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Vom Hausanschluss zur Kabeldose – zentrale Elemente des Kabelfernsehens

Ein Kabelnetzwerk für das Fernsehprogramm ist in der eigenen Wohngegend bereits vorhanden? Dann ist die wichtigste Voraussetzung erfüllt, um sich überhaupt Kabelfernsehen ins Haus holen zu können. Aber leider bei weitem noch nicht alle. Denn so nah die Straße auch ist, für das Kabelfernsehen braucht es schon mehr als bloß die pure Leitungsverlegung. Schließlich muss das Haus integriert, deckend mit Anschlüssen versorgt und diese auch bis in die Wohnung und dort zum Endgerät verbunden sein. Entsprechend gewinnen zentrale Elemente des Kabelfernsehens an Bedeutung, nämlich der Übergabepunkt, der Hausanschluss sowie die Kabeldose.

Hausanschluss kann teuer werden

Steht das Haus direkt an der Straße, so ist das noch lange kein Garant dafür, dass sich Kabelfernsehvorhaben ohne weiteres realisieren lassen. Denn für den Hausanschluss ist nicht die Entfernung zum Kabelnetzwerk generell ausschlaggebend, sondern die zu der nächsten Übergabestation, auch Kabelkopfstelle genannt. Von dort aus nämlich gehen die individuellen Versorgungsleitungen ihren Weg in die einzelnen Häuser. Warum dies von Bedeutung ist, ist eine Frage des Preises: Je weiter entfernt die Kabelkopfstelle liegt, desto teurer wird der Hausanschluss.

Der Hausanschluss obliegt bezüglich der technischen Umsetzung der Zuständigkeit des Kabelnetzbetreibers, finanziell fällt er allerdings in die Verantwortung des Hausbesitzers. Ersterer verlegt von der Kabelkopfstelle bis ins Haus und dort meistens in den Keller die entsprechenden Versorgungsleitungen.

Diese münden schließlich in das, was als Hausanschluss bezeichnet wird. Es handelt sich um ein hochtechnisches Gerät, welches mitunter Signalverstärker integriert und als Kabelfernsehverteiler für die gesamte Immobilie agiert.

Deshalb ist es auch wichtig, bereits vor Beauftragung eines Hausanschlusses zu vergegenwärtigen, wie viele Haushalte an die Kabelfernsehversorgung angeschlossen werden sollen. Denn entsprechende Kapazitäten hat der Hausanschluss von vorne herein mitzubringen. Generell wird das Verteilungssystem so konzipiert dass es einen eigenen Ausgang für jede zu versorgende Wohneinheit bereit hält. Dadurch ist es auch möglich, bei Kündigung des Vertrages durch eine Wohneinheit beziehungsweise bei Zwangsabschaltung wegen Vertragsverletzung nicht im Sinne der Sippenhaft die gesamte Immobilie gleichermaßen einzubeziehen, sondern lediglich den betreffenden Haushalt.

Bezüglich der Preise für einen Hausanschluss bestehen mitunter große Diskrepanzen, die sich aus der Entfernung der Kellerstation zur Kabelkopfstelle und aus den Bedingungen der unterschiedlichen Kabelnetzbetreiber ergeben. Preisspannen von 200 Euro bis hin zu 1.000 Euro sind keine Seltenheit.

Vom Hausanschluss zur Kabeldose

Ist der Hausanschluss erst einmal errichtet, so geht es an die Feinarbeit und das bedeutet, dass die einzelnen Wohneinheiten an die Kellerstation des Kabelfernsehens angeschlossen werden müssen. Dies geschieht in der Regel unter Zuhilfenahme von Glasfaserkabeln, die innerhalb der Wohnung in der Kabeldose enden. Und genau in dieser verbirgt sich wieder ein großes Gefahrenpotenzial. Für die reine Nutzung des Kabelfernsehens für TV und Radio reicht eine gewöhnliche Kabeldose aus. Diese integriert zwei Anschlussbuchsen. Möchte man hingegen das Kabelnetzwerk auch für Telefon und Internet nutzen, so braucht es eine Multimediadose, welche die Anschlüsse für Radio und Fernsehen um eine F-Stecker kompatible Anschlussstelle zum Involvieren des Computers ergänzt.

Den Kabelanschluss anmelden: So geht’s

Der Kabelanschluss muss natürlich auch nach einem Umzug (Tipp: meldebox.de) entsprechend angemeldet werden. Hier ist allerdings Obacht zu geben. Wer schon in der alten Wohnung via Kabel ferngesehen hat, der ist oft an seinen Anbieter gebunden. Sofern dieser ihm auch in der neuen Wohnung den Kabelanschluss anbieten kann, wird er aus dem Vertrag oft nicht entlassen. Sonderkündigungsfristen gelten meist nur dann, wenn eine Versorgung am neuen Wohnort nicht gewährleistet werden kann. In diesem Fall muss kein neuer Kabelanschluss angemeldet werden, sondern es reicht völlig aus, den Anbieter über den Wohnungswechsel zu informieren.

Komplett neuen Kabelanschluss anmelden

Anders sieht es aus, wenn die Versorgung mit Kabelfernsehen beim bisherigen Anbieter nicht mehr möglich ist. In diesem Fall müssen Verbraucher einen neuen Kabelanschluss anmelden. Nach wie vor beherrschen Kabel Deutschland, Kabel BW, Unitymedia und Tele Columbus den deutschen Markt, wobei letztere beiden Unternehmen sich jetzt zusammenschließen wollen.

In der Praxis entscheidet sich die Mehrheit der Deutschen für einen dieser Kabelanbieter. Dabei ist es seit langem in der Branche Usus, dass Kunden eine Anfrage für einen neuen Kabelanschluss bei jedem der drei Unternehmen stellen können. Diese leiten sie dann an den jeweils zuständigen Regionalversorger weiter, so dass man kaum um diese herum kommt.

Der Antrag auf die Anmeldung kann bequem online erfolgen. Es ist allerdings nicht ratsam, sich blind auf einen der Großanbieter zu verlassen. Zahlreiche regionale Kleinanbieter stehen ebenfalls zur Wahl und können oft sogar konkurrenzfähige Preise für das Kabelfernsehen bieten. Dabei sollten Verbraucher ebenfalls beachten, wie es um die Grundverschlüsselung bestellt ist. Bis auf Kabel BW (www.kabelbw.de) setzen alle großen Anbieter auf eine Grundverschlüsselung, so dass eine Smartcard oder eine Set-Top-Box vonnöten ist, um die Programme zu entschlüsseln. Diese sind mit zusätzlichen Kosten versehen, die bei der Auswahl des Anbieters ebenso zu berücksichtigen sind. Künftig muss allerdings diese Grundverschlüsselung auch von Unitymedia (www.unitymedia.de) aufgegeben werden, was eine Folge des Zusammenschlusses mit Kabel BW ist.

Kabelanschluss anmelden in der Mietwohnung

Der informierte Verbraucher wird vor dem Anmelden des Kabelanschlusses einen umfassenden Vergleich durchführen, um die günstigsten und besten Angebote zu entdecken. Das hilft ihm aber nicht viel, wenn er in eine Mietwohnung zieht. Vielfach haben die Vermieter nämlich Verträge mit einem der großen Anbieter abgeschlossen, die dann das gesamte Mietshaus mit Kabelfernsehen versorgen. Hier können sich Mieter, selbst wenn sie es wollten, nicht für einen anderen Kabelanbieter entscheiden. Die Hausanschlüsse sind bereits durch den entsprechenden Anbieter gelegt und können nicht einzeln durch andere Anbieter übernommen werden.

Der Vorteil bei dieser Variante besteht darin, dass die Vermieter oftmals günstigere Paketpreise mit den großen Anbietern aushandeln konnten. Außerdem lässt sich der Kabelanschluss besonders einfach anmelden, dafür muss sich der neue Mieter lediglich an die zuständige Servicestelle wenden. Deren Kontaktdaten werden ihm in der Regel mit dem Mietvertrag ausgehändigt und die Freischaltung erfolgt zügig.

Wie kann man den Kabelanschluss abmelden?

Die Kündigung des Kabelanschlusses steht sicherlich jedem einmal bevor. Gründe dafür gibt es viele. So kann der Anschluss nicht mehr benötigt werden, weil der Kunde auf eine Sat-Schüssel umgestiegen ist, es steht ein Umzug an oder es soll einfach zu einem günstigeren Anbieter gewechselt werden. Doch in der Regel ist es nicht ganz einfach, den eigenen Kabelanschluss abzumelden. Hierbei muss stets der Einzelfall betrachtet werden.

Kabelanschluss in der Mietwohnung kündigen

In der Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus gestaltet es sich besonders schwierig, den Kabelanschluss zu kündigen. Unterscheiden muss man dabei in zwei Fälle:

  • Der Kabelanschluss wird in den Nebenkosten abgerechnet.
  • Der Kabelanschluss wird über eigene Abbuchungen des Kabelanbieters abgerechnet.

Sind die Gebühren für den Kabelanschluss in den Nebenkosten enthalten, so kann eine Kündigung oft nicht ausgesprochen werden. Der Vertrag mit dem Kabelanbieter wird nicht zwischen Mieter und Kabelanbieter, sondern zwischen Vermieter und Kabelanbieter geschlossen. Damit hat der Mieter keine Entscheidungsfreiheit mehr und der Anschluss kann nicht gekündigt werden.

Im letzteren Fall ist der Mieter dagegen Vertragspartner des Kabelanbieters und kann den Vertrag jederzeit kündigen. Zu berücksichtigen sind hierbei die Vertragslaufzeiten, die in der Regel zwölf Monate betragen. Damit kann man den Kabelanschluss nur zum Ablauf dieser Vertragslaufzeit kündigen, wobei eine oftmals sechswöchige Kündigungsfrist eingehalten werden muss. Hier lohnt es sich, einen Blick in die AGB des Kabelanbieters zu werfen, wo die genauen Bedingungen noch einmal aufgeführt sind.

Kabelanschluss in der Eigentumswohnung kündigen

Auch bei der Eigentumswohnung muss man zwischen zwei Fällen unterscheiden: Zum Einen kann jeder Eigentümer selbst einen Vertrag mit dem Kabelanbieter schließen. Dann ist die Kündigung recht einfach und es müssen lediglich die oben aufgeführten Kündigungsfristen berücksichtigt werden.

Wurde der Vertrag jedoch mit der Eigentümergemeinschaft geschlossen, so kann auch nur diese den Kabelanschluss kündigen. Es sieht also für den Einzelnen ähnlich, wie in der Mietwohnung aus.

Kabelanschluss abmelden bei Umzug

Wie sieht es nun aber aus, wenn der Kabelanschluss aufgrund eines Umzugs abgemeldet werden muss? Auch in diesem Fall ist zu prüfen, wer der Vertragspartner des Kabelanbieters ist. Ist das der Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft gibt es keine Möglichkeit der Kündigung. Ist der Verbraucher selbst Vertragspartner, lauern aber ebenfalls einige Fallstricke.

Der Kabelanbieter muss in jedem Fall über den Umzug in Kenntnis gesetzt werden. Soll der Kabelanschluss im Rahmen des Umzugs abgemeldet werden, sind grundsätzlich die Kündigungsfristen zu berücksichtigen. Sofern die neue Wohnung in einem Gebiet liegt, in dem der bisherige Kabelanbieter den Kunden weiter versorgen kann, wird er auf das Einhalten der Vertragslaufzeit drängen. Kann der Fernsehempfang über den bisherigen Anbieter am neuen Wohnort nicht gewährleistet werden, dann ist auch ein früherer Ausstieg aus dem Vertrag möglich.

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