Private Haftpflichtversicherung 

Haftpflichtversicherung

Mutter, Vater und Kind ©

Warum sollte man eine private Haftpflichtversicherung haben?

Die private Haftpflichtversicherung wird immer wieder als die wichtigste Privat-Versicherung überhaupt bezeichnet. Grund dafür ist, dass jeder Mensch für jeden Schaden, der durch ihn verursacht wird, haftpflichtig ist. Das sieht das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) unter anderem im § 823 vor. Zusätzlich haften Eltern für ihre Kinder und Tierhalte für ihre Tiere (Hunde, Katzen, Pferde).
Zum Vergleich →

Sach- und Personenschäden – der kleine, aber feine Unterschied

Abgesichert sind die beiden wichtigsten Schadensarten in der Privathaftpflicht: Die Sach- und Personenschäden.

Bei Sachschäden muss der entstandene Schaden ersetzt werden, das heißt, dass der beschädigte Gegenstand auf Kosten des Schadensverursachers repariert oder durch einen neuen, gleichwertigen Gegenstand ersetzt werden muss. Typische Beispiele dafür sind:

  • Brandloch im Teppich
  • Umgeworfene Vase, die zu Bruch ging
  • Beschädigte Brille
  • Beschädigte / verschmutzte Kleidung, weil der Hund das Gegenüber angesprungen hat

Personenschäden sind da ungleich komplizierter und auch die Forderungen sind weitaus höher. Hier sind unter anderem Kosten für

  • Arzt,
  • Krankenhausaufenthalt,
  • Pflegegeld,
  • Schmerzensgeld oder
  • Einkommensverlust

zu tragen. Bleibt der Geschädigte dauerhaft beispielsweise berufsunfähig, so muss der Schadensverursacher eine lebenslange Rente an diesen zahlen.

Register für Haftpflicht ©

Die private Haftpflichtversicherung übernimmt die Kosten

Anhand der genannten Beispiele wird schnell deutlich, dass insbesondere bei Personenschäden immense Summen zusammen kommen. Und genau diese Kosten, aber auch viele kleine Bagatellschäden übernimmt die private Haftpflichtversicherung. Sie leistet dabei sowohl für unbeabsichtigte, wie auch fahrlässige Schädigungen. Sogar die grob fahrlässige Schädigung kann in den Versicherungsschutz inkludiert sein.

Weiterhin wehrt die private Haftpflichtversicherung Ansprüche, die nicht berechtigt sind, ab. Notfalls geschieht dies sogar vor Gericht, so dass eine passive Rechtsschutzversicherung mit enthalten ist.

Risiken

Mann springt über einen Schlucht ©

Welche Risiken sind in der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt?

In der privaten Haftpflichtversicherung sind grundlegend vier verschiedene Risiken abgedeckt:

Personenschäden

Kommt eine andere Person zu Schaden (z. B. Sturz vom Fahrrad), so leistet die Haftpflichtversicherung für die anfallenden Kosten.

Sachschäden

Kommt es zur Schädigung von Eigentum des Gegenübers (z. B. Brandflecken im Teppich), so leistet die Haftpflichtversicherung auch hierfür.

Vermögensschäden in Folge von Personen- oder Sachschäden

Hier kommt es zu einer Leistung für einen Vermögensschaden (z. B. zerstörte Brille, dadurch fällt das Gegenüber nachweislich einen Tag bei der Arbeit aus – ein finanzieller Schaden entsteht) durch die Haftpflichtversicherung.

Reine Vermögensschäden

Hier werden Vermögensschäden abgedeckt, die nicht in Folge eines Sach- oder Personenschadens entstanden sind (z. B. wurde ein anderes Auto zugeparkt, der Fahrer hat deshalb einen wichtigen Termin verpasst und ihm ist nachweislich ein finanzieller Schaden entstanden).

Gerade bei den reinen Vermögensschäden sind die Deckungssummen meist geringer. Zudem leistet die private Haftpflichtversicherung nicht für jeden denkbaren Schaden. So können Versicherer leistungsfrei werden, wenn ein Schaden grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht wurde. Allerdings inkludieren einige Anbieter auch die grobe Fahrlässigkeit in den Versicherungsschutz.

Welche Schäden nur bedingt ersetzt werden

Außerdem gibt es einige Schäden, die nur in wenigen Policen überhaupt mit abgesichert sind. Hierzu gehören beispielsweise Schäden an geliehenen oder gemieteten Sachen. Ausgenommen davon sind Schäden an der Mietwohnung oder einem Hotelzimmer, die in fast allen Tarifen mit abgedeckt sind.

Wichtig ist zudem, dass Veränderungen der Risiken während der Vertragslaufzeit angezeigt werden. In regelmäßigen Abständen kann der Versicherer hier selbst nachfragen, ist dazu aber nicht verpflichtet. Entstehen neue Risiken im Laufe des Jahres, besteht jedoch ein Vorsorgeschutz, der bis zur nächsten Beitragsrechnung andauert. Dann aber müssen die neuen Risiken dem Versicherer angezeigt werden.

Vielfältige Deckungserweiterungen

Ebenfalls lassen sich vielfältige Deckungserweiterungen vereinbaren. Dazu zählen unter anderem:

  • Allmählichkeitsschäden,
  • Gefälligkeitsschäden,
  • Forderungsausfalldeckung (Verursacher kann den Schaden an einem selbst nicht bezahlen, hat keine private Haftpflichtversicherung),
  • Abhandenkommen von privaten und Dienstschlüsseln,
  • Schäden an geliehenen Sachen,
  • Schäden durch Kinder bis sieben Jahre (deliktunfähig),
  • Gewässerschadenhaftpflicht für Kleingebinde, wie Benzinkanister für den Rasenmäher

Versicherte Personen

Wer kann in der privaten Haftpflicht alles mit abgesichert sein?

In der privaten Haftpflichtversicherung sind eine ganze Reihe von Personen versicherbar. Grundsätzlich ist der Versicherungsnehmer auch immer versicherte Person. Dies gilt sowohl für Single-, als auch Familientarife. Wer im Antrag auf die private Haftpflicht genannt ist, ist stets versichert.

Partner in der privaten Haftpflicht

Ebenfalls sind die Lebens- oder Ehepartner in der privaten Haftpflichtversicherung versichert, sofern es sich um einen Familientarif handelt. Sind Lebenspartner nicht verheiratet, leben aber zusammen, dann muss der mit zu versichernde Partner im Versicherungsantrag namentlich benannt werden.

Wer als Paar die erste gemeinsame Wohnung bezieht, bringt in der Regel zwei Haftpflichtpolicen mit. In diesen Fällen darf die zuletzt abgeschlossene Police ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist aufgelöst werden. Ein entsprechender Antrag ist bei dem Versicherer zu stellen. Zudem muss nachgewiesen werden, dass ein gemeinsamer Versicherungsschutz besteht.

Allerdings gibt es hier auch ein Problem – denn gegenseitige Ansprüche sind nicht versicherbar. Wenn also einer der Partner den Unfall seines Gegenübers verursacht, zahlt die private Haftpflichtversicherung nicht. Im Regelfall wird der Partner direkt auch keine Ansprüche stellen, wohl aber dessen Krankenkasse oder Arbeitgeber. Aus diesem Grund ist es wichtig, darauf zu achten, dass Regressansprüche seitens des Arbeitgebers bzw. der Sozialversicherungsträger mit gedeckt sind.

Kinder in der Privathaftpflicht

Auch Kinder lassen sich in der privaten Haftpflichtversicherung mit versichern. Voraussetzung dafür: Es wurde ein Familientarif beantragt. In diesem sind die Kinder des Versicherungsnehmers bzw. von dessen Lebens- oder Ehepartner automatisch mit versichert. Single-Tarife sehen eine Absicherung des Nachwuchses hingegen nicht vor.

Ausgeschlossen vom Versicherungsschutz werden volljährige Kinder, sofern sie sich nicht in einer Ausbildung oder einem Studium befinden, welches direkt an die Schulzeit anschließt. Auch bei einer Zweitausbildung bzw. einem Zweitstudium endet der Versicherungsschutz für den Nachwuchs. In diesen Fällen müssen sie eine eigene private Haftpflichtversicherung abschließen.

Sonstige Personen

Auch das Hauspersonal, wie Putzfrau, Kindermädchen und Co. können in der privaten Haftpflichtversicherung mit abgesichert werden. Fügen sie im Hause des Arbeitgebers Dritten Schaden zu, so werden ebenfalls Leistungen von der privaten Haftpflicht gewährt.

Ebenso andere Personen können mit abgesichert werden. Voraussetzung: Diese leben mit dem Versicherungsnehmer in einem Haushalt zusammen. In der Regel müssen sie gesondert und gegen einen kleinen Aufpreis mit versichert werden, andere Versicherungen bieten zum Beispiel die kostenfreie Mitversicherung der im eigenen Haushalt lebenden Eltern an. Auf jeden Fall ist diese Mitversicherung günstiger, als würde eine eigene private Haftpflichtversicherung abgeschlossen.

Leistungsausschluss

Wann die private Haftpflichtversicherung nicht leistet

Obwohl die private Haftpflichtversicherung zu den wichtigsten Privat-Versicherungen überhaupt gehört und die Versicherten vor allerlei finanziellen Schäden zu schützen vermag, gibt es durchaus auch Situationen, in denen eine Leistung seitens der Versicherung ausgeschlossen ist. Solche Leistungsausschlüsse sind in vielen Fällen möglich, etwa bei vorsätzlichen Taten. Wer also mit dem Wissen um die Folgen einem anderen Schaden zufügt, darf sich nicht darauf verlassen, dass die private Haftpflichtversicherung für diesen Schaden aufkommt.

Ansprüche innerhalb des Haushalts

Ebenfalls nicht abgesichert sind Ansprüche, die von Lebenspartnern oder Familienmitgliedern gestellt werden, die im eigenen Haushalt leben oder in einem einzigen Vertrag alle mit abgesichert sind.

Natürlich sind Schäden, die durch Kraftfahrzeuge aller Art verursacht wurden, ebenso wenig mit versichert, da hier die Kfz Haftpflichtversicherung greift. Wer Schäden verursacht, während er deliktunfähig ist, darf auch nicht auf Leistungen aus der Versicherung hoffen. Denn diese Schäden gelten vom Gesetz her als nicht schadenersatzpflichtig.

Weitere Ausschlüsse aus der privaten Haftpflichtversicherung

In den Allgemeinen Versicherungsbedingungen werden zudem weitere Ausschlüsse festgehalten, die sehr vielfältiger Natur sind. Dazu zählen:

  • Ansprüche, die aus Verträgen oder Zusagen entstehen und über das gesetzliche Haftpflichtmaß hinaus gehen.
  • Ansprüche von Personen, die Waren oder Erzeugnisse auf den Markt brachten, im Wissen, dass diese mangelhaft oder gar schädlich sind.
  • Ansprüche wegen Schäden an Arbeiten, Sachen oder sonstigen Leistungen, die vom Versicherungsnehmer hergestellt wurden.

Außerdem können keine Ansprüche gegen den Versicherungsnehmer übernommen werden, die von dessen

  • Betreuern / gesetzlichen Vertretern,
  • Liquidatoren,
  • Zwangs- / Insolvenzverwaltern oder
  • unbeschränkt persönlich haftenden Mit-Gesellschaftern stammen.

Auch Schäden an fremden Sachen und damit einhergehende Vermögensschäden werden nicht übernommen, sofern diese Sachen

  • gemietet,
  • geleast,
  • gepachtet,
  • geliehen,
  • durch verbotene Eigenmacht erlangt wurden oder
  • Gegenstand eines Verwahrungsvertrags sind.

Im Ausland vorkommende Schadenereignisse, sowie Schäden, die sich aus dem Austausch, der Bereitstellung oder der Übermittlung elektronischer Daten ergeben, sind ebenfalls nicht abgesichert. Persönlichkeits- und Namensrechtsverletzungen, Schäden aus Anfeindung, Belästigung oder Diskriminierung sind ebenfalls nicht abgedeckt.

Wenn ein Versicherungsnehmer eine Krankheit überträgt, ist dieser Schaden nicht von der Haftpflichtversicherung gedeckt. Gleiches gilt, wenn Krankheiten durch die Tiere, die vom Versicherungsnehmer gehalten oder veräußert werden, übertragen werden. Ausnahmen gelten lediglich dann, wenn der Versicherungsnehmer nachweisen kann, dass er weder grob fahrlässig, noch vorsätzlich gehandelt hat. In diesem Fall muss die private Haftpflichtversicherung leisten.

Hinzu kommen zahlreiche weitere Ausschlüsse, die in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen genauer nachgelesen werden können.

Laufzeit

Welche durchschnittliche Laufzeit wird bei der privaten Haftpflicht angeboten bzw. ist sinnvoll?

Die private Haftpflichtversicherung kommt mit unterschiedlichen Laufzeiten daher. Sinnvoll sind Laufzeiten von einem Jahr, da der Versicherungsnehmer hier besonders flexibel bleibt. Mit einer Frist von drei Monaten zum Vertragsende kann man den Vertrag kündigen.

Viele Versicherer bieten die private Haftpflichtversicherung aber auch mit Laufzeiten von drei, fünf oder zehn Jahren an. Dafür gibt es dann besonders günstige Beiträge, weil man sich ja längerfristig an die einmal gewählte Versicherung bindet. Allerdings greift das Versicherungsvertragsgesetz und so können alle Verträge, die eine Laufzeit von mehr als drei Jahren haben, bereits vorzeitig zum Ende des dritten Versicherungsjahres gekündigt werden.

Alle Versicherungsverträge, unabhängig von der einmal vereinbarten Laufzeit, verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn sie nicht fristgerecht gekündigt werden. Dessen sollten sich Versicherungsnehmer auch bewusst sein.

Vertrag kündigen und wechseln

Wer bei einem Tarifvergleich, der bei jedem Versicherungswechsel unbedingt zu empfehlen ist, feststellt, dass eine andere Versicherung wesentlich günstiger ist, sollte zeitnah prüfen, wann er die bisherige Versicherung kündigen kann.

Wichtig ist es zudem, dass eine bestehende Versicherung erst dann gekündigt wird, wenn der neue Versicherungsschutz bereits beantragt wurde. Nur so ist ein nahtloser Übergang möglich, der von entscheidender Bedeutung für eine gute Absicherung ist.

Wie und wann die private Haftpflicht kündigen?

Die private Haftpflichtversicherung sollte erst nach reiflicher Überlegung überhaupt gekündigt werden. Zuvor ist sicherzustellen, dass ein ausreichender, gleichwertiger oder umfangreicherer Versicherungsschutz bei einem anderen Anbieter besteht. Andernfalls besteht eine Versicherungslücke, die keinesfalls entstehen sollte.

Die ordentliche Kündigung zum Vertragsablauf

Grundsätzlich kann die private Haftpflicht ordentlich zum Vertragsablauf gekündigt werden. Dabei ist eine Kündigungsfrist von drei Monaten einzuhalten.

Beispiel:
Versicherung abgeschlossen am 01.05.2010
Versicherungslaufzeit: 1 Jahr
Kündigung am: 01.04.2011
Kündigung wird wirksam zum: 01.05.2012 (dreimonatige Kündigungsfrist nicht eingehalten)
Kündigung am 19.01.2011
Kündigung wird wirksam zum: 01.05.2011

Versicherung abgeschlossen: 01.05.2010
Versicherungslaufzeit: 5 Jahre
Kündigung am: 01.04.2013
Kündigung wird wirksam zum: 01.05.2014 (dreimonatige Kündigungsfrist nicht eingehalten)
Kündigung am: 19.01.2013
Kündigung wird wirksam zum: 01.05.2013

Es zeigt sich hier ebenfalls, dass Verträge, die mehr als drei Jahre Laufzeit aufweisen, zum Ende des dritten Vertragsjahrs bzw. jedes weiteren Vertragsjahrs gekündigt werden können. Auch hier ist die Kündigungsfrist einzuhalten.

Kündigung nach Schadenregulierung

Ebenfalls kann eine Kündigung nach der Regulierung eines Schadens ausgesprochen werden. Hier empfehlen viele Experten, dass eine Kündigung mit „sofortiger Wirkung“ ausgesprochen wird. Das ist aber wenig ratsam, da dann die Beiträge bis zum Ablauf des Versicherungsjahres noch fällig werden. Stattdessen sollte vorsorglich zum Ende des Versicherungsjahrs gekündigt werden. Für die Kündigung sollte ein Hinweis auf die Schadensnummer bereit gehalten werden. Außerdem ist die Kündigung binnen eines Monats nach abschließender Schadenregulierung einzureichen.

Kündigung wegen Beitragserhöhung

Darüber hinaus kann die private Haftpflichtversicherung wegen einer vorgenommenen Beitragserhöhung gekündigt werden. In diesem Fall muss die Beitragserhöhung jedoch ohne eine Leistungsverbesserung berechnet werden. Ab Erhalt der Mitteilung über die Erhöhung bleibt ein Monat Zeit, um die Kündigung auszusprechen. Sie wird dann an dem Termin wirksam, an dem die Erhöhung in Kraft treten würde.

Besonderheiten gelten bei Altverträgen. Haftpflichtversicherungen, die vor dem 01.01.1991 abgeschlossen wurden, können gekündigt werden, wenn die Beitragserhöhung mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr betrug. Auch eine Steigerung in Höhe von 20 Prozent in den letzten drei Jahren berechtigt zur Kündigung.

Wurden Versicherungen zwischen dem 01.01.1991 und dem 28.07.1994 abgeschlossen, so kann eine Kündigung erfolgen, wenn die Beitragserhöhung mehr als fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr beträgt oder mehr als 25 Prozent über der Erstprämie liegt.

Bei Verträgen, die ab dem 28.07.1994 abgeschlossen wurden, kann bei jeder Beitragserhöhung eine Kündigung ausgesprochen werden.

Kündigung nach Risikowegfall / Doppelversicherung

Ebenfalls ist eine Kündigung außer der Reihe möglich, wenn ein Paar zusammenziehen will und beide eine private Haftpflichtversicherung mitbringen. In diesem Fall kann der jüngere Vertrag sofort aufgehoben werden. Kostenfrei kann der Partner in den älteren Vertrag mit aufgenommen werden. Ausnahmen gelten, wenn es sich dabei um einen Single-Tarif handelt. Eine Kündigung ist ebenfalls möglich, wenn der Versicherungsnehmer stirbt. Hier kann die Kündigung zum Todestag erfolgen.

Wie und wann die private Haftpflicht kündigen?

Die private Haftpflichtversicherung sollte erst nach reiflicher Überlegung überhaupt gekündigt werden. Zuvor ist sicherzustellen, dass ein ausreichender, gleichwertiger oder umfangreicherer Versicherungsschutz bei einem anderen Anbieter besteht. Andernfalls besteht eine Versicherungslücke, die keinesfalls entstehen sollte.

Die ordentliche Kündigung zum Vertragsablauf

Grundsätzlich kann die private Haftpflicht ordentlich zum Vertragsablauf gekündigt werden. Dabei ist eine Kündigungsfrist von drei Monaten einzuhalten.

Beispiel:
Versicherung abgeschlossen am 01.05.2010
Versicherungslaufzeit: 1 Jahr
Kündigung am: 01.04.2011
Kündigung wird wirksam zum: 01.05.2012 (dreimonatige Kündigungsfrist nicht eingehalten)
Kündigung am 19.01.2011
Kündigung wird wirksam zum: 01.05.2011

Versicherung abgeschlossen: 01.05.2010
Versicherungslaufzeit: 5 Jahre
Kündigung am: 01.04.2013
Kündigung wird wirksam zum: 01.05.2014 (dreimonatige Kündigungsfrist nicht eingehalten)
Kündigung am: 19.01.2013
Kündigung wird wirksam zum: 01.05.2013

Es zeigt sich hier ebenfalls, dass Verträge, die mehr als drei Jahre Laufzeit aufweisen, zum Ende des dritten Vertragsjahrs bzw. jedes weiteren Vertragsjahrs gekündigt werden können. Auch hier ist die Kündigungsfrist einzuhalten.

Kündigung nach Schadenregulierung

Ebenfalls kann eine Kündigung nach der Regulierung eines Schadens ausgesprochen werden. Hier empfehlen viele Experten, dass eine Kündigung mit „sofortiger Wirkung“ ausgesprochen wird. Das ist aber wenig ratsam, da dann die Beiträge bis zum Ablauf des Versicherungsjahres noch fällig werden. Stattdessen sollte vorsorglich zum Ende des Versicherungsjahrs gekündigt werden. Für die Kündigung sollte ein Hinweis auf die Schadensnummer bereit gehalten werden. Außerdem ist die Kündigung binnen eines Monats nach abschließender Schadenregulierung einzureichen.

Kündigung wegen Beitragserhöhung

Darüber hinaus kann die private Haftpflichtversicherung wegen einer vorgenommenen Beitragserhöhung gekündigt werden. In diesem Fall muss die Beitragserhöhung jedoch ohne eine Leistungsverbesserung berechnet werden. Ab Erhalt der Mitteilung über die Erhöhung bleibt ein Monat Zeit, um die Kündigung auszusprechen. Sie wird dann an dem Termin wirksam, an dem die Erhöhung in Kraft treten würde.

Besonderheiten gelten bei Altverträgen. Haftpflichtversicherungen, die vor dem 01.01.1991 abgeschlossen wurden, können gekündigt werden, wenn die Beitragserhöhung mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr betrug. Auch eine Steigerung in Höhe von 20 Prozent in den letzten drei Jahren berechtigt zur Kündigung.

Wurden Versicherungen zwischen dem 01.01.1991 und dem 28.07.1994 abgeschlossen, so kann eine Kündigung erfolgen, wenn die Beitragserhöhung mehr als fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr beträgt oder mehr als 25 Prozent über der Erstprämie liegt.

Bei Verträgen, die ab dem 28.07.1994 abgeschlossen wurden, kann bei jeder Beitragserhöhung eine Kündigung ausgesprochen werden.

Kündigung nach Risikowegfall / Doppelversicherung

Ebenfalls ist eine Kündigung außer der Reihe möglich, wenn ein Paar zusammenziehen will und beide eine private Haftpflichtversicherung mitbringen. In diesem Fall kann der jüngere Vertrag sofort aufgehoben werden. Kostenfrei kann der Partner in den älteren Vertrag mit aufgenommen werden. Ausnahmen gelten, wenn es sich dabei um einen Single-Tarif handelt. Eine Kündigung ist ebenfalls möglich, wenn der Versicherungsnehmer stirbt. Hier kann die Kündigung zum Todestag erfolgen.

Steuern absetzen

Kann man die Haftpflichtversicherungen steuerlich absetzen?

Grundsätzlich muss jeder deutsche Bürger, der Einkommen erzielt, dieses auch versteuern. Dabei ist die Steuerlast extrem hoch, je nach Einkommen und man sucht natürlich nach Möglichkeiten, diese zu senken. Viele Ausgaben können dabei steuerlich geltend gemacht werden, darunter auch die Kosten für Versicherungen. Allerdings gibt es hier Einschränkungen.

So werden nur solche Versicherungen steuerlich berücksichtigt, die zur Absicherung der eigenen Person dienen. Sachversicherungen, wie etwa eine Hausratversicherung, sind demzufolge steuerlich nicht zu berücksichtigen. Anders sieht es hingegen bei der Haftpflichtversicherung aus. Egal, ob als Hundehalter-Haftpflicht, Kfz-Haftpflicht oder private Haftpflichtversicherung, diese Policen und deren Kosten sind grundsätzlich steuerlich abziehbar.

Vorsorgeaufwendungen sind begrenzt

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Haftpflichtversicherungen zu den Vorsorgeaufwendungen zählen und diese sind in ihrer Höhe begrenzt. Ebenfalls in diese Sparte fallen die Kosten für die Krankenversicherung. Aktuell gelten Höchstwerte von

  • 1.900 Euro allgemein oder
  • 2.800 Euro für Selbstständige.

Warum aber sind die Höchstgrenzen bei Selbstständigen höher? Dies liegt daran, dass sie die Beiträge zur Krankenversicherung vollständig selbst bezahlen müssen. Ein Arbeitgeber beteiligt sich nicht an diesen.

Lohnt sich das Absetzen überhaupt?

Generell lohnt es sich, alle Aufwendungen, die tatsächlich entstehen, auch steuerlich anzugeben. Allerdings werden die Höchstbeträge bei den meisten Personen alleine durch die Krankenversicherung überschritten, so dass sich die Haftpflichtversicherungs-Beiträge dementsprechend nicht mehr steuermindernd auswirken können.

Beispiel:

Monatlicher KV-Beitrag bei einem Selbstständigen: 250,00 Euro
Gesamtkosten KV / Jahr = 250,00 Euro * 12 Monate = 3.000,00 Euro
Kosten für die Haftpflichtversicherungen / Jahr 250,00 Euro
Gesamtkosten Vorsorgeaufwendungen 3.250,00 Euro
Steuerlich absetzbare Vorsorgeaufwendungen 2.800,00 Euro
Die Beiträge zur Haftpflichtversicherung (wir gehen von Betriebs-, Privat- und Hundehalterhaftpflicht aus), wirken sich also nicht mehr steuermindernd aus.

Private Haftpflicht mit Familie: Darauf kommt es an

Eine private Haftpflichtversicherung ist zu den wichtigsten Absicherungen im Alltag zu zählen. Der Grundschutz, den sie bieten muss, ist Jedermann klar. Aber je nach Situation oder Lebenslage sollten zusätzliche Einschlüsse mit vereinbart werden. So haben Familien zum Beispiel andere Anforderungen an ihre Haftpflicht als Singles.

Kleine und große Kinder

Kleine Kinder, die unter sieben Jahre alt sind, gelten vor dem Gesetz als deliktunfähig. Verursachen sie bei Dritten einen Schaden, müssen die Eltern grundsätzlich nicht haften. Ausnahmen gelten, wenn die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. In diesem Fall sind sie haftpflichtig. Um für den Fall der Fälle abgesichert zu sein, sollte die private Haftpflicht unabhängig davon, ob die Aufsichtspflicht verletzt wurde oder nicht, den Schaden zahlen. Allerdings werden hier nur wenige Tarife gefunden, die eine Deckungssumme von mehr als 10.000 Euro bieten.

Größere Kinder sind generell bis zur Vollendung ihrer Erstausbildung / Erststudiums mit in der elterlichen Privathaftpflicht abgesichert. Der Wehr- oder Zivildienst galt dabei nie als Unterbrechung der Absicherung.

Fremde Kinder

Auch fremde Kinder sind in jeder Haftpflichtversicherung mit abgesichert. Wer also zum großen Kindergeburtstag lädt, muss sich keine Sorgen machen, dass die Versicherung nicht zahlt, wenn einem der fremden Kinder etwas passiert. Auch hier wird die Leistung gewährt, unabhängig davon, ob die für die übrigen Kinder mit übernommene Aufsichtspflicht verletzt wurde oder nicht.

Anders sieht es hingegen aus, wenn regelmäßig fremde Kinder betreut werden, etwa von einer gewerblichen Tagesmutter. In diesem Fall muss ein Zusatzschutz vereinbart werden, der sich jedoch in der Regel gegen einen geringen Aufpreis in jede bestehende Police integrieren lässt.

Was die private Haftpflicht für Immobilienbesitzer leisten muss

Auch Immobilienbesitzer stellen ganz besondere Ansprüche an ihre Haftpflichtversicherung und diese sollten auch erfüllt werden. Hier sind viele verschiedene Absicherungen wichtig:

Bauvorhaben

Kleinere Bauvorhaben im eigenen Haus, zum Beispiel der Einbau einer Sauna, sollten über die Haftpflichtversicherung mit abgedeckt werden. Viele Anbieter ermöglichen die Absicherung bis zu bestimmten Summen, oft 25.000 Euro. Bei einigen Anbietern finden sich auch unbegrenzte Bausummen für diese Vorhaben. So kann auf eine Bauherrenhaftpflichtpolice verzichtet werden.
Zur “Bauherrenhaftpflicht” →

Heizöltanks

Wer sein Haus mittels Heizöl beheizt, benötigt einen Heizöltank. Viele dieser Tanks sind jedoch undicht und das austretende Heizöl kann ins Grundwasser gelangen und dieses verschmutzen. Hier leistet eine private Haftpflichtversicherung ebenfalls, allerdings nur, wenn der Tank privat genutzt wird. Er muss zudem oberirdisch untergebracht sein und darf nicht mehr als 5.000 Liter fassen. Bei gewerblich genutzten, unterirdischen oder größeren Tanks muss hingegen eine zusätzliche Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Photovoltaikanlage

Erneuerbare Energien boomen und auf fast jedem Dach finden sich mittlerweile Photovoltaikanlagen. Die netzgekoppelte Anlage ist aber längst nicht in jeder privaten Haftpflicht mit abgesichert, hierauf sollte beim Abschluss geachtet werden. Auch sollten Schäden, die durch das Einspeisen des Stroms entstehen, mit versichert sein.

Vermietung

Ebenfalls sollte eine gute Privat-Haftpflicht Mieter mit absichern. Allerdings greift dieser Schutz nur, wenn lediglich einzelne Räumlichkeiten im eigenen Haus vermietet werden. Wer mehr als drei Zimmer oder eine ganze Wohnung vermietet, benötigt oft eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht.

Im Ausland vermietete Wohnungen sind dagegen nur bei wenigen Anbietern mit gedeckt. Hier ist sehr detailliert in die Leistungsaufstellung das Anbieters zu schauen.

Unterwegs

Private Haftpflicht auch für unterwegs

Eine gute private Haftpflichtversicherung sollte für viele verschiedene Schäden aufkommen, darunter etwa Schäden, die einen unterwegs ereilen können. Hier sind drei grundlegende Situationen zu benennen:

Straßenverkehr

Ob als Radfahrer, Fußgänger oder Inlineskater – eine gute Privat-Haftpflicht leistet für Schäden, die ihre Versicherten Dritten zufügen, auch wenn sie nicht nur zu Fuß unterwegs sind.

Sport

Bei sportlichen Aktivitäten muss man unterscheiden. Während sportliche Inlineskater oder Radfahrer abgesichert sind, sieht es bei Mannschaftssportlern schon anders aus. Diese haften in der Regel nicht, wenn sie im Sport einen Mitspieler verletzen. Daher haftet auch die Versicherung nicht. Wer gerne jagen geht, der ist ebenfalls nicht von der privaten Haftpflichtversicherung abgesichert. Hier muss eine spezielle Jagd-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Diese ist sogar Pflicht für Jäger.

Wassersport

Im Urlaub leiht man sich gerne einmal ein Surfbrett und surft im Meer. Wird dabei ein Schwimmer verletzt, so haftet die private Haftpflicht-Versicherung generell. Diesen Schutz bieten die meisten Anbieter sogar dann, wenn das eigene Surfbrett verwendet wird.

Bei kleineren Motorbooten gibt es von einigen Anbietern ebenfalls einen Schutz. Bei größeren Motorbooten oder einem eigenen Boot greift die private Haftpflicht jedoch in aller Regel nicht. Hierfür ist eine Wassersport-Haftpflichtversicherung notwendig. Im Zweifel lohnt es sich, direkt beim Versicherer nachzufragen, denn dort erhält man garantiert die richtige Auskunft.

Unterwegs

Private Haftpflicht auch für unterwegs

Eine gute private Haftpflichtversicherung sollte für viele verschiedene Schäden aufkommen, darunter etwa Schäden, die einen unterwegs ereilen können. Hier sind drei grundlegende Situationen zu benennen:

Straßenverkehr

Ob als Radfahrer, Fußgänger oder Inlineskater – eine gute Privat-Haftpflicht leistet für Schäden, die ihre Versicherten Dritten zufügen, auch wenn sie nicht nur zu Fuß unterwegs sind.

Sport

Bei sportlichen Aktivitäten muss man unterscheiden. Während sportliche Inlineskater oder Radfahrer abgesichert sind, sieht es bei Mannschaftssportlern schon anders aus. Diese haften in der Regel nicht, wenn sie im Sport einen Mitspieler verletzen. Daher haftet auch die Versicherung nicht. Wer gerne jagen geht, der ist ebenfalls nicht von der privaten Haftpflichtversicherung abgesichert. Hier muss eine spezielle Jagd-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Diese ist sogar Pflicht für Jäger.

Wassersport

Im Urlaub leiht man sich gerne einmal ein Surfbrett und surft im Meer. Wird dabei ein Schwimmer verletzt, so haftet die private Haftpflicht-Versicherung generell. Diesen Schutz bieten die meisten Anbieter sogar dann, wenn das eigene Surfbrett verwendet wird.

Bei kleineren Motorbooten gibt es von einigen Anbietern ebenfalls einen Schutz. Bei größeren Motorbooten oder einem eigenen Boot greift die private Haftpflicht jedoch in aller Regel nicht. Hierfür ist eine Wassersport-Haftpflichtversicherung notwendig. Im Zweifel lohnt es sich, direkt beim Versicherer nachzufragen, denn dort erhält man garantiert die richtige Auskunft.

Privathaftpflicht

Die private Haftpflicht

Schaut man sich die Haftpflichtversicherung genauer an, stellt man schnell fest, dass es viele verschiedene Arten dieser Versicherung gibt. Die wichtigste ist wohl die private Haftpflicht, die jeder Mensch haben sollte. Sie ist zwar vom Gesetzgeber her nicht vorgesehen, wird aber dringend empfohlen.

Warum ist die private Haftpflicht so wichtig?

In Deutschland besagt das Gesetz, dass derjenige, der einem anderen Schaden zufügt, sei es ein Personen-, ein Sach- oder ein Vermögensschaden, für diesen Schaden gerade stehen muss. Dabei ist er mit seinem gesamten Vermögen haftbar, aber auch mit dem kompletten aktuellen und künftigen Einkommen, das über der Pfändungsfreigrenze liegt.

Gerade bei Personenschäden, die schnell einige Tausend oder sogar Millionen Euro kosten können, kann dies den finanziellen Ruin für den Schadensverursacher bedeuten. Besteht hingegen eine private Haftpflichtversicherung, so springt diese für den Schaden ein. Damit ist die finanzielle Belastung für den Schadensverursacher nahezu bei Null gelegen, lediglich die Beiträge für die Versicherung müssen entrichtet werden. Und diese sind eher als gering anzusehen, wenn man im Vergleich dazu die enormen Versicherungssummen betrachtet.

Private Haftpflicht bietet indirekten Rechtsschutz

Zusätzlich ist die private Haftpflichtversicherung sinnvoll, weil sie unberechtigte Ansprüche abwehrt. Wenn also einer Person Schaden zugefügt wurde, diese aber überhöhte Forderung an den Verursacher stellt, muss dieser sich nicht damit herum plagen, das Gegenteil zu beweisen.

Überzogene Forderungen nimmt die private Haftpflichtversicherung genau unter die Lupe. Stellt sich heraus, dass diese unberechtigt sind, werden sie notfalls auch vor Gericht abgewehrt und die private Haftpflichtversicherung sitzt hier in aller Regel am längeren Hebel.

Die Hundehaftpflicht

Die private Haftpflichtversicherung ist zweifelsohne die wichtigste Versicherung, dennoch kommt sie nicht für alle Risiken auf. Spezielle Risiken, wie etwa die, die von einem Hund ausgehen, sind auch mit einer speziellen Versicherung abzudecken. So gibt es die Hundehalterhaftpflichtversicherung schon seit einigen Jahren und sie kann jedem Hundehalter nur dringend empfohlen werden.
Zum “Hundehaftpflicht Vergleich” →

In einigen Bundesländern ist die Hundehalterhaftpflicht sogar gesetzlich vorgeschrieben – und zwar für jeden Hund, unabhängig von seiner Rasse. Dazu zählen etwa Berlin und Hamburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen. In den meisten anderen Ländern sieht man die Pflicht zum Abschluss der Versicherung nur bei so genannten Kampfhunden vor, die auf einer Rasseliste stehen. Aber auch ein Hund, der nicht zu diesen gefürchteten Rassen gehört, kann sich als gefährlich herausstellen und dann ordnen die Behörden oft ebenfalls eine Hundehalterhaftpflichtversicherung an.

Viele Gefahren gehen vom Hund aus

Die Hundehaftpflicht ist aber nicht nur sinnvoll, wenn man einen gefährlichen Hund hat. Freilich ist und bleibt der Hund ein Tier, dem man niemals zu 100 Prozent vertrauen kann oder sollte. Es kann immer einmal passieren, dass der Hund einen Menschen sprichwörtlich nicht riechen kann und diesem gegenüber aggressiv reagiert. Auch ein versehentlicher Biss im Spiel kann fatale Folgen nachziehen.

Und selbst wenn solche gefährlichen Risiken ausbleiben und der Hund einfach nur beim Toben die teure Vase in der Wohnung der Freunde umschmeißt oder den Türrahmen anknabbert, sind das Kosten, die sehr hoch ausfallen können. Vor diesen Schäden schützt die Hundehaftpflichtversicherung. Denn sie trägt die Kosten sowohl für Vermögens-, wie auch Sach- und Personenschäden. Der Halter selbst ist vom Gesetz her für jeden Schaden, den sein Tier verursacht haftpflichtig. Diese Pflicht kann jedoch bei Personenschäden oft in Millionenhöhe gehen und sollte keinesfalls unterschätzt werden. Verantwortungsvolle Hundehalter entschließen sich deshalb auch unabhängig von einer gesetzlichen Pflicht dazu, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen.

Große Unterschiede in den Angeboten

In den Angeboten zur Hundehaftpflicht zeigen sich große Unterschiede, ein Vergleich ist deshalb wichtig und hier sollte nicht nur der Preis für die Absicherung entscheidend sein, sondern ebenso die enthaltenen Leistungen. Einige Beispiele für wichtige Leistungen werden im Folgenden aufgezeigt:

Mietsachschäden

In einer guten Hundehaftpflichtversicherung sind Mietsachschäden inkludiert. Knabbert Bello also den Türrahmen in der Ferienwohnung an, dann zahlt die Versicherung. Anders kann es aussehen, wenn er beim Toben den Tisch zum Einsturz bringt. Denn in vielen Versicherungen sind Mietsachschäden nur an unbeweglichen Gegenständen abgesichert. Hier lohnt ein genauer Blick auf den Leistungsumfang.

Ausfalldeckung

Sinnvoll ist es überdies, eine Hundehaftpflicht mit Ausfalldeckung zu nutzen. So kann ein Schaden, der durch einen anderen Hund entsteht, dessen Besitzer aber nicht über eine entsprechende Versicherung oder genügend eigene finanzielle Mittel verfügt, trotzdem ersetzt werden.

Leinenzwang

Zu berücksichtigen ist ebenfalls, ob ein Leinenzwang in den Versicherungsbedingungen vorgesehen ist. Denn dieser sagt aus, dass Schäden an Dritten nur dann abgedeckt sind, wenn der Hund an der Leine geführt wird. Da aber gesunde Hunde auch einmal Freilauf benötigen, sollte eine gute Hundehalterhaftpflichtversicherung auch für unangeleinte Hunde zahlen.

Fremdhüter

In den meisten Versicherungen ist der Schutz inkludiert, dennoch lohnt sich genaueres Hinschauen. Denn auch, wenn Bello zur Obhut in die Hände von Freunden oder Verwandten gegeben wird, kann etwas passieren und diese Fremdhüter sollten dann abgesichert sein. Ausgenommen von dem Schutz sind allerdings meist gewerbliche Hundesitter.

Die Hundehaftpflicht

Die private Haftpflichtversicherung ist zweifelsohne die wichtigste Versicherung, dennoch kommt sie nicht für alle Risiken auf. Spezielle Risiken, wie etwa die, die von einem Hund ausgehen, sind auch mit einer speziellen Versicherung abzudecken. So gibt es die Hundehalterhaftpflichtversicherung schon seit einigen Jahren und sie kann jedem Hundehalter nur dringend empfohlen werden.
Zum “Hundehaftpflicht Vergleich” →

In einigen Bundesländern ist die Hundehalterhaftpflicht sogar gesetzlich vorgeschrieben – und zwar für jeden Hund, unabhängig von seiner Rasse. Dazu zählen etwa Berlin und Hamburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen. In den meisten anderen Ländern sieht man die Pflicht zum Abschluss der Versicherung nur bei so genannten Kampfhunden vor, die auf einer Rasseliste stehen. Aber auch ein Hund, der nicht zu diesen gefürchteten Rassen gehört, kann sich als gefährlich herausstellen und dann ordnen die Behörden oft ebenfalls eine Hundehalterhaftpflichtversicherung an.

Viele Gefahren gehen vom Hund aus

Die Hundehaftpflicht ist aber nicht nur sinnvoll, wenn man einen gefährlichen Hund hat. Freilich ist und bleibt der Hund ein Tier, dem man niemals zu 100 Prozent vertrauen kann oder sollte. Es kann immer einmal passieren, dass der Hund einen Menschen sprichwörtlich nicht riechen kann und diesem gegenüber aggressiv reagiert. Auch ein versehentlicher Biss im Spiel kann fatale Folgen nachziehen.

Und selbst wenn solche gefährlichen Risiken ausbleiben und der Hund einfach nur beim Toben die teure Vase in der Wohnung der Freunde umschmeißt oder den Türrahmen anknabbert, sind das Kosten, die sehr hoch ausfallen können. Vor diesen Schäden schützt die Hundehaftpflichtversicherung. Denn sie trägt die Kosten sowohl für Vermögens-, wie auch Sach- und Personenschäden. Der Halter selbst ist vom Gesetz her für jeden Schaden, den sein Tier verursacht haftpflichtig. Diese Pflicht kann jedoch bei Personenschäden oft in Millionenhöhe gehen und sollte keinesfalls unterschätzt werden. Verantwortungsvolle Hundehalter entschließen sich deshalb auch unabhängig von einer gesetzlichen Pflicht dazu, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen.

Große Unterschiede in den Angeboten

In den Angeboten zur Hundehaftpflicht zeigen sich große Unterschiede, ein Vergleich ist deshalb wichtig und hier sollte nicht nur der Preis für die Absicherung entscheidend sein, sondern ebenso die enthaltenen Leistungen. Einige Beispiele für wichtige Leistungen werden im Folgenden aufgezeigt:

Mietsachschäden

In einer guten Hundehaftpflichtversicherung sind Mietsachschäden inkludiert. Knabbert Bello also den Türrahmen in der Ferienwohnung an, dann zahlt die Versicherung. Anders kann es aussehen, wenn er beim Toben den Tisch zum Einsturz bringt. Denn in vielen Versicherungen sind Mietsachschäden nur an unbeweglichen Gegenständen abgesichert. Hier lohnt ein genauer Blick auf den Leistungsumfang.

Ausfalldeckung

Sinnvoll ist es überdies, eine Hundehaftpflicht mit Ausfalldeckung zu nutzen. So kann ein Schaden, der durch einen anderen Hund entsteht, dessen Besitzer aber nicht über eine entsprechende Versicherung oder genügend eigene finanzielle Mittel verfügt, trotzdem ersetzt werden.

Leinenzwang

Zu berücksichtigen ist ebenfalls, ob ein Leinenzwang in den Versicherungsbedingungen vorgesehen ist. Denn dieser sagt aus, dass Schäden an Dritten nur dann abgedeckt sind, wenn der Hund an der Leine geführt wird. Da aber gesunde Hunde auch einmal Freilauf benötigen, sollte eine gute Hundehalterhaftpflichtversicherung auch für unangeleinte Hunde zahlen.

Fremdhüter

In den meisten Versicherungen ist der Schutz inkludiert, dennoch lohnt sich genaueres Hinschauen. Denn auch, wenn Bello zur Obhut in die Hände von Freunden oder Verwandten gegeben wird, kann etwas passieren und diese Fremdhüter sollten dann abgesichert sein. Ausgenommen von dem Schutz sind allerdings meist gewerbliche Hundesitter.

Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Ein eigenes Häuschen ist schön und gut, doch Immobilien eignen sich nicht nur, um selbst darin zu wohnen. Sie werden immer häufiger als renditestarke Kapitalanlage angesehen und in Form von Wohnungen oder ganzen Häusern vermietet. Als Vermieter muss man jedoch auch einige rechtliche Bedingungen erfüllen.

Was kann passieren?

Die möglichen Schäden, die entstehen können, sind vielfältig. Einige Beispiele deshalb im Folgenden:
Das Streuen der Gehwege seitens des Vermieters wurde vergessen. Der Mieter stürzt aufgrund dessen, bricht sich ein Bein und muss im Krankenhaus liegen. Die Arztbehandlung, der Krankenhausaufenthalt, mögliche Verdienstausfälle und sogar Invalidität verursachen Kosten, diese sind vom Eigentümer des Hauses zu zahlen.
Der Mieter stürzt im Treppenhaus – auch hier kann es zu empfindlichen gesundheitlichen Einschränkungen und hohen Kosten kommen. Diese sind wiederum vom Vermieter zu tragen.

Bei derartigen Personenschäden können schnell massive Summen zusammen kommen und im schlimmsten Fall muss der Vermieter nicht nur mit seinem gesamten Einkommen und Vermögen dafür aufkommen, sondern auch ein Leben lang weiter zahlen.

Leistung und versicherte Person

Gegen diese Risiken schützt die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht den Vermieter. Denn sie trägt die Kosten für die entstandenen Schäden und wehrt unberechtigte bzw. überzogene Forderungen seitens der Geschädigten ab.

Versicherte Person ist zunächst der Besitzer des Hauses und Grundes. Dieser kann als natürliche, aber auch als juristische Person abgesichert werden. Ferner sind alle Personen abgesichert, die der Haus- und Grundbesitzer beauftragt hat, bestimmte Leistungen durchzuführen, wie etwa

  • Gartenpflege,
  • Beleuchtung,
  • Verwaltung,
  • Reinigung usw.

Wichtig ist, dass diese Beauftragung im Rahmen eines Arbeitsvertrages erfolgen muss. Werden Firmen beauftragt, müssen diese eine eigene Versicherung abschließen. Wer dem Haus- und Grundbesitzer unentgeltlich hilft, ist allerdings abgesichert.

Die Pferdehaftpflichtversicherung

Als Tierhalter ist man für jeden Schaden, den das eigene Tier anrichtet, haftbar zu machen. Egal, ob das Pferd scheut und dabei eine Person verletzt, ob es im Stall einen Schaden anrichtet oder gar auf die Straße prescht und einen Unfall verursacht – in all diesen Fällen muss der Halter für den Schaden aufkommen. Und das kann insbesondere bei Personenschäden schnell teuer werden. Zahlungen, die bis ans Lebensende des Halters reichen, sind da keine Seltenheit.
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Pferdehaftpflicht schützt

Aus diesem Grund ist eine entsprechende Absicherung, die in Form der Pferdehaftpflicht geboten wird, zwingend erforderlich. Zwar wird auch diese nicht gesetzlich vorgeschrieben, doch die vergleichsweise niedrigen Beiträge, die dem enormen Schutz durch die Versicherung gegenüber stehen, machen sich durchaus bezahlt.

Die Pferdehaftpflicht leistet dabei für

  • Sachschäden,
  • Personenschäden und
  • Vermögensschäden.

Wird also im Stall etwas zerstört, so kann die Pferdehaftpflicht ebenso einspringen, wie wenn eine Person verletzt wird. In diesem Fall sind die Behandlungskosten (Personenschaden) zu zahlen. Eventuell auftretende Einnahmeausfälle (Vermögensschäden) der geschädigten Person werden ebenfalls übernommen.

Zudem ist zu unterscheiden zwischen der

  • Pferdehaftpflicht und der
  • Ponyhaftpflicht.

Letztere wird oft auch als Haftpflichtversicherung für Kleinpferde bezeichnet. Hier lassen sich Ponys und Esel, aber genauso kleine Pferde, deren Stockmaß 148 Zentimeter nicht überschreitet, absichern. Meist ist diese Versicherung sogar etwas günstiger, weil bestimmte Risiken nicht mit gedeckt werden müssen, zum Beispiel die Teilnahme an Pferderennen.

Worauf ist bei der Pferdehaftpflichtversicherung zu achten?

Natürlich schauen viele Pferdehalter beim Abschluss einer Pferdehaftpflichtversicherung zuallererst auf den Preis. Genauso wichtig sind aber die Leistungen, die die Versicherung bietet. Die wichtigsten sollen im Folgenden kurz vorgestellt werden:

Mietsachschäden

Mietsachschäden sind in jeder Pferdehalterhaftpflichtversicherung enthalten. Allerdings werden oft nur Schäden an unbeweglichen Dingen ersetzt. Einige Versicherer erlauben aber auch den Einschluss von beweglichen Sachen, was durchaus sinnvoll ist.

Selbstbeteiligung

Ein klares Für oder Wider Selbstbeteiligung kann nicht genannt werden. Wer sich für die Selbstbeteiligung entscheidet, kann die Beiträge zur Pferdehaftpflicht absenken. Allerdings muss er im Schadensfall auch einen gewissen Betrag aus eigener Tasche zahlen. Wer sich gegen die Selbstbeteiligung entscheidet, riskiert zwar höhere Beiträge, kann dafür aber im Schadensfall profitieren, weil er nichts zuzahlen muss.

Rabatte

Berücksichtigt werden sollten ebenso mögliche Rabatte. Diese werden zum Beispiel gewährt, wenn mehrere Pferde abgesichert werden sollen. Auch das Alter des Halters und andere Kriterien berücksichtigen die Versicherer dabei. Wer sich für eine längere Vertragslaufzeit entscheidet, bekommt ebenfalls oft Vergünstigen in der Pferdehalterhaftpflicht.

Die Berufshaftpflicht

Die Berufshaftpflichtversicherung zählt ebenfalls zu den Sonderformen der Haftpflichtversicherung. Sie gilt für bestimmte Berufe, darunter etwa

  • Rechtsanwälte,
  • Steuerberater,
  • Treuhänder,
  • Ärzte,
  • Ingenieure,
  • Architekten oder
  • Dolmetscher,

um nur einige Beispiele zu nennen. Die Berufshaftpflichtversicherung schützt allerdings nicht vor Personen- und Sachschäden, sondern ist in erster Linie auf Vermögensschäden ausgelegt.
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Wann leistet die Berufshaftpflichtversicherung?

Die Berufshaftpflichtversicherung kann zum Beispiel bei einer Falschberatung eines Mandanten greifen oder in ähnlichen Fällen.

Beispiele:
Anwalt enthält Mandant wichtige Details zu seinem Fall aus Unwissenheit vor. Daraufhin verliert der Mandant den Prozess. Der entstandene Vermögensschaden wird durch die Berufshaftpflichtversicherung getragen.

Arzt führt eine fehlerhafte Behandlung aus. Der Patient kann nun von der Berufshaftpflichtversicherung Schadenersatz verlangen.

Mandant im Steuerbüro stürzt auf dem frisch gereinigten Marmorboden und bricht sich das Bein. In diesem Fall greift die Betriebshaftpflicht, die in Ergänzung zur Berufshaftpflicht abgeschlossen werden sollte.

Die Kombination aus Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung sollte deshalb unbedingt gewählt werden, damit die entsprechenden Berufsgruppen gegenüber allen Eventualitäten bestens abgesichert sind.

Vermögensschäden in der Übersicht

Im Rahmen der Berufshaftpflichtversicherung unterscheidet man weiterhin zwischen den echten und unechten Vermögensschäden. Echte Vermögensschäden sind dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht die Folge eines Personen- oder Sachschadens sind. Unechte Vermögensschäden sind aufgrund eines Personen- oder Sachschadens entstanden.

Beispiele:
Steuerberater verpasst Einspruchsfrist. Dem Mandanten entsteht ein echter Vermögensschaden.

Mandant stürzt beim Steuerberater und verletzt sich. Daraufhin fällt er bei der Arbeit aus und muss einen Einkommensverlust hinnehmen. Es handelt sich um einen unechten Vermögensschaden.

Die KFZ-Haftpflichtversicherung

In den großen Bereich der Haftpflichtversicherungen fällt auch die KFZ-Haftpflichtversicherung. Sie ist eine der wenigen Versicherungen, die in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben sind. Kein motorisiertes Fahrzeug kann ohne entsprechende KFZ-Haftpflichtversicherung im öffentlichen Straßenverkehr geführt werden.
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Was ist versichert?

In der Kfz Haftpflichtversicherung werden alle Schäden abgesichert, die man bei der Nutzung eines motorisierten Fahrzeugs Dritten zufügt. Unfallschäden und Co. ziehen oft massive Personenschäden, zumindest aber Sachschäden nach sich und diese können ins Geld gehen. Von daher ist die Kfz Haftpflichtversicherung nicht nur wichtig, sondern auch sehr sinnvoll, kann sie den Autofahrer beispielsweise doch vor dem finanziellen Ruin bewahren.

Versichert ist stets der Versicherungsnehmer, der meist, aber nicht zwingend, ebenso Halter des Fahrzeugs ist. Zudem können verschiedene weitere Fahrer versichert werden. Ausgenommen davon sind Verträge, bei denen ausdrücklich angegeben wird, dass andere Fahrer ausgeschlossen sind.

Beitragsberechnung in der Kfz Haftpflichtversicherung

Die Beitragsberechnung in der Kfz Haftpflichtversicherung ist sehr komplex gestaltet. Prämien errechnen die Versicherer aus statistischen Daten. Dazu zählen etwa:

  • Typklasse des Fahrzeugs – wird ermittelt aus der Häufigkeit von Schäden an diesen Fahrzeugtypen und der durchschnittlichen Schadenshöhe
  • Regionalklasse des Ortes, an dem das Fahrzeug zugelassen wird – wird ermittelt aus der Häufigkeit von Schäden in einem begrenzten Gebiet
  • Schadenfreiheitsrabatt – dieser sinkt immer weiter, je länger der Versicherte unfallfrei gefahren ist

Zusätzlich gibt es Typklassen für die Voll- und Teilkasko-Versicherung. Diese werden beim Einschluss einer der beiden Varianten in die Kfz Haftpflichtversicherung berücksichtigt. Die Teilkasko übernimmt zum Beispiel Schäden durch Haarwild am eigenen Fahrzeug. Sie eignet sich im Grunde genommen für jedes Fahrzeug. Die Vollkasko hingegen übernimmt alle Schäden, auch wenn diese am eigenen Fahrzeug entstehen, zum Beispiel bei einem selbst verschuldeten Unfall. Empfehlenswert ist diese vor allem für Neuwagen.

Vergünstigungen lassen sich erreichen

Viele Versicherer bieten gerade in der Kfz Haftpflichtversicherung zahlreiche Vergünstigungen an. Diese richten sich nach verschiedensten Kriterien, zu denen unter anderem folgende zählen:

  • Alter des Fahrers / Versicherungsnehmers
  • Alter des Führerscheins
  • Alter des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Zulassung auf den Versicherungsnehmer
  • Abstellplatz des Fahrzeugs über Nacht (Straße, Garage, Carport)
  • Beruf des Versicherungsnehmers (für Beamte / Angestellte des öffentlichen Dienstes gibt es Sonderkonditionen)
  • Jährliche Fahrleistung (Rabatte bei geringen Fahrleistungen)
  • Vorhandensein von selbst genutztem Wohneigentum
  • Einschränkung auf bestimmte Fahrer / Alleinfahrer / Fahrer mit Mindest- oder Maximalalter
  • Kinder, die im Haushalt mit leben
  • Eintragungen im Verkehrszentralregister

Je nach Versicherer können auch weitere Kriterien veranschlagt werden oder es fallen welche heraus. Hier lohnt in jedem Fall der Vergleich.

Die Jagdhaftpflichtversicherung

Ebenfalls gehört die Jagdhaftpflichtversicherung zu den besonderen Formen der Haftpflichtversicherung. Sie ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. In Deutschland und Österreich gelten dabei folgende Vorschriften:

Jagdscheine können nur bei der zuständigen Jagdbehörde beantragt oder verlängert werden.
Bei diesem Antrag muss der Nachweis über den Abschluss einer Jagdhaftpflichtversicherung erbracht werden.
Die Zusage der Versicherung zur Risikoabdeckung muss mindestens für den Zeitraum gegeben werden, für den der Jagdschein beantragt wurde (maximal drei Jahre).

Selbst einstige Jäger, die heute nicht mehr aktiv sind, ihre Jagdwaffen aber weiterhin behalten möchten, müssen eine Jagdhaftpflichtversicherung abschließen.

Versicherungssummen und –schutz

In Deutschland sind 500.000 Euro Deckungssumme für Personen- und 50.000 Euro Deckungssumme für Sachschäden zwingend vorgeschrieben. Dennoch empfehlen Experten, dass die Deckungssumme für Personenschäden mindestens fünf Millionen Euro betragen sollte. Denn auch bei Jägern gilt, dass sie für die von ihnen verursachten Schäden unbegrenzt haftbar gemacht werden können.

Im Versicherungsschutz inkludiert ist meist nicht nur die Jagdhaftpflichtversicherung für den Jäger, sondern auch eine Tierhalterhaftpflichtversicherung. Diese gilt in aller Regel für

  • zwei Jagdhunde,
  • zwei Frettchen und
  • zwei Beizvögel.

Die Versicherung kommt dabei für alle Schäden auf der Jagd und in einem begrenzten Gebiet auf, die der Jagdscheininhaber Dritten zufügt.

Die Wassersporthaftpflichtversicherung

Eine weitere Sonderform der Haftpflichtversicherung ist die Wassersporthaftpflichtversicherung. Sie greift immer dann, wenn man Dritten einen Schaden zufügt, der in Verbindung mit dem Besitz oder auch nur dem Gebrauch eines Wasserportgerätes steht. Zu diesen Wassersportgeräten zählen vor allem motorisierte Boote oder Yachten.

Diese motorisierten Wassersportgeräte können in der reinen privaten Haftpflichtversicherung nicht mit eingeschlossen werden. Einige Versicherer verzichten sogar generell auf den Einschluss von Wassersportgeräten, unabhängig davon, ob sie motorisiert sind oder nicht.

Versicherungsschutz und Umfang

Wer sich für die Wassersporthaftpflichtversicherung entscheidet, kann sich damit gegen Haftpflichtansprüche aus Personen-, Sach- und Vermögensschäden optimal absichern. Dabei greift der Versicherungsschutz nicht nur für den Halter des Wassersportgerätes an sich, sondern ebenso für Personen, die berechtigt waren das Gerät zu bedienen. Auch diejenigen Personen, die für die richtige und sichere Bedienung des Geräts verantwortlich zeichnen, sind mit abgesichert.

In einigen Ländern, wie Italien, der Schweiz oder Spanien gehört die Wassersporthaftpflichtversicherung sogar zu den Pflichtversicherungen. Je nach Wassersportgerät werden dabei Mindestdeckungssummen vorgeschrieben. Wer hierzulande mit seinem Boot in See sticht und eines der genannten Länder befahren will, ist sogar verpflichtet, einen entsprechenden Nachweis über die Versicherung an Bord mit zu führen.