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Hundehaftpflicht: Schützen Sie sich vor hohen Kosten

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist eine wichtige Versicherung für jeden Hundehalter:
Sie springt ein, wenn Ihr Hund einen Schaden verursacht und deckt die Kosten.
Solche Haftpflicht-Schäden entstehen oft schneller als gedacht und können teuer werden – angefangen bei zerbissenen Schuhen und zerbrochenen Vasen bis hin zu verletzten Spielgefährten und den Folgen von Unfällen. Wenn es sogar zu Personenschäden kommt, beispielsweise, weil der Hund beim Überqueren der Straße einen Radfahrer erschreckt und dieser daraufhin stürzt, sind die drohenden Kosten enorm hoch. Eine private Haftpflicht greift hier in der Regel nicht, ebenso wenig andere persönliche Versicherungen.
Beruhigend, wenn eine Versicherung Sie vor diesen Kosten schützt.

Inhaltsverzeichnis

Das bringt eine Hundehaftpflicht

  • Schutz vor hohen, langfristigen Kosten
  • Versicherung für Sach-, Vermögens- und Personenschäden
  • Ohne Hundehaftpflicht haften Halter für alle Kosten
  • Gesetzliche Pflicht in vielen Bundesländern
  • Mietsachschäden werden abgedeckt

Was ist eigentlich eine Hundehaftpflichtversicherung?

Eine Hundehaftpflicht, im Versicherungsjargon Hundehalterhaftpflichtversicherung genannt, deckt die Kosten, die entstehen, wenn Ihr Hund Schäden am Eigentum, der Gesundheit oder dem Vermögen von Dritten verursacht. Die Leistungen einer Hundehaftpflicht sind denjenigen der privaten Haftpflicht sehr ähnlich – mit dem Unterschied, dass der Hund Verursacher des Schadens sein muss.
Als Hundehalter kennen Sie sicher solche Situationen: Nur ein unachtsamer Moment im Garten oder eine kurze Ablenkung durch Gäste kann ausreichen, um Ihrem Hund Gelegenheit zu geben, den Beistelltisch mitsamt Vase umzuwerfen oder das Kaninchen des Nachbarn zu belauern. Kratzer an der Couch der Schwiegereltern oder Biss-Spuren am Furnier der Einbauküche sind ebenfalls nicht außergewöhnlich, können Ihnen als Halter ohne eine Versicherung aber teuer zu stehen kommen.
Diese Schäden mögen noch geringeren Ausmaßes sein, doch auch Personen- und daraus resultierende Vermögensschäden deckt eine Hundehaftpflicht ab und ist daher in vielen Bundesländern sogar eine gesetzlich vorgeschriebene Versicherung. Im schlimmsten Fall attackiert ein Hund eine unbeteiligte Person, welche ärztlich versorgt werden muss und Folgeschäden davon trägt. Möglicher Weise kommt es durch diesen Unfall zusätzlich zum Verdienstausfall des Angegriffenen und zu einem Gerichtsprozess – all diese Kosten trägt in der Regel die Hundehaftpflichtversicherung.
Übrigens sind in einigen Tarifen auch private Betreuungspersonen mitversichert, zum Beispiel die Nachbarin, die gelegentlich mit Ihrem Hund Gassi geht. Je nach Tarif und Versicherungsanbieter können sich außerdem die Deckungssummen und Laufzeiten stark unterscheiden. Vergleichen Sie also die verschiedenen Angebote der Versicherungen und wählen Sie eine Hundehaftpflicht, die zu Ihrem Hund und Ihnen passt, um auf der sicheren Seite zu sein. Hier gelangen Sie direkt zum Hundehaftpflicht-Vergleich.
Mit einer Hundehaftpflicht schützen Sie sich selbst vor möglichen Kosten und Schadensersatzansprüchen – die wichtigste Versicherung für Hundehalter, unabhängig von Rasse und Größe Ihres Hundes.
  • Deckt Kosten durch Schäden an Dritten, die Ihr Hund verursacht
  • Schutz Ihres Vermögens
  • Versicherung Ihres Hundes, auch wenn Sie nicht in der Nähe sind
  • Breites Angebot für fast jeden Anspruch

In fast allen Bundesländern gesetzlich

Aktuell haben 15 der 16 deutschen Bundesländer gesetzliche Vorschriften zur Hundehaftpflichtversicherung. Der Grund: Immer häufiger verursachten Hunde Schäden, die zu hohen Kosten führten und vor Gericht landeten.
Als Schutz unbeteiligter Personen und des Hundehalters selbst, haben mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern alle Bundesländer Gesetze zur Hundehaftpflicht erlassen – allerdings regelt auch in Mecklenburg-Vorpommern eine Hundehalterverordnung die Aufsichtspflicht und Vorsichtsmaßnahmen, die notwendig sind.
In Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, im Saarland, in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Brandenburg ist die Hundehaftpflicht für alle Kampfhunde verpflichtend. Welche Hunderassen als Kampfhunde gelten, kann der Rassenliste des bundesweiten Hundeverbringungs- und Einfuhrbeschränkungsgesetzes und den Rassenlisten der Bundesländer entnommen werden.
Nordrhein-Westfalen weitete diese Regelung auf alle Hunde aus, die als überdurchschnittlich gefährlich gelten (Körpergröße von mehr als 40 Zentimetern und Gewicht von mehr als 20 Kilogramm).
In weiteren sechs Bundesländern (Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Hundehaftpflicht für alle Hunde, unabhängig von Rasse und Größe, vorgeschrieben.
Die Tendenz lässt vermuten, dass die gesetzlichen Regelungen zur Versicherung für alle Hunderassen strenger werden. In welchem Bundesland Sie also leben, eine Hundehaftpflichtversicherung ist eine sinnvolle Absicherung für Ihr Vermögen und zeigt Verantwortungsbewusstsein.

Die gesetzlichen Vorschriften der Länder im Überblick:

  • Alle Hunde müssen versichert werden in Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
  • Alle gefährlichen Hunde müssen in Nordrhein-Westfalen haftpflichtversichert werden
    Kein Hundehaftpflicht-Gesetz gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, jedoch eine Hundehalterverordnung
  • alle Kampfhunde müssen versichert werden in Bremen, Brandenburg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern

Hundehaftpflichtversicherungen im Test: Das sind die Testsieger

Fast alle größeren Versicherer im deutschsprachigen Raum bieten Hundehaftpflichtversicherungen an. In solch einem breiten Angebot den richtigen Tarif zu finden, kann schwierig sein – selbst, wenn Sie einen Vergleich nutzen und so den Tarif finden, der am besten zu Ihnen passt. Welcher Tarif hält, was er verspricht? Welcher Versicherer bietet den besten Service? Welche Erfahrungen haben andere Kunden gemacht?
Hier helfen die Tests von Stiftung Warentest, Ökotest und vergleichbaren Anbietern. Sie prüfen auch Hundehaftpflichtversicherungen auf der Basis von festgelegten Standards und bewerten sie im Vergleich mit Mitbewerbern. So können Sie auf einen Blick sehen, welche Versicherung empfehlenswert ist.

Die Empfehlungen bekannter Test-Anbieter:

Stiftung Warentest

…testete 82 Tarife mit min. 50.000 Euro Deckungssumme: Die günstigsten Tarife (ab 58 Euro jährlich) bieten demnach die Baden-Badener und NV bei umfangreichem Leistungsspektrum

Ökotest

…testete 87 Tarife mit min. 5 Millionen Euro Deckungssumme: Preis-Leistungs-Sieger sind hier die Barmenia, Gothaer, Rhion Plus und Degenia

Warum eine Hundehaftpflicht? – 5 wirklich gute Gründe

Kleinere und große Unfälle geschehen oft leichter, als Sie vielleicht denken. Stellen Sie sich vor, Sie gehen an einem sonnigen Tag mit Ihrem Hund im Park spazieren und lassen ihn das Stöckchen holen. Sie werfen es, Ihr Liebling rennt los – und übersieht in seiner spielerischen Freude einen Radfahrer, der gerade seinen Weg queren wollte. Der Radfahrer erschreckt, stürzt und verstaucht sich den linken Arm. Solche Unfälle können leicht passieren, selbst, wenn Sie Ihren Hund immer sorgfältig beaufsichtigen, ihn nur in erlaubten Gebieten frei laufen lassen und achtsam beim Spielen sind.
Auch, wenn der Großteil der Unfälle, an denen Hunde beteiligt sind, glimpflich endet und es nicht zu schweren Verletzungen kommt, können die Folgekosten hoch sein. Der gestürzte Fahrradfahrer müsste beispielsweise ins Krankenhaus gebracht werden, um seinen Arm untersuchen zu lassen, er würde geröntgt und einige Wochen lang von einem Physiotherapeuten betreut werden. Hinzu kämen die Schäden an der Kleidung und am Rad. Hat der betroffene Fahrradfahrer zudem Verdienstausfälle durch den Unfall, kann die Gesamt-Schadenssumme schnell auf einige Tausend Euro ansteigen.
Außerdem könnte der Radfahrer eine Klage gegen Sie anstreben, wodurch zusätzlich einige Tausend Euro Anwalts- und Prozesskosten anfielen.
Im Normalfall müssen Sie all diese Kosten selbst tragen, da Sie mit Ihrem Privatvermögen für alle Schäden haften, die Ihr Liebling verursacht. Eine Hundehaftpflicht steht Ihnen in solchen Fällen zur Seite und tritt für Sie ein, um die Schadensersatzansprüche zu decken. So müssen Sie diese nicht aus Ihrer eigenen Tasche bezahlen.
Die monatlichen Kosten für eine Hundehaftpflicht sind dabei vergleichsweise gering: Die günstigsten Tarife beginnen bereits ab 3 Euro pro Monat und bieten meist Deckungssummen von mehreren Millionen Euro, so dass Sie selbst bei Unfällen mit hohen, langfristigen Folgekosten auf der sicheren Seite sind.

1. Grund: Günstige Tarife und hohe Deckungssummen für Schäden

Die Hundehaftpflicht gehört aus guten Gründen zu den wichtigsten Versicherungen für Hundehalter! Sie springt ein, wenn Ihr Hund einen Sach-, Personen- oder Vermögensschaden verursacht und übernimmt die Schadensersatzansprüche. Im Vergleich zu vielen anderen Versicherungen ist sie günstig und garantiert oft Deckungssummen von fünf bis zehn Millionen Euro.
Für Sie als Hundehalter ist der Vorteil klar: Sie sind vor hohen Kosten geschützt, die auch durch kleinere Unfälle entstehen können. Gleichzeitig ist eine Hundehaftpflicht eine Absicherung für unbeteiligte Personen, die durch Ihren Hund einen Schaden nehmen – denn sie können sich sicher sein, dass die Hundehaftpflicht ihre Schadensersatzansprüche begleicht und sie nicht den umständlichen, langen Weg über ein Gericht gehen müssen. Dieser soziale Ansatz ist auch der Grund dafür, dass die meisten deutschen Bundesländer bereits eine Pflicht zur Hundehaftpflicht eingeführt haben.

2. Grund: Alltägliche Sachschäden werden übernommen

Sachschäden werden den Hundehaftpflichtversicherungen am häufigsten gemeldet, denn sie können schon durch ungünstige Zufälle oder die kleinsten, unachtsamen Momente entstehen. Gerade deshalb ist eine Hundehaftpflicht für solche Fälle ideal: Denn viele, kleine Schäden wie zerbissene Schuhe und zerbrochene Vasen ergeben über einige Jahre hinweg auch nennenswerte Summen, auf welchen Sie ohne Hundehaftpflicht selbst sitzen bleiben. Nicht zuletzt vermeidet die schnelle Regulierung eines Schadens auch Streitigkeiten mit Freunden und Bekannten, die Sie zwar gern einladen, aber nicht begeistert darüber sind, wenn Ihr kleiner Liebling das geerbte Teeservice in einen Scherbenhaufen verwandelt.
Ein Beispiel: Sie sind mit Ihrem Liebling zu Besuch bei Freunden. Kaum betreten Sie die Wohnung, springt Ihr Vierbeiner Ihre Freunde freudig an und wedelt dabei so aufgeregt mit dem Schwanz, dass er die teure Vase vom Beistelltisch wirft. Diesen Schaden übernimmt in der Regel die Hundehaftpflicht – selbst, wenn es sich um eine antike Vase aus der Renaissance handeln sollte. Zerbeißt Ihr Hund auch noch die Echtlederschuhe Ihres guten Freundes, während dieser mit Ihnen über die Vase diskutiert, ist dies ebenso ein Fall für die Hundehaftpflichtversicherung.
Auch im öffentlichen Raum entstandene Sachschäden sind häufig in der Hundehaftpflicht mitversichert. Spazieren Sie beispielsweise mit Ihrem Hund am Hundestrand entlang, an dem keine Leinenpflicht herrscht, und Ihr Hund stößt beim Stöckchen holen versehentlich einen Fußgänger um, so zahlt die Hundehaftpflicht für gewöhnlich sowohl dessen Digitalkamera, die dabei ins Wasser fällt, als auch seine verschmutzte Kleidung und die verlorene Sonnenbrille.
Wesentlich höhere Kosten entstehen bei Autounfällen, die unter Beteiligung eines Hundes verursacht werden. Reißt sich Ihr Hund von der Leine, weil er auf der anderen Straßenseite einen Rivalen entdeckt und unversehens zu ihm rennt, muss womöglich ein Autofahrer Ihrem Hund ausweichen und kollidiert mit einem parkenden Auto. Sie sind in diesem Fall für die Schäden an beiden Fahrzeugen haftbar.
Selbst, wenn Sie mit Ihrem angeleinten Hund in der Stadt Gassi gehen und dieser mit seinen schmutzigen Pfoten einen Passanten anspringt, hat der Passant in bestimmten Fällen das Recht auf Schadensersatzfür seine verschmutzte Kleidung. Diese Kosten müssten Sie selbst begleichen – eine Hundehaftpflicht springt auch hier für Sie ein.
Ein Sachschaden liegt rechtlich auch dann vor, wenn Ihr Hund beim Spielen versehentlich einen Artgenossen verletzt, denn Tiere werden in der Rechtsprechung wie Gegenstände behandelt. Übertreibt Ihr Liebling es beim Toben im Hundepark und verletzt einen anderen Hund, deckt die Hundehaftpflichtversicherung die Tierarztkosten und Schadensersatzansprüche in der Regel und behandelt den Fall wie einen gewöhnlichen Sachschaden.
Wie Sie sehen, können im Laufe eines Hundelebens viele kleine Schäden zusammen kommen, die insgesamt eine beträchtliche Summe bilden. Da viele Hundehaftpflicht-Tarife bereits für wenige Euro pro Monat erhältlich sind, lohnt sich diese Investition oft schon allein für diese kleinen Missgeschicke und Unfälle.

3. Grund: Bei Personenschäden drohen enorme Kosten

Nur ein winziger Prozentsatz aller Hunde in Deutschland ist tatsächlich eine Bedrohung für Menschen – selbst Hunde, die als Kampfhunde eingestuft sind, verhalten sich meist friedlich und werden oft nur durch überforderte Halter eine Gefahr. Dennoch sind Personenschäden, die durch Hunde verursacht werden, ein wichtiger Bestandteil jeder Hundehaftpflicht – allein aufgrund der Tatsache, dass Tiere niemals vollends berechenbar sind und selbst bei sorgfältiger Beaufsichtigung unerwartet reagieren können. Zwar sind Personenschäden durch Hunde statistisch eher selten, doch wenn sie vorkommen, sind die damit verbundenen Kosten ungleich höher als bei Sachschäden.
Ein tatsächlich häufig vorkommendes Szenario ist beispielsweise ein Unfall mit einem Passanten im Park: Sie sind mit Ihrem Hund unterwegs und lassen ihn frei laufen, weil es in diesem Gebiet erlaubt ist. Sie werfen einen Ball, Ihr Liebling jagt hinterher – und läuft einem Jungen auf seinem Skateboard in den Weg, der sich erschreckt, ausweicht, dabei stürzt und einen Fußgänger mit sich reißt. Der Junge trägt einige Kratzer davon, der Fußgänger verstaucht sich den Knöchel. Für die Arzt- und Krankenhauskosten, spätere Behandlungen und Reha-Maßnahmen, die Sachschäden (wie ein zerstörtes Skateboard) sowie Schadensersatzansprüche sind Sie in vollem Umfang mit Ihrem Privatvermögen haftbar – solche Kosten belaufen sich schnell auf einen fünf- bis sechsstelligen Betrag. Ist der Fußgänger zudem aufgrund dieses Unfalls für einige Zeit arbeitsunfähig, haften Sie auch für seinen Verdienstausfall, also für seinen Vermögensschaden. Und falls die verletzten Passanten eine Klage anstreben, kommen Anwalts- und Prozesskosten hinzu. Eine Hundehaftpflicht springt in der Regel in solchen Fällen ein und schützt Sie somit vor horrenden Kosten, die sich über Jahre erstrecken können.

4. Grund: Soziale Absicherung für Unbeteiligte

Nicht nur für Sie als Hundehalter ist eine Hundehaftpflicht eine Absicherung, sondern auch für alle anderen: Denn falls Ihr Hund tatsächlich einmal einen Schaden verursachen sollte, kann sich die geschädigte Person sicher sein, dass ihr Schaden beglichen wird. Einerseits erlauben es nicht jedermanns Rücklagen, einige Tausend Euro Schadensersatz zu leisten, falls der kleine Liebling Unfug angestellt hat, andererseits enden weniger Streitfälle vor Gericht, wenn eine Versicherung den Schaden zügig reguliert. Nicht zuletzt sind Sie nicht nur Hundehalter, sondern könnten ebenso gut der Fahrradfahrer sein, der durch einen fremden Hund zu Fall gebracht wird!

5. Grund: Versicherungspflicht in 15 Bundesländern

Die eben erwähnte „Sicherungsfunktion“ für Hundehalter und Unbeteiligte war einer der Gründe dafür, dass immer mehr Bundesländer die Hundehaftpflicht als Pflicht-Versicherung für alle Hundebesitzer gesetzlich verankert haben. Hinzu kam, dass immer mehr Streitfälle vor Gericht landeten und das Rechtssystem belasteten.
So besteht in Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen eine allgemeine Hundehaftpflicht-Versicherungspflicht für alle Hunde, unabhängig von ihrer Rasse und Größe. In Bremen, Brandenburg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern müssen alle Hunde hundehaftpflichtversichert sein, die als Kampfhunde gelistet sind. Lediglich Mecklenburg-Vorpommern hat keine gesetzliche Pflicht – dafür allerdings eine sehr ausführliche Hundehalterverordnung, welche die Plichten von Hundehaltern genau regelt. Weitere Informationen zur Hundehaftpflicht in den verschiedenen Bundesländern finden Sie hier.
Es wird erwartet, dass weitere Bundesländer es Hamburg, Berlin und den drei anderen Ländern mit allgemeiner Hundehaftpflicht-Pflicht gleich tun werden. Daher ist es ratsam, vorzusorgen und seinen Hund schon jetzt zu versichern.

Wie finde ich die günstigste Haftpflicht?

Eine Hundehaftpflicht bieten nahezu alle bekannten Versicherer an. Doch die Tarife unterscheiden sich deutlich von einander! Wenn Sie die wichtigsten Kriterien kennen, können Sie den günstigsten Tarif mit dem größten Leistungsumfang finden und sind gut abgesichert.

Vergleichskriterien bei Hundehaftpflicht-Tarifen

Generell decken alle Hundehaftpflicht-Tarife Sach-, Vermögens- und Personenschäden ab, die Ihr Hund verursacht. Dabei ist es wichtig, dass Sie nicht fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt und Ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben. Zur Aufsichtspflicht zählt beispielsweise, dass der Leinenzwang in öffentlichen Anlagen und beim Gassi gehen in der Stadt nicht missachtet werden darf. Einige Versicherer legen in ihren Tarifen sogar fest, dass sie nur dann für Schäden eintreten, wenn der Hund angeleint war, als er den Schaden verursacht hat.
Besondere Bedingungen gelten auch für die Haftpflichtversicherung von Kampfhunden: Während einige Versicherer kategorisch ausschließen, Kampfhunde zu versichern, erheben andere höhere Beiträge und legen strengere Bedingungen fest.

Um die verschiedenen Tarife vergleichen zu können, sollten Sie diese Kriterien beachten:

1. Umfang des Tarifes

Welche Hunderassen sind versichert (z.B. Kampfunde)? Gelten besondere Bestimmungen (z.B. dauerhafter Leinenzwang)? Sind bestimmte Schäden ausgeschlossen? Gilt die Hundehaftpflicht auch im Ausland, bei privaten Betreuungspersonen und in meiner Abwesenheit?

2. Deckungssummen

Viele Hundehaftpflicht-Tarife haben Deckungssummen von drei, fünf, zehn oder zwanzig Millionen Euro. Pro Versicherungsfall deckt die Hundehaftpflicht also bis zu dieser Obergrenze Schäden (abzüglich einer Selbstbeteiligung, die manche Tarife haben). Das Land Berlin schreibt als Mindestdeckungssumme beispielsweise eine Million Euro vor. Um auch Personenschäden vollständig abzudecken, sind mindestens drei Millionen Euro Deckungssumme sinnvoll.

3. Selbstbeteiligung

Viele Hundehaftpflicht-Tarife haben eine Selbstbeteiligung von meist 150, 200, 250, 350 oder 500 Euro pro Schadensfall. Je höher die Selbstbeteiligung ist, desto niedriger ist meist der Beitragssatz. Allerdings sollten Sie beachten, dass viele kleinere Sachschäden in den Rahmen der Selbstbeteiligung fallen und daher nicht von der Versicherung übernommen werden.

4. Laufzeit

Hundehaftpflicht-Verträge haben meist eine Laufzeit von einem, drei oder fünf Jahren. Je länger die Laufzeit ist, desto geringer ist häufig der Beitragssatz – desto länger sind Sie jedoch auch an einen Tarif gebunden, obwohl es gegebenenfalls einen günstigeren mit ähnlichem Leistungsumfang gäbe.

5. Beitragshöhe

Die Beitragshöhe sollte nicht das wichtigste Kriterium für die Wahl einer Hundehaftpflicht sein – denn was nützt eine Hundehaftpflicht, wenn die Selbstbeteiligung so hoch ist, dass die Versicherung keinen Schaden reguliert oder die Deckungssumme nicht ausreicht, um alle realistischen Szenarien abzudecken? Die günstigsten Tarife sind bereits für 3 Euro pro Monat erhältlich, hier sollten Sie jedoch auf den Leistungsumfang achten. Hundehaftpflicht-Tarife mit sehr gutem Leistungsangebot kosten je nach Versicherer ebenfalls nur einige Euro pro Monat.

Alles Wissenswerte zur Hundehaftpflichtversicherung

Die Hundehaftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen für Hundehalter. Sie springt ein, wenn Ihr Hund einen Schaden an Dritten verursacht und begleicht die Kosten, die Sie andernfalls selbst zahlen müssten.
Die rechtliche Grundlage hierfür bildet die Tierhalterhaftung gemäß §833 BGB. Darin heißt es: „Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.“ (Quelle) Diesen Schadensersatzanspruch kann eine Hundehaftpflicht übernehmen und statt des Hundehalters für die Kosten eintreten.
Im Laufe eines Hundelebens können schnell Schäden im hohen vier- bis fünfstelligen Bereich anfallen! Zerbrochene Vasen, zerkratzte Möbel und versehentlich verletzte Spielkameraden sind Unfälle, die jedem Hund passieren können – sowohl kleinen Haushunden wie dem beliebten Yorkshire Terrier als auch Golden Retrievern, Mischlingen und anderen größeren Artgenossen. Allein für diese Schäden rentiert sich eine Hundehaftpflichtversicherung häufig bereits. Zusätzlich sichert sie Personenschäden ab, die schnell sechsstellige Summen an Schadensersatz, Schmerzensgeld und Verdienstausfällen verursachen und leichter geschehen, als viele Hundehalter denken: Stolpert ein Jogger im Park über Ihren Hund und zieht sich einen Bänderriss zu, sind Sie mit Ihrem Vermögen für alle Schäden haftbar. Ohne eine Hundehaftpflicht müssen Sie diese Kosten selbst begleichen.
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist also für jeden Hundehalter eine wichtige und äußerst sinnvolle Absicherung, zumal sie in vielen Bundesländern sogar gesetzlich vorgeschrieben ist. Hier erfahren Sie, ob es die Pflicht zur Hundehaftpflicht auch in Ihrem Bundesland gibt. Doch bevor Sie wahllos eine Hundehaftpflicht abschließen, sollten Sie sich darüber informieren, welche Schadensfälle abgesichert sind und wie sich die einzelnen Tarife unterscheiden. Denn die richtige Tarif-Wahl spart bares Geld und viel Zeit!

In diesen Fällen zahlt die Hundehaftpflichtversicherung

Generell gilt: Die Hundehaftpflicht begleicht die Kosten aus Sach-, Vermögens- und Personenschäden, die der versicherte Hund an Dritten verursacht, solange alle Bestimmungen des Versicherungsvertrages geachtet wurden.

Was sind Sach-, Vermögens- und Personenschäden?

Sachschäden liegen immer dann vor, wenn Gegenstände beschädigt werden – beispielsweise, wenn Vasen zerbrechen. Auch Verletzungen anderer Tiere gelten nach deutschem Recht als Sachschäden, also beispielsweise Bisswunden, die beim wilden Spielen entstanden sind. Die Kosten für Sachschäden variieren stark von wenigen Euro bis zu hohen fünfstelligen Summen und mehr.
Folgenreicher sind meist Personenschäden, beispielsweise Stürze, die ein Hund direkt oder indirekt verursacht oder Bisswunden. Personenschäden ziehen meist Krankenhaus- und andere Behandlungskosten, Schadensersatzansprüche und Schmerzensgeld nach sich. Wird aufgrund des Unfalls auch das Vermögen der Person geschädigt, z.B. durch Arbeitsunfähigkeit und daraus resultierende Einkommensausfälle, nennt sich dies Vermögensschaden und muss ebenso vom Hundehalter vergolten werden.
Je nach Versicherer und Tarif kann die Haftpflicht darüber hinaus Gerichts- und Prozesskosten, ungewollte Deckung und Mietsachschäden übernehmen. So schützt sie Ihr Vermögen auch dann, wenn Ihr Mischling im Park einen reinrassigen Akita-Zuchthund ungewollt deckt oder in der Mietwohnung das Küchenfurnier zerkratzt.
Ob diese Tarif-Bestandteile für Sie wichtig sind, sollten Sie je nach Lebenssituation entscheiden: Ist Ihr Hund nicht kastriert oder sterilisiert und hat häufig Kontakt zu anderen Artgenossen, ist es sinnvoll, die ungewollte Deckung mitzuversichern. Leben Sie in einer Mietwohnung, sollten Mietsachschäden abgedeckt sein, um nach einem Schaden neu angeschaffte Mietobjekte wie eine Küchenzeile nicht selbst zahlen zu müssen.

Auf diese Vertragsdetails sollten Sie achten

Bei jeder Hundehaftpflichtversicherung gilt: Die Bestimmungen und Voraussetzungen des Versicherungsvertrages müssen erfüllt sein, damit die Versicherung auch wirklich einspringt, wenn Ihr Hund einen Schaden verursacht hat. Schließt die Versicherung einige Fälle und Situationen aus, bleiben Sie womöglich trotz Hundehaftpflichtversicherung auf den Kosten sitzen – daher ist es wichtig, alle Vertragsdetails genau zu kennen. Die wichtigsten Regelungen sind diejenigen zur Mitversicherung von Betreuungspersonen, zur Fahrlässigkeit, zum Vorsatz und zur Aufsichtspflicht.

Mitversicherung von Betreuungspersonen

Richtet Ihr Liebling einen Schaden an, während Sie selbst ihn beaufsichtigen und sind alle anderen Vertragsbestimmungen gewahrt, zahlt die Hundehaftpflicht in der Regel. In vielen Tarifen sind zusätzlich private Betreuungspersonen mitversichert, z.B. die Nachbarin, die gelegentlich mit Ihrem Hund Gassi geht, während Sie arbeiten. Von dieser Regelung ausgeschlossen sind gewerbliche Hundesitter – sie müssen sich selbst versichern.
Empfehlung: Wird Ihr Vierbeiner häufig von privaten Personen betreut, sollten Sie einen Tarif wählen, der private Betreuungspersonen mitversichert.

Fahrlässigkeit und Vorsatz

Wenn ein Hund einen Schaden verursacht, ist es möglich, dass die Versicherung anhand des Schadenshergangs dem Halter Fahrlässigkeit oder Vorsatz unterstellt – also eine Mitschuld am Schaden. In der Regel zahlen Hundehaftpflichtversicherungen dann nicht.
Fahrlässigkeit liegt dann vor, wenn der Schaden nur deshalb entstehen konnte, weil der Hundehalter nicht sorgfältig und umsichtig genug gehandelt hat.
Ein typisches Beispiel für Fahrlässigkeit: Ein Hundehalter lässt seinen Deutschen Schäferhund auch dann im Hundepark frei laufen, wenn er weiß, dass sein Hund sehr aggressiv auf Artgenossen reagiert und es bereits einige Male zu Beißereien kam. Beißt der Schäferhund auch dieses Mal zu, kommt die Hundehaftpflicht vermutlich nicht für die Schäden (z.B. die Tierarztkosten für die Versorgung des fremden Hundes) auf, da der Halter fahrlässig gehandelt hat.
Einige Versicherer verzichten darauf, Schadensfälle auf Fahrlässigkeit zu prüfen und treten auch dann für die Kosten ein.
Vorsatz liegt dann vor, wenn der Schaden durch den Hundehalter bewusst und willentlich herbeigeführt wurde. Wird einem Hundehalter Vorsatz nachgewiesen, zahlt die Hundehaftpflichtversicherung nicht. Die Abgrenzung von Vorsatz gegenüber Fahrlässigkeit ist oft schwierig, daher enden solche Streitfälle vergleichsweise häufig vor Gericht.
Ein typisches Beispiel für Vorsatz: Eine Hundehalterin ärgert sich, weil die Katze der Nachbarin ständig auf ihrem Grundstück ihre Notdurft verrichtet. Beim Spielen mit ihrer französischen Bulldogge sieht die Halterin die Katze auf dem Nachbarsgrundstück und wirft einen Ball absichtlich über den Zaun. Die Bulldogge springt dem Ball nach und verletzt dabei die Nachbarskatze. Da der Ball bewusst und willentlich auf das benachbarte Grundstück geworfen wurde, auf dem sich gerade die fremde Katze befand, hat die Halterin vorsätzlich gehandelt und muss alle Kosten, die aus dem Unfall entstehen, selbst tragen.
Empfehlung: Ist es Ihnen wichtig, dass Ihr Tarif auch bei Fahrlässigkeit gilt (z.B., weil Sie wissen, dass Ihr Hund stark auf bestimmte Reize im öffentlichen Raum reagiert), finden Sie in unserem Hundehaftpflicht-Vergleich einen passenden Versicherer.

Aufsichtspflicht

Die Aufsichtspflicht ist eine der wichtigsten Grundlagen jedes Hundehaftpflicht-Vertrages. Hundehalter und Betreuungspersonen sind verpflichtet, ihren Hund ordnungsgemäß zu beaufsichtigen. Wird die Aufsichtspflicht vernachlässigt, kann die Hundehaftpflichtversicherung die Regulierung des Schadens ablehnen und der Halter muss die Kosten selbst zahlen.
Zur Aufsichtspflicht gehört beispielsweise, den Hund an der Leine zu führen, wenn dies auf dem jeweiligen Gebiet angeordnet ist oder die Gefahr besteht, dass er Dritte verletzen könnte, das eigene Grundstück gegen eine Flucht des Hundes abzusichern und den Hund nur dann auszuführen, wenn man körperlich dazu in der Lage ist.

In diesen Fällen zahlt die Hundehaftpflichtversicherung nicht!

Gewisse Fälle sind bei fast allen Hundehaftpflicht-Verträgen ausgeschlossen. Diese sollten Sie kennen, um auf der sicheren Seite zu sein und sich richtig zu verhalten.

1. Ausschlussgrund: Der Hundehalter ist der Geschädigte

In vielen Fällen trifft ein Schaden, den ein Hund verursacht, einen unbeteiligten Dritten – den Nachbarn, bei dem man zu Besuch ist, den Fahrradfahrer auf der Straße oder Artgenossen im Park. Manchmal sind es jedoch die eigenen Gegenstände, die zu Bruch gehen, oder der eigene Finger, der zwischen den Zähnen des geliebten Vierbeiners landet. In Fällen, in denen der Hundehalter selbst der Geschädigte ist, tritt die Hundehaftpflichtversicherung nicht ein. Das Gleiche gilt für Verwandte des Halters: Sie sind dem Halter rechtlich gleichgestellt und können daher ebenfalls nicht darauf hoffen, dass die Hundehaftpflicht einspringt.

2. Ausschlussgrund: Verletzung der Aufsichtspflicht, Fahrlässigkeit und Vorsatz

Für diese drei Fälle gilt: Hier tritt die Hundehaftpflichtversicherung in der Regel nicht ein und Sie müssen die Kosten selbst begleichen. Der Grund: Verletzen Sie Ihre Aufsichtspflicht (z.B., weil Sie Ihren Hund nicht an der Leine führen), handeln Sie fahrlässig, weil Sie nicht sorgfältig und umsichtig genug waren oder vorsätzlich und tragen somit zu einem wesentlichen Teil die Mitschuld am Schaden. Eine Ausnahme gilt bei Fahrlässigkeit – einige Versicherer übernehmen trotz fahrlässigen Handelns die Schadensregulierung. Solche Versicherer finden Sie in unserem Haftpflicht-Vergleich.

3. Ausschlussgrund: Ordnungswidrigkeiten

Die Kommunen regeln in ihren Hundehalterverordnungen, auf welchen Flächen Leinenpflicht herrscht, welche Hunde Maulkörbe tragen müssen, ob ein Registereintrag und ein Chip notwendig sind und vieles mehr. Verstoßen Sie als Hundehalter gegen eine dieser Verordnungen, begehen Sie also eine Ordnungswidrigkeit. Entsteht in deren Folge ein Schaden, kann die Hundehaftpflichtversicherung sich weigern, die Kosten zu übernehmen. Ob dies der Fall ist, steht in den Versicherungsbestimmungen jeder Hundehaftpflicht.

4. Ausschlussgrund: Vertragsverstöße

Ein Hundehaftpflicht-Vertrag regelt nicht nur Ihre Rechte, sondern auch Ihre Pflichten. Zu diesen Pflichten zählen beispielsweise die regelmäßige Zahlung der Versicherungsbeiträge, die Mitteilung über Adress- und andere relevante Änderungen und die Bestimmung, dass Sie einen Schaden nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Versicherung anerkennen dürfen. Verletzen Sie eine oder mehrere dieser Bestimmungen im Rahmen eines Schadens, kann die Versicherung vom Schaden zurücktreten und Sie müssen die Kosten mit Ihrem Privatvermögen decken. Daher ist es wichtig, alle Bestimmungen des Hundehaftpflicht-Vertrages genau zu kennen.

Was müssen Hundehalter beim Abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung beachten?

Einige grundlegende Bestandteile sind allen Hundehaftpflicht-Verträgen gemein, andere Bedingungen unterscheiden sich stark und haben auch Auswirkungen auf die Kosten der Police. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede Hundehaftpflicht-Verträge haben, sehen Sie hier:

Der Kern jeder Hundehaftpflicht-Police beinhaltet:

  • Nennung der Vertragspartner (Sie und die Versicherungsgesellschaft)
  • Zweck und Umfang der Versicherung
  • Nennung des versicherten Hundes bzw. der versicherten Hunde (einwandfrei identifizierbar, z.B. anhand eines Chip-Implantats)
  • Zahlungsweise (jährlich, halbjährlich, quartalsweise oder monatlich)
Diese grundlegenden Informationen müssen immer angegeben werden. Zusätzlich benötigt die Versicherung Ihre persönlichen Daten inklusive Ihres Alters, da einige Versicherer günstigere Tarife für ältere Hundehalter anbieten. Bestand vor dem Abschluss des Hundehaftpflicht-Vertrages bereits ein Vorvertrag, ist dies ebenfalls relevant.

Variabel sind diese Vertragsdetails:

  • Laufzeit
  • Deckungssumme
  • Höhe der Selbstbeteiligung
  • Kündigungsmodalitäten
    • Wann darf der Vertrag fristgerecht gekündigt werden?
    • Wann darf fristlos gekündigt werden?
    • Gibt es Sonderkündigungsrechte?
  • Sonderbestimmungen
    • Ist ein Jagd-, Blinden- oder Behindertenbegleithund versichert?
    • Gilt die Hundehaftpflicht auch im Ausland?
    • Gilt die Hundehaftpflicht für Listenhunde?
Vor allem die Laufzeit, Deckungssumme und Selbstbeteiligung haben Einfluss auf die Beitragshöhe.
Die Laufzeit einer Hundehaftpflicht liegt meist bei einem, drei oder fünf Jahren. Je länger die Laufzeit ist, desto günstiger ist oft der zu zahlende Versicherungsbeitrag. Der Nachteil einer längeren Laufzeit liegt in der mangelnden Flexibilität – Verträge mit kurzer Laufzeit ermöglichen einen baldigeren Wechsel der Versicherungsgesellschaft.
Die Deckungssummen von Hundehaftpflichtversicherungen werden meist getrennt für Sach- und Personenschäden angegeben und liegen in der Regel zwischen 500.000 Euro und 20 Millionen Euro je Schadensfall. Einige Bundesländer schreiben in ihren Hundegesetzen Mindest-Deckungssummen vor, so müssen Hundehalter in Berlin beispielsweise eine Deckungssumme von einer Million Euro vorweisen. Ob es in Ihrem Bundesland Vorgaben zur Hundehaftpflichtversicherung und den Deckungssummen gibt, erfahren Sie in unserer Rubrik „Wo brauche ich eine Hundehaftpflicht?“. Auf Grundlage der Vorgaben einiger Bundesländer und durchschnittlicher Schadenssummen empfiehlt sich eine Mindest-Deckungssumme von drei Millionen Euro. Je höher die Deckungssumme ist, desto höher sind meist auch die Kosten für den Hundehaftpflicht-Vertrag, wobei eine Erhöhung der Deckungssumme z.B. von einer auf drei Millionen Euro häufig nur einen sehr geringen Unterschied ausmacht.
Hundehaftpflicht-Tarife werden mit und ohne Selbstbeteiligung angeboten, die meist bei einigen Hundert Euro liegt. Die Selbstbeteiligung ist die Summe, die Sie im Schadensfall stets selbst zahlen müssen, auch dann, wenn die Versicherung einen Schaden reguliert. Das bedeutet: Je höher die Selbstbeteiligung ist, desto mehr müssen Sie bei jedem Schaden aus eigener Tasche zuzahlen. Liegt die Selbstbeteiligung beispielsweise bei 350 Euro und Sie möchten die 150 Euro teuren Lederschuhe, die Ihr Liebling zerbissen hat, über Ihre Haftpflicht regulieren lassen, wird diese nichts zahlen. Je häufiger Sie also einen Schadensfall vorliegen haben, desto mehr müssen Sie auch selbst begleichen. Bei einem Tarif ohne Selbstbeteiligung würden in diesem Fall die 150 Euro vollständig von der Hundehaftpflicht gedeckt werden. Dafür sind Hundehaftpflicht-Tarife ohne Selbstbeteiligung meist teurer.

Was kostet eine Hundehaftpflicht?

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist bereits ab 3 Euro pro Monat erhältlich. Tarife mit 10 Millionen Euro Deckungssumme und nur einem Jahr Laufzeit gibt es bereits ab ca. 6 Euro pro Monat. Selbst Tarife mit noch höheren Deckungssummen und breitem Leistungsspektrum liegen meist bei nicht mehr als 9 Euro pro Monat.
Generell schwanken die Kosten für eine Hundehaftpflichtversicherung. Die Rasse Ihres Hundes, Deckungssumme, Selbstbeteiligung, Laufzeit und Zahlungsweise sind die ausschlaggebenden Faktoren für die Beitragshöhe einer Hundehaftpflichtversicherung. Verallgemeinernd lassen sich jedoch diese Faustregeln festhalten:
Die Hundehaftpflichtversicherung ist je günstiger, je
  • … älter Sie sind,
  • … „ungefährlicher“ und kleiner Ihr Hund ist (Listenhunde und Mischlinge sind teurer als z.B. Chihuahuas),
  • … niedriger die Deckungssumme ist (gesetzliche Mindest-Deckungssummen beachten),
  • … höher die Selbstbeteiligung ist und
  • … länger die Laufzeit ist.
Einige Versicherungsgesellschaften bieten zudem Rabatte an, wenn Sie jährlich statt monatlich zahlen und halten spezielle Tarife für Senioren und die Halter kleiner Haushunde wie Yorkshire Terrier bereit.
Der höchste Beitragssatz wird für Listenhunde, umgangssprachlich „Kampfhunde“, fällig. Bei American Staffordshire Terriern, Pitbull-Terriern und Co. wird ein größeres Gefährdungspotential vermutet, das durch höhere Versicherungsbeiträge kompensiert werden soll. Tipps zur Hundehaftpflicht für Listenhunde finden Sie in unserer Kampfhunde-Rubrik.

Hundehaftpflicht-Schaden – was jetzt?

Ihr Hund hat den neuen, teuren Laptop Ihres Nachbarn vom Tisch gerissen, als Sie bei diesem zu Besuch waren? Wenn Sie Ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben (z.B., weil Sie Ihren Hund allein und ohne Leine das Haus haben stürmen lassen) und alle Vertragsbedingungen erfüllt wurden, ist dies ein Fall für Ihre Hundehaftpflichtversicherung. Doch wie teilen Sie dies der Versicherungsgesellschaft mit und was passiert dann? Welche Rechte und Pflichten haben Sie? Hier die Antworten:

1. Schadensmeldung

Zunächst müssen Sie Ihre Versicherung über den Schaden informieren. Dies können Sie schriftlich oder, bei einigen Gesellschaften, online erledigen. Neben Ihrer Versicherungsnummer müssen Sie die Kontaktdaten des Geschädigten, also im Beispielfall die Ihres Nachbarn, angeben und den Schadenshergang inklusive Zeit und Ort genau schildern. Nach §28 Versicherungsvertragsgesetz müssen Sie alle notwendigen Nachweise erbringen, damit der Schaden reguliert werden kann. Alle Details zur Schadensmeldung finden Sie auf der Webseite und bei der Hotline Ihrer Versicherungsgesellschaft.

2. Kostenzusage und Regulierung oder Kostenverweigerung

Die Versicherung prüft nun den Fall, befragt bei Bedarf Zeugen und fordert Belege ein. Gibt es keine Einwände gegen die Schadensmeldung und ist der Schaden tatsächlich durch die Haftpflicht abgedeckt, erhalten Sie schriftlich eine Kostenzusage und der Schaden wird reguliert. Je nach Ihrem Tarif ist gegebenenfalls eine Selbstbeteiligung fällig, die von der Summe in der Kostenzusage abgezogen wird.
Hat die Versicherung Einwände, wird sie den Fall genauer untersuchen und gegebenenfalls eine Kostenverweigerung ausstellen, die Sie ebenfalls schriftlich erhalten. Gegen eine Kostenverweigerung könnten Sie Klage einreichen, falls Sie diese als unrechtmäßig betrachten. In den meisten Fällen wird die Kostenübernahme jedoch zugesagt und der Schaden reguliert.

Ergänzende Versicherungen für Hundeliebhaber

Eine Hundehaftpflichtversicherung schützt Sie vor den Kosten, die Ihr Hund durch Schäden an Dritten verursachen kann. Doch was, wenn Ihr Hund erkrankt oder sogar im Tierkrankenhaus operiert werden muss? Für diese Fälle gibt es Tierkranken- und OP-Versicherungen. Sie zahlen ambulante, stationäre und chirurgische Behandlungen, die Kosten für Medikamente und Impfungen sowie Unfall-Krankenhaustagegeld. Häufig ist die Tierarztwahl dabei frei und es steht eine Hotline für die Vermittlung von Tierärzten und veterinären Unfallpraxen zur Verfügung. Tierkrankenversicherungen für Hunde beginnen bereits ab rund 10 Euro pro Monat. Mit einer Hundehaftpflichtversicherung, Tierkranken- und OP-Versicherung sind Sie und Ihr Vierbeiner optimal versorgt.

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Warum brauche ich eine Hundehaftpflichtversicherung?
Jeder Hundehalter ist für seinen vierbeinigen Freund verantwortlich. Richtet dieser einen Schaden an, muss der Halter dafür haften. Man spricht dabei von der Gefährdungshaftung. Ob die Kosten für die Reinigung der Kleidung einer Person, die der Hund übermütig und freudig angesprungen hat, der Ersatz für die teure Vase, die beim Toben zu Bruch ging oder sogar Kosten für die medizinische Versorgung und den Blechschaden nach einem Unfall, der durch den Hund verursacht wurde – der Halter muss haften.

Gerade bei Verkehrsunfällen kommt es häufig zu Personenschäden. Dann sind nicht nur die Kosten für die medizinische Versorgung und einen eventuellen Verdienstausfall zu tragen, sondern unter Umständen muss der Geschädigte ein Leben lang finanziell unterstützt werden. Die Hundehaftpflichtversicherung übernimmt diese Haftung und bewahrt den Halter damit vor hohen finanziellen Belastungen, die ihn sogar in den Ruin treiben können.

Was ist eigentlich eine Hundehaftpflichtversicherung?
Eine der häufigsten Fragen, die gestellt werden, ist, was eigentlich eine Hundehaftpflicht ist und wozu diese benötigt wird. Die Hundehaftpflicht wird auch als Hundehalterhaftpflicht oder Hundehalterhaftpflichtversicherung bezeichnet, ebenso wie als Hundehaftpflichtversicherung, so dass ein und dasselbe Produkt gleich mehrere Bezeichnungen hat.

Die Hundehaftpflicht wird den Tierversicherungen zugeordnet und schützt den Hundehalter vor der Inanspruchnahme durch dritte Personen infolge eines

  • Vermögens-,
  • Sach- oder
  • Personenschadens,

der durch den Hund verursacht wurde. In der privaten Haftpflichtversicherung ist eine Tierversicherung nicht enthalten, die ein besonderer Fall der Haftpflicht ist. Tierhalter, insbesondere die von Hunden und Pferden, müssen das zusätzlich entstehende Risiko, das durch die Tierhaltung besteht, gesondert absichern.

Wer ist in der Hundehaftpflicht versichert?
In der Hundehaftpflichtversicherung ist der Hund, der namentlich benannt werden muss, der Halter des Hundes und gelegentliche Betreuungspersonen des Hundes versichert. Ausgenommen davon sind jedoch gewerbliche Hundesitter, die eine eigene Tierversicherung abschließen müssen. Die Hundehaftpflicht ist zwar nicht in jedem Bundesland von Deutschland Pflicht, da es unterschiedliche Regelungen gibt und diese Art der Gesetzgebung den Ländern vorbehalten ist. Doch inzwischen ziehen immer mehr Bundesländer diese Versicherung in Betracht und es wird gesetzlich vorgeschrieben, diese abzuschließen. Für jeden Hundehalter ist der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung zu empfehlen.
In welchen Bundesländern ist eine Hundehaftpflicht Pflicht?

In einigen Bundesländern ist es Pflicht, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen und in anderen wiederum nicht. Die Versicherungspflicht ist abhängig davon, in welchem Bundesland sich der Wohnort des Hundehalters befindet. Ebenfalls ist meistens ein Erkennungschip vonnöten. Mit diesem kann der Hund eindeutig identifiziert werden. Durch die Anmeldung, zum Beispiel bei Tasso oder dem Haustierregister, werden zusätzliche alle Daten des Hundes sowie des Halters vermerkt. Ist ein Hund als Kampfhund bzw. Listenhund eingestuft, so besteht eine Hundeversicherungspflicht. Außerdem muss der Halter noch eine Sachkundeprüfung und ein Führungszeugnis nachweisen. In welchem Bundesland eine Versicherungspflicht besteht, zeigt folgende Auflistung:

    Baden-Württemberg: Pflicht für gefährliche und auffällige Hunde

    Bayern: Pflicht für gefährliche und auffällige Hunde

    Berlin: seit 01.01.2011 für alle Hunde

    Brandenburg Versicherungspflicht besteht

    Hamburg: Zusätzlich zur Hundehaftpflichtversicherung wird eine Anmeldung im Hunderegister verlangt

    Hessen: Lediglich für Kampfhunde

    Niedersachsen: seit 01.07.2011 für alle Hunde

    Nordrhein-Westfalen: Für Hunde mit einem Gewicht von über 20 Kilogramm und Körpergröße über 40 Zentimeter

    Rheinland-Pfalz: Lediglich für gefährliche Hunde und Kampfhunde aufgrund von Vorfällen

    Sachsen: Lediglich für eventuell gefährliche Hunde

    Sachsen-Anhalt: Lediglich für Kampfhunde

    Schleswig-Holstein: Lediglich für Kampfhunde

    Thüringen: seit 01.09.2011 für alle Hunde

Jeder Hundehalter sollte zumindest eine Hundehaftpflichtversicherung in Erwägung ziehen, auch wenn diese im eigenen Bundesland nicht vorgeschrieben ist. Verursacht ein Hund einen Schaden an Dritten, so muss der Halter des Tieres für diesen gerade stehen.

Was gibt es sonst noch für Hundeverordnungen?
Die Hundeverordnungen unterscheiden sich in den einzelnen Bundesländern. In vielen Bundesländern kann die Pflicht für Leine und Maulkorb bei den so genannten Listenhunden durch eine Überprüfung aufgehoben werden. Zum Teil wurden sogar Zuchtverbote für Listenhunde erlassen und für bestimmte Rassen gilt in ganz Deutschland ebenso ein Einfuhrverbot. In Einzelfällen kann vom Hundehalter ein Nachweis der Ungefährlichkeit des Tieres erbracht werden, so dass dieser nicht mehr als „gefährlicher Hund“ eingeordnet wird. Aber nicht nur die so genannten Listenhunde können als „gefährlicher Hund“ eingestuft werden, sondern auch Hunde, unabhängig ihrer Rasse, die eine Gefährlichkeit oder Aggressivität an den Tag legen.
Wer ist in der Hundehaftpflicht der Versicherungsnehmer?

In der Hundehaftpflichtversicherung muss natürlich ein Versicherungsnehmer benannt werden und das ist in aller Regel der Hundehalter. Er wird in den meisten Fällen auch für die Kosten des Vertrags aufkommen. Der Versicherungsnehmer steht dabei in einer klaren Rechtsposition. Daraus ergeben sich einige konkrete Verpflichtungen, wie

  • die Zahlung der Beiträge an den Versicherer,
  • die Betroffenheit von der versicherten Gefahr,
  • die Einhaltung der vertraglichen Obliegenheiten zu gewährleisten.

Außerdem hat der Versicherungsnehmer gewisse Rechte, zu denen unter anderem folgende zählen:

  • Recht auf Erhalt der Versicherungsleistungen,
  • Recht auf Begünstigung, falls Leistungen an Dritte gezahlt werden (Haftpflichtschaden – Versicherungsnehmer wird von der Haftpflicht befreit),
  • Recht auf die Ausübung der Gestaltungsrechte im Vertrag (Kündigung, Vertragsänderung usw.).
Welche weiteren Versicherungsnehmer gibt es noch?
Der Versicherungsnehmer ist in aller Regel gleichzusetzen mit der versicherten Person. Allerdings kann er ebenfalls eine andere Person als bezugsberechtigt einsetzen, den Vertrag abtreten oder verpfänden. Letzteres spielt allerdings in der Hundehaftpflichtversicherung keine Rolle.

Im Vertrag sollte zudem eindeutig geregelt werden, dass auch dritte Personen mit versichert sind. Das heißt, dass genauso der Nachbar, der einmal mit dem Hund raus geht, abgesichert ist. Allerdings muss er dann ebenso die allgemeinen Pflichten erfüllen, wie etwa den Hund nur an der Leine zu führen.

Können der Versicherungsnehmer und der Beitragszahler verschiedene Personen sein?
In einigen Fällen kommt es vor, dass der Hundehalter zwar Versicherungsnehmer ist, die Beiträge für die Versicherung allerdings von einer dritten Person gezahlt werden. In diesem Fall ist die Versicherung davon zu unterrichten, dass jemand anderes die Beiträge überweist. Dennoch ändert sich an der Stellung des Versicherungsnehmers sonst nichts weiter.

Dementsprechend sollte also stets der Hundehalter selbst den Weg zur Versicherung suchen, da er im Fall der Fälle schadensersatzpflichtig ist. Er gilt als Vertragspartner des Versicherers, wenngleich der Hund die versicherte Sache darstellt. Der Versicherungsnehmer kann dabei stets alle Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Vertrag treffen, wie etwa die Laufzeit bestimmen.

Wie sieht die durchschnittliche Laufzeit für die Hundehaftpflicht aus?
Bei der Hundehaftpflichtversicherung können, wie bei fast jeder Versicherung, verschiedene Laufzeiten gewählt werden. Standardmäßig werden Ein-Jahres-Verträge angeboten. Aber auch die Bindung für drei, fünf oder zehn Jahre ist möglich. Hier sollten Versicherte über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Laufzeiten informiert sein.
Wie hoch sollte die Deckungssumme in der Hundehaftpflicht sein?
Wer auf der Suche nach einer Hundehaftpflichtversicherung ist, sollte in jedem Fall einen Vergleich durchführen. Dabei sind aber nicht nur die zu zahlenden Beiträge zu berücksichtigen, sondern sollte ebenso besonderes Augenmerk auf die Deckungssumme gelegt werden. Pauschal werden für Personen- und Sachschäden Deckungssummen von einer, drei, fünf oder gar zehn Millionen Euro angeboten.

Dabei gilt: Je höher die Deckungssumme, desto höher fällt oft auch der zu entrichtende Beitrag aus. Dennoch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen, denn im Ernstfall drohen immense Forderungen. Mindestens drei, besser jedoch fünf Millionen Euro Deckungssumme sollte man bei der Hundehaftpflichtversicherung auf jeden Fall abschließen. Die Mehrkosten sind vergleichsweise gering, wenn man bedenkt, wie viel mehr an Leistung im Fall der Fälle vorhanden ist.

Was sind Sachschäden, was sind Personenschäden und Vermögensschäden in der Hundehaftpflicht?
Sachschäden dienen als Sammelbegriff für alle Schäden, die an Sachen entstanden sind, die wiederum Dritten gehören. Dazu gehören alle Gegenstände, die durch äußere Einflüsse zerstört werden. Hundehalter müssen den Schaden an einem Gegenstand, der durch ihren Hund zu Schaden gekommen ist, ersetzen.

Im Bereich der Sachschäden gibt es in der Hundehaftpflichtversicherung übrigens keine Mindestdeckungssumme, stattdessen kann diese frei gewählt werden. Dennoch zeigt sich in der Praxis, dass eine Absicherung in Höhe von mindestens drei Millionen Euro für Sachschäden zu empfehlen ist.

Die Hundehaftpflicht kommt dabei jedoch nur für Sachschäden am Eigentum Dritter auf, nicht jedoch für Schäden am Eigentum des Halters oder dessen Angehörigen.

Was sind Personenschäden in der Hundehaftpflicht?
Als Personenschäden werden alle Schäden bezeichnet, die einer Person aufgrund äußerer Einflüsse oder eines Unfalls entstehen. Dabei müssen dann nicht nur medizinische Versorgungsmaßnahmen der geschädigten Person vom Hundehalter getragen werden, da dieser haftpflichtig ist. Auch eventuelle Verdienstausfälle müssen bezahlt werden, und das unter Umständen ein Leben lang.

Auch hier gilt, dass das Gesetz keine Mindestdeckungssummen vorschreibt. Allerdings gehen gerade Personenschäden sehr stark ins Geld, so dass hier eine Mindestdeckungssumme von drei, besser fünf Millionen Euro vereinbart werden sollte.

Was sind Vermögensschäden in der Hundehaftpflicht?
Auch die Vermögensschäden sollten in der Hundehaftpflichtversicherung unbedingt mit eingerechnet werden. Dabei ist zwischen den echten und unechten Vermögensschäden zu unterscheiden. Echte Vermögensschäden liegen vor, wenn der Schaden am Vermögen einer dritten Person ohne Zusammenhang mit einem anderen Schaden entsteht. Unechte Vermögensschäden entstehen zum Beispiel im Zusammenhang mit einem Personenschaden.
Welche Schäden sind in der Hundehaftpflicht nicht mit abgedeckt?

Die Hundehaftpflichtversicherung ist zweifellos die wichtigste Versicherung, die man für den treuen, vierbeinigen Gefährten abschließen kann. Damit fühlen sich Hundehalter rundum sicher. Doch ist dieses Sicherheitsgefühl nicht mitunter trügerisch? Es gibt durchaus Fälle, in denen die Hundehaftpflicht grundsätzlich nicht leistet. Das ist etwa bei

  • Pflichtverletzungen,
  • Vorsatz und
  • grober Fahrlässigkeit
  • der Fall.
  • Was passiert bei grober Fahrlässigkeit?
    Dass man mit einer Hundehaftpflichtversicherung rundum bestens gegen Schäden geschützt ist, die vom Hund verursacht werden, ist zweifellos korrekt. Doch die Versicherung verlangt natürlich auch, dass die Versicherten einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Hund pflegen. Das heißt konkret, dass ein Hundehalter, der seinen Hund ableint und ihn „einfach mal sein Ding machen lässt“ Gefahr läuft, seinen Versicherungsschutz zu verlieren.

    Kann grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden, die zu einem Schaden geführt hat, kann die Versicherung sich weigern, eben diesen Schaden zu übernehmen. Auf der anderen Seite gibt es mittlerweile auch einige Gesellschaften, die auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit verzichten. Dies bedeutet im Klartext: Kommt es zu einem Schaden, den der Hund verursacht hat, so wird nicht überprüft, ob dieser grob fahrlässig herbei geführt wurde.

    Dass man mit einer Hundehaftpflichtversicherung rundum bestens gegen Schäden geschützt ist, die vom Hund verursacht werden, ist zweifellos korrekt. Doch die Versicherung verlangt natürlich auch, dass die Versicherten einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Hund pflegen. Das heißt konkret, dass ein Hundehalter, der seinen Hund ableint und ihn „einfach mal sein Ding machen lässt“ Gefahr läuft, seinen Versicherungsschutz zu verlieren. Kann grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden, die zu einem Schaden geführt hat, kann die Versicherung sich weigern, eben diesen Schaden zu übernehmen. Auf der anderen Seite gibt es mittlerweile auch einige Gesellschaften, die auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit verzichten. Dies bedeutet im Klartext: Kommt es zu einem Schaden, den der Hund verursacht hat, so wird nicht überprüft, ob dieser grob fahrlässig herbei geführt wurde.
    Ein weiterer Fall, in dem die Hundehaftpflichtversicherung grundsätzlich nicht zahlt, ist ein vorsätzlich herbei geführter Schaden. Hier sind Schadensregulierungen grundsätzlich ausgeschlossen. Unterschieden wird dabei in den bewussten und den bedingten Vorsatz.

    Als bewussten Vorsatz bezeichnet man dabei Schäden, die entstehen, weil sie ganz bewusst herbeigeführt wurden. Als bedingten Vorsatz sieht man es an, wenn Schäden zwar nicht bewusst herbeigeführt werden, deren Eintritt aber billigend in Kauf genommen wird. Dabei ist die Abgrenzung zur groben Fahrlässigkeit mitunter recht schwierig. Egal, um welche Art des Vorsatzes es sich handelt – in beiden Fällen schließt die Hundehaftpflicht die Leistungen im Schadensfall komplett aus. Das Risiko trägt somit alleine der Hundehalter.

    Was sind vorsätzlich entstandene Schäden?
    Da die theoretischen Grundlagen nur schwierig zu verstehen und oftmals im Beamtendeutsch verfasst sind, können viele Hundehalter damit nichts anfangen. Deshalb sollen einige Beispielfälle die vorsätzlich herbeigeführten Schäden verdeutlichen:

    • Während des Spaziergangs mit Herrchen zeigt Hund Ayko bereits aggressives Verhalten. Dieses verstärkt sich, als Ayko und Herrchen ein Spaziergänger entgegen kommt. Trotz des Drohverhaltens von Ayko (Knurren, Bellen, Kamm aufstellen usw.) leint Herrchen ihn nicht an. Es kommt, wie es kommen muss, Ayko beißt zu. Dieser Schaden wurde bedingt vorsätzlich herbeigeführt, die Versicherung muss deshalb nicht leisten.
    • Als Herrchen am Abend einem Mann begegnet ist, mit dem es zum Streit kommt, hetzt er Ayko gegen diesen auf. Mit dem Befehl „Fass“ gibt er dem Hund zu verstehen, dass er zubeißen soll. Dieser Schaden wurde dementsprechend bewusst vorsätzlich herbeigeführt. Die anfallenden Kosten und Ansprüche des Geschädigten muss Herrchen aus eigener Tasche bezahlen.

    Frauchen spielt mit Hündin Bella Bällchen. Da die Nachbarskatze immer wieder auf das eigene Grundstück kommt, wirft Frauchen das Bällchen bewusst über den Zaun. Bella springt hinterher, erwischt Nachbars Katze und verletzt diese. Dieser Schaden ist ebenfalls als bedingter Vorsatz anzusehen, denn der Schaden wurde billigend in Kauf genommen. Damit ist die Hundehaftpflicht aus der Leistungspflicht heraus.

    Lohnt sich die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung in der Hundehaftpflicht?
    Wer sich für eine Hundehaftpflichtversicherung interessiert, sollte auch die Selbstbeteiligung beachten. Diese kann, muss aber nicht, in den Vertrag mit inkludiert werden. Sie kann in verschiedenen Höhen vereinbart werden. In der Praxis sind Selbstbeteiligungen in Höhe von

  • 150 Euro,
  • 250 Euro,
  • 300 Euro,
  • 350 Euro und
  • 500 Euro
  • gängig. Bei einigen Gesellschaften kann auch eine Selbstbeteiligung in Höhe von 1.000 Euro gewählt werden, doch kommt dies in der Praxis kaum vor.

    Warum brauche ich eine Hundehaftpflichtversicherung?
    Jeder Hundehalter ist für seinen vierbeinigen Freund verantwortlich. Richtet dieser einen Schaden an, muss der Halter dafür haften. Man spricht dabei von der Gefährdungshaftung. Ob die Kosten für die Reinigung der Kleidung einer Person, die der Hund übermütig und freudig angesprungen hat, der Ersatz für die teure Vase, die beim Toben zu Bruch ging oder sogar Kosten für die medizinische Versorgung und den Blechschaden nach einem Unfall, der durch den Hund verursacht wurde – der Halter muss haften.

    Gerade bei Verkehrsunfällen kommt es häufig zu Personenschäden. Dann sind nicht nur die Kosten für die medizinische Versorgung und einen eventuellen Verdienstausfall zu tragen, sondern unter Umständen muss der Geschädigte ein Leben lang finanziell unterstützt werden. Die Hundehaftpflichtversicherung übernimmt diese Haftung und bewahrt den Halter damit vor hohen finanziellen Belastungen, die ihn sogar in den Ruin treiben können.

    Was ist eigentlich eine Hundehaftpflichtversicherung?
    Eine der häufigsten Fragen, die gestellt werden, ist, was eigentlich eine Hundehaftpflicht ist und wozu diese benötigt wird. Die Hundehaftpflicht wird auch als Hundehalterhaftpflicht oder Hundehalterhaftpflichtversicherung bezeichnet, ebenso wie als Hundehaftpflichtversicherung, so dass ein und dasselbe Produkt gleich mehrere Bezeichnungen hat.

    Die Hundehaftpflicht wird den Tierversicherungen zugeordnet und schützt den Hundehalter vor der Inanspruchnahme durch dritte Personen infolge eines

    • Vermögens-,
    • Sach- oder
    • Personenschadens,

    der durch den Hund verursacht wurde. In der privaten Haftpflichtversicherung ist eine Tierversicherung nicht enthalten, die ein besonderer Fall der Haftpflicht ist. Tierhalter, insbesondere die von Hunden und Pferden, müssen das zusätzlich entstehende Risiko, das durch die Tierhaltung besteht, gesondert absichern.

    Wer ist in der Hundehaftpflicht versichert?
    In der Hundehaftpflichtversicherung ist der Hund, der namentlich benannt werden muss, der Halter des Hundes und gelegentliche Betreuungspersonen des Hundes versichert. Ausgenommen davon sind jedoch gewerbliche Hundesitter, die eine eigene Tierversicherung abschließen müssen. Die Hundehaftpflicht ist zwar nicht in jedem Bundesland von Deutschland Pflicht, da es unterschiedliche Regelungen gibt und diese Art der Gesetzgebung den Ländern vorbehalten ist. Doch inzwischen ziehen immer mehr Bundesländer diese Versicherung in Betracht und es wird gesetzlich vorgeschrieben, diese abzuschließen. Für jeden Hundehalter ist der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung zu empfehlen.
    In welchen Bundesländern ist eine Hundehaftpflicht Pflicht?

    In einigen Bundesländern ist es Pflicht, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen und in anderen wiederum nicht. Die Versicherungspflicht ist abhängig davon, in welchem Bundesland sich der Wohnort des Hundehalters befindet. Ebenfalls ist meistens ein Erkennungschip vonnöten. Mit diesem kann der Hund eindeutig identifiziert werden. Durch die Anmeldung, zum Beispiel bei Tasso oder dem Haustierregister, werden zusätzliche alle Daten des Hundes sowie des Halters vermerkt. Ist ein Hund als Kampfhund bzw. Listenhund eingestuft, so besteht eine Hundeversicherungspflicht. Außerdem muss der Halter noch eine Sachkundeprüfung und ein Führungszeugnis nachweisen. In welchem Bundesland eine Versicherungspflicht besteht, zeigt folgende Auflistung:

      Baden-Württemberg: Pflicht für gefährliche und auffällige Hunde

      Bayern: Pflicht für gefährliche und auffällige Hunde

      Berlin: seit 01.01.2011 für alle Hunde

      Brandenburg Versicherungspflicht besteht

      Hamburg: Zusätzlich zur Hundehaftpflichtversicherung wird eine Anmeldung im Hunderegister verlangt

      Hessen: Lediglich für Kampfhunde

      Niedersachsen: seit 01.07.2011 für alle Hunde

      Nordrhein-Westfalen: Für Hunde mit einem Gewicht von über 20 Kilogramm und Körpergröße über 40 Zentimeter

      Rheinland-Pfalz: Lediglich für gefährliche Hunde und Kampfhunde aufgrund von Vorfällen

      Sachsen: Lediglich für eventuell gefährliche Hunde

      Sachsen-Anhalt: Lediglich für Kampfhunde

      Schleswig-Holstein: Lediglich für Kampfhunde

      Thüringen: seit 01.09.2011 für alle Hunde

    Jeder Hundehalter sollte zumindest eine Hundehaftpflichtversicherung in Erwägung ziehen, auch wenn diese im eigenen Bundesland nicht vorgeschrieben ist. Verursacht ein Hund einen Schaden an Dritten, so muss der Halter des Tieres für diesen gerade stehen.

    Was gibt es sonst noch für Hundeverordnungen?
    Die Hundeverordnungen unterscheiden sich in den einzelnen Bundesländern. In vielen Bundesländern kann die Pflicht für Leine und Maulkorb bei den so genannten Listenhunden durch eine Überprüfung aufgehoben werden. Zum Teil wurden sogar Zuchtverbote für Listenhunde erlassen und für bestimmte Rassen gilt in ganz Deutschland ebenso ein Einfuhrverbot. In Einzelfällen kann vom Hundehalter ein Nachweis der Ungefährlichkeit des Tieres erbracht werden, so dass dieser nicht mehr als „gefährlicher Hund“ eingeordnet wird. Aber nicht nur die so genannten Listenhunde können als „gefährlicher Hund“ eingestuft werden, sondern auch Hunde, unabhängig ihrer Rasse, die eine Gefährlichkeit oder Aggressivität an den Tag legen.
    Wer ist in der Hundehaftpflicht der Versicherungsnehmer?

    In der Hundehaftpflichtversicherung muss natürlich ein Versicherungsnehmer benannt werden und das ist in aller Regel der Hundehalter. Er wird in den meisten Fällen auch für die Kosten des Vertrags aufkommen. Der Versicherungsnehmer steht dabei in einer klaren Rechtsposition. Daraus ergeben sich einige konkrete Verpflichtungen, wie

    • die Zahlung der Beiträge an den Versicherer,
    • die Betroffenheit von der versicherten Gefahr,
    • die Einhaltung der vertraglichen Obliegenheiten zu gewährleisten.

    Außerdem hat der Versicherungsnehmer gewisse Rechte, zu denen unter anderem folgende zählen:

    • Recht auf Erhalt der Versicherungsleistungen,
    • Recht auf Begünstigung, falls Leistungen an Dritte gezahlt werden (Haftpflichtschaden – Versicherungsnehmer wird von der Haftpflicht befreit),
    • Recht auf die Ausübung der Gestaltungsrechte im Vertrag (Kündigung, Vertragsänderung usw.).
    Welche weiteren Versicherungsnehmer gibt es noch?
    Der Versicherungsnehmer ist in aller Regel gleichzusetzen mit der versicherten Person. Allerdings kann er ebenfalls eine andere Person als bezugsberechtigt einsetzen, den Vertrag abtreten oder verpfänden. Letzteres spielt allerdings in der Hundehaftpflichtversicherung keine Rolle.

    Im Vertrag sollte zudem eindeutig geregelt werden, dass auch dritte Personen mit versichert sind. Das heißt, dass genauso der Nachbar, der einmal mit dem Hund raus geht, abgesichert ist. Allerdings muss er dann ebenso die allgemeinen Pflichten erfüllen, wie etwa den Hund nur an der Leine zu führen.

    Können der Versicherungsnehmer und der Beitragszahler verschiedene Personen sein?
    In einigen Fällen kommt es vor, dass der Hundehalter zwar Versicherungsnehmer ist, die Beiträge für die Versicherung allerdings von einer dritten Person gezahlt werden. In diesem Fall ist die Versicherung davon zu unterrichten, dass jemand anderes die Beiträge überweist. Dennoch ändert sich an der Stellung des Versicherungsnehmers sonst nichts weiter.

    Dementsprechend sollte also stets der Hundehalter selbst den Weg zur Versicherung suchen, da er im Fall der Fälle schadensersatzpflichtig ist. Er gilt als Vertragspartner des Versicherers, wenngleich der Hund die versicherte Sache darstellt. Der Versicherungsnehmer kann dabei stets alle Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Vertrag treffen, wie etwa die Laufzeit bestimmen.

    Wie sieht die durchschnittliche Laufzeit für die Hundehaftpflicht aus?
    Bei der Hundehaftpflichtversicherung können, wie bei fast jeder Versicherung, verschiedene Laufzeiten gewählt werden. Standardmäßig werden Ein-Jahres-Verträge angeboten. Aber auch die Bindung für drei, fünf oder zehn Jahre ist möglich. Hier sollten Versicherte über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Laufzeiten informiert sein.
    Wie hoch sollte die Deckungssumme in der Hundehaftpflicht sein?
    Wer auf der Suche nach einer Hundehaftpflichtversicherung ist, sollte in jedem Fall einen Vergleich durchführen. Dabei sind aber nicht nur die zu zahlenden Beiträge zu berücksichtigen, sondern sollte ebenso besonderes Augenmerk auf die Deckungssumme gelegt werden. Pauschal werden für Personen- und Sachschäden Deckungssummen von einer, drei, fünf oder gar zehn Millionen Euro angeboten.

    Dabei gilt: Je höher die Deckungssumme, desto höher fällt oft auch der zu entrichtende Beitrag aus. Dennoch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen, denn im Ernstfall drohen immense Forderungen. Mindestens drei, besser jedoch fünf Millionen Euro Deckungssumme sollte man bei der Hundehaftpflichtversicherung auf jeden Fall abschließen. Die Mehrkosten sind vergleichsweise gering, wenn man bedenkt, wie viel mehr an Leistung im Fall der Fälle vorhanden ist.

    Was sind Sachschäden, was sind Personenschäden und Vermögensschäden in der Hundehaftpflicht?
    Sachschäden dienen als Sammelbegriff für alle Schäden, die an Sachen entstanden sind, die wiederum Dritten gehören. Dazu gehören alle Gegenstände, die durch äußere Einflüsse zerstört werden. Hundehalter müssen den Schaden an einem Gegenstand, der durch ihren Hund zu Schaden gekommen ist, ersetzen.

    Im Bereich der Sachschäden gibt es in der Hundehaftpflichtversicherung übrigens keine Mindestdeckungssumme, stattdessen kann diese frei gewählt werden. Dennoch zeigt sich in der Praxis, dass eine Absicherung in Höhe von mindestens drei Millionen Euro für Sachschäden zu empfehlen ist.

    Die Hundehaftpflicht kommt dabei jedoch nur für Sachschäden am Eigentum Dritter auf, nicht jedoch für Schäden am Eigentum des Halters oder dessen Angehörigen.

    Was sind Personenschäden in der Hundehaftpflicht?
    Als Personenschäden werden alle Schäden bezeichnet, die einer Person aufgrund äußerer Einflüsse oder eines Unfalls entstehen. Dabei müssen dann nicht nur medizinische Versorgungsmaßnahmen der geschädigten Person vom Hundehalter getragen werden, da dieser haftpflichtig ist. Auch eventuelle Verdienstausfälle müssen bezahlt werden, und das unter Umständen ein Leben lang.

    Auch hier gilt, dass das Gesetz keine Mindestdeckungssummen vorschreibt. Allerdings gehen gerade Personenschäden sehr stark ins Geld, so dass hier eine Mindestdeckungssumme von drei, besser fünf Millionen Euro vereinbart werden sollte.

    Was sind Vermögensschäden in der Hundehaftpflicht?
    Auch die Vermögensschäden sollten in der Hundehaftpflichtversicherung unbedingt mit eingerechnet werden. Dabei ist zwischen den echten und unechten Vermögensschäden zu unterscheiden. Echte Vermögensschäden liegen vor, wenn der Schaden am Vermögen einer dritten Person ohne Zusammenhang mit einem anderen Schaden entsteht. Unechte Vermögensschäden entstehen zum Beispiel im Zusammenhang mit einem Personenschaden.
    Welche Schäden sind in der Hundehaftpflicht nicht mit abgedeckt?

    Die Hundehaftpflichtversicherung ist zweifellos die wichtigste Versicherung, die man für den treuen, vierbeinigen Gefährten abschließen kann. Damit fühlen sich Hundehalter rundum sicher. Doch ist dieses Sicherheitsgefühl nicht mitunter trügerisch? Es gibt durchaus Fälle, in denen die Hundehaftpflicht grundsätzlich nicht leistet. Das ist etwa bei

  • Pflichtverletzungen,
  • Vorsatz und
  • grober Fahrlässigkeit
  • der Fall.
  • Was passiert bei grober Fahrlässigkeit?
    Dass man mit einer Hundehaftpflichtversicherung rundum bestens gegen Schäden geschützt ist, die vom Hund verursacht werden, ist zweifellos korrekt. Doch die Versicherung verlangt natürlich auch, dass die Versicherten einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Hund pflegen. Das heißt konkret, dass ein Hundehalter, der seinen Hund ableint und ihn „einfach mal sein Ding machen lässt“ Gefahr läuft, seinen Versicherungsschutz zu verlieren.

    Kann grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden, die zu einem Schaden geführt hat, kann die Versicherung sich weigern, eben diesen Schaden zu übernehmen. Auf der anderen Seite gibt es mittlerweile auch einige Gesellschaften, die auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit verzichten. Dies bedeutet im Klartext: Kommt es zu einem Schaden, den der Hund verursacht hat, so wird nicht überprüft, ob dieser grob fahrlässig herbei geführt wurde.

    Was sind vorsätzlich entstandene Schäden?
    Da die theoretischen Grundlagen nur schwierig zu verstehen und oftmals im Beamtendeutsch verfasst sind, können viele Hundehalter damit nichts anfangen. Deshalb sollen einige Beispielfälle die vorsätzlich herbeigeführten Schäden verdeutlichen:

    • Während des Spaziergangs mit Herrchen zeigt Hund Ayko bereits aggressives Verhalten. Dieses verstärkt sich, als Ayko und Herrchen ein Spaziergänger entgegen kommt. Trotz des Drohverhaltens von Ayko (Knurren, Bellen, Kamm aufstellen usw.) leint Herrchen ihn nicht an. Es kommt, wie es kommen muss, Ayko beißt zu. Dieser Schaden wurde bedingt vorsätzlich herbeigeführt, die Versicherung muss deshalb nicht leisten.
    • Als Herrchen am Abend einem Mann begegnet ist, mit dem es zum Streit kommt, hetzt er Ayko gegen diesen auf. Mit dem Befehl „Fass“ gibt er dem Hund zu verstehen, dass er zubeißen soll. Dieser Schaden wurde dementsprechend bewusst vorsätzlich herbeigeführt. Die anfallenden Kosten und Ansprüche des Geschädigten muss Herrchen aus eigener Tasche bezahlen.

    Frauchen spielt mit Hündin Bella Bällchen. Da die Nachbarskatze immer wieder auf das eigene Grundstück kommt, wirft Frauchen das Bällchen bewusst über den Zaun. Bella springt hinterher, erwischt Nachbars Katze und verletzt diese. Dieser Schaden ist ebenfalls als bedingter Vorsatz anzusehen, denn der Schaden wurde billigend in Kauf genommen. Damit ist die Hundehaftpflicht aus der Leistungspflicht heraus.

    Lohnt sich die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung in der Hundehaftpflicht?
    Wer sich für eine Hundehaftpflichtversicherung interessiert, sollte auch die Selbstbeteiligung beachten. Diese kann, muss aber nicht, in den Vertrag mit inkludiert werden. Sie kann in verschiedenen Höhen vereinbart werden. In der Praxis sind Selbstbeteiligungen in Höhe von

  • 150 Euro,
  • 250 Euro,
  • 300 Euro,
  • 350 Euro und
  • 500 Euro
  • gängig. Bei einigen Gesellschaften kann auch eine Selbstbeteiligung in Höhe von 1.000 Euro gewählt werden, doch kommt dies in der Praxis kaum vor.

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