiber und Kunde nur noch auf digitalem Weg verläuft. Dafür nimmt der Netzbetreiber eine Umschaltung in der Vermittlungsstelle vor. Für den Kunden wird ein digitaler Netzabschluss benötigt, der mit dem NTBA gewährleistet wird. Dieses Gerät wird in der Regel kostenfrei vom Telefonanbieter zur Verfügung gestellt.

Anschluss des NTBA

Besonders einfach gestaltet sich der Anschluss der Geräte. Zunächst wird dafür der NTBA benötigt, der mit einem Netzstecker und einem TAE-F Stecker geliefert wird. Danach geht man wie folgt vor:

  • TAE-F Stecker wird in die 1. TAE Dose gesteckt.
  • Breiter TAE-F Stecker verhindert das Einstecken weiterer TAE-Stecker rechts und links.
  • Netzstecker muss in die Steckdose gesteckt werden, allerdings nur, wenn Endgeräte ohne eigene Stromversorgung an den NTBA angeschlossen werden sollen.

Anschluss der Endgeräte
Ebenfalls müssen an den NTBA jetzt die Endgeräte angeschlossen werden, wobei man wie folgt vorgeht:

Anschluss von Ablauf
ISDN Endgeräte
  • Anschluss an die beiden RJ45 Buchsen des NTBA
  • Alternativer Anschluss an die IAE-Dosen vom S0-Bus
ISDN Telefonanlage
  • Wie oben
  • Zuteilung der Rufnummern über einen PC oder direkt über die Anlage

ISDN Telefonanlagen sind heute häufig mit einer ISDN Karte ausgestattet. Dadurch wird es möglich, dass die Anlage über ein USB-Kabel mit dem PC verbunden und von dort gesteuert werden kann. Auch die Herstellung einer Verbindung mit dem Internet wird dann möglich. Ebenfalls sind ISDN Telefonanlagen oftmals mit mehreren analogen Anschlüssen versehen, so dass auch bisher genutzte, analoge Endgeräte problemlos angeschlossen und weiter verwendet werden können.

Der ISDN Anschluss im Überblick

Der ISDN Anschluss ist heute die gängigste Variante unter den Telefonanschlüssen. Zwar bieten einige, sehr wenige Anbieter noch analoge Anschlüsse an, die meisten setzen aber rein auf den ISDN Anschluss, oftmals zum Leidwesen der Kunden. Denn ISDN Anschlüsse sind meist teurer, als das analoge Pendant. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die Daten auf digitale Weise übertragen werden.

Die Daten können dabei über mehrere Kanäle zeitgleich übertragen werden, worin der größte Vorteil beim ISDN Anschluss besteht. Damit wird es möglich, zu telefonieren und im Internet zu surfen oder ein Fax zu versenden. Durch zwei Kanäle, die unabhängig voneinander nutzbar sind, erhalten Verbraucher mit dem ISDN Anschluss also ein Plus an Flexibilität.

Besonderheiten, Technik und mehr

Besonderheit beim ISDN Anschluss ist, dass bei einem Mehrgeräteanschluss bis zu zehn Rufnummern vergeben werden können. Diese lassen sich ganz nach Wunsch auf die angeschlossenen Endgeräte anwenden. Auch die Qualität bei der Übertragung wird durch die digitale Technik verbessert.

Allerdings birgt der ISDN Anschluss auch einige Nachteile in sich. Die meisten Telefone sind immer noch analog, es muss deshalb ein Wandler zwischengeschaltet werden, um diese Geräte an den ISDN Anschluss anzuschließen. Der  so genannte a/b-Wandler bzw. ein NTBA wird in der Regel kostenfrei vom Telefonanbieter zur Verfügung gestellt. Dennoch fallen Kosten für den Stromverbrauch des Geräts an.

Welche Anschlüsse sind möglich?

Auch gibt es verschiedene Varianten des ISDN Anschlusses:

  • Basis-Anschluss
  • Mehrgeräteanschluss
  • Anlagenanschluss
  • Primärmultiplex-Anschluss

Der Mehrgeräteanschluss, auch als Point-to-Multipoint bekannt, ist die häufigste Variante beim Basis-Anschluss. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass bis zu acht ISDN-Endgeräte angeschlossen werden können. Der Anlagenanschluss dagegen wird auch als Point-to-Point Anschluss bezeichnet und dient dazu, nur ein Endgerät, wie etwa eine Telefonanlage, anzuschließen. Der Basis-Anschluss selbst verfügt über zwei Nutzkanäle und einen Kanal für Steuerinformationen.

Wer sich für den Primärmultiplex-Anschluss entscheidet, erhält dabei sogar 30 Nutzkanäle und einen Steuerkanal. Darüber hinaus steht ein Kanal für die Synchronisation und Wartung zur Verfügung. Allerdings ist hier nur der Anlagenanschluss, wie bei einer Telefonanlage, möglich.