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Tagesgeldkonto: Eine Geldanlageoption

Geldanlagen sind begehrt, doch sollen sie natürlich auch einige Voraussetzungen erfüllen. Diese haben sich im Rahmen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise in den vergangenen Jahren gewandelt. Waren es einst vor allem die Anlageformen, die hohe Renditen abwarfen, aber gleichzeitig ein sehr hohes Risiko in sich bargen, haben sich die Zeiten gewandelt. Heute stehen andere Formen der Geldanlage im Mittelpunkt.

Die wichtigsten Anforderungen, die Kunden an ihre moderne Geldanlage stellen, sind dabei:

  • Hohe Rendite / Zinsen
  • Absolute Sicherheit
  • Höchstmögliche Flexibilität
  • Keine Kosten für die Anlage
Diese Vorteile vereint eine Geldanlage in sich: Das Tagesgeld. Es bietet vergleichsweise hohe Zinsen selbst bei geringer Anlagesumme, auch wenn diese aufgrund der Zinspolitik der EZB in den vergangenen Jahren drastisch gesunken sind. Trotzdem bleibt das Geld, welches auf dem Tagesgeldkonto geparkt wird, absolut sicher, ist es doch über den Einlagensicherungsfonds zu 100 Prozent abgesichert. Die Flexibilität wird dadurch erreicht, dass über das Tagesgeld, wie der Name vermuten lässt, täglich verfügt werden kann. Zusätzlich fallen für die Kontoführung keinerlei Kosten an.

Tagesgeld vs. Sparbuch

Oftmals wird das Tagesgeld mit dem Sparbuch verglichen. Vom Grundgedanken her ist das auch korrekt, schließlich funktionieren beide nach einem ähnlichen Prinzip. Unterschiede gibt es aber dennoch:
MerkmalTagesgeldSparbuch
KündigungsfristKeine3 Monate
Verfügbarkeit des GeldesTäglich in voller HöheTäglich, maximal 2.000 € monatlich, andernfalls muss die Kündigung erfolgen oder es fallen Vorschusszinsen an
VerzinsungCa. 1 – 3 % je nach AnbieterCa. 0,5 %

Tagesgeld vs. Festgeld

Ebenfalls findet oft der direkte Vergleich zwischen Tages- und Festgeld statt. Doch auch hier tun sich Unterschiede auf, wie folgende Aufstellung verdeutlicht:

MerkmalTagesgeldFestgeld
Verfügbarkeit des GeldesTäglich in voller HöheNur zum Ende der Laufzeit, andernfalls Zinsverlust
Verfügbarkeit des GeldesKeineAuslaufen mit Ende der Laufzeit oder automatische Verlängerung, wenn keine Kündigung erfolgt
VerzinsungCa. 1 – 3 % je nach AnbieterCa. 1,5 – 3 % je nach Anbieter und Laufzeit

Was ist ein Tagesgeldkonto?

Heute ist das Tagesgeldkonto eine der beliebtesten Geldanlageformen. Dabei gibt es diese noch gar nicht so lange. Dennoch konnte es sich zu einem echten Dauerbrenner entwickeln und hat seit einiger Zeit sogar des Deutschen liebste Sparanlage, nämlich das Sparbuch, vom Markt verdrängt. Es gibt zwar noch einige Sparbücher, dennoch ist das Tagesgeld in den meisten deutschen Haushalten heute der perfekte Ersatz für ein Sparbuch.

Die Verwendungsmöglichkeiten sind dabei vielseitig, so wird es unter anderem

  • als Sparmöglichkeit und Vorsorge für den Nachwuchs mit hoher Verzinsung,
  • als Möglichkeit, um derzeit nicht benötigtes Geld gut verzinst zu parken oder
  • als attraktive Form der Geldanlage, ohne auf die gewünschte Flexibilität verzichten zu müssen
genutzt.

Was zeichnet das Tagesgeld aus?

Das Tagesgeldkonto zeichnet sich vor allen Dingen dadurch aus, dass es eine Geldanlagemöglichkeit darstellt, über die jederzeit und in voller Höhe verfügt werden kann. Wartezeiten, bis man an das gesparte Geld heran kommt, gehören mit dem Tagesgeld endgültig der Vergangenheit an.

Zudem werden vergleichsweise hohe Zinsen geboten, insbesondere für jene Kunden, die sich vor dem Vergleich der Hunderte Angebote nicht scheuen. Darüber hinaus ist das Tagesgeldkonto ein reines Sparkonto. Es kann somit nicht für den alltäglichen Zahlungsverkehr genutzt werden.

Überweisungen vom Tagesgeldkonto

Das Tagesgeldkonto ist von den Banken so aufgebaut worden, dass es am allgemeinen Zahlungsverkehr nicht teilnehmen kann, was eine große Sicherheit für den Kunden bedeutet. Überweisungen vom Tagesgeldkonto können einzig und allein auf ein zuvor benanntes Referenzkonto erfolgen. Somit ist der Missbrauch des Tagesgeldkontos ausgeschlossen.
Barauszahlungen sind in der Bankfiliale möglich, doch werden hier nur wenige Tagesgeldkonten geführt, da die Konditionen bei reinen Onlinebanken oft sehr viel besser sind. Einzahlungen hingegen können von allen Konten aus auf das Tagesgeld erfolgen. Möglich ist es hierbei auch, dass ein Sparplan eingerichtet wird. Die Bank bucht dann automatisch einen bestimmten Betrag zu einem festgelegten Termin auf das Tagesgeldkonto um.

Wann eignet sich das Tagesgeld als Geldanlage?

Grundsätzlich eignet sich das Tagesgeldkonto als Geldanlage für fast jede Person. So können unter anderem Unternehmen, wie auch Privatpersonen oder gar der eigene Nachwuchs vom Tagesgeldkonto profitieren. Verschiedene Einsatzgebiete haben sich dabei für das Tagesgeldkonto entwickelt:
  • Tagesgeld als Parkmöglichkeit für vorübergehend nicht benötigtes Geld (etwa zwischen zwei Investitionen / Anlagen)
  • Tagesgeld als Sparbuch-Ersatz für Verbraucher
  • Tagesgeld als liquide Mittel für Unternehmen
  • Tagesgeld als Vorsorge für den Nachwuchs

Tagesgeld als Parkmöglichkeit

Einst wurde Tagesgeld nur für diese Variante der Geldanlage eingesetzt. Verbraucher, die eine größere Summe aus einer Anlage ausgezahlt bekommen haben, aber noch nicht wissen, in welche Anlageform sie das Geld als nächstes investieren wollen, können es auf dem Tagesgeldkonto parken.

So wird es nicht nötig, ein Angebot anzunehmen, das nicht den eigenen Vorstellungen entspricht und noch dazu kann man attraktive Zinsen erwirtschaften. Außerdem muss das Kapital nicht unverzinst auf dem Girokonto liegen. Zusätzlich kann jederzeit darüber verfügt werden, anstatt lange Kündigungsfristen, wie beim Sparbuch einhalten zu müssen.

Tagesgeld als Sparbuch-Ersatz

Für den privaten Verbraucher hat sich Tagesgeld vor allem als Ersatz für das klassische Sparbuch etabliert. Statt monatlich einen bestimmten oder auch variablen Betrag auf das Sparbuch einzuzahlen, kann dieser aufs Tagesgeldkonto überwiesen werden.

Durch die höhere Verzinsung, sowie die vollständige, tägliche Verfügbarkeit ist das Tagesgeld hier eine interessante Alternative geworden. Der altbekannte Notgroschen findet darauf seinen perfekten Platz.

Tagesgeld als liquide Mittel

Unternehmen brauchen große Geldsummen, um ihre eigenen Verpflichtungen erfüllen zu können. Oftmals werden die Gelder jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt benötigt, der heute noch nicht eingeschätzt werden kann. Auch für schlechte wirtschaftliche Zeiten wird ein Notgroschen benötigt.

Hier ist das Tagesgeldkonto die richtige Wahl, sorgt es doch für eine tägliche Verfügbarkeit und attraktive Zinsen. Lieferantenrechnungen können so mit dem finanziellen Puffer zeitnah beglichen werden, aber auch in Notsituationen läuft der Unternehmer nicht Gefahr, die laufenden Kosten nicht mehr decken zu können. Anders sieht das bei festen Geldanlagen aus, über die gerade dann, wenn sie benötigt werden, nicht verfügt werden kann.

Tagesgeld als Vorsorge

Werdende Eltern suchen nach Möglichkeiten, um ihrem Kind später einen sorgenfreien Start ins Leben zu ermöglichen. Hierbei wissen viele anfangs noch nicht so recht, welches Produkt das Richtige ist. Soll dennoch schon Geld zur Seite gelegt werden, eignet sich ein Tagesgeldkonto ideal.

Überdies können die Eltern darauf auch dann zugreifen, wenn sie selbst einmal in eine finanzielle Schieflage geraten. Für unvorhergesehene, aber zwingend notwendige Ausgaben oder aber, um dem Nachwuchs eines Tages den Führerschein finanzieren zu können – das Tagesgeld ist eine lieb gewonnene Vorsorge-Option geworden.

Vorteile vom Tagesgeld

Das Tagesgeldkonto ist als eine der beliebtesten Geldanlagen längst Jedermann ein Begriff. Kein Wunder also, dass es auch einige Vorteile für den Kunden bieten muss. Diese sollen im Folgenden näher vorgestellt werden. Grundsätzlich unterscheidet man beim Tagesgeld zwischen vier entscheidenden Vorteilen:

  • Sicherheit dank Einlagensicherung
  • Hohe Verzinsung
  • Ständige Verfügbarkeit
  • Fehlende Kündigungsfristen

Einlagensicherung und Verzinsung

Die Einlagensicherung ist gesetzlich vorgeschrieben und beträgt innerhalb Europas mindestens 100.000 Euro. Darüber hinaus haben sich viele Banken freiwilligen Sicherungssystemen angeschlossen, so dass auch darüber hinausgehende Guthaben vollständig abgesichert werden.
Obwohl man in der Theorie davon ausgeht, dass kurzfristig geparkte Gelder, wie die auf dem Tagesgeld, niedriger verzinst sein müssten, als langfristige Anlagen ist es nicht so. Grund dafür ist, dass Banken das Tagesgeldkonto als Instrument nutzen, um neue Kunden zu gewinnen. Sie sind von daher bestrebt, den Zinssatz so stabil wie nur irgend möglich zu halten, damit die Kunden nicht abwandern.
Zudem profitieren die Kunden beim Tagesgeldkonto von einer sehr häufigen Auszahlung der Zinsen, die teils monatlich, größtenteils jedoch zumindest quartalsweise erfolgt. Diese ausgezahlten Zinsen sind im Gegensatz zu Festgeldanlagen sofort verfügbar. Außerdem können sie zum Zinseszinseffekt führen, bleiben sie selbst auf dem Tagesgeldkonto bestehen.

Verfügbarkeit und Kündigungsfristen

Die ständige Verfügbarkeit über das geparkte Vermögen ist als einer der wichtigsten Vorteile des Tagesgeldkontos zu nennen. Schließlich können Kunden ihr Geld jederzeit einsetzen, ganz so, als hätten sie es unter dem Kopfkissen aufbewahrt. Noch dazu wird dieses Kapital verzinst. Damit wird klar, dass Tagesgeld im Gegensatz zum Festgeld, mehr Flexibilität für den Verbraucher ermöglicht.

Auch auf Kündigungsfristen wird beim Tagesgeldkonto vollständig verzichtet. Wer mag, kann sein Tagesgeldkonto von einem Tag auf den anderen auflösen, so dass hier keine langen Wartezeiten einzurechnen sind.

Nachteile vom Tagesgeld

Wie jede Medaille zwei Seiten hat, so gibt es auch beim Tagesgeldkonto nicht nur Vorteile. Einige Nachteile müssen Verbraucher bei dieser Form der Geldanlage ebenso in Kauf nehmen. Die wichtigsten Nachteile sind:
  • Laufzeiten bei der Verfügung
  • Reines Guthabenkonto
  • Zinsänderungen
  • Reine Online-Kontoführung

Laufzeiten bei der Verfügung über das Geld

Ein Tagesgeldkonto kann Auszahlungen lediglich auf ein zuvor benanntes Referenzkonto, meist das Girokonto, vornehmen. Das heißt, wer sich im Fachhandel einen neuen Fernseher kaufen und diesen mit dem Geld vom Tagesgeldkonto bezahlen will, muss es zuerst auf das Girokonto überweisen. Eine sofortige Zahlung ist somit nicht möglich.
Laut Gesetz muss die Überweisung binnen eines Tages auf dem Referenzkonto valutiert sein. Verbraucher müssen also mit einem Tag Laufzeit rechnen, bevor sie über das Geld verfügen können. Damit wird die ständige Verfügbarkeit beim Tagesgeldkonto etwas geschmälert.

Reines Guthabenkonto und Online-Kontoführung

Weiterhin sehen es einige Verbraucher als Nachteil, dass das Tagesgeldkonto ein reines Guthabenkonto ist. Es kann keinen negativen Saldo aufweisen, ein Dispositionskredit ist somit nicht vorgesehen. Allerdings braucht es diesen auch nicht, wenn man bedenkt, dass sich das Tagesgeldkonto ohnehin nicht für die Teilnahme am allgemeinen Zahlungsverkehr eignet.
Darüber hinaus werden viele Tagesgeldkonten heute ausschließlich als Online-Konten angeboten. Das heißt, dass Bankgeschäfte via Telefon, Brief, Fax oder Besuchen in einer Bankfiliale nicht mehr möglich sind. Gerade Personen, die dem Online-Banking nicht ausreichend Vertrauen schenken, dürften hierin einen Nachteil sehen. Die persönliche Beratung durch einen Mitarbeiter geht dabei ebenfalls verloren.

Zinsänderungen sorgen für Unsicherheit

Ebenfalls als Nachteil werden oftmals die variablen Zinsen beim Tagesgeldkonto angesehen. Sie sorgen nämlich dafür, dass die Bank den aktuellen Zinssatz jederzeit an die sich verändernden Marktbedingungen anpassen kann. Damit können die Zinsen von einem Tag auf den anderen steigen, genauso aber sinken.
Die Sorge, dass hieraus ein großer Nachteil entsteht, ist jedoch größtenteils unberechtigt. Die Banken sind nämlich sehr bestrebt, die Zinssätze für das Tagesgeld möglichst lange stabil zu halten, um keine Kunden zu verlieren.

Tagesgeldkonditionen im Überblick

Wenn es um die Wahl der passenden Geldanlage geht, dann ist ein Konditionenvergleich entscheidend. Auch beim Tagesgeld gilt dieser Grundsatz. Auf welche Konditionen ist dabei im Besonderen zu achten? Diese Fragen sollen im Folgenden beantwortet werden. Dabei spielen folgende Konditionen eine besonders wichtige Rolle:

  • Sicherheit
  • Zinsen
  • Bedingungen

Die Sicherheit beim Tagesgeldkonto

Die Sicherheit ist beim Tagesgeldkonto stets gegeben. Über die Einlagensicherung sind in Deutschland geführte Tagesgeldkonten staatlich bis zu 100.000 Euro abgesichert, durch freiwillige Sicherungssysteme der deutschen Banken darüber hinaus bis zu einem gewissen Prozentsatz der Bilanzsumme der Bank. Dadurch ergibt sich meist eine Einlagensicherung von mehreren Millionen Euro pro Kunde.

Bei ausländischen Banken sieht es etwas anders aus. Innerhalb der EU sind Gelder bis zu 100.000 Euro ebenfalls komplett abgesichert. Darüber hinaus gehendes Vermögen wird je nach Land unterschiedlich abgesichert.

Die Zinsen beim Tagesgeldkonto

Auch die Zinsen lassen sich dank moderner Vergleichsrechner für das Tagesgeldkonto jederzeit aktuell feststellen. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass Tagesgeldzinsen stets variabel sind, sie hängen unmittelbar mit der allgemeinen Zinsentwicklung am Kapitalmarkt zusammen und können jederzeit angepasst werden, nach oben, wie auch nach unten.
Viele Banken nutzen das Tagesgeldkonto nach wie vor, um neue Kunden zu gewinnen und bieten deshalb sehr hohe Verzinsungen an. Hier sollten Kunden Obacht geben, da die Angebote oft zeitlich begrenzt sind.

Sonstige Bedingungen beim Tagesgeldkonto

Außerdem sollten Verbraucher bei der Wahl des passenden Tagesgeldkontos auf sonstige Bedingungen achten. In den allermeisten Fällen werden hohe Zinsen vom ersten Euro der Geldanlage an geboten. In einigen, sehr seltenen Fällen gelten Zinsstaffeln, die jedoch meist wie folgt ausarten:
  • Standard-Zinssatz (meist sehr hoch) für Anlagen bis zu 20.000 / 50.000 / 100.000 Euro
  • Ab 20.000 / 50.000 / 100.000 Euro, je nach Bank, verringerte Zinssätze
Weiterhin ist darauf zu achten, wie oft es zur Auszahlung der Zinsen kommt. Eine tägliche Auszahlung ist sehr selten, aber dafür umso attraktiver. Die monatliche Auszahlung ermöglicht es ebenfalls, vom begehrten Zinseszinseffekt zu profitieren. Standardmäßig werden die Tagesgeldzinsen jedoch quartalsweise oder jährlich ausgezahlt.

Geschichtliche Entwicklung des Tagesgeldkontos

Lange Zeit waren Tagesgeldkonten alles andere, als attraktiv für Privatanleger. Noch in den 1990er Jahren war das Sparbuch des Deutschen liebste Geldanlage und zu diesem kehrten die Anleger auch zurück, als sie um die Jahrtausendwende geschockt von den massiven Verlusten am Aktienmarkt waren.
Das Tagesgeldkonto als solches hatte zu jener Zeit wenig zu bieten. Die Zinsen lagen im Keller, so dass das herkömmliche Sparbuch locker mit halten konnte. Lediglich Unternehmen interessierten sich für die Geldanlage Tagesgeld. Der niedrigere Zins im Vergleich zu Festgeldkonten wurde gerne in Kauf genommen, wussten die Unternehmen dafür doch, dass sie zumindest jederzeit über das angelegte Geld verfügen konnten.

Die Wende im Jahr 2000

Im Jahr 2000 kam es dann zur Wende. Zu jener Zeit gründete die Banque D´Escompte Paris eine neue Bank, die First-e. Das Entwicklungsoffice wurde in Frankfurt am Main, der Hauptsitz in Dublin in Irland etabliert. Die erste Internetbank war entstanden und sie bot nur ein einziges Produkt an: Ein Tagesgeldkonto. Stolze sechs Prozent Zinsen wurden dafür geboten, das Angebot wurde stark beworben.
Der kurz zuvor erfolgte Crash an den Börsen hinterließ bleibende Spuren bei den Anlegern:
  • Sicherheit stand wieder im Vordergrund
  • Hohe Renditeaussichten, wie sie von der Börse bekannt waren, sollten auch künftig zu finden sein
  • Mickrige Sparbuch-Zinsen stellten die Anleger nicht mehr zufrieden
Die Banken versuchten jetzt, umzuschwenken und boten vermehrt Fonds an. Die Sicherheit dieser überzeugte die Anleger aber nicht und so wurden sie langsam zum Freund des Tagesgeldkontos. Die First-e als erste Internetbank musste sich bereits ein Jahr nach ihrer Entstehung auflösen, alle angelegten Kundengelder wurden aber von der Pariser Mutterbank an die Kunden zurückgezahlt. Die Feuerprobe, in der bewiesen werden musste, dass das Tagesgeldkonto sicher ist, war damit bestanden.

Tagesgeldkonto auf dem Vormarsch

In den folgenden Jahren ging es Schlag auf Schlag. Immer mehr Banken boten ein Tagesgeld, zunehmend mit attraktiven Zinsen, an. 2005 gab die führende deutsche Direktbank ING-DiBa sogar an, täglich 3.000 neue Kunden gewonnen zu haben, vornehmlich über das Tagesgeld. Die Ziele, die die Banken verfolgten waren einfach:

  • Alleine mit einem Tagesgeld kann kein Geld verdient werden, auch andere Bankprodukte müssen angeboten werden.
  • Nach der Eröffnung des Tagesgeldkontos stand die Bank mit dem Kunden in Kontakt und konnte ihm nun Fonds, Kredite und Co. anbieten. Die Vertrauensbasis war geschaffen.
Heute gibt es bei jeder Bank ein Tagesgeldkonto, oft sogar als Kombiprodukt, das die Vorteile von Fonds und Tagesgeld vereint. Wer ein Tagesgeldkonto eröffnet, sich gleichermaßen verpflichtet, einen gewissen Betrag in einen Fonds zu investieren, erhält dann höhere Tagesgeldzinsen.

Tagesgeld vs. Sparbuch

Das gute alte Sparbuch, heute oftmals wie ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten dargestellt, ist ebenfalls eine Alternative zum Tagesgeldkonto. Für viele Verbraucher ist ohnehin nur das Sparbuch eine echte Sparmöglichkeit. Sie sträuben sich gegen das Tagesgeldkonto, auch wenn es viele Vorteile mit sich bringt. Aber kann es das klassische Sparbuch, das jeder noch aus seinen Kindertagen kennt, tatsächlich mit dem Tagesgeldkonto aufnehmen?

Vergleich Tagesgeld vs. Sparbuch

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, braucht es eine klare Gegenüberstellung von Sparbuch und Tagesgeld. Erst dann kann die endgültige Entscheidung getroffen werden:
[Tabelle]

Fazit

Aufgrund der deutlich geringeren Verzinsung beim Sparbuch ist dieses als Geldanlage nicht empfehlenswert. Derzeit wird mit dem Zins nicht einmal die Inflation ausgeglichen, so dass hier praktisch bares Geld verbrannt wird.
Hinzu kommen die Kündigungsfristen, die eingehalten werden müssen. Die geringere Flexibilität bei den Auszahlungen, sowie eine nur kompliziert mögliche Bareinzahlung beim Sparbuch sind weitere K.O.-Kriterien.
Beiden Konten gemein ist die kostenfreie Kontoführung, wobei das Sparbuch den psychologischen Vorteil bietet, dass dieses in Händen gehalten werden kann, was beim Tagesgeldkonto fehlt. Gerade für Kinder ist das Sparbuch deshalb eine schöne Idee, doch rein wirtschaftlich rechnet es sich kaum.

Tagesgeld vs. Festgeld

Auf der Suche nach der passenden, lukrativen Geldanlage stoßen immer mehr Verbraucher auf das Tagesgeldkonto. Doch sie suchen ebenso nach Alternativen, wobei das Festgeld oft auf den Plan tritt. Beide Formen der Geldanlage haben durchaus ihre Vorteile, aber genauso einige Nachteile. Wer schneidet im direkten Vergleich Tagesgeld vs. Festgeld besser ab?

Der direkte Vergleich: Tagesgeld vs. Festgeld

Im direkten Vergleich zwischen Tages- und Festgeld kommt es auf verschiedene Faktoren an. Zu diesen zählen unter anderem:
  • Verzinsung der Geldanlage
  • Mindest- und Maximaleinlagen der Geldanlage
  • Kündigung der Geldanlage
  • Einlagensicherung
Hier ergeben sich zwischen Tages- und Festgeld doch einige Unterschiede, die im Folgenden näher beleuchtet werden sollen:
[Tabelle]

Fazit

Ein klares Fazit für oder gegen die Geldanlage Festgeld bzw. Tagesgeld gibt es nicht. Es kommt hierbei auf den eigenen Anlagehorizont an. Das gesamte Vermögen sollte jedoch nicht im Festgeld angelegt werden, da dadurch keine Flexibilität mehr für unvorhergesehene Ausgaben besteht.

Tagesgeld vs. Girokonto

Auch das Girokonto kommt so manchem Verbraucher in den Sinn, wenn es darum geht, eine Alternative zum Tagesgeldkonto zu finden. Doch lohnt sich die Geldanlage auf dem Girokonto tatsächlich? Folgende Vor- und Nachteile gelten dabei für das Girokonto, so dass Verbraucher klar entscheiden können, welche Form der Geldanlage sie nutzen. Zugrunde gelegt werden muss dabei jedoch ein modernes Girokonto, das dem Tagesgeldkonto auch tatsächlich Konkurrenz machen kann.

Vor- und Nachteile des Girokontos im Überblick

[Tabelle]

Vor- und Nachteile des Tagesgeldkontos

[Tabelle]

Fazit

Ein klares Fazit kann hier ebenso wenig gegeben werden, wie bei der Alternative Festgeld. Beide Varianten der Geldanlage bieten Vorteile, aufgrund der Zinsen, die beim Tagesgeld doch oft sehr viel höher liegen, ist dieses zu empfehlen. Ein großer Vorteil ist auch, das klar erkennbare Sparziel bei einem separaten Konto. Das Geld, das auf diesem liegt, soll nicht angerührt werden. Die psychische Barriere, dieses doch anzurühren, ist somit höher.
Beim Girokonto dagegen bietet sich der Vorteil, dass lediglich ein einziges Konto geführt werden muss, was der Bequemlichkeit vieler Verbraucher doch sehr entgegen kommt. Die verringerten Zinseinnahmen sollten dabei aber nicht außer Acht gelassen werden.

Tagesgeld vs. Staatsanleihen

In Zeiten unsicherer Wirtschaftslagen und Bankenpleiten wird der Ruf nach sicheren Geldanlagen immer lauter. Insbesondere die Staatsanleihe als eher konservative Geldanlageform gewinnt in diesem Zusammenhang an Bedeutung. Eine festgeschriebene Verzinsung und eine (vermeintlich) hohe Sicherheit locken Anleger an. Doch dass Staatsanleihen auch gefährlich werden können, zeigt die aktuelle Eurokrise. Einige Länder in der Euro-Zone stehen kurz vor dem Staatsbankrott. Noch sind die Hilfen durch die übrigen Länder nicht aufgekündigt, es könnte allerdings jederzeit passieren. Lohnt sich in diesem Hinblick die Staatsanleihe als Alternative zum Tagesgeld noch?

Tagesgeld vs. Staatsanleihe

Wenn es um den direkten Vergleich geht, sind einige Faktoren wichtig. Tagesgeld und Staatsanleihen unterscheiden sich nämlich in vielen Bereichen. Folgende Tabelle soll den Prozess der Entscheidungsfindung deshalb etwas erleichtern:
[Tabelle]

Fazit

Die Staatsanleihen gelten gemeinhin als sehr sichere Geldanlageform. Wirkliche Sicherheit gibt es hierbei aber nicht. Wer sich für einigermaßen sichere Staatsanleihen (Staaten mit hoher Bonität) entscheidet, minimiert zwar das Verlustrisiko, jedoch sind auch die Renditechancen damit deutlich geschmälert. Wer höhere Renditen wünscht, muss sich für unsichere Staaten mit geringer Bonität (Griechenland, Spanien…) entscheiden. Hier besteht aber die Gefahr, dass der europäische Rettungsschirm irgendwann keinen Platz mehr bietet und ein Totalverlust entsteht.
Aus diesem Grund ist das Tagesgeld die günstigere Alternative, wenn es um Sicherheit geht. Noch dazu bietet es im Vergleich zu Staatsanleihen von Staaten mit positiver Bonitätsbeurteilung höhere Zinsen.

Tagesgeld vs. Bausparen

Auf der Suche nach Tagesgeld-Alternativen stößt man unweigerlich auch auf den klassischen Bausparvertrag. Er scheint vielen Menschen noch immer als sehr sinnvoll, wobei diese Sinnhaftigkeit ihm auch gar nicht vollständig abgesprochen werden kann. Doch lohnt sich der Bausparer als Geldanlage tatsächlich mehr, als ein Tagesgeldkonto? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, sollten die Vor- und Nachteile beider Formen der Geldanlage in einen direkten Vergleich gesetzt werden.

Vor- und Nachteile der Geldanlagen

Tagesgeldkonten bieten zahlreiche Vorteile, doch auch der Bausparvertrag kann einige positive Eigenschaften aufweisen, die ihn attraktiv machen, wie folgende Auflistung zeigt:
[Tabelle]

Fazit

Es kommt also im Hinblick auf den Bausparvertrag vor allen Dingen darauf an, welche Ziele mit einer Geldanlage verfolgt werden sollen. Renditesparer finden auch in diesem Bereich attraktive Zinsen, die sich vor dem Tagesgeldkonto und seinem Zinssatz nicht verstecken müssen. Allerdings sind die Abschlussgebühren zu berücksichtigen und dass das Geld nicht jederzeit problemlos verfügbar ist. Dafür kann aber der Arbeitgeber mit Hilfe der vermögenswirksamen Leistungen an den eigenen Sparzielen beteiligt werden. Zusätzlich winken Prämien vom Staat, wie die Arbeitnehmersparzulage oder die Wohnungsbauprämie.

Tagesgeld vs. Fonds

Der klassische Fonds als Alternative zum Tagesgeld – ist das möglich? Verbraucher suchen natürlich immer nach dem Angebot, das die größten Chancen, aber die geringsten Risiken gibt. Beide Faktoren zu maximieren ist allerdings kaum möglich, das beschreibt schon das Gesetz der Wirtschaftlichkeit. Dennoch zieht es viele Anleger in Richtung der Fonds, so dass diesen im Folgenden ebenfalls einige Anmerkungen geschenkt werden müssen.

Welcher Fonds ist der Richtige?

Zunächst einmal muss dabei zwischen den beiden Arten von Fonds unterschieden werden:

  • Offene Fonds
  • Geschlossene Fonds
Diese unterscheiden sich hinsichtlich Anlageoption, Renditeerwartungen und Risikostreuung deutlich, wie folgende Aufstellung zeigt.

[Tabelle]
Aus diesem Vergleich ergibt sich schnell, dass für den Privatanleger, wenn überhaupt, ausschließlich offene Fonds in Frage kommen. Doch können diese im Vergleich zum Tagesgeld punkten? Wo liegen die konkreten Unterschiede?

  • Einlagensicherung nur bedingt möglich
  • Sicherheit ist nicht so stark gegeben
  • Verluste möglich

  • keine klare Rendite-Berechnung im Voraus möglich

Fazit

Im Fazit bedeutet dies, dass gerade offene Fonds im Portfolio privater Anleger durchaus eine Daseinsberechtigung haben. Allerdings gilt es keine Entweder-Oder-Entscheidung zu treffen. Sinnvoller ist es, einen Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto zu parken und zusätzlich mit einem Fondssparplan vorzusorgen.

Tagesgeld vs. spekulativen Geldanlage

Spekulative Geldanlageoptionen faszinieren Verbraucher seit Jahr und Tag. Sie versprechen hohe Renditen, teils im zweistelligen Bereich. Die Werbeversprechen klingen oftmals zu schön, um wahr zu sein und das ist in der Regel auch so. Denn obwohl spekulative Geldanlagen natürlich vielfältig hohe Renditen erwirtschaften, können sie auf der anderen Seite genauso zu einem Totalverlust führen. Die Banken geben dies zwar an, allerdings weit weniger prominent, als die attraktiven Renditechancen, die sich hierbei bieten.

Wer schneidet besser ab?

Die Frage, wer im Vergleich besser abschneidet, muss jeder Anleger für sich selbst beantworten. Folgende Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile beider Geldanlagen soll beim Entscheidungsfindungsprozess eine kleine Hilfestellung geben:
[Tabelle]

Fazit

Im Vergleich gesehen bergen die spekulativen Geldanlageoptionen also hohe Chancen in sich. Genauso hoch sind aber die Risiken. Wer auf das Geld angewiesen ist, fährt mit dem sicheren, wenn auch konservativeren Tagesgeldkonto wesentlich besser. Generell gilt, dass in spekulative Geldanlageoptionen nur ein geringer Teil des gesamten Vermögens investiert werden sollte, auf den auch jederzeit verzichtet werden kann. Allzu groß ist sonst die Gefahr des finanziellen Ruins bei schlechter Kursentwicklung.

Beim Tagesgeldkonto dagegen lassen sich Renditen vergleichsweise gut planen, wenngleich die Tagesgeldzinsen sich stetig verändern können. Das Kapital ist aber bis zu 100.000 Euro komplett abgesichert, was bei spekulativen Geldanlagen nur bedingt der Fall ist.

Tagesgeldkonto eröffnen

Als eine der beliebtesten modernen Geldanlageformen hat sich das Tagesgeldkonto längst durchgesetzt. Wie man es eröffnen kann, erschließt sich vielen Verbrauchern jedoch nach wie vor nicht. Dabei ist die Eröffnung in wenigen Schritten abgehandelt:

  • Konto auswählen
  • Antrag ausfüllen und ausdrucken
  • Freistellungsauftrag stellen
  • Antrag und Freistellungsauftrag versenden
  • Post-Ident-Verfahren nutzen
  • Zugangsdaten erhalten

Konto auswählen

An erster Stelle steht natürlich die Wahl des passenden Tagesgeldkontos. Dank moderner Vergleichsrechner, die im Web zuhauf zur Verfügung stehen, können Verbraucher schnell und einfach ein Tagesgeldkonto mit möglichst hohen Zinsen und guten Konditionen finden. Hierbei sollte jedoch nicht alleine der Vergleich zu Rate gezogen werden, sondern sollten ebenfalls die Aussagen der Anbieter auf deren Webseiten überprüft werden. So können veraltete Angaben in Vergleichsrechnern schnell ausfindig gemacht werden und man läuft nicht Gefahr, sich für ein weniger attraktives Konto zu entscheiden.

Der Antrag auf das Tagesgeldkonto

Anschließend ist der Antrag auszufüllen. Da die große Mehrheit der Tagesgeldkonten online geführt wird, kann auch der Antrag online ausgeführt werden. Notwendige Angaben sind dabei:

  • Name und Anschrift des Antragstellers
  • Geburtsdatum
  • Gewünschtes Konto
Anschließend wird der Antrag, dem in aller Regel das Post-Ident-Formular gleich angegliedert ist, ausgedruckt. Nun gilt es, noch einen Freistellungsauftrag zu stellen, damit die erwirtschafteten Zinsen des Tagesgeldkontos nicht unnötig versteuert werden.

Das Post-Ident-Verfahren

Laut Geldwäsche-Gesetzt ist es nötig, dass eine Bank die Identität ihrer Kunden überprüft. In der Filialbank gelingt das einfach durch den Personalausweis, der kopiert wird. Bei Online-Banken wird die Deutsche Post dazwischen geschaltet. Wer mit dem Formular und dem Antrag zu einer Postfiliale geht, für den wird das Post-Ident-Verfahren durchgeführt.

Dafür muss der Antragsteller seinen Personalausweis dem Mitarbeiter vorlegen und dieser trägt dann alle notwendigen Daten im Formular ein. Die dafür anfallenden Kosten tragen in aller Regel die Banken.

Die Zugangsdaten

Wenige Tage später bekommt der Antragsteller seine Zugangsdaten per Post gesendet. Dort findet er nicht nur die Kontonummer des Tagesgeldkontos, sondern auch die Möglichkeit, wie er darauf zugreifen kann. Danach kann er direkt mit dem Sparen loslegen.

Bedingungen für das Eröffnen eines Tagesgeldkontos

Natürlich müssen auch für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos verschiedene Bedingungen erfüllt werden. Diese sind allerdings nicht allzu schwierig. Drei grundlegende Fakten sind hierbei entscheidend:

  • Volljährigkeit
  • Schufa-Klausel
  • Referenzkonto
  • Wohnsitz

Volljährigkeit des Antragstellers

Damit in Deutschland eine natürliche Person einen rechtswirksamen Vertrag abschließen kann, muss sie volljährig sein. Das 18. Lebensjahr muss also vollendet sein, soll ein eigenes Tagesgeldkonto eröffnet werden.

Natürlich lassen sich Tagesgeldkonten auch für den eigenen Nachwuchs eröffnen, dann läuft das Konto zwar auf den Namen des Sprösslings, jedoch müssen die Eltern den Antrag auf die Kontoeröffnung unterzeichnen. Sofern gemeinsames Sorgerecht besteht, ist die Unterschrift beider Elternteile erforderlich.

Schufa-Klausel

Der allergrößte Teil der Anbieter eines Tagesgeldkontos wird auf die Schufa-Klausel bestehen. Das heißt, dass sich der Antragsteller damit einverstanden erklärt, dass seine Daten an die Schufa Holding übermittelt werden. Hierzu ist eine entsprechende Klausel in der Regel schon im Vorfeld in den Antrag auf das Tagesgeldkonto integriert. Diese erfordert eine eigenhändige Unterschrift, so dass mindestens zwei Unterschriften auf dem Antrag zu leisten sind.

Ausnahmen gelten in diesem Bereich nur, wenn das Tagesgeldkonto bei einer ausländischen Bank ohne Sitz in Deutschland eröffnet wird. Das ist aber eher selten der Fall.

Referenzkonto

Ferner muss bei der Eröffnung des Tagesgeldkontos ein Referenzkonto angegeben werden. Da das Tagesgeldkonto nicht dem allgemeinen Zahlungsverkehr dienen soll, sind Überweisungen und Abbuchungen nur mit Hilfe eines klar definierten Referenzkontos möglich.

Als Referenzkonto dient im Allgemeinen das eigene Girokonto, es kann jederzeit geändert werden, muss dann aber der Tagesgeldkonto führenden Bank mitgeteilt werden.

Der Wohnsitz

Entscheidend für die Eröffnung des Tagesgeldkontos ist überdies der Wohnsitz des Antragstellers. In aller Regel muss sich dieser in Deutschland befinden, Ausnahmen gelten für Tagesgeldkonten, die beispielsweise bei einer englischen Bank eröffnet werden sollen, und zwar von einem ebenfalls englischen Kunden. Er darf seinen Wohnsitz dann auch in England haben.

Vorzulegende Papiere

Bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos fallen natürlich einige Formalitäten an und so sind entsprechend ebenfalls bestimmte Papiere vorzulegen. Diese Anforderungen der Banken sind jedoch eher begrenzt und können sehr schnell und einfach von jedem Einzelnen erfüllt werden:

  • Antrag auf Kontoeröffnung
  • Personalausweis
  • Freistellungsauftrag, sofern benötigt
  • Nichtveranlagungsbescheinigung als Alternative zum Freistellungsauftrag
  • Verifizierung des Referenzkontos

Antrag auf Kontoeröffnung

Der Antrag auf Kontoeröffnung wird beim klassischen Online-Tagesgeldkonto am heimischen PC ausgefüllt. Wer sein Tagesgeldkonto indes bei einer Filialbank eröffnet, für den übernimmt das Ausfüllen der Bankberater.

Vorgelegt werden muss hierbei der Personalausweis, beim Online-Tagesgeldkonto wird dieser dem Post-Mitarbeiter vorgelegt, der das Post-Ident-Verfahren durchführt. Außerdem muss in beiden Fällen mit Hilfe der Schufa-Klausel zugestimmt werden, dass die Bank die persönlichen Daten an die Schufa übermitteln darf.

Freistellungsauftrag und Nichtveranlagungsbescheinigung

In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Banken automatisch 25 Prozent der erzielten Zinserträge ihrer Kunden einbehalten müssen. Die so genannte Abgeltungssteuer wird dann direkt von der Bank an das Finanzamt weiter geleitet. Der Großteil der Tagesgeldkonto-Eigner muss jedoch diese Abgeltungssteuer nicht zahlen, da er den hierbei festgesetzten Freibetrag nicht überschreitet. Damit das Geld gar nicht erst von den ausgezahlten Zinsen abgezogen wird, sollte ein Freistellungsauftrag gestellt werden. Dieser kann sowohl online ausgefüllt und mit den Unterlagen an die Bank geschickt, als auch in der Filiale gestellt werden.

Sofern das Einkommen des Antragstellers unter dem Freibetrag liegt, ab dem Steuern überhaupt zu entrichten sind, kann ebenfalls eine Nichtveranlagungsbescheinigung beim zuständigen Finanzamt beantragt werden. Diese wird der Bank übermittelt, so dass auch hier keine Abgeltungssteuer einbehalten wird.

Referenzkonto verifizieren

Ebenfalls muss das Referenzkonto verifiziert werden. In der Regel wird von der Bank, bei der Tagesgeldkonto geführt wird, ein kleiner Betrag, meist wenige Cent, auf das Referenzkonto überwiesen. Dieser Betrag muss der Bank mitgeteilt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass das Referenzkonto auch tatsächlich dem Antragsteller gehört.

Maximale Anlagebeträge im Tagesgeldkontext

Im Tagesgeldkontext von maximalen Anlagebeträgen zu sprechen, erscheint zunächst verwirrend. Schließlich sollen doch hier derzeit nicht benötigte Gelder geparkt werden, unabhängig davon, wie hoch die Beträge sind. Dennoch ist es nicht ganz so einfach. Es gibt zwar keine grundlegenden Höchstbeträge, die auf dem Tagesgeldkonto angelegt werden können, sehr wohl aber Empfehlungen und natürlich Ausnahmen. Dies hängt vom Anbieter ab. So gelten

  • anbieterspezifische Höchstbeträge, die vorgegeben sind,
  • Empfehlungen von Banken und Verbraucherschützern aufgrund der Einlagensicherung,
  • Empfehlungen aufgrund der Zinsstaffeln, die je nach Bank vorgegeben sein können.

Anbieterspezifische Höchstbeträge

Maximale Anlagebeträge, die vom Anbieter des Tagesgeldkontos vorgegeben sind, sind zugegebenermaßen recht selten zu finden. Dennoch gibt es sie. Insbesondere Banken, die in Deutschland keine Niederlassung betreiben, begrenzen den Anlagebetrag auf dem Tagesgeldkonto zum Schutz ihrer Kunden.

Innerhalb der EU sind die Gelder bis zu 100.000 Euro pro Kunde garantiert abgesichert. Darüber hinaus gehende Beträge könnten im Falle der Insolvenz der Bank verloren gehen. Um dies zu vermeiden, begrenzen mache Banken den Höchstanlagebetrag auf eben diese Summe.

Empfehlungen aufgrund der Einlagensicherung

Ganz ähnlich verhält es sich mit den Empfehlungen von Banken und Verbraucherschützern. Sie raten dazu, maximal so viel Geld auf dem Tagesgeldkonto zu parken, wie über die Einlagensicherung auch abgesichert wird. Dadurch sollen die Verbraucher vor etwaigen Verlusten im Falle einer Bankenpleite geschützt werden. Da es sich hierbei aber um Empfehlungen handelt, muss jeder selbst entscheiden, ob er diesen folgt oder nicht.

Empfehlungen aufgrund der Zinsstaffeln

Bei einigen Banken herrschen Zinsstaffeln. So sinken die auf das Tagesgeldkonto gewährten Zinssätze, je höher die Einlage ist. In diesem Fall ist es ratsam, nur so viel Geld bei der Bank anzulegen, wie auch attraktiv verzinst wird. Darüber hinaus gehende Gelder können bedenkenlos bei einer anderen Bank, natürlich ebenfalls auf dem Tagesgeldkonto angelegt werden. Schließlich ist es nicht vorgeschrieben, dass pro Verbraucher nur ein Tagesgeldkonto geführt werden darf.

Mittelverfügbarkeit

Einer der klaren und am häufigsten zitierten Vorteile des Tagesgelds ist die ständige Verfügbarkeit über das hier geparkte Guthaben. Dabei können Verbraucher allerdings maximal zwei Möglichkeiten nutzen, um auf das Tagesgeldguthaben zuzugreifen:

  • Überweisung auf das benannte Referenzkonto
  • Barauszahlung in der Filiale

Die Überweisung auf das Referenzkonto

Die häufigste Variante, um auf das Tagesgeldguthaben zuzugreifen besteht darin, den gewünschten Betrag auf das Referenzkonto zu überweisen. Dafür wird der Online-Zugang zum Tagesgeldkonto benötigt, ebenso wie beispielsweise eine TAN-Liste, sofern das PIN-TAN-Verfahren angewendet wird. Alternativ dazu hat sich das HBCI-Banking mittlerweile auch bei Tagesgeldkonten durchgesetzt, so dass für die Verwaltung des Kontos ein entsprechendes Banking-Programm, eine HBCI-Karte, sowie ein Kartenleser benötigt werden.

Die Überweisung kann beim Tagesgeldkonto ausschließlich auf das Referenzkonto erfolgen. Dieses ist in den Banking-Programmen, aber auch im Online-Zugang zum eigenen Konto voreingestellt, so dass Verbraucher keine andere Möglichkeit haben.

Bei vielen Online-Banken kann die Überweisung des Guthabens vom Tagesgeldkonto auf das Referenzkonto aber auch telefonisch oder per Fax und Brief erfolgen. Hier sollte nachgelesen werden, welche Möglichkeiten die eigene Bank konkret bietet.

Barauszahlung in der Filiale

Eine andere Möglichkeit, auf das Guthaben des Tagesgeldkontos zuzugreifen besteht darin, sich dieses in bar auszahlen zu lassen. Diese Möglichkeit ist jedoch nur dann gegeben, wenn das Tagesgeldkonto bei einer Filialbank geführt wird. Bei reinen Online-Banken ist die Barauszahlung dagegen ausgeschlossen.

Wer über größere Beträge vom Tagesgeldkonto verfügen will, der sollte dies im Vorfeld bei seiner Bank ansprechen. So kann diese dafür sorgen, dass ausreichend Bargeld, auch in größeren Scheinen, vorhanden ist.

Die Verwaltung eines Tagesgeldkontos

Natürlich muss auch das Tagesgeldkonto korrekt verwaltet werden. Dafür stehen den Anlegern verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Die gängigsten Varianten sind dabei:

  • Online-Kontoführung mittels Online-Zugang über die Homepage der Bank,
  • Online-Kontoführung mittels Banking-Software zur Verwaltung mehrerer Konten
Eine Kontoführung und Verwaltung direkt bei der kontoführenden Bank vor Ort ist dagegen heute kaum noch üblich. Nur in Ausnahmefällen wird dies ermöglicht, da auch Filialbanken längst die Vorteile des Online-Bankings für sich entdeckt haben.

Online-Zugang über die Bank-Homepage

Nach wie vor am weitesten verbreitet ist die Online-Kontoführung mittels Online-Zugang über die Homepage der Bank. Hierbei loggt sich der Kontoinhaber mit Hilfe seiner Zugangsdaten, meist Benutzername und Passwort oder PIN, die Bezeichnungen variieren, ein. Anschließend kann er nicht nur den Kontostand seines Tagesgeldkontos einsehen, sondern auch Kontoauszüge abrufen, eventuelle Buchungen, wie etwa die Zinsauszahlung, verfolgen und natürlich Überweisungen vom Tagesgeld- auf das Referenzkonto vornehmen.

In der Regel wird hierfür eine TAN-Liste verwendet, meist die iTAN-Liste. Möglich sind aber auch mobile-TANs und e-TANs, die zunehmend häufiger zu beobachten sind und die Sicherheit verstärken können.

Der Vorteil beim Online-Zugang über die Homepage der Bank besteht in der Sicherheit. Die Bank selbst sorgt für einen sicheren Zugang und überprüft auch den Computer des Kunden. Sollten hier Auffälligkeiten festgestellt werden, so wird der Zugang sofort gesperrt und der Kunde informiert. Die Gefahr besteht jedoch darin, dass der Kunde beim Eintippen der Online-Banking-Adresse einen Fehler macht und auf einer Phishing-Seite landet, die auf den ersten Blick kaum zu erkennen ist.

Online-Kontoführung mittels Banking-Software

Eine andere Methode, um das Tagesgeldkonto zu verwalten, besteht darin, dass eine Banking-Software genutzt wird. Diese basiert meist auf dem HBCI-Standard, so dass neben der Software auch eine HBCI-Karte (meist gegen Aufpreis bei der Bank erhältlich), sowie einen Kartenleser benötigt.
Der Vorteil ist die hohe Sicherheit bei dieser Form des Online-Bankings, da nur mit der Karte und der eingegebenen PIN, die an einem externen Gerät eingegeben wird, ein Zugriff auf die Konten erfolgen kann. Zudem lassen sich mit entsprechender Software bequem mehrere Konten, auch unterschiedlicher Banken, miteinander verwenden.

Als Nachteil kann angesehen werden, dass sich die Software auf dem Rechner des Kunden befindet. Nur von diesem aus ist der Zugriff auf das Tagesgeldkonto möglich. Sofern es zu einem Virenbefall oder einem Hackerangriff kommt, könnte auch die Software betroffen sein.

Die Transaktion des Sparguthabens

Sobald ein neues Tagesgeldkonto gefunden ist, welches attraktivere Zinssätze bietet, müssen nur noch die Gelder auf das neue Konto transferiert werden. Das ist ohne große Schwierigkeiten zu bewerkstelligen. Hierfür wird einfach das Sparguthaben auf das bekannte Referenzkonto überwiesen und von da aus kann es dann auf das neue Tagesgeldkonto transferiert werden. Die Transaktionen beim Tagesgeldkonto erfolgen meistens per Überweisung. Viele Anleger nutzen dafür inzwischen auch das Internet und überweisen ihr Sparguthaben von einem Tagesgeldkonto auf ein Referenzkonto und von da aus auf ein anderes Tagesgeldkonto.

Die Verfügbarkeit des Sparguthabens

Viele Sparer wissen das Tagesgeldkonto zu schätzen, das ihnen eine hohe Flexibilität gewährt. So können sie über ihren Online Account

  • 24 Stunden am Tag,
  • ohne Fristen einhalten zu müssen
  • in beliebiger Höhe Sparguthaben abheben.
Genau diese Punkte zeichnen das Tagesgeldkonto aus und so kann täglich über das Geld verfügt werden und das zu jeder beliebigen Zeit. So kann schnell und ohne großen Zeitaufwand über das eigene Sparguthaben verfügt werden, sollten größere Anschaffungen kurzfristig notwendig sein oder wenn ein anderes Konto mit noch attraktiveren Konditionen genutzt werden soll.

Entscheidend ist das Timing

Soll ein Kontowechsel vorgenommen werden, so ist das Timing hierbei entscheidend, damit der Bonuszins auch noch genutzt werden kann, der von vielen Banken für Neukunden angeboten wird. Wird ein Tagesgeldkonto online eröffnet, so muss dafür einige Zeit eingeplant werden, bis das Konto wirklich genutzt werden und Einzahlungen getätigt werden können. Aus diesem Grund sollte der Kontowechsel rechtzeitig getätigt werden, um noch in den Genuss der Zinsgarantie zu kommen.

Die Einzahlungsoptionen beim Tagesgeldkonto

Das Tagesgeldkonto ist mittlerweile in vielen deutschen Haushalten vertreten. Dennoch herrscht bei einigen Neulingen in diesem Themenbereich Unsicherheit bezüglich bestimmter Fragen rund um diese renditestarke, aber dennoch sichere Form der Geldanlage. So stellt sich mancher Verbraucher die Frage, wie er das Guthaben auf ein Tagesgeldkonto transferieren kann.

Überweisungen sind kinderleicht

Dabei ist diese Transaktion spielend einfach durchzuführen. Eine Überweisung, wie man sie regelmäßig an seine Versicherung, seinen Vermieter oder Stromanbieter ausführt, wird auch für das Tagesgeldkonto genutzt. Lediglich

  • Bankleitzahl,
  • Tagesgeld-Kontonummer,
  • Name des Kontoinhabers und
    Betrag
werden dafür benötigt. Hierbei kann der Verbraucher dann frei entscheiden, ob er die Überweisung

  • online,
  • telefonisch,
  • per Fax oder Brief,
  • am Überweisungs-Terminal in der Bankfiliale
  • oder mittels eines klassischen
  • Überweisungsträgers durchführt.

Online-Banking am beliebtesten

In den vergangenen Jahren hat das Online-Banking in die allermeisten Haushalte Einzug gehalten. Hier ist es besonders einfach, Guthaben auf das Tagesgeldkonto zu transferieren, da dazu lediglich eine Online-Überweisung notwendig ist.

Wer Telefon-Banking vereinbart hat, kann auch über dieses das Tagesgeldguthaben transferieren. Mittels Fax oder Brief ist der Aufwand etwas höher, dennoch ist dies ebenfalls möglich.

Klassische Überweisungsträger sind nur noch selten zu finden, dennoch werden sie gerne von Personen genutzt, die mit dem Internet und Co. auf Kriegsfuß stehen. Die Überweisungsträger werden wie gewohnt ausgefüllt und wahlweise in der Bankfiliale abgegeben oder in den Nachtbriefkasten eingeworfen. Am Bank-Terminal kann die klassische Überweisung auch digital ausgefüllt und übermittelt werden.

Abschöpfung nutzen

Eine andere Möglichkeit, die viele Banken bieten, ist die Abschöpfung. Zu einem bestimmten Termin im Monat wird der Betrag auf dem Girokonto überprüft. Übersteigt dieser ein vorher festgesetztes Limit, so wird dieser höhere Betrag vom Giro- oder Referenzkonto abgeschöpft und automatisch von der Bank auf das Tagesgeldkonto transferiert.

Überweisungen vom Tagesgeldkonto

Auch hinsichtlich der Überweisungen vom Tagesgeldkonto, mit denen man über das angesparte Guthaben verfügen kann, besteht mitunter Unsicherheit beim Verbraucher. Nur bei sehr wenigen Banken ist ein Bargeldbezug vom Tagesgeldkonto möglich, etwa dann, wenn eine entsprechende Bank-Card ausgehändigt wird. Dies ist jedoch eher die Ausnahme, denn die Regel. Üblicher ist es, dass das Geld vom Tagesgeldkonto auf das Referenzkonto überwiesen wird und anschließend vom Kunden genutzt werden kann.

Wie funktioniert die Überweisung vom Tagesgeldkonto?

Überweisungen vom Tagesgeldkonto unterscheiden sich kaum von einer klassischen Überweisung. Der einzige Unterschied besteht darin, dass diese Überweisungen in einer Einbahnstraße enden. Es gibt nämlich lediglich ein einziges Konto, auf das das Geld vom Tagesgeldkonto überwiesen werden kann: Das Referenzkonto.

Das erscheint auf den ersten Blick wenig flexibel, möchte man das Geld doch mitunter auch anderweitig nutzen, etwa um eine offene Rechnung zu begleichen oder den Händler zu bezahlen, von dem der neue Kühlschrank stammt. Letzten Endes ist diese Einbahnstraßenregelung jedoch durchaus im Sinne des Verbrauchers. Missbrauch mit dem Tagesgeldkonto wird so nämlich weitestgehend ausgeschlossen. Da der Kontoinhaber zunächst bestätigen musste, dass er auch Zugriff auf das angegebene Referenzkonto hat, geht die Bank davon aus, dass es ihm gehört. Ein Abschöpfen des Guthabens durch Betrüger wird somit nicht mehr möglich.

Vielfältige Überweisungsvarianten

Dank moderner Banken und deren zahlreicher Systeme, um Bankgeschäfte zu erledigen, kann auch die Überweisung vom Tagesgeldkonto aus auf vielfältige Weise vorgenommen werden. Möglich sind unter anderem:

  • Online-Überweisung
  • Mobile Überweisung
  • Telefonische Überweisung
  • Überweisung per Brief oder Fax
Am schnellsten sind dabei die Online- und die mobile Überweisung. Per Telefon, Brief oder Fax muss mit einer gewissen Bearbeitungszeit durch Seiten der Bank gerechnet werden. Der klassische Überweisungsträger kann zwar ebenfalls ausgefüllt werden, Voraussetzung dafür ist aber, dass das Tagesgeldkonto nicht bei einer reinen Online-Bank geführt wird. Außerhalb dieser Anbieter gibt es jedoch kaum attraktive Tagesgeld-Angebote, so dass diese Form der Überweisung nur selten zum Tragen kommt.

Zugriff auf das Tagesgeldguthaben

Wer ein Tagesgeldkonto sein Eigen nennt, freut sich natürlich über (hoffentlich) attraktive Zinsen und eine sichere Geldanlage. Die Frage, wie man über das Guthaben, das auf dem Tagesgeldkonto angespart wurde, verfügt werden kann, stellt sich jedoch gerade den noch unerfahrenen Tagesgeld-Nutzern. Dabei ist die Antwort denkbar einfach: Das klassische Tagesgeldkonto ist ein Girokonto ohne Auszahlungsfunktion und mit Guthabenverzinsung. Das heißt, dass Auszahlungen lediglich durch bargeldlose Transaktionen, wie Überweisungen, auf ein zuvor benanntes Referenzkonto erfolgen können.

Bargeldbezug beim Tagesgeldkonto nicht ohne Weiteres möglich

Wer sofort über Bargeld verfügen möchte, das derzeit noch auf dem Tagesgeldkonto liegt, muss enttäuscht werden. Der Bargeldbezug, etwa am Automaten, ist beim reinen Tagesgeld nicht möglich. Es wird immer wieder von Ausnahmen gesprochen, doch sollte man hier genauer hinsehen. Bei diesen Ausnahmen handelt es sich nämlich um echte Girokonten, die zusätzlich zu den klassischen Funktionen eine Guthabenverzinsung bieten. Dann kann auch beispielsweise am Geldautomaten Bargeld bezogen werden.

Beim echten Tagesgeldkonto ist dies dagegen nicht möglich. Ausnahmen gelten bei Tagesgeldkonten, die bei der Filialbank geführt werden. Hier kann man sich am Schalter Bargeld auch direkt vom Tagesgeldkonto auszahlen lassen. Gerade bei größeren Summen ist es aber ratsam, dass der Bargeldbezug vorher angekündigt wird, so kann die Bank dafür Sorge tragen, dass genügend Geld, idealerweise in großen Scheinen, vorhanden ist.

Überweisungen als wichtigster Zugriff auf das Guthaben

Die Überweisungen, die Gelder vom Tagesgeldkonto auf das benannte Referenzkonto transferieren sind damit der wichtigste Zugriff auf das Guthaben. Hierbei können Summen in beliebiger Höhe überwiesen werden. Es gibt allerdings Ausnahmen. Als Sicherheit haben viele Banken die Möglichkeit eingebaut, im Online-Banking Limits zu setzen. Wird eine Überweisung ausgeführt, die dieses Limit überschreitet, so wird sie von der Bank nicht durchgeführt. Bei größeren Überweisungen sollten deshalb im Vorfeld eventuell eingestellte Limits untersucht werden.

Online-Banking im Tagesgeld-Kontext

Das Tagesgeld gilt als sichere, aber gleichermaßen flexible Geldanlage. In den allermeisten Fällen werden Tagesgeldkonten heute nur noch online geführt. Selbst bei der eigenen Hausbank mit persönlichem Ansprechpartner vor Ort besteht die Bank oftmals darauf, dass Überweisungen und Einzahlungen vom bzw. auf das Tagesgeldkonto ausschließlich online durchgeführt werden. Dadurch können massive Verwaltungskosten eingespart werden, wodurch das Tagesgeldkonto als solches kostenfrei angeboten werden kann.

Online-Banking bei der Bank

Beim Online-Banking haben Verbraucher verschiedene Möglichkeiten. Die meisten Banken bieten einen Online-Banking-Zugang direkt auf der eigenen Homepage an. Die Zugangsdaten werden in der Regel einmalig vorgegeben und können anschließend nach dem eigenen Gusto verändert werden. Sie sollten nicht aufbewahrt und nicht notiert werden, damit kein Dritter Zugriff auf das Konto erhält.

Der Vorteil bei dieser Variante besteht darin, dass von jedem PC der Welt aus, teils sogar vom eigenen Handy auf das Tagesgeldkonto zugegriffen werden kann. Man ist also völlig unabhängig von den Banköffnungszeiten, vom eigenen Stand- bzw. Aufenthaltsort und Co. Es birgt jedoch auch Gefahren, diese Form des Online-Bankings durchzuführen. Zwar sind die Banken bestrebt, für höchstmögliche Sicherheit zu sorgen und können sogar den Online-Zugang sperren, wenn auf dem PC, mit dem man sich einloggte, verdächtige Software entdeckt wurde. Allerdings können sie dem Kunden nicht jede Verantwortung abnehmen und so muss er selbst dafür Sorge tragen, die richtige Online-Banking-Seite aufzurufen, was aufgrund täuschend echt aussehender Phishing-Seiten nicht ganz einfach ist, und für einen adäquaten Virenschutz zu sorgen.

Online-Banking mittels HBCI

Anspruchsvoller, aber auch sicherer ist das HBCI-Online-Banking für das Tagesgeldkonto. Hierbei benötigt der Verbraucher eine spezielle Banking-Software, die von den meisten Banken unterstützt wird. Oftmals gibt es diese für eigene Kunden sogar zum Vorzugspreis. Außerdem wird ein Kartenleser, sowie eine (meist kostenpflichtige) HBCI-Chipkarte benötigt.

Weder PIN, noch TAN müssen hierbei verwendet werden, die PIN wird lediglich am Kartenlesegerät eingegeben. Der große Nachteil: Man ist an den heimischen PC gebunden, auf dem die Software installiert und an den der Kartenleser angeschlossen ist. Der Vorteil besteht darin, dass die PIN an einem externen Gerät eingegeben wird. So ist sie vor den Hackangriffen Dritter recht gut geschützt.

Ebenfalls vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang, dass mit Hilfe von modernen Online-Banking-Softwares zahlreiche Konten verwaltet werden können. Kunden müssen sich also nicht die Zugangsdaten für unzählige verschiedene Banken und deren Online-Banking-Seiten merken, sondern können diese Zugänge in der Software selbst bündeln.

Tagesgeldkonto und Telefon-Banking

Eine andere Möglichkeit, sein Tagesgeldkonto zu führen, ist das Telefon-Banking. Es ist in den letzten Jahren jedoch vom einfacheren, bequemeren und kostengünstigeren Online-Banking stark verdrängt worden. Gerade Direkt- und Onlinebanken bieten das Telefon-Banking kaum noch an. Wer ein Tagesgeldkonto bei einer Bank unterhält, bei der das Telefon-Banking noch möglich ist, kann dagegen von zahlreichen Vorteilen profitieren:

  • Hohe Sicherheit
  • Persönliche Beratung
  • Bankgeschäfte rund um die Uhr erledigen
  • Keine Kosten

Ablauf Telefon-Banking im Tagesgeld-Kontext

Das Telefon-Banking ist eine sehr einfache Möglichkeit, seine Bankgeschäfte zu erledigen. In der Regel stellen die Banken dafür eine kostenfreie Hotline zur Verfügung. Hierbei können die Kunden frei entscheiden, ob sie einen elektronischen oder einen persönlichen Berater wünschen. Elektronische Berater eignen sich hervorragend für einfache Aufgaben, wie etwa

  • Abfragen des Kontostands und
  • Tätigen von Überweisungen und Umbuchungen.
Durch einfache Eingaben auf dem Ziffernblock des Telefons werden die benötigten Daten angegeben, oftmals können die Ziffern auch angesagt werden. Die moderne Technik macht es möglich, dass selbst Sprachcomputer der Banken die menschliche Sprache verstehen. Ein persönlicher Berater kann hingegen für individuelle Fragen herangezogen werden. Hier ist allerdings zu beachten, dass das Telefon-Banking mit persönlichem Berater oft nur zu bestimmten, eingeschränkten Geschäftszeiten möglich ist, wohingegen der elektronische Sprachcomputer rund um die Uhr zur Verfügung steht.

Wie wird Telefon-Banking abgesichert?

Bei Bankgeschäften spielt natürlich die Sicherheit eine entscheidende Rolle und so muss auch beim Telefon-Banking darauf geachtet werden, dass nicht einfach Dritte einen Auftrag auslösen können. Aus diesem Grund müssen sich die Kontoinhaber beim Telefon-Banking stets identifizieren, und zwar mit

  • Name und Geburtsdatum oder
  • Kontonummer sowie
  • einer persönlichen Telefon-Banking-PIN.

Die Tagesgeldrendite

Die Tagesgeldrendite ist natürlich entscheidend, wenn es um die Entscheidung für oder wider ein bestimmtes Tagesgeld-Angebot geht. Doch wie errechnet sich die Rendite, welche Punkte müssen dabei berücksichtigt werden? Diese Fragen sollen im Folgenden beantwortet werden. Die Rendite hängt dabei maßgeblich von folgenden Faktoren ab:

  • Anlagebetrag
  • Zinsstaffel
  • Zinsgarantie
  • Zinsauszahlungsintervall

Anlagebetrag und Zinsstaffel untrennbar verbunden

Der Anlagebetrag und die Zinsstaffeln, die bei einigen Banken gelten, sind untrennbar miteinander verbunden. Viele Banken wollen nur geringe Beträge auf dem Tagesgeldkonto attraktiv verzinsen. Ein typisches Angebot könnte daher wie folgt aussehen:

  • 2,5 % Zinsen für Anlagebeträge bis 10.000 €
  • 2,0 % Zinsen für Anlagebeträge bis 20.000 €
  • 1,5 % Zinsen für Anlagebeträge bis 50.000 €
  • 0,5 % Zinsen für Anlagebeträge ab 50.000 €
Das heißt, dass bei größeren Anlagebeträgen nur sehr geringe Teile attraktiv verzinst werden. Darüber hinaus gehende Anlagen werden weitaus schlechter verzinst, so dass die Gesamtrendite sich entsprechend verringert. An unserem Beispiel bedeutet dies:

  • Ein Anleger hat 25.500 € auf seinem Tagesgeldkonto angelegt. Dafür erhält er bei diesem Beispiel einen Zins von 532,50 €.
  • Ein Anleger hat 25.500 € auf seinem Tagesgeldkonto angelegt. Dafür erhält er ohne Zinsstaffel bei einem Zinssatz von 2,5 % 637,50 € Zinsen.
Es kann sich also lohnen, auf Tagesgeldkonten mit Zinsstaffel zu verzichten oder diese nur bis zum Höchstanlagebetrag mit attraktiver Verzinsung zu nutzen.

Zinsgarantie und Zinsauszahlungsintervall

Natürlich sind die oben genannten Beispiele nur in der Theorie von Bedeutung. Denn eine Zinsgarantie wird nur selten für ein gesamtes Jahr geboten. Doch durch die Zinsgarantien kann sich die Rendite verbessern, da für einen längeren Zeitraum mit einem festen Zinssatz zu rechnen ist.

Entscheidend für die Tagesgeldrendite ist ebenfalls der Intervall, in dem der Zins ausgezahlt wird. Eine vierteljährliche Auszahlung bringt dem Anleger mehr, als eine jährliche Auszahlung. Die Zinsen werden nämlich direkt dem Tagesgeldkonto zugeschrieben, so dass er vom Zinseszinseffekt profitiert. Auch hier verdeutlicht ein Beispiel das Ganze, wobei wir hierfür keine Zinsstaffel zugrunde gelegt haben:

[Tabelle]
Schon anhand dieses Beispiels wird klar, dass eine häufige Zinsauszahlung sich sehr wohl bemerkbar machen kann und dementsprechend mit für die Tagesgeldrendite berücksichtigt werden sollte.

Die Abgeltungssteuer bei Tagesgeld

Die Abgeltungssteuer wird, wie allgemein bekannt sein dürfte, auf Veräußerungsgewinne aus Wertpapieren, Wertsteigerungen bei Geldanlagen, Dividenden und Zinserträge erhoben. Da macht auch das beliebte Tagesgeldkonto keine Ausnahme. Dementsprechend sind die Zinsen, die auf das Tagesgeld entfallen voll zu versteuern.

Ausnahmen gelten lediglich für Zinserträge und Co., die unterhalb des gesetzlich festgelegten Freibetrags liegen. Damit dies möglich wird, muss jedoch zuerst ein Freistellungsauftrag erteilt werden. Dieser darf maximal auf die gesetzlichen Freibeträge lauten, was der Bank schriftlich zu versichern ist.

Wann wird die Abgeltungssteuer einbehalten?

Wurden die Freibeträge überschritten oder gar kein Freistellungsauftrag erteilt und liegt auch keine Nichtveranlagungsbescheinigung vor, so muss die Bank die Abgeltungssteuer mitsamt dem Soli-Zuschlag und eventuell anfallender Kirchensteuer einbehalten. Dabei zieht sie diese Geldbeträge direkt von den Zinserträgen aus dem Tagesgeldkonto ab, so dass diese nicht zu 100 Prozent auf dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben werden.

Eine entsprechende Aufstellung über die einbehaltene Abgeltungssteuer mitsamt ihrer Komponenten ist dabei dem Kontoauszug beizufügen. So kann der Verbraucher auf einen Blick erkennen, in welcher Höhe ihm Steuern abgezogen wurden. Diese können im Rahmen der Einkommenssteuererklärung nur dann zurückgefordert werden, wenn kein Freistellungsauftrag erteilt wurde und die Kapitalerträge unter den Freibeträgen lagen. Die Abgeltungssteuer wird demzufolge je nach Bank ein- oder mehrmals pro Jahr ausgezahlt.

Folgende Beispielrechnungen sollen Aufschluss darüber geben, wie die Abgeltungssteuer entrichtet wird. Wir gehen hierbei von einem gleichbleibenden Anlagebetrag in Höhe von 50.000 € und einem Zinssatz von zwei Prozent aus. Die Zinszahlung erfolgt im ersten Beispiel quartalsweise und wird jeweils wieder abgehoben , unser Anleger lebt in Bayern und ist kirchensteuerpflichtig. Sein Freistellungsauftrag läuft über 801,00 Euro.

[Tabelle]