Hundehaftpflicht

Wer eine Haftpflichtversicherung besitzt, geht automatisch davon aus, dass sowohl Kinder, aber auch Tiere mitversichert sind. Bei kleinen Tieren, wie Vögel oder auch eine Katze, ist das in den meisten Fällen korrekt. Ein Hund muss allerdings selbstständig versichert werden. Hierfür werden Hundehaftpflichtversicherungen angeboten, die in fast allen Bundesländern von Deutschland noch dazu Pflicht sind.

Hundehaftpflichtversicherung auswählen – die wichtigsten Kriterien

  • In den meisten Bundesländern ist der Abschluss einer Hundeversicherung Pflicht und damit gesetzlich vorgeschrieben.
  • Eine Hundehaftpflicht (auch Tierhalterhaftpflicht genannt) springt genau dann ein, wenn Ihr Hund Schaden verursacht – mit der passenden Versicherung werden sämtliche Kosten gedeckt.
  • Schäden sind nicht nur bewusste Beißattacken, sondern selbst zerbissene Schuhe oder ein Erschrecken eines Fahrradfahrers können zum Schadensfall werden.
    Eine private Haftpflichtversicherung greift in der Regel nicht, ebenso wenig andere persönliche Versicherungen.
  • Die Hundehaftpflicht (auch Tierhaftpflicht genannt) kommt grundlegend für Sach-, Vermögens- und Personenschäden auf, je nach Versicherer zahlt sie auch Gerichts- und Prozesskosten, Schmerzensgelder, Behandlungskosten, spätere Therapien, ungewollte Deckung und Mietsachschäden.
  • wie teuer ca.?
  • worauf achten?

Das bringt Ihnen eine Hundehaftpflicht:

  • Schutz vor hohen, langfristigen Kosten
  • Versicherung für Sach-, Vermögens- und Personenschäden
  • ohne Hundehaftpflicht haften Halter für alle Kosten
  • gesetzliche Pflicht in den meisten Bundesländern
  • Mietsachschäden werden ebenfalls abgedeckt
  • Versicherungsschutz für einen recht geringen Beitrag
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Es gibt Situationen und Leistungen, die von der Hundehaftpflicht übernommen und nicht übernommen werden. Nachfolgend eine kleine Übersicht.

In diesen Fällen werden keine Kosten übernommen:

  • Sofern Sie als Hundehalter der Geschädigte sind, übernimmt die Hundehaftpflicht keine Kosten. Das gilt auch für Verwandte Ihrerseits, da diese dem Halter rechtlich gesehen gleichgestellt sind. Die Übernahme der Kosten gilt nur für Schäden an unbeteiligten Dritten.
  • Auch bei der Verletzung der Aufsichtspflicht, bei Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz werden von der Hundehaftpflichtversicherung keine Kosten übernommen. Eine Verletzung der Aufsichtspflicht tritt beispielsweise ein, wenn der Hund nicht angeleint ist. Eine Fahrlässigkeit könnte eintreten, wenn Sie nicht umsichtig genug gewesen sind. In diesem Fall gibt es zwar einige Versicherer, die dennoch Schadensfälle übernehmen, allerdings sollten Sie hier genau schauen, welche Anbieter dieses Angebot liefern.
  • Sollten Sie eine Ordnungswidrigkeit begehen (z.B. die Maulkorbpflicht ignorieren, obwohl diese von der Kommune vorgegeben ist), so kann auch infolge dessen ein Schaden nicht von der Versicherung übernommen werden.
  • Als letzter Punkt sorgen auch generelle Vertragsverstöße dazu, dass die Versicherung keine Kosten übernimmt. Das gilt z.B. für versäumte Zahlungen der Versicherungsbeiträge, auch die fehlende Rücksprache zwecks der Bestimmung von Schäden.

In diesen Fällen werden die Kosten übernommen:

Wenn Sie all diese genannten Situationen und Fälle ausschließen können, dann kommt die gewählte Versicherung in der Regel immer für die folgenden Kosten auf:

  • Sachschäden (z.B. durch beschädigte Gegenstände oder auch andere Tiere und deren Behandlungskosten)
  • Vermögensschäden (wird durch den Unfall das Vermögen der betroffenen Person geschädigt, z.B. durch Arbeitsausfälle, so wird dieser Schaden ebenfalls übernommen)
  • ersonenschäden (z.B. Schäden an Personen durch Bisse, Krankenhausaufenthalt etc.)

All diese Schäden müssen vom versicherten Hund verursacht sein – und zwar an unbeteiligten Dritten.

Wichtig: Es kommt ganz darauf an, für welche Versicherung Sie sich entscheiden. Es kann sein, dass je nach Versicherung andere Regeln gelten, daher ist es wichtig, das Kleingedruckte zu kennen.

Einige Versicherungsunternehmen decken im Übrigen auch Gerichtskosten und Prozesskosten sowie auch ungewollte Deckung und Mietsachschäden ab. So ist Ihr Vermögen auch dann geschützt, wenn Ihr Mischling im Park einen reinrassigen Akita-Zuchthund ungewollt deckt oder in der Mietwohnung das Küchenfurnier zerkratzt.

Je nach eigener Lebenssituation (Leben in einer Mietwohnung oder der Besitz eines unkastrierten Rüden) kann es sinnvoll sein, gewisse Extras bewusst mitzuversichern.

Test: Diese Tarife empfehlen Stiftung Warentest und Ökotest

Fast alle größeren Versicherer im deutschsprachigen Raum bieten Hundehaftpflichtversicherungen an. In solch einem breiten Angebot den richtigen Tarif zu finden, kann schwierig sein – selbst, wenn Sie einen Vergleich nutzen und so den Tarif finden, der am besten zu Ihnen passt. Welcher Tarif hält, was er verspricht? Welcher Versicherer bietet den besten Service? Welche Erfahrungen haben andere Kunden gemacht?

Hier helfen die Tests von Stiftung Warentest, Ökotest und vergleichbaren Anbietern. Sie prüfen auch Hundehaftpflichtversicherungen auf der Basis von festgelegten Standards und bewerten sie im Vergleich mit Mitbewerbern. So können Sie auf einen Blick sehen, welche Versicherung empfehlenswert ist.

Die Empfehlungen bekannter Test-Anbieter:

  • Stiftung Warentest testete 82 Tarife mit min. 50.000 Euro Deckungssumme: Die günstigsten Tarife (ab 58 Euro jährlich) bieten demnach die Baden-Badener und NV bei umfangreichem Leistungsspektrum
  • Ökotest testete 87 Tarife mit min. 5 Millionen Euro Deckungssumme: Preis-Leistungs-Sieger sind hier die Barmenia, Gothaer, Rhion Plus und Degenia

Hundehaftpflichtversicherung: Alles Wissenswerte

Eine Hundehaftpflicht, im Versicherungsjargon Hundehalterhaftpflichtversicherung genannt, deckt die Kosten, die entstehen, wenn Ihr Hund Schäden am Eigentum, der Gesundheit oder dem Vermögen von Dritten verursacht. Die Leistungen einer Hundehaftpflicht sind denjenigen der privaten Haftpflicht sehr ähnlich – mit dem Unterschied, dass der Hund Verursacher des Schadens sein muss.

Als Hundehalter kennen Sie sicher solche Situationen: Nur ein unachtsamer Moment im Garten oder eine kurze Ablenkung durch Gäste kann ausreichen, um Ihrem Hund Gelegenheit zu geben, den Beistelltisch mitsamt Vase umzuwerfen oder das Kaninchen des Nachbarn zu belauern. Kratzer an der Couch der Schwiegereltern oder Biss-Spuren am Furnier der Einbauküche sind ebenfalls nicht außergewöhnlich, können Ihnen als Halter ohne eine Versicherung aber teuer zu stehen kommen. Eine eigene Hausratversicherung deckt die Schäden in dem Fall nicht ab!

Diese Schäden mögen noch geringeren Ausmaßes sein, doch auch Personen- und daraus resultierende Vermögensschäden deckt eine Hundehaftpflicht ab und ist daher in vielen Bundesländern sogar eine gesetzlich vorgeschriebene Hundeversicherung.

Im schlimmsten Fall attackiert der geliebte Vierbeiner eine unbeteiligte Person, welche ärztlich versorgt werden muss und Folgeschäden davonträgt. Möglicher Weise kommt es durch diesen Unfall zusätzlich zum Verdienstausfall des Angegriffenen und zu einem Gerichtsprozess – all diese Kosten trägt in der Regel die Hundehaftpflichtversicherung. Das gleiche gilt auch für Situationen, in denen Ihr Hund nur unbewusst Verursacher ist, beispielsweise durch das Aufschrecken eines Fahrradfahrers, der durch die plötzliche Anwesenheit des Hundes in einen Unfall verwickelt wird.

Übrigens: In einigen Tarifen sind auch private Betreuungspersonen mitversichert, zum Beispiel die Nachbarin, die gelegentlich mit Ihrem Hund Gassi geht. Je nach Tarif und Versicherungsanbieter können sich außerdem die Deckungssummen und Laufzeiten stark unterscheiden.

Vergleichen Sie also die verschiedenen Angebote der Versicherungen und wählen Sie eine Hundehaftpflicht, die zu Ihrem Hund und Ihnen passt, um auf der sicheren Seite zu sein. Hier gelangen Sie direkt zum Hundehaftpflicht-Vergleich.

Mit einer Hundehaftpflicht schützen Sie sich selbst vor möglichen Kosten und Schadensersatzansprüchen – die wichtigste Versicherung für Hundehalter, unabhängig von Rasse und Größe Ihres Hundes.

Davor schützt Sie eine Hundehaftpflicht:

  • deckt Kosten durch Schäden an Dritten, die Ihr Hund verursacht
  • Versicherungsschutz Ihres privaten Vermögens
  • Versicherung Ihres Hundes, auch dann, wenn Sie nicht in der Nähe sind
  • breites Angebot für fast jeden Anspruch

Aktuell haben 15 der 16 deutschen Bundesländer gesetzliche Vorschriften zur Hundehaftpflichtversicherung. Der Grund: Immer häufiger verursachten Hunde Schäden, die zu hohen Kosten führten und vor Gericht landeten.

Als Schutz unbeteiligter Personen und des Hundehalters selbst, haben mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern alle Bundesländer Gesetze zur Hundehaftpflicht erlassen – allerdings regelt auch in Mecklenburg-Vorpommern eine Hundehalterverordnung die Aufsichtspflicht und Vorsichtsmaßnahmen, die notwendig sind.

In Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, im Saarland, in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Brandenburg ist die Hundehaftpflicht für alle Kampfhunde verpflichtend. Welche Hunderassen als Kampfhunde gelten, kann der Rassenliste des bundesweiten Hundeverbringungs- und Einfuhrbeschränkungsgesetzes und den Rassenlisten der Bundesländer entnommen werden.

Nordrhein-Westfalen weitete diese Regelung auf alle Hunde aus, die als überdurchschnittlich gefährlich gelten (Körpergröße von mehr als 40 Zentimetern und Gewicht von mehr als 20 Kilogramm).

In weiteren sechs Bundesländern (Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Hundehaftpflicht für alle Hunde, unabhängig von Rasse und Größe, vorgeschrieben.

Die Tendenz lässt vermuten, dass die gesetzlichen Regelungen zur Versicherung für alle Hunderassen strenger werden. In welchem Bundesland Sie also leben, eine Hundehaftpflichtversicherung ist eine sinnvolle Absicherung für Ihr Vermögen und zeigt Verantwortungsbewusstsein.

Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

Alle Hunde müssen haftpflichtversichert werden.

    Nordrhein-Westfalen

    Alle „gefährlichen“ Hunde müssen haftpflichtversichert werden.

      Bremen, Brandenburg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern

      Alle Kampfhunde müssen haftpflichtversichert werden.

        Mecklenburg-Vorpommern

        Hier gibt es kein Hundehaftpflicht-Gesetz, allerdings eine Hundehalterverordnung.

          Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Hundehaftpflichtversicherung

          Konnten wir nicht alle Ihre Fragen beantworten? Dann finden Sie nachfolgend viele weitere Fragen und die dazugehörigen Antworten, in denen sich querfeldein stöbern lässt.

          Wie teuer ist eine Hundehaftpflicht?

          Muss ich einen Zweithund noch mal extra versichern?

          Ja, jeder Hund benötigt eine eigenständige Hundehaftpflicht, sofern Sie dies wünschen oder es gesetzlich vorgegeben ist. Es reicht nicht aus, nur einen von mehreren Hunden zu versichern. Ausnahme sind Welpen, die für eine gewisse Zeit beim Muttertier mitversichert sind.

          Gibt es Schäden, bei denen eine Hundehaftpflichtversicherung nicht greift?

          Ja, jeder Hund benötigt eine eigenständige Hundehaftpflicht, sofern Sie dies wünschen oder es gesetzlich vorgegeben ist. Es reicht nicht aus, nur einen von mehreren Hunden zu versichern. Ausnahme sind Welpen, die für eine gewisse Zeit beim Muttertier mitversichert sind.
          Ja, es gibt viele Sonderfälle, in denen die Schäden des Hundes von der Haftpflicht nicht übernommen werden. Das gilt z.B., wenn Sie oder ein Verwandter der Geschädigte sind – oder auch dann, wenn Sie fahrlässig oder sogar vorsätzlich handeln. Die genauen Sonderfälle haben wir Ihnen weiter oben aufgelistet.

          Leistet die Hundehaftpflichtversicherung auch, wenn der Vierbeiner bei Schäden nicht an der Leine ist?

          Das kommt auf den Einzelfall an. Generell gilt, dass Fahrlässigkeit (hierzu gehört im Grunde genommen auch, einen Hund frei laufen zu lassen) nicht versichert ist. Einige Versicherungen übernehmen die Kosten allerdings – je nach einzelner Situation und entsprechender Einstufung. Es kommt aber auch immer darauf an, was in der Stadt vorgeschrieben ist. Wenn Sie z.B. die generelle Leinenpflicht in einem Park ignorieren, dann handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, bei der grundlegend keine Schäden versichert sind.
          Das kommt auf den Einzelfall an. Generell gilt, dass Fahrlässigkeit (hierzu gehört im Grunde genommen auch, einen Hund frei laufen zu lassen) nicht versichert ist. Einige Versicherungen übernehmen die Kosten allerdings – je nach einzelner Situation und entsprechender Einstufung. Es kommt aber auch immer darauf an, was in der Stadt vorgeschrieben ist. Wenn Sie z.B. die generelle Leinenpflicht in einem Park ignorieren, dann handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, bei der grundlegend keine Schäden versichert sind.

          Ist der Hund mit der Haftpflichtversicherung auch im Ausland abgesichert?

          Bei den meisten Versicherungen ist Ihr Hund auch im Ausland sowie generell auf Reisen und im Hotel versichert – weltweit.

          Ist eine Forderungsausfalldeckung immer mitversichert?

          Bei einem Menschen ist die Forderungsausfalldeckung meistens nicht in der Privathaftpflicht inklusive. Bei der Tierversicherung ist diese Forderungsausfalldeckung dagegen mittlerweile fast immer inkludiert. Diese Deckung greift immer dann, wenn Sie selbst oder Ihr Hund verletzt oder attackiert werden und Ihr Gegenüber, der Verursacher, keinen Schadensersatz leisten kann.

          Gilt die Hundehaftpflichtversicherung auch für Freunde, die mit dem Hund Gassi gehen?

          Ja, bei vielen Versicherungen sind Sie nicht nur versichert, wenn Sie selbst mit dem Hund unterwegs sind, sondern auch Bekannte, Verwandte oder gar Nachbarn. Es kommt hierbei allerdings auf das Kleingedruckte an, daher sollten Sie die Vertragsbedingungen der gewählten Tierversicherung genau studieren.

          Sind auch Welpen des Hundes automatisch mitversichert?

           

          In der Regel geht der Haftpflichtschutz vom Muttertier auf die Welpen über, allerdings ist es von Anbieter zu Anbieter verschieden, wie lange dieser Schutz für die Welpen gilt. Oftmals endet der Schutz mit dem Übergang zum Junghund – bei ca. 6 bis 12 Monaten, je nach Anbieter. Der Versicherungsschutz über das Muttertier erlischt im Übrigen auch dann, wenn der Tierhalter gewechselt wird.

          Zahlt die Versicherung, wenn der Hund jemanden anspringt und es dadurch zu einem Sturz des Handys kommt?

          Ja, im Grunde genommen handelt es sich in diesem Fall (wenn nur das Handy und nicht die Person zu Schaden kommt) um einen Sachschaden, der von Ihrem Hund an einem unbeteiligten Dritten verursacht wurde. Wichtig ist allerdings, dass es gewisse Sonderfälle gibt, in denen keine Kosten übernommen werden. Wenn der Hund z.B. Sie anspringt und Ihr Handy herunterfällt, wenn er frei ohne Leine läuft oder wenn es sich vielleicht um Ihren Verwandten handelt, deren Handy herunterfällt. All das (und weitere) sind Situationen, in denen die Versicherung keine Kosten übernimmt.

          Warum brauche ich eine Hundehaftpflicht?

          5 gute Gründe und Tipps für den günstigsten Tarif

          Kleinere und große Unfälle geschehen oft leichter, als Sie vielleicht denken. Stellen Sie sich vor, Sie gehen an einem sonnigen Tag mit Ihrem Hund im Park spazieren und lassen ihn das Stöckchen holen. Sie werfen es, Ihr Liebling rennt los – und übersieht in seiner spielerischen Freude einen Radfahrer, der gerade seinen Weg queren wollte. Der Radfahrer erschreckt, stürzt und verstaucht sich den linken Arm. Solche Unfälle können leicht passieren, selbst, wenn Sie Ihren Hund immer sorgfältig beaufsichtigen, ihn nur in erlaubten Gebieten frei laufen lassen und achtsam beim Spielen sind.

          Auch, wenn der Großteil der Unfälle, an denen Hunde beteiligt sind, glimpflich endet und es nicht zu schweren Verletzungen kommt, können die Folgekosten hoch sein. Der gestürzte Fahrradfahrer müsste beispielsweise ins Krankenhaus gebracht werden, um seinen Arm untersuchen zu lassen, er würde geröntgt und einige Wochen lang von einem Physiotherapeuten betreut werden. Hinzu kämen die Schäden an der Kleidung und am Rad. Hat der betroffene Fahrradfahrer zudem Verdienstausfälle durch den Unfall, kann die Gesamt-Schadenssumme schnell auf einige Tausend Euro ansteigen.

          Außerdem könnte der Radfahrer eine Klage gegen Sie anstreben, wodurch zusätzlich einige Tausend Euro Anwalts- und Prozesskosten anfielen.

          Im Normalfall müssen Sie all diese Kosten selbst tragen, da Sie mit Ihrem Privatvermögen für alle Schäden haften, die Ihr Liebling verursacht. Eine Hundehaftpflicht steht Ihnen in solchen Fällen zur Seite und tritt für Sie ein, um die Schadensersatzansprüche zu decken. So müssen Sie diese nicht aus Ihrer eigenen Tasche bezahlen.

          Die monatlichen Kosten für eine Hundehaftpflicht sind dabei vergleichsweise gering: Die günstigsten Tarife beginnen bereits ab 3 Euro pro Monat und bieten meist Deckungssummen von mehreren Millionen Euro, so dass Sie selbst bei Unfällen mit hohen, langfristigen Folgekosten auf der sicheren Seite sind.

          1. Grund: Günstige Tarife und hohe Deckungssummen für Schäden

          Die Hundehaftpflicht gehört aus guten Gründen zu den wichtigsten Versicherungen für Hundehalter! Sie springt ein, wenn Ihr Hund einen Sach-, Personen- oder Vermögensschaden verursacht und übernimmt die Schadensersatzansprüche. Im Vergleich zu vielen anderen Versicherungen ist sie günstig und garantiert oft Deckungssummen von fünf bis zehn Millionen Euro.

          Für Sie als Hundehalter ist der Vorteil klar: Sie sind vor hohen Kosten geschützt, die auch durch kleinere Unfälle entstehen können. Gleichzeitig ist eine Hundehaftpflicht eine Absicherung für unbeteiligte Personen, die durch Ihren Hund einen Schaden nehmen – denn sie können sich sicher sein, dass die Hundehaftpflicht ihre Schadensersatzansprüche begleicht und sie nicht den umständlichen, langen Weg über ein Gericht gehen müssen. Dieser soziale Ansatz ist auch der Grund dafür, dass die meisten deutschen Bundesländer bereits eine Pflicht zur Hundehaftpflicht eingeführt haben.

          2. Grund: Alltägliche Sachschäden werden übernommen

          Sachschäden werden den Hundehaftpflichtversicherungen am häufigsten gemeldet, denn sie können schon durch ungünstige Zufälle oder die kleinsten, unachtsamen Momente entstehen. Gerade deshalb ist eine Hundehaftpflicht für solche Fälle ideal: Denn viele, kleine Schäden wie zerbissene Schuhe und zerbrochene Vasen ergeben über einige Jahre hinweg auch nennenswerte Summen, auf welchen Sie ohne Hundehaftpflicht selbst sitzen bleiben. Nicht zuletzt vermeidet die schnelle Regulierung eines Schadens auch Streitigkeiten mit Freunden und Bekannten, die Sie zwar gern einladen, aber nicht begeistert darüber sind, wenn Ihr kleiner Liebling das geerbte Teeservice in einen Scherbenhaufen verwandelt.

          Ein Beispiel: Sie sind mit Ihrem Liebling zu Besuch bei Freunden. Kaum betreten Sie die Wohnung, springt Ihr Vierbeiner Ihre Freunde freudig an und wedelt dabei so aufgeregt mit dem Schwanz, dass er die teure Vase vom Beistelltisch wirft. Diesen Schaden übernimmt in der Regel die Hundehaftpflicht – selbst, wenn es sich um eine antike Vase aus der Renaissance handeln sollte. Zerbeißt Ihr Hund auch noch die Echtlederschuhe Ihres guten Freundes, während dieser mit Ihnen über die Vase diskutiert, ist dies ebenso ein Fall für die Hundehaftpflichtversicherung.

          Auch im öffentlichen Raum entstandene Sachschäden sind häufig in der Hundehaftpflicht mitversichert. Spazieren Sie beispielsweise mit Ihrem Hund am Hundestrand entlang, an dem keine Leinenpflicht herrscht, und Ihr Hund stößt beim Stöckchen holen versehentlich einen Fußgänger um, so zahlt die Hundehaftpflicht für gewöhnlich sowohl dessen Digitalkamera, die dabei ins Wasser fällt, als auch seine verschmutzte Kleidung und die verlorene Sonnenbrille.

          Wesentlich höhere Kosten entstehen bei Autounfällen, die unter Beteiligung eines Hundes verursacht werden. Reißt sich Ihr Hund von der Leine, weil er auf der anderen Straßenseite einen Rivalen entdeckt und unversehens zu ihm rennt, muss womöglich ein Autofahrer Ihrem Hund ausweichen und kollidiert mit einem parkenden Auto. Sie sind in diesem Fall für die Schäden an beiden Fahrzeugen haftbar.

          Selbst, wenn Sie mit Ihrem angeleinten Hund in der Stadt Gassi gehen und dieser mit seinen schmutzigen Pfoten einen Passanten anspringt, hat der Passant in bestimmten Fällen das Recht auf Schadensersatzfür seine verschmutzte Kleidung. Diese Kosten müssten Sie selbst begleichen – eine Hundehaftpflicht springt auch hier für Sie ein.

          Ein Sachschaden liegt rechtlich auch dann vor, wenn Ihr Hund beim Spielen versehentlich einen Artgenossen verletzt, denn Tiere werden in der Rechtsprechung wie Gegenstände behandelt. Übertreibt Ihr Liebling es beim Toben im Hundepark und verletzt einen anderen Hund, deckt die Hundehaftpflichtversicherung die Tierarztkosten und Schadensersatzansprüche in der Regel und behandelt den Fall wie einen gewöhnlichen Sachschaden.

          Wie Sie sehen, können im Laufe eines Hundelebens viele kleine Schäden zusammen kommen, die insgesamt eine beträchtliche Summe bilden. Da viele Hundehaftpflicht-Tarife bereits für wenige Euro pro Monat erhältlich sind, lohnt sich diese Investition oft schon allein für diese kleinen Missgeschicke und Unfälle.

          3. Grund: Bei Personenschäden drohen enorme Kosten

          Nur ein winziger Prozentsatz aller Hunde in Deutschland ist tatsächlich eine Bedrohung für Menschen – selbst Hunde, die als Kampfhunde eingestuft sind, verhalten sich meist friedlich und werden oft nur durch überforderte Halter eine Gefahr. Dennoch sind Personenschäden, die durch Hunde verursacht werden, ein wichtiger Bestandteil jeder Hundehaftpflicht – allein aufgrund der Tatsache, dass Tiere niemals vollends berechenbar sind und selbst bei sorgfältiger Beaufsichtigung unerwartet reagieren können. Zwar sind Personenschäden durch Hunde statistisch eher selten, doch wenn sie vorkommen, sind die damit verbundenen Kosten ungleich höher als bei Sachschäden.

          Ein tatsächlich häufig vorkommendes Szenario ist beispielsweise ein Unfall mit einem Passanten im Park: Sie sind mit Ihrem Hund unterwegs und lassen ihn frei laufen, weil es in diesem Gebiet erlaubt ist. Sie werfen einen Ball, Ihr Liebling jagt hinterher – und läuft einem Jungen auf seinem Skateboard in den Weg, der sich erschreckt, ausweicht, dabei stürzt und einen Fußgänger mit sich reißt. Der Junge trägt einige Kratzer davon, der Fußgänger verstaucht sich den Knöchel. Für die Arzt- und Krankenhauskosten, spätere Behandlungen und Reha-Maßnahmen, die Sachschäden (wie ein zerstörtes Skateboard) sowie Schadensersatzansprüche sind Sie in vollem Umfang mit Ihrem Privatvermögen haftbar – solche Kosten belaufen sich schnell auf einen fünf- bis sechsstelligen Betrag. Ist der Fußgänger zudem aufgrund dieses Unfalls für einige Zeit arbeitsunfähig, haften Sie auch für seinen Verdienstausfall, also für seinen Vermögensschaden. Und falls die verletzten Passanten eine Klage anstreben, kommen Anwalts- und Prozesskosten hinzu. Eine Hundehaftpflicht springt in der Regel in solchen Fällen ein und schützt Sie somit vor horrenden Kosten, die sich über Jahre erstrecken können.

          4. Grund: Soziale Absicherung für Unbeteiligte

          Nicht nur für Sie als Hundehalter ist eine Hundehaftpflicht eine Absicherung, sondern auch für alle anderen: Denn falls Ihr Hund tatsächlich einmal einen Schaden verursachen sollte, kann sich die geschädigte Person sicher sein, dass ihr Schaden beglichen wird. Einerseits erlauben es nicht jedermanns Rücklagen, einige Tausend Euro Schadensersatz zu leisten, falls der kleine Liebling Unfug angestellt hat, andererseits enden weniger Streitfälle vor Gericht, wenn eine Versicherung den Schaden zügig reguliert. Nicht zuletzt sind Sie nicht nur Hundehalter, sondern könnten ebenso gut der Fahrradfahrer sein, der durch einen fremden Hund zu Fall gebracht wird!

          5. Grund: Versicherungspflicht in 15 Bundesländern

          Die eben erwähnte „Sicherungsfunktion“ für Hundehalter und Unbeteiligte war einer der Gründe dafür, dass immer mehr Bundesländer die Hundehaftpflicht als Pflicht-Versicherung für alle Hundebesitzer gesetzlich verankert haben. Hinzu kam, dass immer mehr Streitfälle vor Gericht landeten und das Rechtssystem belasteten.

          So besteht in Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen eine allgemeine Hundehaftpflicht-Versicherungspflicht für alle Hunde, unabhängig von ihrer Rasse und Größe. In Bremen, Brandenburg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern müssen alle Hunde hundehaftpflichtversichert sein, die als Kampfhunde gelistet sind. Lediglich Mecklenburg-Vorpommern hat keine gesetzliche Pflicht – dafür allerdings eine sehr ausführliche Hundehalterverordnung, welche die Plichten von Hundehaltern genau regelt. Weitere Informationen zur Hundehaftpflicht in den verschiedenen Bundesländern finden Sie hier.

          Es wird erwartet, dass weitere Bundesländer es Hamburg, Berlin und den drei anderen Ländern mit allgemeiner Hundehaftpflicht-Pflicht gleich tun werden. Daher ist es ratsam, vorzusorgen und seinen Hund schon jetzt zu versichern.

          Wie finde ich die günstigste Haftpflicht?

          Eine Hundehaftpflicht bieten nahezu alle bekannten Versicherer an. Doch die Tarife unterscheiden sich deutlich von einander! Wenn Sie die wichtigsten Kriterien kennen, können Sie den günstigsten Tarif mit dem größten Leistungsumfang finden und sind gut abgesichert.

          Vergleichskriterien bei Hundehaftpflicht-Tarifen

          Generell decken alle Hundehaftpflicht-Tarife Sach-, Vermögens- und Personenschäden ab, die Ihr Hund verursacht. Dabei ist es wichtig, dass Sie nicht fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt und Ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben. Zur Aufsichtspflicht zählt beispielsweise, dass der Leinenzwang in öffentlichen Anlagen und beim Gassi gehen in der Stadt nicht missachtet werden darf. Einige Versicherer legen in ihren Tarifen sogar fest, dass sie nur dann für Schäden eintreten, wenn der Hund angeleint war, als er den Schaden verursacht hat.

          Besondere Bedingungen gelten auch für die Haftpflichtversicherung von Kampfhunden: Während einige Versicherer kategorisch ausschließen, Kampfhunde zu versichern, erheben andere höhere Beiträge und legen strengere Bedingungen fest.

          Um die verschiedenen Tarife vergleichen zu können,
          sollten Sie diese Kriterien beachten:

          1. Umfang des Tarifes

          Welche Hunderassen sind versichert (z.B. Kampfunde)? Gelten besondere Bestimmungen (z.B. dauerhafter Leinenzwang)? Sind bestimmte Schäden ausgeschlossen? Gilt die Hundehaftpflicht auch im Ausland, bei privaten Betreuungspersonen und in meiner Abwesenheit?

          2. Deckungssummen

          Viele Hundehaftpflicht-Tarife haben Deckungssummen von drei, fünf, zehn oder zwanzig Millionen Euro. Pro Versicherungsfall deckt die Hundehaftpflicht also bis zu dieser Obergrenze Schäden (abzüglich einer Selbstbeteiligung, die manche Tarife haben). Das Land Berlin schreibt als Mindestdeckungssumme beispielsweise eine Million Euro vor. Um auch Personenschäden vollständig abzudecken, sind mindestens drei Millionen Euro Deckungssumme sinnvoll.

          3. Selbstbeteiligung

          Viele Hundehaftpflicht-Tarife haben eine Selbstbeteiligung von meist 150, 200, 250, 350 oder 500 Euro pro Schadensfall. Je höher die Selbstbeteiligung ist, desto niedriger ist meist der Beitragssatz. Allerdings sollten Sie beachten, dass viele kleinere Sachschäden in den Rahmen der Selbstbeteiligung fallen und daher nicht von der Versicherung übernommen werden.

          4. Laufzeit

          Hundehaftpflicht-Verträge haben meist eine Laufzeit von einem, drei oder fünf Jahren. Je länger die Laufzeit ist, desto geringer ist häufig der Beitragssatz – desto länger sind Sie jedoch auch an einen Tarif gebunden, obwohl es gegebenenfalls einen günstigeren mit ähnlichem Leistungsumfang gäbe.

          5. Beitragshöhe

          Die Beitragshöhe sollte nicht das wichtigste Kriterium für die Wahl einer Hundehaftpflicht sein – denn was nützt eine Hundehaftpflicht, wenn die Selbstbeteiligung so hoch ist, dass die Versicherung keinen Schaden reguliert oder die Deckungssumme nicht ausreicht, um alle realistischen Szenarien abzudecken? Die günstigsten Tarife sind bereits für 3 Euro pro Monat erhältlich, hier sollten Sie jedoch auf den Leistungsumfang achten. Hundehaftpflicht-Tarife mit sehr gutem Leistungsangebot kosten je nach Versicherer ebenfalls nur einige Euro pro Monat.

          Vergleichen leicht gemacht

          Das Internet die besten Voraussetzungen, um viele Versicherungs-Tarife mit einander zu vergleichen und den passenden zu finden: In unserem Hundehaftpflicht-Vergleich finden Sie alle bekannten Versicherer mit ihren jeweiligen Hundehaftpflicht-Tarifen, dem Leistungsumfang, Deckungssummen, Laufzeiten und allen anderen, wichtigen Informationen. So ist es nicht nötig, sich durch Dutzende Versicherungsseiten zu lesen und die Informationen selbst zusammen zu stellen. Geben Sie einfach die relevanten Informationen (wie die Rasse Ihres Hundes und die gewünschte Laufzeit) in unserem Formular an und wir zeigen Ihnen die Hundehaftpflicht-Tarife, die zu Ihnen passen. Nun brauchen Sie nur noch den Tarif auswählen, der Ihnen am meisten zusagt und können zu diesem entweder weitere Details anfordern oder ihn sofort online abschließen. Und schon sind Sie und Ihr Liebling für alle Fälle gut abgesichert!

          Diese Hundehaftpflicht-Tarife empfehlen Stiftung Warentest und Ökotest

          Wer sind Stiftung Warentest und Ökotest?

          In vielen Bundesländern ist die Hundehaftpflichtversicherung für Hundebesitzer gesetzlich vorgeschrieben. Dies nahmen die beiden großen Test-Anbieter Stiftung Warentest und Ökotest zum Anlass, um jeweils knapp 100 Tarife der großen Versicherer im deutschsprachigen Raum zu untersuchen und mit einander zu vergleichen.

          Große Unterschiede im Leistungsumfan

          Wie gut die einzelnen Tarife der Versicherer abschnitten, hängt unmittelbar mit ihrem Leistungsumfang zusammen. Nicht nur die Deckungssummen variieren stark (und wirken sich auf die jährlichen Kosten aus), sondern auch, ob Mietsachschäden mitversichert sind, ob der Tarif auch für Kampf- und andere als gefährlich eingestufte Hunde gilt und vieles mehr. Je günstiger der Tarif bei gutem Leistungsangebot ist (welches beide Test-Anbieter verschieden definieren), desto besser wird er bewertet.

          Stiftung Warentest: Baden-Badener und NV sind Testsieger

          Der „Basis“-Tarif der Baden-Badener deckt 3 Millionen Euro ab, bietet vergünstigte Konditionen für weitere Hunde, deckt auch Schäden aus ungewollter Deckung und sichert unter bestimmten Bedingungen auch Welpen und Auslandsaufenthalte ab. Nachteil: Mietsachschäden sind nicht mitversichert.

          NV: Mietsachschäden mitversichert

          Der Tarif „max.“ der NV bietet eine Deckungssumme von 5 Millionen Euro und vergünstigte Konditionen für weitere Hunde. Kampfhunde sind nicht mitversichert. Mietsachschäden, im Ausland entstandene Schäden und Deckschäden deckt die Hundehaftpflicht ebenfalls ab, ein klarer Vorteil gegenüber vielen anderen Tarifen im Preissegment von ebenfalls 58 Euro jährlich.

          Ökotest: 6 Favoriten mit min. 5 Millionen Deckungssumme

          Ökotest nahm sich, ebenfalls im Jahr 2011, 87 Tarife von 44 Anbietern vor, die jeweils mindestens 5 Millionen Euro Deckungssumme besitzen mussten. Insgesamt 23 Tarife landeten auf dem ersten Rang. Die Top-6 mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis sind: Zwei Tarife von Barmenia, die Hundehaftpflichtversicherungen der Gothaer und Rhion Plus sowie zwei Tarife von Degenia.

          Hier finden Sie den Test von Ökotest.

          Wer sind Stiftung Warentest und Ökotest?

          Diese beiden Test-Anbieter sind die bekanntesten im deutschsprachigen Raum und werden häufig zitiert, wenn es um vertrauenswürdige Einschätzungen von Produkten und Dienstleistungen geht.

          Stiftung Warentest: Testen, bewerten, veröffentlichen

          Die Stiftung Warentest wurde 1964 auf staatlichen Auftrag als Verbraucherorganisation gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, den Verbraucher in Kaufentscheidungen zu beraten und unterstützen, indem sie Produkte und Dienstleistungen bewertet und die Ergebnisse veröffentlicht. Die Stiftung Warentest wird durch Steuermittel mitfinanziert – dies unterstreicht ihre Bedeutung für den Verbraucherschutz. Das erste Test-Heft wurde 1966 mit einer Auflage von 210.000 Exemplaren veröffentlicht, im Jahr 2014 lag die Auflage bei durchschnittlich 440.000 Exemplaren. Zusätzlich wurden 2014 rund 219.000 Auflagen des Ablegers Finanztest verkauft, welcher auf den Test von Finanzdienstleistungen wie Versicherungen spezialisiert ist.

          Ökotest: Verbrauchermagazin seit 1985

          Das bedeutende Verbrauchermagazin Ökotest wurde 1985 erstmals veröffentlicht und erreicht monatlich im Schnitt 1,73 Millionen Leser (Angabe aus 2013). Gründer ist der Wirtschaftsjournalist Jürgen Räuschel, aus dessen Zeitschrift „Neugier“ die heutige Ökotest hervorging. Sie untersucht und bewertet Produkte und Dienstleistungen und bietet damit eine wichtige Anlaufstelle für Verbraucher.

          Heute hat Ökotest bereits mehr als 100.000 Produkte und Dienstleistungen getestet und kommt mit seinen fünf Ablegern auf weit mehr als 115.000 Auflagen.

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          Alles Wissenswerte zur Hundehaftpflichtversicherung

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          Die Hundehaftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen für Hundehalter. Sie springt ein, wenn Ihr Hund einen Schaden an Dritten verursacht und begleicht die Kosten, die Sie andernfalls selbst zahlen müssten.

          Die rechtliche Grundlage hierfür bildet die Tierhalterhaftung gemäß §833 BGB. Darin heißt es: „Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.“ (Quelle) Diesen Schadensersatzanspruch kann eine Hundehaftpflicht übernehmen und statt des Hundehalters für die Kosten eintreten.

          Im Laufe eines Hundelebens können schnell Schäden im hohen vier- bis fünfstelligen Bereich anfallen! Zerbrochene Vasen, zerkratzte Möbel und versehentlich verletzte Spielkameraden sind Unfälle, die jedem Hund passieren können – sowohl kleinen Haushunden wie dem beliebten Yorkshire Terrier als auch Golden Retrievern, Mischlingen und anderen größeren Artgenossen. Allein für diese Schäden rentiert sich eine Hundehaftpflichtversicherung häufig bereits. Zusätzlich sichert sie Personenschäden ab, die schnell sechsstellige Summen an Schadensersatz, Schmerzensgeld und Verdienstausfällen verursachen und leichter geschehen, als viele Hundehalter denken: Stolpert ein Jogger im Park über Ihren Hund und zieht sich einen Bänderriss zu, sind Sie mit Ihrem Vermögen für alle Schäden haftbar. Ohne eine Hundehaftpflicht müssen Sie diese Kosten selbst begleichen.

          Eine Hundehaftpflichtversicherung ist also für jeden Hundehalter eine wichtige und äußerst sinnvolle Absicherung, zumal sie in vielen Bundesländern sogar gesetzlich vorgeschrieben ist. Hier erfahren Sie, ob es die Pflicht zur Hundehaftpflicht auch in Ihrem Bundesland gibt. Doch bevor Sie wahllos eine Hundehaftpflicht abschließen, sollten Sie sich darüber informieren, welche Schadensfälle abgesichert sind und wie sich die einzelnen Tarife unterscheiden. Denn die richtige Tarif-Wahl spart bares Geld und viel Zeit!

          In diesen Fällen zahlt die Hundehaftpflichtversicherung

          Generell gilt: Die Hundehaftpflicht begleicht die Kosten aus Sach-, Vermögens- und Personenschäden, die der versicherte Hund an Dritten verursacht, solange alle Bestimmungen des Versicherungsvertrages geachtet wurden.

          Was sind Sach-, Vermögens- und Personenschäden?

          Sachschäden liegen immer dann vor, wenn Gegenstände beschädigt werden – beispielsweise, wenn Vasen zerbrechen. Auch Verletzungen anderer Tiere gelten nach deutschem Recht als Sachschäden, also beispielsweise Bisswunden, die beim wilden Spielen entstanden sind. Die Kosten für Sachschäden variieren stark von wenigen Euro bis zu hohen fünfstelligen Summen und mehr.

          Folgenreicher sind meist Personenschäden, beispielsweise Stürze, die ein Hund direkt oder indirekt verursacht oder Bisswunden. Personenschäden ziehen meist Krankenhaus- und andere Behandlungskosten, Schadensersatzansprüche und Schmerzensgeld nach sich. Wird aufgrund des Unfalls auch das Vermögen der Person geschädigt, z.B. durch Arbeitsunfähigkeit und daraus resultierende Einkommensausfälle, nennt sich dies Vermögensschaden und muss ebenso vom Hundehalter vergolten werden.

          Je nach Versicherer und Tarif kann die Haftpflicht darüber hinaus Gerichts- und Prozesskosten, ungewollte Deckung und Mietsachschädenübernehmen. So schützt sie Ihr Vermögen auch dann, wenn Ihr Mischling im Park einen reinrassigen Akita-Zuchthund ungewollt deckt oder in der Mietwohnung das Küchenfurnier zerkratzt.

          Ob diese Tarif-Bestandteile für Sie wichtig sind, sollten Sie je nach Lebenssituation entscheiden: Ist Ihr Hund nicht kastriert oder sterilisiert und hat häufig Kontakt zu anderen Artgenossen, ist es sinnvoll, die ungewollte Deckung mitzuversichern. Leben Sie in einer Mietwohnung, sollten Mietsachschäden abgedeckt sein, um nach einem Schaden neu angeschaffte Mietobjekte wie eine Küchenzeile nicht selbst zahlen zu müssen.

          Auf diese Vertragsdetails sollten Sie achten

          Bei jeder Hundehaftpflichtversicherung gilt: Die Bestimmungen und Voraussetzungen des Versicherungsvertrages müssen erfüllt sein, damit die Versicherung auch wirklich einspringt, wenn Ihr Hund einen Schaden verursacht hat. Schließt die Versicherung einige Fälle und Situationen aus, bleiben Sie womöglich trotz Hundehaftpflichtversicherung auf den Kosten sitzen – daher ist es wichtig, alle Vertragsdetails genau zu kennen. Die wichtigsten Regelungen sind diejenigen zur Mitversicherung von Betreuungspersonen, zur Fahrlässigkeit, zum Vorsatz und zur Aufsichtspflicht.

          Mitversicherung von Betreuungspersonen

          Richtet Ihr Liebling einen Schaden an, während Sie selbst ihn beaufsichtigen und sind alle anderen Vertragsbestimmungen gewahrt, zahlt die Hundehaftpflicht in der Regel. In vielen Tarifen sind zusätzlich private Betreuungspersonen mitversichert, z.B. die Nachbarin, die gelegentlich mit Ihrem Hund Gassi geht, während Sie arbeiten. Von dieser Regelung ausgeschlossen sind gewerbliche Hundesitter – sie müssen sich selbst versichern.

          Empfehlung: Wird Ihr Vierbeiner häufig von privaten Personen betreut, sollten Sie einen Tarif wählen, der private Betreuungspersonen mitversichert.

          Fahrlässigkeit und Vorsatz

          Wenn ein Hund einen Schaden verursacht, ist es möglich, dass die Versicherung anhand des Schadenshergangs dem Halter Fahrlässigkeit oder Vorsatz unterstellt – also eine Mitschuld am Schaden. In der Regel zahlen Hundehaftpflichtversicherungen dann nicht.

          Fahrlässigkeit liegt dann vor, wenn der Schaden nur deshalb entstehen konnte, weil der Hundehalter nicht sorgfältig und umsichtig genug gehandelt hat.

          Ein typisches Beispiel für Fahrlässigkeit: Ein Hundehalter lässt seinen Deutschen Schäferhund auch dann im Hundepark frei laufen, wenn er weiß, dass sein Hund sehr aggressiv auf Artgenossen reagiert und es bereits einige Male zu Beißereien kam. Beißt der Schäferhund auch dieses Mal zu, kommt die Hundehaftpflicht vermutlich nicht für die Schäden (z.B. die Tierarztkosten für die Versorgung des fremden Hundes) auf, da der Halter fahrlässig gehandelt hat.

          Einige Versicherer verzichten darauf, Schadensfälle auf Fahrlässigkeit zu prüfen und treten auch dann für die Kosten ein.

          Vorsatz liegt dann vor, wenn der Schaden durch den Hundehalter bewusst und willentlich herbeigeführt wurde. Wird einem Hundehalter Vorsatz nachgewiesen, zahlt die Hundehaftpflichtversicherung nicht. Die Abgrenzung von Vorsatz gegenüber Fahrlässigkeit ist oft schwierig, daher enden solche Streitfälle vergleichsweise häufig vor Gericht.

          Ein typisches Beispiel für Vorsatz: Eine Hundehalterin ärgert sich, weil die Katze der Nachbarin ständig auf ihrem Grundstück ihre Notdurft verrichtet. Beim Spielen mit ihrer französischen Bulldogge sieht die Halterin die Katze auf dem Nachbarsgrundstück und wirft einen Ball absichtlich über den Zaun. Die Bulldogge springt dem Ball nach und verletzt dabei die Nachbarskatze. Da der Ball bewusst und willentlich auf das benachbarte Grundstück geworfen wurde, auf dem sich gerade die fremde Katze befand, hat die Halterin vorsätzlich gehandelt und muss alle Kosten, die aus dem Unfall entstehen, selbst tragen.

          Empfehlung: Ist es Ihnen wichtig, dass Ihr Tarif auch bei Fahrlässigkeit gilt (z.B., weil Sie wissen, dass Ihr Hund stark auf bestimmte Reize im öffentlichen Raum reagiert), finden Sie in unserem Hundehaftpflicht-Vergleich einen passenden Versicherer.

          Aufsichtspflicht

          Die Aufsichtspflicht ist eine der wichtigsten Grundlagen jedes Hundehaftpflicht-Vertrages. Hundehalter und Betreuungspersonen sind verpflichtet, ihren Hund ordnungsgemäß zu beaufsichtigen. Wird die Aufsichtspflicht vernachlässigt, kann die Hundehaftpflichtversicherung die Regulierung des Schadens ablehnen und der Halter muss die Kosten selbst zahlen.

          Zur Aufsichtspflicht gehört beispielsweise, den Hund an der Leine zu führen, wenn dies auf dem jeweiligen Gebiet angeordnet ist oder die Gefahr besteht, dass er Dritte verletzen könnte, das eigene Grundstück gegen eine Flucht des Hundes abzusichern und den Hund nur dann auszuführen, wenn man körperlich dazu in der Lage ist.

          In diesen Fällen zahlt die Hundehaftpflichtversicherung nicht!

          Gewisse Fälle sind bei fast allen Hundehaftpflicht-Verträgen ausgeschlossen. Diese sollten Sie kennen, um auf der sicheren Seite zu sein und sich richtig zu verhalten.

          1. Ausschlussgrund: Der Hundehalter ist der Geschädigte

          In vielen Fällen trifft ein Schaden, den ein Hund verursacht, einen unbeteiligten Dritten – den Nachbarn, bei dem man zu Besuch ist, den Fahrradfahrer auf der Straße oder Artgenossen im Park. Manchmal sind es jedoch die eigenen Gegenstände, die zu Bruch gehen, oder der eigene Finger, der zwischen den Zähnen des geliebten Vierbeiners landet. In Fällen, in denen der Hundehalter selbst der Geschädigte ist, tritt die Hundehaftpflichtversicherung nicht ein. Das Gleiche gilt für Verwandte des Halters: Sie sind dem Halter rechtlich gleichgestellt und können daher ebenfalls nicht darauf hoffen, dass die Hundehaftpflicht einspringt.

          2. Ausschlussgrund: Verletzung der Aufsichtspflicht, Fahrlässigkeit und Vorsatz

          Für diese drei Fälle gilt: Hier tritt die Hundehaftpflichtversicherung in der Regel nicht ein und Sie müssen die Kosten selbst begleichen. Der Grund: Verletzen Sie Ihre Aufsichtspflicht (z.B., weil Sie Ihren Hund nicht an der Leine führen), handeln Sie fahrlässig, weil Sie nicht sorgfältig und umsichtig genug waren oder vorsätzlich und tragen somit zu einem wesentlichen Teil die Mitschuld am Schaden. Eine Ausnahme gilt bei Fahrlässigkeit – einige Versicherer übernehmen trotz fahrlässigen Handelns die Schadensregulierung. Solche Versicherer finden Sie in unserem Haftpflicht-Vergleich.

          3. Ausschlussgrund: Ordnungswidrigkeiten

          Die Kommunen regeln in ihren Hundehalterverordnungen, auf welchen Flächen Leinenpflicht herrscht, welche Hunde Maulkörbe tragen müssen, ob ein Registereintrag und ein Chip notwendig sind und vieles mehr. Verstoßen Sie als Hundehalter gegen eine dieser Verordnungen, begehen Sie also eine Ordnungswidrigkeit. Entsteht in deren Folge ein Schaden, kann die Hundehaftpflichtversicherung sich weigern, die Kosten zu übernehmen. Ob dies der Fall ist, steht in den Versicherungsbestimmungen jeder Hundehaftpflicht.

          4. Ausschlussgrund: Vertragsverstöße

          Ein Hundehaftpflicht-Vertrag regelt nicht nur Ihre Rechte, sondern auch Ihre Pflichten. Zu diesen Pflichten zählen beispielsweise die regelmäßige Zahlung der Versicherungsbeiträge, die Mitteilung über Adress- und andere relevante Änderungen und die Bestimmung, dass Sie einen Schaden nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Versicherung anerkennen dürfen. Verletzen Sie eine oder mehrere dieser Bestimmungen im Rahmen eines Schadens, kann die Versicherung vom Schaden zurücktreten und Sie müssen die Kosten mit Ihrem Privatvermögen decken. Daher ist es wichtig, alle Bestimmungen des Hundehaftpflicht-Vertrages genau zu kennen.

          Was müssen Hundehalter beim Abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung beachten?

          Einige grundlegende Bestandteile sind allen Hundehaftpflicht-Verträgen gemein, andere Bedingungen unterscheiden sich stark und haben auch Auswirkungen auf die Kosten der Police. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede Hundehaftpflicht-Verträge haben, sehen Sie hier:

          Der Kern jeder Hundehaftpflicht-Police beinhaltet:

          • Nennung der Vertragspartner (Sie und die Versicherungsgesellschaft)
          • Zweck und Umfang der Versicherung
          • Nennung des versicherten Hundes bzw. der versicherten Hunde (einwandfrei identifizierbar, z.B. anhand eines Chip-Implantats)
          • Zahlungsweise (jährlich, halbjährlich, quartalsweise oder monatlich)

          Diese grundlegenden Informationen müssen immer angegeben werden. Zusätzlich benötigt die Versicherung Ihre persönlichen Daten inklusive Ihres Alters, da einige Versicherer günstigere Tarife für ältere Hundehalter anbieten. Bestand vor dem Abschluss des Hundehaftpflicht-Vertrages bereits ein Vorvertrag, ist dies ebenfalls relevant.

          Variabel sind diese Vertragsdetails:

          • Laufzeit
          • Deckungssumme
          • Höhe der Selbstbeteiligung
          • Kündigungsmodalitäten
            • Wann darf der Vertrag fristgerecht gekündigt werden?
            • Wann darf fristlos gekündigt werden?
            • Gibt es Sonderkündigungsrechte?
          • Sonderbestimmungen
            • Ist ein Jagd-, Blinden- oder Behindertenbegleithund versichert?
            • Gilt die Hundehaftpflicht auch im Ausland?
            • Gilt die Hundehaftpflicht für Listenhunde?

          Vor allem die Laufzeit, Deckungssumme und Selbstbeteiligung haben Einfluss auf die Beitragshöhe.

          Die Laufzeit einer Hundehaftpflicht liegt meist bei einem, drei oder fünf Jahren. Je länger die Laufzeit ist, desto günstiger ist oft der zu zahlende Versicherungsbeitrag. Der Nachteil einer längeren Laufzeit liegt in der mangelnden Flexibilität – Verträge mit kurzer Laufzeit ermöglichen einen baldigeren Wechsel der Versicherungsgesellschaft.

          Die Deckungssummen von Hundehaftpflichtversicherungen werden meist getrennt für Sach- und Personenschäden angegeben und liegen in der Regel zwischen 500.000 Euro und 20 Millionen Euro je Schadensfall. Einige Bundesländer schreiben in ihren Hundegesetzen Mindest-Deckungssummen vor, so müssen Hundehalter in Berlin beispielsweise eine Deckungssumme von einer Million Euro vorweisen. Ob es in Ihrem Bundesland Vorgaben zur Hundehaftpflichtversicherung und den Deckungssummen gibt, erfahren Sie in unserer Rubrik „Wo brauche ich eine Hundehaftpflicht?“. Auf Grundlage der Vorgaben einiger Bundesländer und durchschnittlicher Schadenssummen empfiehlt sich eine Mindest-Deckungssumme von drei Millionen Euro. Je höher die Deckungssumme ist, desto höher sind meist auch die Kosten für den Hundehaftpflicht-Vertrag, wobei eine Erhöhung der Deckungssumme z.B. von einer auf drei Millionen Euro häufig nur einen sehr geringen Unterschied ausmacht.

          Hundehaftpflicht-Tarife werden mit und ohne Selbstbeteiligung angeboten, die meist bei einigen Hundert Euro liegt. Die Selbstbeteiligung ist die Summe, die Sie im Schadensfall stets selbst zahlen müssen, auch dann, wenn die Versicherung einen Schaden reguliert. Das bedeutet: Je höher die Selbstbeteiligung ist, desto mehr müssen Sie bei jedem Schaden aus eigener Tasche zuzahlen. Liegt die Selbstbeteiligung beispielsweise bei 350 Euro und Sie möchten die 150 Euro teuren Lederschuhe, die Ihr Liebling zerbissen hat, über Ihre Haftpflicht regulieren lassen, wird diese nichts zahlen. Je häufiger Sie also einen Schadensfall vorliegen haben, desto mehr müssen Sie auch selbst begleichen. Bei einem Tarif ohne Selbstbeteiligung würden in diesem Fall die 150 Euro vollständig von der Hundehaftpflicht gedeckt werden. Dafür sind Hundehaftpflicht-Tarife ohne Selbstbeteiligung meist teurer.

          Was kostet eine Hundehaftpflicht?

          Eine Hundehaftpflichtversicherung ist bereits ab 3 Euro pro Monat erhältlich. Tarife mit 10 Millionen Euro Deckungssumme und nur einem Jahr Laufzeit gibt es bereits ab ca. 6 Euro pro Monat. Selbst Tarife mit noch höheren Deckungssummen und breitem Leistungsspektrum liegen meist bei nicht mehr als 9 Euro pro Monat.

          Generell schwanken die Kosten für eine Hundehaftpflichtversicherung. Die Rasse Ihres Hundes, Deckungssumme, Selbstbeteiligung, Laufzeit und Zahlungsweise sind die ausschlaggebenden Faktoren für die Beitragshöhe einer Hundehaftpflichtversicherung. Verallgemeinernd lassen sich jedoch diese Faustregeln festhalten:

          Die Hundehaftpflichtversicherung ist je günstiger, je

          … älter Sie sind,
          … „ungefährlicher“ und kleiner Ihr Hund ist (Listenhunde und Mischlinge sind teurer als z.B. Chihuahuas),
          … niedriger die Deckungssumme ist (gesetzliche Mindest-Deckungssummen beachten),
          … höher die Selbstbeteiligung ist und
          … länger die Laufzeit ist.

          Einige Versicherungsgesellschaften bieten zudem Rabatte an, wenn Sie jährlich statt monatlich zahlen und halten spezielle Tarife für Senioren und die Halter kleiner Haushunde wie Yorkshire Terrier bereit.

          Der höchste Beitragssatz wird für Listenhunde, umgangssprachlich „Kampfhunde“, fällig. Bei American Staffordshire Terriern, Pitbull-Terriern und Co. wird ein größeres Gefährdungspotential vermutet, das durch höhere Versicherungsbeiträge kompensiert werden soll. Tipps zur Hundehaftpflicht für Listenhunde finden Sie in unserer Kampfhunde-Rubrik.

          Hundehaftpflicht-Schaden – was jetzt?

          Ihr Hund hat den neuen, teuren Laptop Ihres Nachbarn vom Tisch gerissen, als Sie bei diesem zu Besuch waren? Wenn Sie Ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben (z.B., weil Sie Ihren Hund allein und ohne Leine das Haus haben stürmen lassen) und alle Vertragsbedingungen erfüllt wurden, ist dies ein Fall für Ihre Hundehaftpflichtversicherung. Doch wie teilen Sie dies der Versicherungsgesellschaft mit und was passiert dann? Welche Rechte und Pflichten haben Sie? Hier die Antworten:

          1. Schadensmeldung

          Zunächst müssen Sie Ihre Versicherung über den Schaden informieren. Dies können Sie schriftlich oder, bei einigen Gesellschaften, online erledigen. Neben Ihrer Versicherungsnummer müssen Sie die Kontaktdaten des Geschädigten, also im Beispielfall die Ihres Nachbarn, angeben und den Schadenshergang inklusive Zeit und Ort genau schildern. Nach §28 Versicherungsvertragsgesetz müssen Sie alle notwendigen Nachweise erbringen, damit der Schaden reguliert werden kann. Alle Details zur Schadensmeldung finden Sie auf der Webseite und bei der Hotline Ihrer Versicherungsgesellschaft.

          2. Kostenzusage und Regulierung oder Kostenverweigerung

          Die Versicherung prüft nun den Fall, befragt bei Bedarf Zeugen und fordert Belege ein. Gibt es keine Einwände gegen die Schadensmeldung und ist der Schaden tatsächlich durch die Haftpflicht abgedeckt, erhalten Sie schriftlich eine Kostenzusage und der Schaden wird reguliert. Je nach Ihrem Tarif ist gegebenenfalls eine Selbstbeteiligung fällig, die von der Summe in der Kostenzusage abgezogen wird.
          Hat die Versicherung Einwände, wird sie den Fall genauer untersuchen und gegebenenfalls eine Kostenverweigerung ausstellen, die Sie ebenfalls schriftlich erhalten. Gegen eine Kostenverweigerung könnten Sie Klage einreichen, falls Sie diese als unrechtmäßig betrachten. In den meisten Fällen wird die Kostenübernahme jedoch zugesagt und der Schaden reguliert.

          Ergänzende Versicherungen für Hundeliebhaber

          Eine Hundehaftpflichtversicherung schützt Sie vor den Kosten, die Ihr Hund durch Schäden an Dritten verursachen kann. Doch was, wenn Ihr Hund erkrankt oder sogar im Tierkrankenhaus operiert werden muss? Für diese Fälle gibt es Tierkranken- und OP-Versicherungen. Sie zahlen ambulante, stationäre und chirurgische Behandlungen, die Kosten für Medikamente und Impfungen sowie Unfall-Krankenhaustagegeld. Häufig ist die Tierarztwahl dabei frei und es steht eine Hotline für die Vermittlung von Tierärzten und veterinären Unfallpraxen zur Verfügung. Tierkrankenversicherungen für Hunde beginnen bereits ab rund 10 Euro pro Monat. Mit einer Hundehaftpflichtversicherung, Tierkranken- und OP-Versicherung sind Sie und Ihr Vierbeiner optimal versorgt.

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          Agila, Allianz, AXA, Baden-Badener, Barmenia, degenia , DEVK, Ergo, Generali, Gothaer, HDI Gerling , HKD, HUK Coburg , Janitos, LVM, NV-Versicherung, Rhion, VHV, Waldenburger

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          Nicht jede Änderung eines Tarifdetails hat eine Auswirkung auf den Versicherungsbeitrag! Mit ein paar einfachen Tipps können Sie das Meiste aus Ihrer Hundehaftpflicht herausholen und dabei bares Geld sparen:

          1. Tipp: Deckungssumme erhöhen

          Die Deckungssumme sollte mindestens eine Million Euro betragen, denn dies ist in einigen Bundesländern das gesetzlich vorgeschriebene Minimum. Doch insbesondere für Personenschäden ist dies vergleichsweise gering! Erhöhen Sie die Deckungssumme auf drei, fünf oder sogar zehn Millionen Euro, sind Sie gut abgesichert – und der Versicherungsbeitrag erhöht sich meist nur um wenige Cent!

          2. Tipp: Laufzeit verlängern

          Eine kurze Laufzeit bringt mehr Flexibilität mit sich, aber durch eine längere Laufzeit können Sie den Versicherungsbeitrag senken. Als Faustregel gilt: Je länger die Laufzeit, desto niedriger der Beitrag.

          3. Tipp: Zahlungsweise ändern

          Viele Versicherer bieten einen automatisch einkalkulierten Rabatt, wenn Sie jährlich zahlen (statt halb-/vierteljährlich oder monatlich). Lassen Sie sich also von den Summen nicht abschrecken, die auf den ersten Blick höher zu sein scheinen, und teilen Sie diese durch 12: In den meisten Fällen ist der jährliche Versicherungsbetrag günstiger als bei einer monatlichen Zahlungsweise.

          4. Tipp: Selbstbeteiligung überdenken

          Die Selbstbeteiligung liegt oft bei 150 bis 250 Euro und ist bei jedem Schadensfall selbst zu zahlen. Haben Sie einen passenden Tarif gefunden, der eine Selbstbeteiligung von 150 Euro hat? Testen Sie, den Regler auf „keine Selbstbeteiligung“ zu setzen – häufig ändert sich der Versicherungsbeitrag nicht oder nur um wenige Cent! Falls es tatsächlich zu einem Schaden kommen sollte, müssen Sie nichts zuzahlen und der Versicherungsbeitrag hat sich gelohnt.