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Telefonanbieter – von kleinen Nischenunternehmen zu großen Bedeutungsträgern 

Menschliche Interaktion ist vor allem durch Kommunikation gekennzeichnet. Und diese hat viele Gesichter. Sie kann direkt oder indirekt stattfinden, vor allem jedoch verbal oder nonverbal. Dass dabei dem Wort eine besondere Bedeutung zukommt, weiß wohl jeder. Und spätestens, wenn man vergegenwärtigt, welche Entwicklung die verbale Kommunikation in den letzten Jahren zurückgelegt hat, wird man dies erkennen.

Die Wege der Kommunikation haben sich verändert. Waren es früher die von Angesicht zu Angesicht gesprochenen Worte sowie ausschweifende Briefkontakte, so baut die Kommunikation von heute auf solche Dinge wie Festnetz-, Mobilfunk- oder Internettelefonie und Begriffe wie Instant Messenger dominieren das Geschehen.

Aber wo eine solche Veränderung beobachtet werden kann, da muss es natürlich auch die entsprechende Hard- und Software geben, die genau dies ermöglicht. Und an dieser Stelle treten die Telefonanbieter auf den Plan, die wahrscheinlich selbst kaum die Entwicklung ihrer Wichtigkeit begreifen konnten. Sei es drum, heute scheint im kommunikativen Sektor nichts mehr ohne die Telefonanbieter, die nicht umsonst als Telekommunikationsunternehmen bezeichnet werden, zu laufen.

Auswahlvielfalt wohin man blickt 

In der Telekommunikation ist der Fall des Monopols noch nicht lange her. Telekom lautete der Name des Unternehmens, über welches viele Jahre jegliches telekommunikatives Geschehen abgewickelt werden musste. Und auch heute noch ist dieser Konzern dicke im Kommunikationsgeschäft. Allerdings keineswegs mehr konkurrenzlos. Denn wenn von Telefonanbietern die Rede ist, so wird man mit einer Vielfalt konfrontiert, die man sich nur schwer vorstellen kann.

Dies beginnt bereits mit den vielen Anschlussarten, die heute den Telekommunikationskunden zur Verfügung stehen. Analog war gestern und sogar ISDN scheint schon lange nicht mehr der Weisheit letzter Schluss zu sein. VoIP, Voice over Internet Protocol, lautet der aktuellste Clou der Telefonanbieter und bedeutet so viel wie Telefonieren über das Internet. In Konkurrenz dazu kann man inzwischen sogar über das Kabelfernsehnetz kommunizieren. All dies selbstverständlich ergänzt um die Erreichbarkeit rund um die Uhr an jedem Ort der Welt – via Mobilfunk modernster Technologie.

Und genau diese Auswahloption geht noch weiter, nämlich bezüglich der diversen Telefonanbieter und ihrer Tarife. Da gibt es Unternehmen, die sich ausschließlich auf Festnetztelefonie, VoIP, Mobilfunk oder Kabeltelefon spezialisiert haben, aber eben auch solche, die gleich mehrere Angebote vereinen. Konform dazu muss man selbstverständlich auch die Tarifvielfalt nicht missen, die ebenfalls von Einzelangeboten bis hin zu Kombipaketen zur allumfassenden Kommunikationsversorgung reicht.

Vor diesen Hintergründen ist es absolut verständlich, dass Telefonanbieter mit all dem, was sie präsentieren, aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken sind.

  1. 1. Was versteht man unter Telefonanbietern?
    1. a. Wie hat sich das Telefonnetz entwickelt?
    2. b. Welche statistischen Grundlagen gibt es rund ums Telefon?
    3. c. Voll- und Teilanschluss: Wo liegen die Unterschiede?
    4. d. Welche Bedeutung haben Telefonanbieter für die Wirtschaft?
    5. e. Welche Bedeutung haben Telefonanbieter im Kommunikationsbereich?
    6. 2. Welche Anschlussarten gibt es? – Ein Vergleich
    7. 3. Was ist ein ISDN-Anschluss?
    8. a. Welche Kosten entstehen für einen ISDN-Anschluss?
    9. b. Welche Leistungsmerkmale hat ein ISDN-Anschluss?
    10. c. Wie erfolgt der ISDN Anschluss?
    11. 4. Was ist ein Voice over IP (VoIP) Anschluss?
    12. a. Was kostet ein VoIP Anschluss?
    13. b. Welche Leistungsfähigkeit hat die VoIP Telefonie?
    14. c. Welche Anschlussnotwendigkeiten sind bei VoIP zu beachten?
    15. 5. Was ist ein Telefonanschluss als Kabelanschluss?
    16. a. Was kostet ein Kabel-Telefonanschluss?
    17. b. Wie sehen die Leistungsmerkmale der Kabeltelefonie aus?
    18. c. Was brauche ich, um Kabeltelefonie nutzen zu können?
    19. 6. Was ist ein Mobilfunkanschluss?
    20. a. Welche Kosten fallen für einen Mobilfunkanschluss an?
    21. b. Welche Leistungen bietet mir der Mobilfunkanschluss?
    22. c. Was benötige ich für einen Mobilfunkanschluss?
    23. 7. Welche Produkte und Tarife gibt es?
    24. a. Grundgebühr und Verbrauchsabrechnung: Wie errechnen sich die Kosten?
    25. b. Was versteht man unter punktuellen Flatrates?
    26. c. Können echte Flatrates beim Sparen helfen?
    27. d. Was sind Pre Paid Tarife im Mobilfunk?
    28. e. Was sind Kombitarife für Festnetz und Mobilfunk?
    29. f. Was sind Kombitarife für Internet und Mobilfunk?
    30. g. Was sind Kombitarife im TV-Sektor?
    31. h. Was sind Kombitarife im Internetsektor?
    32. i. Was versteht man unter dem UMTS-Tarif?
    33. j. Wie kommt man mit DSL ins Internet?
    34. k. Ist Kabelinternet eine Alternative?
    35. l. Was sind LAN und WLAN Festnetztarife?
    36. m. Wie kann ich das mobile Internet nutzen?
    37. n. Was versteht man unter All in One Tarifen?
    38. o. Was bringen Auslandstarife?
    39. 8. Wie kann ich meinen Telefonanbieter wechseln?
    40. a. Welches Produkt ist das Richtige?
    41. b. Warum sollte ich einen Anbietervergleich durchführen?
    42. c. Wie wähle ich den richtigen Anbieter aus?
    43. d. Wie erhalte ich den Telefonanschluss nach dem Wechsel?
    44. e. Wie kann ich die Netze nach dem Telefonanschluss nutzen?
    45. f. Wie nehme ich die Telefonanlage über die TAE-Dose in Betrieb?
    46. g. Telefonanbieter wechseln – soll ich den alten Vertrag selbst kündigen?
    47. h. Worauf muss ich achten, wenn ich einen neuen Vertrag abschließe?
    48. i. Wie erfolgt der Versorgungsübergang beim Wechsel?
    49. j. Was kostet mich der Anschluss des Telefons durch einen Techniker?
    50. k. Welche Kosten entstehen für den Anschluss eines neuen Festnetz-Zugangs?
    51. l. Welche Gebühren fallen für besondere Rufnummern und den Wechsel des Telefonanbieters an?
    52. m. Was sind die wichtigsten Tipps für den erfolgreichen Telefonanbieterwechsel?
    53. 9. Wie sieht die Zukunft der Telefonanbieter aus?
    54. a. HD Telefonie – was ist das?
    55. b. Was versteht man unter der holografischen Telefonie?
    56. c. Was ist das Nfon?
    57. d. Wie sieht die T-Labs Forschung der Zukunft aus?
    58. e.

Was versteht man unter Telefonanbietern?

Was sind eigentlich Telefonanbieter? Wer sich näher mit der Thematik beschäftigt, wird sich schnell in einem Dschungel aus den unterschiedlichsten Definitionen und Begriffserklärungen wiederfinden. Für die einen ist der Telefonanbieter derjenige, der Telefone herstellt oder vertreibt. Im eigentlichen Sinne werden jedoch die Betreiber der Telefonnetze, sowie die Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen als Telefonanbieter definiert.

Lange Zeit gab es in Deutschland eine Monopolstellung für den Telefonanbieter, einst war es die Deutsche Post, später die Deutsche Telekom. Obwohl letztere noch heute als Telefonanbieter agiert, hat sie doch erhebliche Konkurrenz bekommen, denn telefonieren kann man heute nicht mehr nur über die Leitungen der Telekom, sondern genauso über die Leitungen, die beispielsweise für das Kabelfernsehen gelegt wurden.

Was bieten Telefonanbieter?

Telefonanbieter bieten eine große Auswahl verschiedener Leistungen. Die Telefonie, als klassischer Sprachdienst, ist die erste und wichtigste Aufgabe von Telefonanbietern. Im Zuge des technischen Wandels jedoch, sind die Leistungen immer vielfältiger geworden. Die Möglichkeiten der Datenfernübertragung, des Anschlusses eines Faxgerätes, sowie die Verbindung mit dem Internet sind deshalb heute ebenfalls zu den wichtigen Kernaufgaben der Telefonanbieter zu zählen.

Konkurrenz bekommen die Telefonanbieter von Kabelnetzbetreibern, VoIP-Providern und Internet Service Providern, so dass eine klare Abgrenzung nicht mehr möglich ist. Bekannte Telefonanbieter in Deutschland sind dabei unter anderem:

    • • Kabel Deutschland
    • • Versatel
    • • United Internet
    • • 3U Telecom
    • • E-Plus
    • • Deutsche Telekom
    • • Vodafone
    • • HanseNet
    • • Kabel BW oder
    • • NetAachen

Diese Liste ließe sich natürlich ergänzen, zeigt aber, dass die einst so ernst genommene Spezialisierung auf reine Web-Dienste, reine Telefonie mittels Festnetzanschluss oder den ausschließlichen Mobilfunkbereich, heute kaum noch Bedeutung hat.

Wie hat sich das Telefonnetz entwickelt?

Wer sich mit der Thematik der Telefonanbieter befasst, möchte natürlich auch einiges über die Entwicklung und die Geschichte des Telefonnetzes erfahren. Dabei ist diese weitaus länger, als allgemein angenommen, wie folgender Kurzabriss bestätigt:

    • − 1844: Innocenzo Manzetti entwickelte die Idee für einen Telegrafen
    • − 1864 / 1865: Manzetti baute einen Apparat, mit dem Laute über einen halben Kilometer weit übertragen werden konnte
    • − 1876: Alexander Graham Bell meldete ein Patent für den Bau eines Telefons an und kam damit anderen Erfindern seiner Zeit (Elisha Gray, Antonio Meucci, Thomas Alva Edison) zuvor
    • − 1877: Bell gründet die Bell Telephone Company mit Gardiner G Hubbard, Thomas Sanders und Thomas Watson
    • − 1879: Fusion der Bell Telephone Company mit der New England Telephone Company
    • − 1885: Gründung der American Telephone and Telegraph Company (AT&T)
    • − 1925: Aufbau der Bell Telephone Laboratories

In Deutschland sah die Entwicklung hingegen anders aus. Hier wurde erst nach der Gründung der Bell Telephone Company ein Test mit zwei Bell-Telefonen durchgeführt (1877 / 1878). Die Firma Siemens & Halske wurde mit der Produktion weiterer Apparate beauftragt, um zusätzliche Tests durchführen zu können. Dabei wurde auch die Signalpfeife entwickelt, so dass das Telefon jetzt nutzbar wurde.

Die ersten Fernsprechnetze

1881 war es soweit – die ersten Fernsprechnetze wurden eingerichtet, wobei die Vermittlung noch von Hand geschah. Ab 1883 begann man, Telefonleitungen zwischen größeren Städten zu verlegen, etwa zwischen Bremen und Bremerhaven, Bonn und Düsseldorf usw. Es dauerte nur bis zum Jahr 1900, bis sogar eine Telefonleitung zwischen der deutschen Stadt Berlin und der französischen Hauptstadt Paris verlegt werden konnte. Allerdings handelte es sich fast ausschließlich um oberirdische Freileitungen.

1936 waren insgesamt 6.647 Ortsnetze ausgebaut, wofür 25,893 Millionen Kilometer Kabel verlegt werden mussten. Später erfolgte der Auf- und Ausbau eines komplexen Systems, das aus den Bestandteilen für

    • − Übertragung,
    • − Vermittlung,
    • − Dienste-Erweiterung und
    • − Organisation bestand und immer weiter ausgebaut wurde.

Noch später entwickelten sich der Mobilfunk mit seinem eigenen Netz, das digitale Netz, dessen Meilenstein die Einführung von ISDN war und das VoIP-Netz, sowie das Kabelnetz.

Welche statistischen Grundlagen gibt es rund ums Telefon?

Wenn es um das Telefon geht, dann sind Statistiken natürlich nicht weit. Unzählige dieser Statistiken werden mittels Umfragen per Telefon, Fragebögen und Co. ermittelt. Doch was genau kommt dabei heraus? Einige der wichtigsten Statistiken rund ums Telefon haben wir an dieser Stelle zusammengestellt:

Statistiken zum Mobiltelefon

Wie viele Deutsche nutzen ein Mobiltelefon? Dieser Frage ging man im Mai 2011 nach und die Antworten sind deutlich: 88,90 Prozent der Befragten nutzen ein Mobiltelefon, nur 11,1 Prozent nutzten es nicht.

Auch die Anzahl der Mobilfunkanschlüsse in Deutschland wurde untersucht. Dabei wurde der Zeitraum von 1993 bis 2012 genauer betrachtet, wobei sich folgende Zahlen ergaben:

Jahr Zahl der Mobilfunkanschlüsse in Millionen
1992 0,95
1993 1,77
1994 2,48
1995 3,76
1996 5,55
1997 8,29
1998 13,91
1999 23,47
2000 48,25
2001 56,13
2002 59,13
2003 64,84
2004 71,32
2005 79,27
2006 85,65
2007 97,15
2008 107,25
2009 108,26
2010 108,85
2011 114,13
2012 (bis 3. Quartal) 114,20

Es zeigt sich also ein kontinuierlicher Anstieg, der in den vergangenen 20 Jahren nicht ein einziges Mal unterbrochen wurde. Obwohl er sich seit 2009 verlangsamt, ist nicht davon auszugehen, dass es einen Einbruch bei den Mobilfunkanschlüssen in Deutschland geben wird. Interessant ist auch, wie viele Menschen verschiedener Altersklassen ein Mobiltelefon besitzen, wie folgende Abbildung über eine Statistik aus dem Jahr 2010 zeigt:

Erschreckend ist der große Anteil von Handy-Besitzern unter 10 Jahren. Eine weitere Statistik befasst sich mit der Frage, wie viele Handynutzer das Mobiltelefon für den Zugang zum Internet nutzen. Die Statistik wurde von 2008 bis 2012 erarbeitet und ergab folgende Zahlen:

Jahr Anzahl der Nutzer, die das Handy für den Internetzugang nutzen in %
2008 13
2009 18
2010 17
2011 28
2012 50

Statistiken zum Festnetztelefon und Telefonanbietern

Auch rund um das Festnetztelefon und die Telefonanbieter gibt es eine Reihe von Statistiken, die sich recht interessant lesen. Zum Beispiel ergeben sich folgende Mitarbeiterzahlen bei dem Branchenriesen Deutsche Telekom zwischen 2005 und 2011:

Jahr Anzahl der Mitarbeiter weltweit
2005 244.000
2006 248.000
2007 244.000
2008 235.000
2009 258.000
2010 252.000
2011 240.000

Eine weitere Statistik befasst sich damit, wie viele Festnetzanschlüsse zwischen 2003 und 2011 von der Deutschen Telekom betrieben wurden:

Jahr Zahl der Festnetzanschlüsse in Millionen
2003 37,50
2004 36,80
2005 35,20
2006 33,20
2007 31,10
2008 28,30
2009 26,20
2010 24,70
2011 23,40

Kontinuierlich verliert die Deutsche Telekom also Kunden für den Festnetzanschluss. Trotzdem wurde zwischenzeitlich der Mitarbeiterstamm aufgestockt. Wie das wirtschaftlich sinnvoll sein kann, darf man sich da zu Recht fragen.

Voll- und Teilanschluss: Wo liegen die Unterschiede?

Vollanschluss oder Teilanschluss – was ist die bessere Wahl? Einst war diese Frage noch entscheidend, heute jedoch verliert sie immer weiter an Bedeutung. Der Vollanschluss besagt nichts anderes, als dass man seinen kompletten Telefonanschluss an einen Anbieter überträgt. Das kann die Deutsche Telekom als Platzhirsch auf dem Markt sein, aber auch ein alternativer Anbieter.

Selbst beim kompletten Wechsel zum alternativen Anbieter wird man in der Regel noch über die Anschlussleitungen der Deutschen Telekom versorgt, einfach deshalb, weil die Alternativ-Anbieter diese Leitungen von der Telekom anmieten. Der Verbraucher selbst unterhält jedoch keinerlei Geschäftsbeziehungen mehr zur Telekom und erhält deshalb auch keine Rechnungen mehr von dieser. Beim Vollanschluss kann genauso davon die Rede sein, dass Telefonie und Internet über einen Anschluss laufen. Die Definitionen sind hier teils verschwommen.

Der Teilanschluss

Der Teilanschluss sieht etwas anders aus, wobei auch hier Definitionen mit harten Fakten mitunter vergeblich gesucht werden. Häufig ist vom Teilanschluss die Rede, wenn man über einen Anbieter telefoniert, aber über einen anderen surft. Ebenfalls kann man vom Teilanschluss sprechen, wenn man von mehreren Telefonanbietern eine Rechnung erhält, weil man etwa Call-by-Call-Vorwahlen verwendet oder ähnliches.

Jedoch ist der Teilanschluss aufgrund der extrem niedrigen Preise für Komplettpakete mit Festnetz- und Internet-Flat, teilweise sogar Mobilfunk-Flat, heute kaum noch von Bedeutung. Wer wechseln will, der wechselt oft ganz und erspart sich somit zahlreiche Rechnungen verschiedenster Vertragspartner und damit auch ein großes Maß an bürokratischem Aufwand.

Heute sind also Voll- und Teilanschluss für den Verbraucher weniger interessant, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war, da damals Flatrates nur sehr teuer erhältlich waren.

Welche Bedeutung haben Telefonanbieter für die Wirtschaft?

Wenn man vom Thema Telefon spricht, dann denkt man natürlich sogleich an die vielen Möglichkeiten, die sich für einen selbst dadurch ergeben. Denn in seiner Bedeutung für die Kommunikationsbranche ist das Telefon selbstverständlich unumstritten. Dabei wird gerade im Privaten jedoch allzu häufig vergessen, dass der gesamte Telekommunikationssektor noch eine wesentlich weitreichendere Wirkung hat, nämlich als eigener Wirtschaftsbereich. In diesem Zusammenhang spielen nämlich die Telefonanbieter, die differenten Kommunikationswege, die entsprechende Hardware sowie die diversen Tarife in der oberen Liga mit. Man kann sogar einen Schritt weiter gehen und behaupten, dass ohne Telekommunikation die Wirtschaft einen rasanten Absturz erleben würde.

Vielfältige wirtschaftliche Auswirkungen des Telefonbereichs 

Telefonieren und alles, was damit zu tun hat, hat einen wirtschaftlichen Effekt. Aber obwohl dies wohl jedem klar ist und jeder eine solche Aussage uneingeschränkt unterschreiben würde, vermag doch kaum ein Laie zu erfassen, wie weitreichend diese wirtschaftliche Bedeutung wirklich ist. Einmal näher damit befasst, so gelangt man schnell ins Staunen, welche Wirtschaftskraft hinter der Telekommunikation steckt. Denn tatsächlich greift Telekommunikation in viele Wirtschaftsbereiche ein:

    1. 1. Forschung und Entwicklung

sowohl neuer Kommunikationswege wie auch –medien.

    1. 2. Produktion

der zur Kommunikation benötigten Hardware.

    1. 3. Provider

für Telekommunikationsdienstleistungen

    1. 4. Vertrieb

sowohl der Hardware wie auch der jeweiligen Tarife.

    1. 5. Wartung, Service und Support

für die jeweiligen Dienstleistungen und Telekommunikationsmedien.

Außerdem sollte man den Im- und Export von Telekommunikationsprodukten nicht verachten. Denn nicht umsonst stehen in- wie auch ausländische Marken immer wieder im Mittelpunkt nationaler und internationaler Messen und Präsentationen. Und wenn irgendwo neue Smartphones und Co. auf den Markt kommen, bewegt dies im wahrsten Sinne des Wortes die Welt.

Telefonanbieter machen Wirtschaftsentwicklung erst möglich 

Wenn man vom Telefonsektor im Wirtschaftskontext spricht, dann sollte man den Fokus niemals ausschließlich auf den diesem Bereich eigenen Markt legen. Denn was wäre die Wirtschaft generell ohne die Telekommunikation?

Die Weiterentwicklung dieser Branche bis zum heutigen Niveau hat nämlich auch das „Leben“ in allen anderen Wirtschaftsbereichen vereinfacht. Telekommunikation und die dazu gehörenden Anbieter ziehen eben weite Kreise.

Welche Bedeutung haben Telefonanbieter im Kommunikationsbereich?

Rauchzeichen oder Briefe schreiben war gestern. Und sogar das klassische Telefonieren scheint out zu sein. Die heutige Zeit gehört SMS, MMS und Chatten. Und selbstverständlich auch ein klein wenig noch der Telefonie, wenngleich die entsprechenden Geräte heute weit mehr können als noch vor wenigen Jahren.

Betrachtet man sich diese Entwicklung, so wird ersichtlich, dass die hinter den heutigen Dienstleistungen stehenden Telefonanbieter die Kommunikationslandschaft nicht nur geprägt sondern für alle Zeit verändert haben. Denn entscheidende Differenzen zur früheren Kommunikationsgestalt können nicht geleugnet werden:

    1. 1. Kommunikationswege

War in den Anfängen der Telefonie dieser Kommunikationsweg der Weisheit letzter Schluss, so hat die moderne Verständigung viele Gesichter. Natürlich kann man noch immer klassisch telefonieren, nichtsdestotrotz sind dank SMS kleine Briefe versendbar, über MMS Bilder übermittelbar und im Direktkontakt sogar Ozeane keine echten Hindernisse mehr.

    1. 2. Reichweite

Bezug nehmend auf den letzten Satz, wird die Kommunikation von heute dadurch charakterisiert, dass sie kaum eine unüberwindbare Hürde kennt. Entfernungen sind grundsätzlich kein Problem mehr. Und war es vor einigen Jahren nahezu undenkbar, zu jeder Tageszeit eine Telefonverbindung nach Übersee herzustellen, so ist diese heute nicht nur möglich, sondern auch durch herausragende Qualität gekennzeichnet.

    1. 3. Kosten

Gerade wenn es um Ferntelefonie geht, hat die Weiterentwicklung der Telekommunikation eine erfreuliche Wende gebracht – nämlich hinsichtlich der Kosten. Dank VoIP sind kostenlose Telefonverbindungen in alle Herren Länder möglich und echte Flatrates führen dazu, dass es keine Nutzungslimits mehr gibt. Aber auch die Komplettangebote verschiedener Anbieter sorgen dafür, dass viele Dienstleistungen mittlerweile zum kleinen Preis erhältlich sind.

Als Resümee lässt sich demnach festhalten, dass die Telefonanbieter die Kommunikationsbranche nachhaltig verändert haben. Denn dank den modernen Entwicklungen sind inzwischen Interaktionen möglich, die noch vor wenigen Jahren undenkbar oder unerschwinglich gewesen sind. Entfernungsprobleme gibt es nicht mehr und die Zukunftsperspektiven beweisen, dass die Telefonanbieter bald nicht mehr bloß die Stimme sondern auch das Abbild des Gesprächspartners ins Heim „zaubern“ können.

Welche Anschlussarten gibt es? – Ein Vergleich

Wenn es um den Telefonanschluss geht, dann führen sprichwörtlich viele Wege nach Rom. Doch welcher Anschluss ist für den eigenen Bedarf am besten geeignet, wo liegen die Vor-, wo die Nachteile der einzelnen Anschlussarten? Folgende Vergleichstabelle soll Aufschluss darüber geben.

Anschlussart Kosten Leistungen Voraussetzungen Sonstiges
Analoger Telefonanschluss Ab ca. 10 Euro / Monat
    • − Nur eine Leitung
    • − Rufnummernübermittlung
    • − Anklopfen
    • − Rückfragen, Halten, Makeln
    • − Rückruf bei Besetzt
    • − Anrufweiterschaltung
    • − Rufnummernsperrung
    • − Dreierkonferenz
    • − Entgeltinformationen
    • − Netzanrufbeantworter
  • − TAE-Dose
  • − TAE-Kabel (Telefonkabel)
  • − Modular-Kabel (Western-Kabel)
  • − Wird nur noch selten angeboten
  • − Explizites Angebot nur von der Telekom
  • − Einfachster und günstigster Telefonanschluss
  • − Kein zeitgleiches Telefonieren und Surfen möglich, da nur eine Leitung vorhanden ist
ISDN Anschluss Ab ca. 25 – 30 Euro / Monat
    • − Mehrfachrufnummern
    • − Rufnummernübermittlung
    • − Rufnummernidentifikation
    • − Anklopfen
    • − Rückfragen, Halten, Makeln
    • − Rückruf bei Besetzt
    • − Dreierkonferenz
    • − Anrufweiterschaltung
    • − Rufnummernsperrung
    • − Umstecken am Bus
  • − TAE-Dose
  • − TAE-F Stecker
  • − NTBA
  • − ISDN Endgeräte (nicht zwingend)
  • − ISDN  Telefonanlage (nicht zwingend)
  • − ISDN Karte um Telefonanlage über USB mit dem PC zu verbinden
  • − Häufigste Variante für den Festnetzanschluss
  • − Datenübertragung über mehrere Kanäle, dadurch Möglichkeit des zeitgleichen Surfens und Telefonierens
  • − Bis zu zehn Rufnummern möglich
  • − Verteilung der Rufnummern auf die Endgeräte nach individuellen Wünschen
  • − Wandler / NTBA für den Anschluss analoger Endgeräte nötig
Voice over IP (VoIP) Teilweise kostenfrei, nur Gespräche werden gezahlt
    • − Telefonie über das Breitbandkabel
    • − Telefonie mittels VoIP Software vom PC aus
    • − VoIP Telefone denkbar, dann sind
    • − Halten, Makeln, Rückfragen
    • − Verbinden
    • − Anklopfen
    • − Anrufweiterschaltung möglich
  • − PC oder
  • − Analoges Telefon oder
  • − IP Telefon oder
  • − WiFI Telefon
  • − Beim PC wird eine Software benötigt (Skype, Express Talk…)
  • − Breitbandanschluss
  • − Account beim VoIP Anbieter
  • − Beim analogen Telefon  und IP Telefon zusätzlich NAT-Router
  • − WiFi Telefon:
  • − WLAN Router
  • − Öffentlicher HotSpot
  • − Telefonieren über das Internet
  • − Übertragung von Daten-Paketen, die von zwischen digitaler und analoger Ausgabe gewandelt werden müssen
  • − Gateways für Telefonate ins Festnetz nötig
  • − Notrufnummern (noch) nicht anwählbar
  • − Sonderrufnummern (noch) nicht anwählbar
  • − Verbindungsabbrüche aufgrund instabiler Leitungen möglich
  • − Bandbreite von DSL muss ausreichend hoch sein
Mobilfunk Je nach Tarif, bei Prepaid keine Grundgebühr sonst ab 10 Euro / Monat
    • − Mobile Telefonie
    • − Mobile Datenübertragungen und Surfen im Web möglich
    • − Versand von SMS / MMS
  • − UMTS Nutzung
  • − GSM Nutzung
  • − LTE Nutzung
  • − SIM-Karte nötig
  • − Mobiltelefon nötig
  • − Mittlerweile sehr gute Netzabdeckung
  • − LTE steckt (noch) in den Kinderschuhen, wird aber stetig ausgebaut
  • − Telefonie im Mobilfunk eher von untergeordneter Bedeutung
  • − Mobiles Surfen, SMS und MMS sind vielfach wichtiger
Kabelanschluss Ab 9,90 € / Monat
    • − Rufnummernübermittlung
    • − Dreierkonferenz
    • − Anklopfen
    • − Rückfragen, Halten, Makeln
    • − Zwei Leitungen, je nach Anbieter
    • − Triple Play Angebote möglich
  • − Rückkanalfähiges Kabelnetz (Ausbau in großen Teilen Deutschlands im Gange oder abgeschlossen)
  • − Verfügbarkeit des gewünschten Anbieters am Wohnort (Prüfung über Internetseite)
  • − Kabeldose / Multimediadose
  • − Kabelmodem / Set-Top-Box
  • − Ethernet-Netzwerkkarte
  • − Analog Telefon Adapter, bei Anschluss analoger Telefone
  • − Nur noch ein Anbieter für Fernsehen, Internet und Telefon
  • − Komplettpakete oft günstiger, als Einzelbuchung
  • − Internetanschluss mit hohen Geschwindigkeiten realisierbar
  • − Kabeltelefonie ohne PC möglich

Was ist ein ISDN-Anschluss?

Der ISDN Anschluss ist heute die gängigste Variante unter den Telefonanschlüssen. Zwar bieten einige, sehr wenige Anbieter noch analoge Anschlüsse an, die meisten setzen aber rein auf den ISDN Anschluss, oftmals zum Leidwesen der Kunden. Denn ISDN Anschlüsse sind meist teurer, als das analoge Pendant. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die Daten auf digitale Weise übertragen werden.

Die Daten können dabei über mehrere Kanäle zeitgleich übertragen werden, worin der größte Vorteil beim ISDN Anschluss besteht. Damit wird es möglich, zu telefonieren und im Internet zu surfen oder ein Fax zu versenden. Durch zwei Kanäle, die unabhängig voneinander nutzbar sind, erhalten Verbraucher mit dem ISDN Anschluss also ein Plus an Flexibilität.

Besonderheiten, Technik und mehr

Besonderheit beim ISDN Anschluss ist, dass bei einem Mehrgeräteanschluss bis zu zehn Rufnummern vergeben werden können. Diese lassen sich ganz nach Wunsch auf die angeschlossenen Endgeräte anwenden. Auch die Qualität bei der Übertragung wird durch die digitale Technik verbessert.

Allerdings birgt der ISDN Anschluss auch einige Nachteile in sich. Die meisten Telefone sind immer noch analog, es muss deshalb ein Wandler zwischengeschaltet werden, um diese Geräte an den ISDN Anschluss anzuschließen. Der  so genannte a/b-Wandler bzw. ein NTBA wird in der Regel kostenfrei vom Telefonanbieter zur Verfügung gestellt. Dennoch fallen Kosten für den Stromverbrauch des Geräts an.

Welche Anschlüsse sind möglich?

Auch gibt es verschiedene Varianten des ISDN Anschlusses:

    1. 1. Basis-Anschluss
  1. a. Mehrgeräteanschluss
  2. b. Anlagenanschluss
    1. 2. Primärmultiplex-Anschluss

Der Mehrgeräteanschluss, auch als Point-to-Multipoint bekannt, ist die häufigste Variante beim Basis-Anschluss. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass bis zu acht ISDN-Endgeräte angeschlossen werden können. Der Anlagenanschluss dagegen wird auch als Point-to-Point Anschluss bezeichnet und dient dazu, nur ein Endgerät, wie etwa eine Telefonanlage, anzuschließen. Der Basis-Anschluss selbst verfügt über zwei Nutzkanäle und einen Kanal für Steuerinformationen.

Wer sich für den Primärmultiplex-Anschluss entscheidet, erhält dabei sogar 30 Nutzkanäle und einen Steuerkanal. Darüber hinaus steht ein Kanal für die Synchronisation und Wartung zur Verfügung. Allerdings ist hier nur der Anlagenanschluss, wie bei einer Telefonanlage, möglich.

Welche Kosten entstehen für einen ISDN-Anschluss?

Was kostet eigentlich ein ISDN Anschluss? Diese Frage stellt sich wohl jeder, der aktuell vor der Frage steht, sich einen solchen installieren zu lassen. Doch eine klare Antwort darauf gibt es nicht, denn der ISDN Anschluss wird von unzähligen Anbietern geboten, die wiederum unzählige Tarife mit differenten Kosten bereit halten. Beispielhaft soll hier folgende Vergleichstabelle eine kleine Auswahl für den ISDN Anschluss darstellen. Diese ist nicht abschließend, was aufgrund der Vielzahl der Anbieter und Tarife auch gar nicht möglich ist.

Anbieter Art des Anschlusses Kosten
Deutsche Telekom ISDN Anschluss / Call Plus
    • − 26,95 € monatlicher Grundpreis
    • − 69,95 € einmaliger Bereitstellungspreis (entfällt, wenn bisherige Anschlussart bleibt)
    • − Keine Mindestvertragslaufzeit
Versatel ISDN Anschluss / Doppel-Flat classic
    • − 29,90 € monatlicher Grundpreis
    • − Mindestvertragslaufzeit: 24 Monate
    • − 99,90 € Bereitstellungspreis (entfällt, bei 24 Monaten Laufzeit)
    • − Internet- / Festnetz Flatrate enthalten
Vodafone ISDN Anschluss / DSL Classic Paket
    • − 29,95 € monatlicher Grundpreis
    • − WLAN-Modem einmalig 39,90 €
    • − DSL Flat bis DSL 16.000 + Festnetz Flat in Deutschland inklusive

Stand: 07.12.2012

Natürlich beleuchtet die Tabelle nur eine sehr geringe Auswahl, doch genau hier liegt das Problem: Es wurde nur ein ganz konkreter Tarif benannt, obwohl Hunderte je nach Anbieter zur Auswahl stehen und diese auch noch miteinander kombiniert werden können. Der ISDN Anschluss kostet dabei im Schnitt acht Euro monatlich mehr, als der analoge Anschluss. Doch letzteren bietet heute fast ausschließlich die Telekom überhaupt noch an.

Von daher lassen sich pauschale Aussagen für den reinen ISDN Anschluss kaum treffen, zumal oftmals der Internetanschluss in den Paketen bereits vollständig enthalten ist.

Welche Leistungsmerkmale hat ein ISDN-Anschluss?

Was genau kann ein ISDN Telefonanschluss alles? Diese Frage sollte man beantworten können, bevor der Anschluss gebucht wird. Dabei gilt, dass eine Vielzahl von Leistungen bereits im Grundpreis für den ISDN Anschluss mit enthalten sind, während andere mitunter kostenpflichtig hinzugebucht werden können. Die Leistungen können aber nur dann voll genutzt werden, wenn die Endgeräte diese auch unterstützen. Die wichtigsten Leistungsmerkmale des ISDN Anschlusses sollen im Folgenden kurz vorgestellt werden:

    • • Mehrfachrufnummern: Beim ISDN Anschluss werden mehrere Rufnummern vergeben. Wie diese auf die einzelnen Endgeräte verteilt werden, kann der Nutzer selbst entscheiden und einstellen.
    • • Übermittlung der Rufnummer: Die eigene Rufnummer wird an den Angerufenen übermittelt. Nicht möglich ist jedoch die Übermittlung der Durchwahl bei einer Telefonanlage. Die Übermittlung der Rufnummer kann fallweise oder auch ganz unterdrückt werden. Dies ist ausgeschlossen bei Anrufen, die zu Notruf, Polizei oder Feuerwehr führen. Möglich ist ebenfalls die Übermittlung einer beliebigen Rufnummer an den Angerufenen, man spricht dann von der Übermittlung kundenspezifischer Rufnummerninformationen.
    • • Rufnummernidentifikation: Diese Leistung ist meist kostenpflichtig und ermöglicht es, einen anonymen Anrufer ausfindig zu machen, selbst wenn dieser die Rufnummernübermittlung unterdrückt hat.
    • • Anklopfen und Makeln: Während eines Telefonats erfolgt ein zusätzlicher Ton, wenn ein weiterer Anrufer versucht, den Anschluss zu erreichen (Anklopfen). Zwischen den beiden Telefonaten kann hin und her geschaltet werden (Makeln). Ebenfalls kann ein Gespräch über das Makeln gehalten werden, während man etwa Unterlagen sucht.
    • • Rückruf bei Besetzt-Zeichen: Sollte der Anrufer das Besetzt-Zeichen hören, wird er auflegen. Sobald der Anschluss wieder frei ist, wird der Anrufer automatisch zurückgerufen.
    • • Umstecken am Bus: Das ISDN Endgerät kann während eines Gesprächs an einer anderen ISDN Dose angeschlossen werden. Das Gespräch muss vorher jedoch gehalten werden.
    • • Dreierkonferenz: Es kann mit zwei weiteren Personen gleichzeitig telefoniert werden.
    • • Anrufweiterschaltung: Die eingehenden Anrufe werden auf eine beliebige Rufnummer, beispielsweise das Handy, weiter geleitet. Dieser Service ist mit Zusatzkosten verbunden.  Diese Weiterschaltung kann auch nur dann erfolgen, wenn nach einer bestimmten Anzahl von Klingeltönen niemand abnimmt oder besetzt ist.
    • • Sperrung von Rufnummern: Durch Eingabe am Endgerät kann der eigene Anschluss mittels PIN für Rufnummern, etwa ins Ausland oder zu Servicerufnummern gesperrt werden.

Wie erfolgt der ISDN Anschluss?

Der ISDN Anschluss besagt im Grunde genommen nichts anderes, als dass die Datenübertragung zwischen Netzbetreiber und Kunde nur noch auf digitalem Weg verläuft. Dafür nimmt der Netzbetreiber eine Umschaltung in der Vermittlungsstelle vor. Für den Kunden wird ein digitaler Netzabschluss benötigt, der mit dem NTBA gewährleistet wird. Dieses Gerät wird in der Regel kostenfrei vom Telefonanbieter zur Verfügung gestellt.

Anschluss des NTBA

Besonders einfach gestaltet sich der Anschluss der Geräte. Zunächst wird dafür der NTBA benötigt, der mit einem Netzstecker und einem TAE-F Stecker geliefert wird. Danach geht man wie folgt vor:

    • ¬ TAE-F Stecker wird in die 1. TAE Dose gesteckt.
    • ¬ Breiter TAE-F Stecker verhindert das Einstecken weiterer TAE-Stecker rechts und links.
    • ¬ Netzstecker muss in die Steckdose gesteckt werden, allerdings nur, wenn Endgeräte ohne eigene Stromversorgung an den NTBA angeschlossen werden sollen.

Anschluss der Endgeräte

Ebenfalls müssen an den NTBA jetzt die Endgeräte angeschlossen werden, wobei man wie folgt vorgeht:

Anschluss von Ablauf
ISDN Endgeräte
    • − Anschluss an die beiden RJ45 Buchsen des NTBA
    • − Alternativer Anschluss an die IAE-Dosen vom S0-Bus
ISDN Telefonanlage
    • − Wie oben
    • − Zuteilung der Rufnummern über einen PC oder direkt über die Anlage

ISDN Telefonanlagen sind heute häufig mit einer ISDN Karte ausgestattet. Dadurch wird es möglich, dass die Anlage über ein USB-Kabel mit dem PC verbunden und von dort gesteuert werden kann. Auch die Herstellung einer Verbindung mit dem Internet wird dann möglich. Ebenfalls sind ISDN Telefonanlagen oftmals mit mehreren analogen Anschlüssen versehen, so dass auch bisher genutzte, analoge Endgeräte problemlos angeschlossen und weiter verwendet werden können.

Was ist ein Voice over IP (VoIP) Anschluss? 

Voice over IP, kurz VoIP, wird oftmals auch mit Begriffen, wie

    • • Internet-Telefonie,
    • • IP-Telefonie,
    • • DSL-Telefonie oder
    • • LAN-Telefonie

bezeichnet. Allen gemein ist jedoch, dass VoIP für das Telefonieren über das Internet vonstatten geht. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten: So hat jeder gute Instant Messenger heute die VoIP Technologie mit an Bord. Für vereinzelte Telefonate mittels Internet sind diese Lösungen durchaus ausreichend. Wer häufiger mittels VoIP telefonieren will, sollte zumindest ein Head-Set anschaffen, noch besser sind IP-fähige Telefone, die aber noch recht kostenintensiv sind.

Funktionsweise von VoIP

Für alle, die sich mit der Thematik VoIP als Alternative zum klassischen Telefonanschluss interessieren, ist es wichtig, die Funktionsweise von VoIP zu kennen. Diese soll im Folgenden kurz dargestellt werden:

    1. 1. Sprache wird am Hörer mit Hilfe eines Mikrofons als analoges Signal aufgenommen.
    2. 2. Signal wird über einen Analog/Digital Wandler in ein digitales Format gewandelt.
    3. 3. Dieses digitale Format wird in ein Audioformat kodiert, wobei unterschiedliche Codecs zum Einsatz kommen. Je nach Codec und Komprimierung kann es zu mehr oder minder starken Qualitätsverlusten kommen, die vom Laien aber kaum wahrgenommen werden.
    4. 4. Komprimierte Daten werden über das Netzwerk versendet.
    5. 5. Der Datenstrom muss dafür in kleine Pakete geteilt werden, weshalb man von der Paketisierung spricht.
    6. 6. Im Netzwerk landen die Daten-Pakete an Knotenpunkten, den so genannten Routern, die die Pakete über unterschiedliche Wege zum Ziel leiten.
    7. 7. Pakete werden beim Empfänger in einem Puffer gespeichert.
    8. 8. Pakete werden ausgelesen.
    9. 9. Pakete müssen einen Digital/Analog Wandler durchlaufen.
    10. 10. Pakete werden am Hörer in menschliche Sprache umgewandelt.

Verbindung von VoIP Signalen mit klassischem Festnetz

Ebenfalls kann man mittels VoIP ins klassische Festnetz telefonieren. Dafür bedarf es der Gateways, die sozusagen als Übersetzer fungieren. Sie sind mit dem Computernetzwerk ebenso verbunden, wie mit dem Telefonnetz und dafür ausgelegt, eingehende Anfragen in beide Richtungen weiter zu leiten. Die ankommenden Daten-Pakete werden dabei in einen Bit-Strom umgewandelt, der im Festnetz dann zur Verbindung führt.

Was kostet ein VoIP Anschluss?

Das Telefonieren über VoIP wird immer wieder als besonders günstig, vielfach sogar als kostenlos angepriesen. Doch was ist dran an diesen Aussagen? Fakt ist, dass die Telefonie von VoIP zu VoIP immer kostenfrei ist. Somit könnten sich tatsächlich Kosten einsparen lassen.

Auch der Basis-Anschluss ist in aller Regel nicht mit Kosten verbunden. Der SIP-Account, der dafür notwendig wird, kann meist gratis eingerichtet werden. Hier fallen weder Grundgebühren, noch Einrichtungsgebühren an. Anders sieht es bei den Gesprächsgebühren aus. Neben der Einzelabrechnung gibt es auch Flatrates, die sehr stark schwanken, je nach Anbieter.

Wird ein Anruf ins deutsche Festnetz zugrunde gelegt, der zehn Minuten dauert und zwischen neun und zehn Uhr an einem normalen Wochentag geführt wird, ergibt sich folgendes Ergebnis:

Tarif Gesprächsgebühr Bereitstellung Grundgebühr Mindestumsatz Gesamtkosten
Tele 33 / Tele 33 VoIP 0,07 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,07 €
Tiil-IT VoIP privat 0,085 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,09 €
Avego V-@home 0,093 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,09 €
Callavista VoIP 0,098 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,10 €
Easybell Call basic 0,098 € 9,95 € 0,00 € 0,00 € 10,05 €
Avego V-Basic 0,10 € 1,99 € 0,00 € 0,00 € 2,09 €
Fonworld Voice over IP 0,219 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,22 €
Easybell Call flat 0,00 € 0,00 € 4,99 € 0,00 4,99 €

Stand: 11.12.2012

Zusatzkosten beachten

Neben den reinen Gesprächskosten und den Kosten für den gewählten Tarif, entstehen bei VoIP auch noch Kosten für die benötigte Hardware. Ob der ATA genutzt wird, um weiterhin analoge Telefone mittels VoiP nutzen zu können oder die bewährte FRITZ!Box von AVM, zusätzliche Kosten entstehen in jedem Fall. Während der ATA mit etwa 60 Euro zu Buche schlägt, sind es bei der FRITZ!Box schon ca. 160 Euro.

Welche Leistungsfähigkeit hat die VoIP Telefonie?

Voice over IP bietet jede Menge Vorteile. Eine hohe Leistungsfähigkeit ist alleine durch diese Vorteile schon gewährleistet. So kann man unter anderem Kosten einsparen, wobei jedoch der Einzelfall sehr detailliert zu überprüfen ist. Denn nicht in jedem Fall lassen sich Einsparungen mit dieser Form der Telefonie erzielen. Außerdem können Kontakte schneller und einfacher hergestellt werden. Wer etwa im Internet etwas kaufen will, kann den Händler mittels VoIP Software sofort anrufen. Unternehmen profitieren davon, dass sie nicht mehr einen Server für die Internetverbindung und eine Telefonanlage für die Telefonie installieren müssen, sondern beides über ein Netzwerk erfolgen kann. Zudem lässt sich mittels VoIP auch weltweit telefonieren. Wer also unterwegs ist, kann, sofern eine DSL Leitung zur Verfügung steht, jederzeit telefonieren.

Nachteile von VoIP

Natürlich stehen den Vorteilen auch einige Nachteile gegenüber, die im Folgenden kurz dargestellt werden sollen:

    • • Pauschale Einsparungen sind nicht möglich – die Prüfung muss stets im Einzelfall erfolgen.
    • • Notrufnummern können derzeit (noch) nicht angerufen werden, da die Vermittlung zu den lokalen Behörden nicht gewährleistet werden kann.
    • • Die Brandbreite der DSL Leitung muss möglichst hoch sein, um ohne Qualitätsverluste per VoIP zu telefonieren.
    • • Verbindungsabbrüche bei instabilen Leitungen sind denkbar.
    • • Sonderrufnummern lassen sich meist nicht wählen, etwa 0900er Service-Rufnummern.
    • • Faxen ist bei einigen Anbietern (noch) nicht möglich.
    • • DSL ist häufig nur in Verbindung mit dem Festnetzanschluss erhältlich, kompletter Umstieg auf VoIP ist somit kaum denkbar.

Viele Leistungen nur mit VoIP-Telefonen möglich

Viele Leistungen, wie etwa

    • • Anrufumleitungen,
    • • Makeln, Rückfragen, Verbinden,
    • • Anklopfen und ähnliches,

sind bisher noch nicht mit der reinen IP-Telefonie möglich. Vielfach müssen hierfür gesonderte IP-Telefone angeschafft werden, was sich aber nur bei häufiger Nutzung des Dienstes lohnt.

Welche Anschlussnotwendigkeiten sind bei VoIP zu beachten?

Wenn nun die Entscheidung für die Voice over IP Telefonie gefallen ist, muss man sich die Frage stellen, welche Geräte und Anschlüsse dafür benötigt werden. Dazu ist zunächst zu sagen, dass es insgesamt vier verschiedene Möglichkeiten gibt, um VoIP zu nutzen:

    1. 1. Nutzung vom PC aus
    2. 2. Nutzung mit einem analogen Telefon
    3. 3. Nutzung mit einem IP Telefon
    4. 4. Nutzung mit einem WiFi Telefon

Nutzung von VoIP mittels PC

Die einfachste und auch am weitesten verbreitete Möglichkeit, VoIP zu nutzen, ist die Nutzung über den PC. Dabei braucht man einen Breitbandanschluss, wahlweise über ein DSL oder ein Kabelmodem. Mindestens 87 kBit/s müssen erreicht werden, damit VoIP überhaupt möglich ist.

Als nächstes wird die passende Software benötigt, die oftmals kostengünstig oder auch kostenlos erhältlich ist. Sie wird mitunter genauso als Softphone bezeichnet. Beispiele dieser gratis Software sind etwa

    • • Express Talk,
    • • Skype und Co.

Zusätzlich werden Mikrofon und Lautsprecher, am besten kombiniert als Headset benötigt. Zu guter Letzt muss der passende VoIP Anbieter gefunden werden.

Nutzung mit einem analogen Telefon

Wer VoIP dagegen über ein analoges Telefon nutzen will, der benötigt folgende Dinge:

    • • Breitbandanschluss,
    • • analoges Telefon,
    • • Account beim VoIP Anbieter,
    • • analoger Telefonadapter mit integriertem NAT-Router (beides muss ans DSL Modem angeschlossen werden).

Weitere Nutzungsmöglichkeiten

Entscheidet man sich für die VoIP Telefonie mittels IP Telefon, so wird ebenfalls der Breitbandanschluss benötigt. Darüber hinaus muss der VoIP Anbieter samt Account vorhanden sein, ein IP Telefon und ein NAT-Router, der ans DSL Modem angeschlossen wird.

Beim WiFi Telefon gelten folgende Voraussetzungen:

    • • WLAN Router am DSL, alternativ öffentlicher HotSpot,
    • • WiFi-Telefon,
    • • Account beim VoIP Anbieter.

Was ist ein Telefonanschluss als Kabelanschluss?

Der Kabelanschluss war in der Vergangenheit vor allem einem Zweck dienlich: dem Fernsehempfang ohne Störungen aufgrund der Witterungslage. Doch mittlerweile hat sich das Bild gewandelt. Der Ausbau der Kabelnetze in Deutschland macht es möglich, auch über das Kabelnetz zu telefonieren.

Wann kann Kabeltelefonie realisiert werden?

Kabeltelefonie oder auch Voice over Cable (VoC) genannt, ist heute fast bundesweit möglich. Notwendig ist dafür nicht der normale Kabelanschluss, für den eine Leitung zum Empfang ausreicht. Stattdessen benötigt es eine zweite Leitung, die aber bei allen rückkanalfähigen Kabelanschlüssen vorhanden ist. Diese rückkanalfähigen Kabelanschlüsse sind mittlerweile nahezu überall verbaut.

Die bisherige einfache Kabeldose muss zudem ersetzt werden, und zwar durch eine Multimedia-Dose. An diese kann das Kabelmodem angeschlossen werden. Über dieses findet dann auch der Anschluss des PCs (Internetverbindung) sowie des Telefons / Faxgerätes (Telefonie) statt. Zusätzlich wird mitunter ein Analog Telefon Adapter (ATA) benötigt.

Was bringt Kabeltelefonie?

Kabeltelefonie bietet eine ganze Reihe von Vorteilen, darunter etwa:

    • • Nur ein Anbieter für Kabelfernsehen, Internet und Telefonie.
    • • Preisliche Vorteile durch Komplettpakete realisierbar.
    • • Hohe Geschwindigkeiten beim Internetanschluss, oftmals sogar besser, als bei herkömmlichem DSL.
    • • Schnelles Internet auch in Regionen verfügbar, in denen DSL (noch) nicht möglich ist.
    • • Weiterverwendung der bisherigen Hardware (Telefon, Faxgerät).
    • • Kabeltelefonie auch ohne eingeschalteten PC möglich – damit ist ein großer Vorteil gegenüber VoIP gegeben.

Ablauf der Kabeltelefonie

Da Kabeltelefonie ähnlich dem Prinzip VoIP funktioniert, werden die Verbindungen nicht direkt hergestellt. Vielmehr werden die zu übertragenden Daten in kleine Pakete gepackt und über das Kabelnetz versendet.

Was kostet ein Kabel-Telefonanschluss?

Welche Kosten fallen für den Telefonanschluss über das Kabelfernsehnetz an? Diese Frage stellt sich wohl jeder, der sich einmal intensiver mit der Thematik befasst. Dabei gelten vielfach sehr große Kostenvorteile gegenüber den Angeboten von klassischen Telefonanbietern. Folgende Aufstellung soll einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten geben:

Anbieter Tarif Monatliche Kosten Was ist enthalten
Kabel Deutschland Telefonanschluss 9,90 € Telefonanschluss

Telefonflatrate Festnetz (3 Monate)

Ab dem 4. Monat 9,90 € zusätzlich für Telefonflatrate

Bereitstellungsentgelt: 39,90 €

Mindestvertragslaufzeit: 24 Monate

Internet und Telefon 19,90 € Telefon- und Internetanschluss (32.000 kBit/s) und Flatrate (Telefonie nur Festnetz)

Preis gilt für die ersten 12 Monate

Ab dem 2. Jahr monatlich 29,90 €

Mindestvertragslaufzeit 24 Monate

Kabelmodem gratis

Kabel BW Clever Flat Starter 19,90 € 10 Mbit/s Internet-Flat

Telefonanschluss mit 1 Leitung und Festnetz-Flat

Bereitstellungsentgelt: 39,90 €

Versandkosten einmalig: 9,90 €

Sicherheitspaket 3 Monate inklusive, danach 3,90 € / Monat

Mindestvertragslaufzeit: 24 Monate

Clever Telefon 19,90 € 1 Telefonleitung

Flatrate ins deutsche Festnetz

Mindestvertragslaufzeit: 24 Monate

Preis gilt nur für 12 Monate

Bereitstellungsentgelt: 39,90 €

Versandkosten: 9,90 €

Unitymedia Telefon Start 15 € Gratis telefonieren ins Unitymedia Festnetz

Telefonate ins deutsche Festnetz: 2,5 Cent / Minute

2play SMART 20,00 € 10 Mbit / s Internetanschluss

1 Mbit / s Upload

Telefonflatrate ins deutsche Festnetz

Tele Columbus Telefon 14,99 € Telefonflatrate ins deutsche Festnetz

2 Leitungen

Gratis Anrufbeantworter

Mindestvertragslaufzeit: 24 Monate

Internet + Telefon – Einsteiger 19,99 € Telefonflatrate ins deutsche Festnetz

16.000 kBit / s Internet-Flatrate

3 Monate gratis für Neukunden

2 Leitungen

Stand: 12.12.2012

Natürlich ist das nur ein kleiner Auszug aus den möglichen Tarifen, er gibt aber einen ersten Anhaltspunkt auf die Kosten für die Kabeltelefonie. Zudem muss überprüft werden, ob die Kabeltelefonie am eigenen Standort überhaupt und wenn ja, mit wem sie möglich ist.

Wie sehen die Leistungsmerkmale der Kabeltelefonie aus?

Auch die Kabeltelefonie bietet eine Reihe von Leistungsmerkmalen. Allerdings können sich diese mitunter unterscheiden. So gibt es einige Anbieter, bei denen schon im einfachsten Anschluss zwei Leitungen enthalten sind, wie man es vom ISDN Anschluss kennt. Bei anderen Anbietern ist standardmäßig nur eine Leitung vorhanden, eine zweite muss gegen Aufpreis dazu gebucht werden.

Die Qualität bei den Telefonaten ist indes sehr hoch, da die Kabelanbieter extra Kapazitäten für die Telefonie bereit halten. Nichtsdestotrotz kann es in Einzelfällen dazu kommen, dass Störungen auftreten.

Klassische Leistungsmerkmale enthalten

Alle klassischen Leistungsmerkmale sind beim Kabelanschluss für die Telefonie jedoch enthalten. So werden Rufnummern der Anrufer übermittelt und auch die eigene Rufnummer wird übertragen, kann aber ebenfalls unterdrückt werden, wahlweise nur zeitweilig oder generell. Dreierkonferenzschaltungen sind ebenso wenig ein Problem, wie das Anklopfen, wenn ein Telefonat geführt wird und ein weiteres eingeht.

Rückfragen und Makeln sind weitere Möglichkeiten, die bei der Kabeltelefonie zur Verfügung stehen und vielfach gibt es auch einen netzbasierten Anrufbeantworter im Grundtarif.

Triple Play Angebote nutzen

Besonders attraktiv erscheinen vielfach die Triple Play Angebote, die mit dem Kabelanschluss realisierbar sind. Hierbei können Fernsehempfang, Telefonie und Internetanschluss über einen einzigen Anbieter umgesetzt werden. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit, sollte es zu Störungen kommen, da nur ein Ansprechpartner vorhanden ist.

Problematisch ist allerdings: Kabelanbieter versprechen oftmals sehr hohe Bandbreiten für das Surfen im Internet. Diese können jedoch nicht garantiert werden, sondern sind abhängig vom Surfverhalten der übrigen Nutzer des gleichen Netzes. Es werden also nicht immer die beworbenen Spitzengeschwindigkeiten erreicht, dennoch ist das schnelle Surfen im Web problemlos möglich.

Was brauche ich, um Kabeltelefonie nutzen zu können?

Wer jetzt selbst auf den Geschmack gekommen ist und die Kabeltelefonie für sich nutzen will, braucht dazu die passende Hardware und natürlich die Anschlussmöglichkeit. Zunächst ist deshalb zu prüfen, ob Kabeltelefonie am eigenen Standort überhaupt möglich ist. Dafür kann auf Vergleichsseiten die konkrete Adresse angegeben werden, anschließend wird ausgewertet, ob das Kabelnetz überhaupt von dem Anbieter betrieben wird und dementsprechend ein Anschluss möglich ist und ob es sich um eine rückkanalfähige Leitung, die sich auch für Telefon und Internet eignet, handelt.

Ist die Verfügbarkeit gegeben, was an den meisten deutschen Standorten der Fall sein sollte, so kann der Anschluss gebucht werden.

Anschluss übernimmt in der Regel ein Techniker

Nach einer Terminvereinbarung wird ein Techniker direkt nach Hause kommen. Sofern vorhanden, wird die alte Kabeldose durch eine neue Multimediadose ersetzt. Sollte noch kein Anschluss in der Wohnung liegen, wird dieser vom Techniker gesetzt.

Zusätzlich werden ein Kabelmodem, alternativ eine Set-Top-Box, und eine Ethernet-Netzwerkkarte benötigt. Mit letzterer wird der Computer an das Kabelmodem bzw. die Set-Top-Box angeschlossen.

An das Modem lassen sich dann auch Telefone und Faxgeräte anschließen. Dabei können in der Regel sogar analoge Telefone verwendet werden, die jedoch um einen Analog Telefon Adapter ergänzt werden müssen.

Modem wird zur Verfügung gestellt

Für den Anschluss wird in der Regel ein einmalig zu entrichtendes Bereitstellungsentgelt fällig. Das Modem oder die Set-Top-Box werden häufig vom Anbieter zur Verfügung gestellt. Je nach Kabelanbieter können dadurch zusätzliche Kosten entstehen, vielfach wird die Hardware auch kostenfrei gestellt. Lediglich für den Versand muss dann gezahlt werden. Ein handelsübliches Modem selbst zu besorgen, ist nicht ratsam, da die meisten Kabelanbieter mit eigenen Geräten arbeiten und nicht mit anderen Geräten kompatibel sind.

Was ist ein Mobilfunkanschluss?

Handys – und mittlerweile Smartphones – haben die Kommunikation deutlich erleichtert: Der Mobilfunk ermöglicht das Führen von Telefongesprächen, ohne hierfür an einen bestimmten Ort gebunden zu sein. Der Benutzer muss in dieser Hinsicht lediglich die Zielrufnummer eingeben und der Anruf kann stattfinden. Doch bei derartigen Aktionen gehen im Mobilfunknetz einige Vorgänge vonstatten, die im Folgenden erläutert werden.

Mobilfunkstandards GSM, UMTS und LTE

Die notwendige technische Infrastruktur stellen die Betreiber der Mobilfunknetze bereit – sowohl GSM-, als auch UMTS- und seit Neuestem zudem LTE-Netze:

    • − GSM: Standard der zweiten Generation und Nachfolger des analogen Systems, der hauptsächlich für die Telefonie eingesetzt wird,
    • − UMTS: Standard der dritten Generation zur mobilen Datenübertragung,
    • − LTE: neuer Mobilfunkstandard mit sehr hohen Downloadraten.

GSM sowie UMTS sind weltweit verwendete Mobilfunkstandards, die sich allerdings teilweise von Kontinent zu Kontinent unterscheiden. Im Unterschied dazu handelt es sich bei dem 2010 eingeführten LTE um einen weltweit einheitlichen Standard.

Übertragung der Signale zwischen den Gesprächspartnern

Durch den Aufbau der Netze aus vielen Funkzellen ist eine flächendeckende gute Erreichbarkeit garantiert. Die nebeneinanderliegenden und vernetzten Funkzellen verfügen jeweils über eine Sendestation sowie eine Empfangsstation (Basisstation). Ein Gespräch wird stets zwischen einem Mobiltelefon und einer sich in der Nähe befindenden Sendeanlage des Netzbetreibers aufgebaut. Die Basisstation registriert zu jeder Zeit, welche Handys sich derzeit im eigenen Versorgungsbereich befinden und aktiv sind.

Daher ist es möglich, eine vom Ort unabhängige Erreichbarkeit zu garantieren. Voraussetzung für das Führen von mobilen Gesprächen sind elektromagnetische Funkwellen, welche die jeweiligen Informationen vom Handy zur nächsten Basisstation übertragen. Hierfür ist es allerdings zunächst notwendig, die Sprache in einem ersten Schritt zu digitalisieren und dann in Funkwellen zu transformieren. Die von der Basisstation empfangenen Signale werden an die Vermittlungsstelle des Netzbetreibers weitergeleitet, von wo aus die Daten letztendlich zum Gesprächspartner gelangen.

Welche Kosten fallen für einen Mobilfunkanschluss an?

Über die Mobilfunknetze ist das Führen von ortsunabhängigen Gesprächen möglich. Voraussetzung hierfür ist lediglich ein Mobiltelefon mit aktiver (bei einem Mobilfunkanbieter registrierter) SIM-Karte. Für die Mobilfunkanbieter entstehen in dieser Hinsicht vor allem Kosten bei der Bereitstellung der für das mobile Telefonieren benötigten technischen Infrastruktur, wozu unter anderem die Netze sowie die Sende- und Empfangsstationen gehören. In Deutschland gibt es vier Netzbetreiber, die Anzahl der Mobilfunkanbieter ist jedoch deutlich höher. Grund hierfür sind Unternehmen, die zwar Mobilfunk-Dienstleistungen anbieten, aber über keine eigenen Netze verfügen; derartige Anbieter nutzen die von einem der Netzbetreiber bereitgestellte Technik. Die Kosten hierfür sind abhängig von den ausgehandelten und entsprechend im Vertrag geregelten Konditionen.

Prepaid-Modelle und Kundenverträge mit monatlicher Grundgebühr

Die Kosten, die für die Kunden entstehen, hängen ebenfalls vom Vertrag zwischen Mobilfunkanbieter und Verbraucher ab. In dieser Hinsicht existiert mittlerweile eine Vielzahl an unterschiedlichen Tarifen und Abrechnungsmodellen. Das wohl älteste Modell ist das der Prepaid-Tarife, bei denen erst die SIM-Karte mit Guthaben aufgeladen werden muss, ehe die Dienste des Anbieters – wie beispielsweise das Führen von Gesprächen oder das Versenden von Kurznachrichten – in Anspruch genommen werden können. Die entsprechenden Dienste werden dabei gemäß der jeweiligen Kosten, die pro Takteinheit anfallen, vom vorhandenen Guthaben bezahlt. Alternativ besteht die Möglichkeit, einen Vertrag abzuschließen, in dem entweder eine gewisse Anzahl an Minuten, SMS oder Datenvolumen frei ist oder die genannten Optionen sogar uneingeschränkt zur Verfügung stehen (sogenannte Flatrate). In diesem Fall wird eine monatliche Grundgebühr verlangt. Oftmals werden zum Abschluss des entsprechenden Vertrages auch Mobiltelefone zu vergünstigten Konditionen angeboten.

Unterschiedliche Tarife sprechen verschiedene Zielgruppen an

In der Regel kann aus verschiedenen Tarifen ausgewählt werden, die sich hinsichtlich der jeweiligen Optionen und somit auch in Bezug auf die Kosten unterscheiden. Die Wahl des richtigen Tarifes ist dabei abhängig vom individuellen Telefonverhalten. Zur Erläuterung sei abschließend noch ein Beispiel angeführt: Für Personen, die häufig und lange telefonieren, empfiehlt sich der Abschluss eines Vertrages mit „Flatrate“, wodurch das uneingeschränkte Führen von Gesprächen möglich ist – die Kosten, die dagegen bei einem minutenabhängigen Abrechnungsmodell (Prepaid) anfallen, würden in diesem Fall die monatliche Grundgebühr des Vertrages um ein Vielfaches übersteigen. Einige Beispiele zeigt folgende Tabelle auf:

Anbieter Modell Tarif Monatliche Kosten Sonstiges
GALERIAmobil Prepaid GALERIAmobil
    • − 5 Ct / Min. in alle deutschen Netze
    • − 10 Ct / SMS in alle deutschen Netze
    • − 24 Ct / MB
Callmobile Prepaid Clever3-Tarif
    • − 3 Ct / Min. in die callmobile-Community
    • − 13 Ct / Min. in alle deutschen Netze
Kabel Deutschland k. A. Basis-Tarif
    • − Bereitstellung: 9,90 €
    • − 15 Ct / SMS in alle deutschen Netze
    • − 15 Ct. / Min. ins deutsche Fest- und Mobilfunknetz
    • − Gratis telefonischen im Kabel Deutschland Netz (Festnetz + Mobil)
O2 Vertrag O2 Blue M 35,99 €
    • − 24 Monate Vertragslaufzeit
    • − Ab dem 13. Monat 39,99 € / Monat
    • − Flat ins dt. Festnetz + alle dt. Mobilfunknetze
    • − Flat für mobiles Internet (500 MB)
    • − SMS-Flatrate
Tchibo Vertrag Mobiles Telefonieren
    • − 9 Ct / Min. in alle dt. Mobilfunknetze
    • − 9 Ct. / Min. ins dt. Festnetz + ins Festnetz der USA, Kanada und Europa
    • − 9 Ct. / SMS in alle deutschen Netze

Stand: 18.12.2012

Welche Leistungen bietet mir der Mobilfunkanschluss?

Hinsichtlich des Mobilfunks sind vor allem drei unterschiedliche Standards zu nennen: GSM, UMTS sowie LTE. Während GSM – die Abkürzung für „Global System for Mobile Communications“ – in erster Linie für die Telefonie gedacht ist, handelt es sich bei UMTS und LTE um Standards für die Datenübertragung. Das Mobilfunknetz in Europa basierte zunächst auf analogen Netzen, die allerdings nur Kapazitäten für wenige Tausend Teilnehmer boten, zudem in ihrer Bedienung als kompliziert galten und aus diesem Grund in Bezug auf die Leistungsfähigkeit eher als gering einzustufen waren. Mit GSM wurde in den 90er-Jahren ein neuer digitaler Standard mit verbesserter Leistungsfähigkeit etabliert, der sich zum weltweit am meisten verbreiteten Mobilfunkstandard entwickeln konnte.

Die Leistungsfähigkeit von GSM

In Deutschland begann die Einführung von GSM im Jahr 1992 und stellt seitdem die technische Grundlage der D-Netze dar. Die erzielbaren Reichweiten dieses Standards sind abhängig vom Profil und der Bebauung des Geländes. Bei Sichtkontakt sind jedoch im Freien durchaus Reichweiten von bis zu 35 Kilometern möglich. Im Blick auf Datenübertragungsraten erreicht GSM Verbindungsraten von maximal 55 kBit/s, bei EDGE – einer Technik zur Erhöhung der Geschwindigkeit – sind bis zu 220 kBit/s möglich.

Zweite und dritte Generation der Standards – UMTS sowie LTE

GSM wird als „zweite Generation“ des Mobilfunkstandards bezeichnet, die dritte Generation stellt UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) dar. UMTS ermöglicht im Vergleich zur zweiten Generation deutlich höhere Datenübertragungsraten von bis zu 384 kBit/s, mit der Erweiterung HSPA können Geschwindigkeiten von maximal 21 MBit/s erreicht werden. Die Verteilung der entsprechenden Lizenzen an die Netzbetreiber erfolgte im Jahr 2000. Aufgrund hoher Kosten seitens der Anbieter fand das Angebot zunächst bei den Kunden wenig Anerkennung, das änderte sich allerdings im Laufe der Zeit deutlich.

Im Mai 2010 versteigerte die Bundesnetzagentur die Lizenzen für LTE, den Nachfolgestandard von UMTS. LTE steht für Long Term Evolution und erreicht mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s schnellere Verbindungsraten als beispielsweise DSL.

Was benötige ich für einen Mobilfunkanschluss?

Um die Dienste eines Mobilfunkanbieters nutzen zu können, werden im Grunde zwei Dinge vorausgesetzt: Zum Einen muss die notwendige Hardware vorhanden sein, zum Anderen wird eine aktivierte SIM-Karte (mit entsprechendem Vertrag) benötigt. Mit Hardware ist das Mobiltelefon gemeint, über das die Gespräche geführt oder die Kurznachrichten (SMS) versendet werden.

SIM-Karte als Verbindungselement zwischen Handy und Mobilfunknetz

Damit derartige Daten wie etwa Kurznachrichten über Funkwellen an den Empfänger übermittelt werden können, muss das Mobiltelefon im Mobilfunknetz eingewählt sein. An dieser Stelle kommt die anfangs erwähnte SIM-Karte ins Spiel: Die entsprechende Karte wird ins Mobiltelefon gesteckt, die zur Identifikation des Anwenders im Netz dient. Die Abkürzung „SIM“ steht für „Subscriber Identity Module“, die englische Bezeichnung für „Teilnehmer-Identitätsmodul“.

Erhältlich ist die SIM-Karte über einen der Mobilfunkanbieter, welcher diese nach Abschluss eines entsprechenden Vertrags an die Kunden ausliefert. Die Karte besteht aus einem kleinen Prozessor mit integriertem Speicher und ist durch eine persönliche Identifikationsnummer (kurz PIN) vor unbefugtem Zugriff geschützt. Nach Einführen der Karte in das Mobiltelefon ist es möglich, das Gerät einem Netz zuzuordnen sowie zu authentifizieren.

Unterschiedliche Formate der SIM-Karte

Mittlerweile sind SIM-Karten in unterschiedlichen Formaten erhältlich, folgende Varianten werden im Folgenden genauer vorgestellt:

    • − Full-Size-SIM
    • − Micro-SIM
    • − Nano-SIM

Die häufigste Version der SIM-Karte ist die „Full-Size“ Variante im ID-1-Format mit den Maßen 86,5 x 53,98 x 0,76 Millimetern. Mittlerweile sind jedoch auch kleinere Ausführungen erhältlich; so verwendete beispielsweise das iPhone 4 als eines der ersten Geräte die Micro-SIM-Karte mit kleineren Maßen (15 x 12 x 0,76 Millimeter). Mit dem im September 2012 vorgestellten iPhone 5 ersetzte Apple die Micro-Karte allerdings erneut – in diesem Fall durch die sogenannte Nano-SIM. Besagte Karte ist nur noch 12,3 x 8,8 x 0,67 Millimeter groß.

Welche Produkte und Tarife gibt es?

Entscheidend beim Telefonanschluss ist natürlich auch, welche Kosten durch diesen verursacht werden. Und diese unterscheiden sich je nach Tarif sehr deutlich. Generell setzen sich die Kosten aus der Grundgebühr zusammen, die jeden Monat zu zahlen ist und der zusätzlichen Verbrauchsabrechnung. Davon ist die Rede, wenn keine Flatrate besteht oder wenn eine Flatrate nur für Telefonate ins Festnetz gewährt wird, aber beispielsweise zusätzlich Telefonate ins Mobilfunknetz geführt werden. In diesem Fall sind die Mobilfunk-Telefonate mittels der Verbrauchsabrechnung gesondert zu zahlen, die Telefonrechnung erhöht sich somit.

Grundgebühr und Verbrauchsabrechnung: Wie errechnen sich die Kosten?

Wie hoch dabei die Unterschiede ausfallen können, soll folgendes Beispiel verdeutlichen. Wir gehen von folgenden Telefonaten über den Monat verteilt und einem ISDN Anschluss aus:

    • • 20 Telefonate ins deutsche Festnetz
    • o davon 7 Telefonate mit 10 Minuten Dauer,
    • o 9 Telefonate mit 15 Minuten Dauer und
    • o 4 Telefonate mit 50 Minuten Dauer
    • • 3 Telefonate ins Mobilfunknetz mit jeweils 4 Minuten Dauer
Anbieter Tarif Grundgebühr Telefonkosten Gesamtkosten
Telekom Call & Surf Comfort VDSL 43,95 € Festnetz: 0,00 €

Mobilfunk: 4,00 € (Mindestumsatz)

47,95 €
Call & Surf Basic 33,94 € Festnetz: 11,75 €

Mobilfunk: 4,00 € (Mindestumsatz)

49,69 €
Call & Surf Comfort Plus 48,95 € Festnetz: 0,00 €

Mobilfunk: 4,00 € (Mindestumsatz)

52,95 €
O2 O2 DSL L 34,99 € Festnetz: 0,00 €

Mobilfunk: 0,00 € (da 100 Freiminuten)

34,99 €
O2 DSL L Home & Go 44,99 € Festnetz: 0,00 €

Mobilfunk: 0,00 € (da 100 Freiminuten)

44,99 €
Kabel Deutschland Internet & Telefon 8 19,90 € Festnetz: 11,75 € (nur ins Kabel-Deutschland-Festnetz gratis)

Mobilfunk: 2,39 €

34,04 €
Internet & Telefon 32 29,90 € Festnetz: 0,00 €

Mobilfunk: 2,39 €

32,29 €
Unitymedia Telefon START 15,00 € Festnetz: 10,13 €

Mobilfunk: 1,80 €

26,93 €
Telefon FLAT 20,00 € Festnetz: 0,00 €

Mobilfunk: 1,80 €

21,80 €

Natürlich kann diese Aufstellung nicht vollständig sein. Sie zeigt aber deutlich, wie hoch die Preisunterschiede ausfallen können. Zusätzlich bietet Unitymedia beispielsweise die kostenlose Telefonie ins eigene Mobilfunknetz. Bei Kabel Deutschland gibt es viele Aktionsangebote, so dass die Grundgebühren zu Beginn der Vertragslaufzeit geringer ausfallen können.

Was versteht man unter punktuellen Flatrates?

Kosten einsparen – dieses Schlagwort beschäftigt die deutsche Nation seit Jahr und Tag und ein Ende ist dabei wohl kaum in Sicht. Auch beim Telefonanschluss soll gespart werden, insbesondere die Verbrauchskosten für die geführten Telefonate sind dabei vielen ein Dorn im Auge. Um diesen aus dem Weg zu gehen, können punktuelle Flatrates genutzt werden.

Was sind punktuelle Flatrates?

Punktuelle Flatrates sind eben kein Rundum-Sorglos-Tarif, wie man es auf den ersten Blick annehmen könnte. Sie beinhalten zwar kostenfreie Anrufe, meist begrenzt auf bestimmte Bereiche, aber es ist eben nicht alles enthalten. Beispiele dafür wären:

    • • Flatrate ins deutsche Festnetz, dafür Zusatzkosten bei Telefonaten ins Mobilfunknetz
    • • Flatrate ins eigene Festnetz des Anbieters (z. B. von Telekom zu Telekom), dafür Zusatzkosten bei Telefonaten in ein anderes Festnetz (z. B. Vodafone)
    • • 100 Freiminuten ins deutsche Festnetz, dafür Zusatzkosten bei weiteren Telefonaten
    • • Flatrate ins deutsche Festnetz + 100 Freiminuten ins Mobilfunknetz – Zusatzkosten bei längeren Verbindungen ins Mobilfunknetz

Es gibt hier sicher noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten der punktuellen Flatrates. Es wird jedoch deutlich, dass sich diese nur auf einen bestimmten Bereich auswirken und dementsprechend weitere Kosten anfallen, wenn darüber hinaus gehende Leistungen beansprucht werden.

Für wen eignen sich punktuelle Flatrates?

Werden nur punktuelle Flatrates genutzt, so fallen in aller Regel die Grundgebühren für den Anschluss geringer aus. Dadurch kann sich eine Kostenersparnis ergeben. Somit lohnen sich punktuelle Flatrates vor allen Dingen dann, wenn man sein Telefonierverhalten gut einschätzen kann. Wer daraus ableiten kann, dass 100 Freiminuten monatlich beispielsweise ausreichen, der kann diese Flatrates nutzen und somit durch den günstigeren Grundpreis Kosten einsparen.

Wer dagegen nie vom Festnetz in den Mobilfunk telefoniert, kann auch hier durch eine reine Festnetzflat Kosten einsparen. Denn jede zusätzliche Flatrate oder sonstige Leistung ist stets auch mit zusätzlichen Gebühren belegt. Schwierig wird es, wenn zwar eine Flatrate fürs Festnetz vorgegeben ist, aber beim Mobilfunk ein Mindestumsatz verlangt wird. Dieser wird nämlich unabhängig davon berechnet, ob er verbraucht wird oder nicht. Von solchen Tarifen sollte man dann Abstand nehmen, wenn man ohnehin nie oder kaum ins Mobilfunknetz telefoniert.

Können echte Flatrates beim Sparen helfen?

Wenn es um die Kosteneinsparung bei der Telefonie geht, stellt sich vielfach die Frage, was echte Flatrates dem Einzelnen bringen. Viele sehen darin die einzig wahre Möglichkeit, um die Telefonkosten zu senken. Schließlich kann man ununterbrochen telefonieren, ohne dass dafür Kosten anfallen.

Beispiele für echte Flatrates sind:

    • • Flatrate ins gesamte deutsche Festnetz unabhängig vom Festnetzanbieter des Gesprächspartners,
    • • Flatrate wie oben, zusätzlich Flatrate in alle deutschen Mobilfunknetze
    • • Flatrate wie oben + Flatrate in alle deutschen Mobilfunknetze + Flatrate für SMS in alle Netze

Flatrate: Sparfaktor oder Kostentreiber?

Natürlich erlauben derartige Flatrates die volle Kostenkontrolle über den eigenen Anschluss, denn man weiß genau, dass die Telefonate keine Zusatzkosten verursachen. Je umfangreicher die Flatrates jedoch gewählt werden, desto höher fallen die dafür zu entrichtenden Preise aus. Wenn die Flatrate dann nicht vollständig genutzt wird, kann sie zu einem echten Kostentreiber werden.

Wer also ohnehin nur selten ins Mobilfunknetz telefoniert, sollte auch keine teure Flatrate dafür zubuchen. Denn das erhöht die Kosten deutlich, so dass man mit der Verbrauchsabrechnung günstiger weg kommt.

Echte Flatrates sind oft nur mit langen Vertragslaufzeiten, meist 24 Monate, zu erhalten. Sollten andere Anbieter in der Zwischenzeit günstigere Preise anbieten, so kann man von diesen nicht profitieren, einfach weil man aus dem eigenen Vertrag nicht heraus kommt.

Ein weiteres Problem: Viele Telefonate müssen mit Service-Hotlines geführt werden. Diese haben Sonderrufnummern und fallen unter keine der echten Flatrates. Hier fallen also in jedem Fall Zusatzkosten an, die die Gesamtkosten schnell nach oben treiben.

Flatrate nichts für Wenigtelefonierer

Während die Flatrate durchaus Sinn macht, wenn häufig und deutschlandweit telefoniert wird, macht sie wenig Sinn, wenn man nur selten telefoniert. Wer also das Telefon eher als Mittel ansieht, um im Notfall erreichbar zu sein oder Dritte erreichen zu können, der kann getrost auf eine Flatrate verzichten.

Günstige Basis-Anschlüsse ohne Flatrate gibt es schließlich teils schon ab 10 bis 15 Euro Monatspreis. Wenn dann nur sehr wenig telefoniert wird, ergeben sich Gesamtkosten, die noch unter der Flatrate liegen können.

Was sind Pre Paid Tarife im Mobilfunk?

Im Mobilfunkbereich gibt es einige Besonderheiten bei Produkten und Tarifen. Eine dieser Besonderheiten sind Pre Paid Tarife. Sie sind so nur im Mobilfunkbereich zu finden, beim Festnetzanschluss finden sie hingegen keine Verwendung. Wie der Name bereits vermuten lässt, sind Pre Paid Tarife Vorkassezahlungen. Das heißt, es wird zunächst ein bestimmtes Guthaben aufgeladen, das anschließend aufgebraucht werden kann. Ist das Guthaben verbraucht, sind weitere Verbindungen nicht mehr möglich. Daraus ergeben sich naturbedingt einige Vor-, aber auch Nachteile:

Vorteile Nachteile
Keine monatliche Grundgebühr, dadurch keine fixe Kostenbelastung unabhängig vom Telefonierverhalten Oftmals hohe Verbindungskosten, da keine Grundgebühr vorhanden ist, die Grundkosten der Anbieter abdeckt
Volle Kostenkontrolle, da nie mehr telefoniert werden kann, als Guthaben vorhanden ist Meist keine subventionierten Handys bzw. nur sehr einfache, mitunter veraltete Modelle zu hohen Anschaffungskosten
Geeignet für Wenigtelefonierer Regelmäßige Aufladung nötig
Geeignet für Personen mit negativen Schufa-Einträgen Kann auch anonym genutzt werden, da ein Pre Paid Handy problemlos verschenkt werden kann
Notrufe sind immer möglich, auch bei aufgebrauchtem Guthaben Guthaben kann unter Umständen verfallen, wenn es zu lange nicht aufgebraucht wird

Für wen sind Pre Paid Tarife geeignet?

Pre Paid Tarife eignen sich besonders für Kinder und Jugendliche, die noch nicht über ein eigenes Einkommen verfügen. So können sie

    • • nicht in die Schuldenfalle geraten, wenn horrende Handyrechnungen ins Haus flattern,
    • • die Eltern müssen überzogene Handyrechnungen nicht bezahlen,
    • • lernen sie, richtig und bewusst mit dem Mobiltelefon umzugehen,
    • • für die Eltern erreichbar sein.

Aber auch für Erwachsene können Pre Paid Tarife die richtige Wahl sein. Das gilt dann, wenn nur wenig mit dem Handy telefoniert werden muss, dieses also wirklich nur für den Notfall gedacht ist. Aber auch bei negativen Schufa-Einträgen kann der Pre Paid Tarif die richtige Wahl sein, da hier durch die Vorkassezahlung keine Schulden zustande kommen können.

Was kosten Pre Paid Tarife?

Entscheidend für die Wahl eines geeigneten Pre Paid Tarifs sind natürlich die Kosten. Folgendes Beispiel soll diese anhand verschiedener Tarife aufzeigen:

    • • 3 Telefonate ins D1 Netz mit einer Dauer von 10 Minuten
    • • 4 Telefonate ins D2 Netz mit einer Dauer von 7 Minuten
    • • 2 Telefonate ins E-Plus Netz mit einer Dauer von 3 Minuten
    • • 20 SMS ins D1 Netz
Anbieter Tarif Kosten D1 Kosten D2 Kosten E-Plus Kosten SMS Gesamtkosten
Discotel discoTel SMART 2,25 € 2,10 € 0,45 € 0,75 € 5,55 €
Congstar Congstar Prepaid 2,70 € 2,52 € 0,54 € 1,80 € 7,56 €
Blau.de 9 Cent Tarif 2,70 € 2,52 € 0,54 € 1,80 € 7,56 €
O2 O2 Loop 2,70 € 2,52 € 0,54 € 1,80 € 7,56 €
FreenetMobile 8 Cent Tarif 2,40 € 2,24 € 0,48 € 1,60 € 6,72 €
T-Mobile xTra Card 1,50 € 4,20 € 0,90 € 1,00 € 7,60 €

Stand: 14.12.2012

Was sind Kombitarife für Festnetz und Mobilfunk?

Mobilfunk und Festnetz – alles aus einer Hand. Das klingt auf den ersten Blick nach vielen Vorteilen für den Verbraucher. Nur eine Rechnung muss beglichen werden und es gibt Vergünstigungen. Doch es lohnt sich, genauer hinzusehen. Bei einem Kombitarif geht es meist darum, eine so genannte HomeZone einzurichten. Diese kann sich zwischen 500 Meter und zwei Kilometer Radius um den eigenen Wohnort befinden. Innerhalb der HomeZone bleibt man über seine Festnetznummer erreichbar und kann von dieser abgehend auch günstig in andere Netze telefonieren.

Wo liegen die Kosten?

Fast immer sind derartige Angebote nur über einen Vertrag mit monatlicher Grundgebühr erhältlich. Dieser wird zusätzlich zu einem bestehenden Vertrag abgeschlossen. Die Kosten liegen dabei wie folgt:

Anbieter Tarif Grundgebühr
T-Mobile T-Mobile@home 4,95 €
Vodafone Vodafone ZuhauseOption 5,00 €

Stand: 14.12.2012

In allen Fällen gilt die monatliche Grundgebühr zusätzlich zu den Grundgebühren für den bereits bestehenden Vertrag. Nach diesem richten sich dann auch die Verbindungskosten in die einzelnen Mobilfunknetze, sowie die Kosten für das Telefonieren im Festnetz. Bei T-Mobile kann innerhalb der HomeZone für 0,04 Euro pro Minute ins deutsche Festnetz telefoniert werden, bei Vodafone gilt der gleiche Preis.

HomeZone nicht zwingend der Wohnort

Die HomeZone kann dabei nach den individuellen Wünschen und Bedürfnissen ausgewählt werden. Natürlich bietet sich die eigene Wohnung, das eigene Haus optimal an. Genauso lässt sich die HomeZone bei Bedarf ändern, natürlich gegen Aufpreis. Dieser beträgt 4,95 Euro bei Vodafone und bei T-Mobile 7,50 Euro. Bei Vodafone ist der Wechsel monatlich, bei T-Mobile täglich möglich. Die HomeZone bleibt in einem Umkreis von bis zu zwei Kilometern bestehen. So kann beispielsweise auch der Arbeitsplatz als HomeZone eingerichtet werden, was insbesondere für Selbstständige interessant sein dürfte.

Außerhalb der HomeZone bleibt man dann stets über das Mobiltelefon erreichbar. Die Kosten dafür entsprechen denen einer herkömmlichen Rufweiterleitung, wie man sie vom klassischen Festnetzanschluss her kennt. Alternativ dazu kann man aber auch eine Netzansage wählen, die besagt, dass man aktuell nicht erreichbar ist.

Was sind Kombitarife für Internet und Mobilfunk?

Das Mobiltelefon hat längst ausgedient, zumindest wenn es um das reine Telefonieren geht. Zwar kann es das immer noch, doch diese Nutzung wird heute kaum noch realisiert. SMS, MMS, mobiles Internet, E-Mails schreiben und empfangen, fotografieren und vieles mehr – all diese Funktionen bietet ein modernes Handy. Demzufolge braucht es dafür auch die richtigen Tarife, denn gerade der Besuch des Internets mit dem Handy war lange Zeit aufgrund eingeschränkter Nutzungsmöglichkeiten ein echtes Problem.

Welche Tarife sind denkbar?

Natürlich sind auch beim mobilen Internet zahllose Tarife denkbar. Von der

    • • Kurzzeit-Nutzung über die
    • • Tages-Flatrate und die
    • • Mehrtages-Flatrate bis zur
    • • Monats-Flatrate reicht das Angebot.

Wie hoch die Kosten dabei sind, soll folgende Aufstellung zeigen:

    • − Geschwindigkeit: 7,2 Mbit/s
    • − Drosselung: ab 1 GB
    • − Inhalt: nur SIM-Karte ohne Hardware
    • − Laufzeit: max. 24 Monate

Monats-Flatrate:

Anbieter Tarif Drosselung ab Netz Laufzeit Kosten / Monat
Sparhandy Internet Flat 3.000 3 GB Vodafone 24 Monate 5,99 €
1&1 Tablet-Flat 1 GB Vodafone 24 Monate 9,99 €
Maxxim Maxxim data 1 GB 1 GB O2 1 Monat 9,95 €
Surf.Royal Data M 1 GB O2 1 Monat 9,95 €

Stand: 14.12.2012

Mehrtages-Flatrate:

Anbieter Tarif Drosselung ab Netz Laufzeit Kosten / Monat
Pro7 WebStick 1 GB Vodafone 3 Tage 3,99 €
BILDmobil BILDmobil Speed Stick 7,2 Mbit/s 1 GB Vodafone 7 Tage 6,99 €
Pro7 WebStick 1 GB Vodafone 7 Tage 7,99 €

Stand: 14.12.2012

Hinzu kommen jeweils 9,95 Euro einmalige Einrichtungsgebühren.

Tages-Flatrate:

Anbieter Tarif Drosselung ab Netz Laufzeit Kosten / Monat Einmalkosten
MEDIONmobile 24 Stunden Internet-Flatrate 1 GB E-Plus 24 Stunden 1,99 € 12,99 €
Pro7 WebStick 1 GB Vodafone 12 Stunden 1,99 € 9,95 €
Tchibo Internet-Tages-Flatrate 1 GB O2 1 Tag 2,95 € 9,95 €

Stand: 14.12.2012

Kurzzeit-Nutzung

Anbieter Tarif Drosselung ab Netz Laufzeit Kosten / Monat Einmalkosten
BILDmobil BILDmobil SpeedStick 7,2 Mbit/s 1 GB Vodafone 30 Minuten 0,59 € 9,95 €
Pro7 WebStick 5 GB Vodafone 1 Stunde 0,77 € 9,95 €
BILDmobil BILDmobil SpeedStick 7,2 Mbit/s 1 GB Vodafone 90 Minuten 0,99 € 9,95 €
MEDIONmobile 24 Stunden Internet-Flatrate 1 GB E-Plus 24 Stunden 1,99 € 12,99 €

Stand: 14.12.2012

Was sind Kombitarife im TV-Sektor?

Wer über das Kabelfernsehnetz auch seinen neuen Telefonanbieter finden will, der findet hier eine große Auswahl an Kombitarifen. TV und Telefon, TV und Internet, TV, Telefon und Internet – die Möglichkeiten sind vielfältig. Wie sich der Kabelanschluss für TV und Telefon gestaltet, wollen wir im Folgenden kurz aufzeigen.

Für das Kabelfernsehnetz kamen und kommen Breitbandkabel zum Einsatz. Diese wurden und werden zunehmend ausgebaut, und zwar um den Rückkanal, mit dem nicht nur der Empfang von Fernsehen, sondern auch die Übertragung von Telefon- und Internetdaten möglich wird. Der Anschluss ist dabei kinderleicht, die Kosten unterscheiden sich jedoch stark. Folgende Tabelle soll Aufschluss darüber geben, mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Kosten für die Tarife

Anbieter Tarif Kosten / Monat Sonstige Kosten Allgemeine Details
Kabel Deutschland Nur Telefon 9,90 € Festnetz / Minute: 2,9 ct

Mobilfunk / Minute: 19,9 ct

Ausland / Minute: ab 9,9 ct.

    • − Flatrate ins Festnetz für die ersten 3 Monate kostenfrei, danach 9,90 € / Monat
    • − Flatrate ins Kabel Deutschland Netz inbegriffen
    • − Rufnummernmitnahme möglich
    • − Max. 1 Leitung
Unitymedia Nur Telefon / Telefon FLAT 20,00 € Mobilfunk: 15 ct / Minute und SMS
    • − Flatrate enthalten
    • − Rufnummernmitnahme möglich
    • − Gratis telefonieren im Unitymedia Netz
    • − 3 Rufnummern
Kabel BW Nur Telefon / Clever Telefon 19,90 € k. A.
    • − Flatrate ins Festnetz enthalten
    • − 1 Leitung enthalten
    • − Rufnummernmitnahme
    • − Gratis Telefonbucheintrag
    • − Minutengenaue Abrechnung

Stand: 17.12.2012

Die Kombitarife, die Kabelfernsehen und Telefon beinhalten, den Internetanschluss aber ausschließen, sind bei keinem der großen Anbieter vorgesehen. Es können aber Internet oder Telefon einzeln gebucht werden. Da diese Variante aber keine allzu großen Vorteile mit sich bringt, haben sich die Triple Play oder zumindest die Double Play Angebote eher durchgesetzt. Internet und Telefon sind deshalb in sehr viel mehr Ausführungen erhältlich, als Telefon und Kabelfernsehen, die bei keinem der Anbieter sonderlich viel Beachtung finden.

Was sind Kombitarife im Internetsektor?

Im Internet-Sektor sieht es ähnlich, wie im Telefon-Sektor aus. Dabei bietet sich hier die Möglichkeit, nur den Internetanschluss, einen Internet-Anschluss mit Telefon oder den bewährten Triple Play Anschluss zu buchen. In diesem Zusammenhang sind natürlich die Kosten für den Einzelnen von größter Bedeutung, die im Folgenden kurz aufgeschlüsselt werden sollen:

Reiner Internetanschluss

Anbieter Tarif Kosten / Monat Sonstige Kosten Allgemeine Details
Kabel Deutschland Internetanschluss 16 19,90 € WLAN-Kabelmodem bei Bedarf: 2,00 € / Monat
    • − Download: max. 16.000 Kbit/s
    • − Upload: max. 1.000 Kbit/s
    • − Sicherheitspaket 3 Monate gratis, dann 3,98 € / Monat
    • − Homepage-Paket Start 12 Monate gratis, dann 0,99 € / Monat
    • − Kabelmodem gratis
Unitymedia Internet 10 15,00  € k. A.
    • − Download: max. 10 Mbit/s
    • − Upload: max. 1 Mbit/s
    • − Echte Flatrate ohne Zeit- / Volumen-Limit
Komro Internet-Flat 6.000 20,00 € Kabelmodem komro: 60,00 € Voraussetzung für Anschluss
    • − 24 Monate Vertragslaufzeit
    • − Ohne Vertragslaufzeit fünf Euro Mehrkosten pro Monat

Stand: 17.12.2012

Kabel BW bietet hierbei keinen Internet-Tarif ohne Telefonanschluss.

Kombi-Tarife Internet + Telefon

Anbieter Tarif Kosten / Monat Sonstige Kosten Allgemeine Details
Kabel Deutschland Internet & Telefon 16 17,90 € / 24,90 € Mobilfunk / Minute: 19,9 ct

Ausland / Minute: ab 4,9 ct

    • − Günstiger Preis für sechs Monate, erhöht sich ab dem siebten Monat.
    • − Download: max. 16.000 Kbit/s
    • − Upload: max. 1.000 Kbit/s
    • − Internet- und Festnetz-Flatrate enthalten
Unitymedia 2 Play SMART 20,00 € k. A.
    • − Download: max. 10 Mbit/s
    • − Upload: max. 1 Mbit/s
    • − Flatrate ohne Zeit- / Volumen-Limit
    • − Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz enthalten
Kabel BW CleverFlat Classic 24,90 € / 32,90 € k. A.
    • − Download: max. 50 Mbit/s
    • − Upload: max. 2,5 Mbit/s
    • − Festnetzflatrate
    • − 1 Telefonleitung
    • − Vergünstigter Preis für 12 Monate

 

Triple Play Angebote im Überblick

Anbieter Tarif Kosten / Monat Sonstige Kosten Allgemeine Details
Unitymedia 3play PLUS 50 30,00 € Aktionspreis 29,95 € einmalige Akitvierungsgebühr
    • − 70 digitale TV Sender
    • − HD Option
    • − HD-Receiver inklusive
    • − Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz
    • − Internet-Flatrate
Kabel BW CleverFlat Entertainment 39,90 € k. A.
    • − Flatrate ins deutsche Festnetz
    • − 2 Telefonleitungen
    • − Download: max. 50 Mbit/s
    • − Upload: max. 2,5 Mbit/s
    • − 1 Pay-TV-Paket nach Wahl inkl.

Stand: 17.12.2012

Diese Angaben stellen natürlich nur einen kleinen Auszug aus der Vielzahl der Möglichkeiten dar, erleichtern aber den ersten Überblick.

Was versteht man unter dem UMTS-Tarif?

Das Kürzel UMTS steht für „Universal Mobile Telecommunications System“. UMTS wird oft auch als Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G) bezeichnet. Es stellt den Nachfolger der zweiten Generation, des GSM, dar und kann weitaus höhere Datenübertragungsraten erzielen. Bis zu 21 Mbit/s sind mit HSPA+ möglich, ansonsten sind es immerhin 384 kbit/s.

Was bietet UMTS?

UMTS hat sich in den letzten Jahren ebenso, wie die meisten anderen Bereiche des Mobilfunks, stetig weiter entwickelt. Dabei bietet es heute eine ganze Reihe von Diensten an:

    • • Audiotelefonie,
    • • Videotelefonie,
    • • Chats,
    • • Internetzugang,
    • • Navigation,
    • • Bankdienste,
    • • E-Commerce,
    • • Prozessmanagement,
    • • mobiles interaktives Fernsehen.

Kosten für UMTS

Wer sich für die Telefonie mittels UMTS interessiert oder den UMTS Internetzugang nutzen möchte, der sollte natürlich auch wissen, mit welchen Kosten für diese Tarife zu rechnen ist. Natürlich tun sich auch hier wieder große Unterschiede auf, so dass pauschale Angaben schwer zu machen sind. In folgender Übersicht sollen jedoch einige Tarife beispielhaft vorgestellt werden:

Anbieter Tarif Monatliche Kosten Sonstiges
Klarmobil Surf-Spar-Tarif 19,95 €
    • − Highspeed-Internet bis 500 MB, danach Drosselung auf GPRS-Geschwindigkeit
    • − Gutschrift über 10 €
Vodafone Vodafone Surf Sofort 19,95 €
    • − 10 GB enthaltenes Volumen
    • − Zukauf von Volumen möglich
    • − Festnetz Flatrate Deutschland inklusive
maXXim maXXFree200 3,95 €
    • − Grundgebühr steigt nach 12 Monaten auf 9,95 €
    • − 100 Frei-SMS und
    • − 100 Frei-Minuten
    • − Vertragslaufzeit: 24 Monate
    • − Handysurf-Flatrate: 500 MB
Base All-in 30,00 €
    • − Flat ins deutsche Festnetz
    • − Flat in alle Handynetze
    • − SMS-Flat in alle Netze
    • − Flat fürs Surfen im Web (keine Volumenbegrenzung)
    • − Highspeed-Internet bis 500 MB

Stand: 18.12.2012

Wie kommt man mit DSL ins Internet?

DSL – das Kürzel für die Digital Subscriber Line – ist die bekannteste Form des Internetzugangs und gehört in Deutschland zu den am weitesten verbreiteten Internetzugängen. Grund dafür, dass sich DSL am Markt so gut durchsetzen konnte, ist der, dass die Übertragungsraten sehr hoch sind, also die Geschwindigkeiten beim Surfen im Netz positiv auffallen. DSL stellt damit die Weiterentwicklung der bisher genutzten Telefonmodems und der ISDN Verbindungen dar. Folgender Vergleich verdeutlicht, welche Unterschiede sich bei den Geschwindigkeiten ergeben:

Telefonmodem ISDN Verbindung DSL
Bis 56 kBit/s Bis 128 kBit/s (je 2 Kanäle mit 64 kBit/s) Bis 1.000 MBit/s

Die Unterschiede sind deutlich, wenngleich DSL den maximalen Wert nicht immer erreicht.

ADSL, SDSL und VDSL – was bedeutet das?

Beim DSL ist zu unterscheiden in ADSL, SDSL und VDSL. Alle unterscheiden sich in bestimmten Bereichen, jedoch führen sie immer zu extrem hohen Bandbreiten und damit auch hohen Verbindungsgeschwindigkeiten.

    1. 1. ADSL: Der Klassiker ist ADSL, auch als Asymmetric Digital Subscriber Line bekannt. Hierbei kann der DSL Anschluss auf einen analogen Telefonanschluss aufgesetzt werden. Für die Datenübertragung kommen Frequenzbereiche zum Einsatz, die für die Telefonie nicht notwendig sind. Dadurch kann auch mit analogem Anschluss zeitgleich telefoniert und gesurft werden.
    2. 2. SDSL: SDSL, auch bekannt als Symmetric Digital Subscriber Line, ist eher für Geschäftskunden geeignet, wird aber genauso von den Netzbetreibern genutzt. Hierbei erfolgt die Verbindung mit einem öffentlichen, meist digitalen Netzwerk, wie das Telefonnetz. Die Daten lassen sich dabei in beide Richtungen in der gleichen Geschwindigkeit übertragen.
    3. 3. VDSL: Dieser Begriff steht für Very High Speed Digital Subscriber Line. Die Geschwindigkeiten sind hier wesentlich höher, als bei ADSL. Aktuell gibt es zwei VDSL Standards: VDSL1 und VDSL2.

Kosten für DSL

DSL ist natürlich ebenso mit Kosten verbunden, wie der herkömmliche Telefonanschluss. Allerdings variieren diese wiederum je nach Anbieter, wie folgende beispielhafte Aufstellung zeigt.

Anbieter Tarif Monatliche Kosten Sonstiges
Congstar Congstar komplett 1 24,99 €
    • − DSL Flatrate bis zu 16.000 kBit/s
    • − 2,9 Ct / Min. für Telefonate ins deutsche Festnetz
    • − Vertragslaufzeit: 24 Monate
    • − Bereitstellungsentgelt: 9,99 €
    • − DSL Box: gratis
    • − Versandkosten: 9,99 €
1&1 1&1 Doppel-Flat 6.000 24,99 €
    • − DSL Flatrate bis 6.000 kBit/s
    • − Telefonanschluss
    • − Telefon-Flatrate ins dt. Festnetz
    • − 19,9 Ct / Min. in deutsche Mobilfunknetze
    • − WLAN-Modem
    • − Mindestlaufzeit: 24 Monate
    • − Ab dem 25. Monat 29,99 € / Monat
Kabel Deutschland Internet & Telefon 100 19,90 €
    • − Grundgebühr ab dem 2. Jahr: 39,90 €
    • − DSL Flatrate: bis zu 100.000 kBit/s im Download und 6.000 kBit/s im Upload
    • − Festnetz-Flatrate inklusive
    • − 19,9 Ct / Min. in deutsche Mobilfunknetze
Primacall DSL Star S 18,95 €
    • − DSL Internet Flatrate bis 16.000 kBit/s
    • − 2,9 Ct / Min. ins deutsche Festnetz
    • − WLAN-Router Fritz!Box inklusive
    • − Mindestvertragslaufzeit: 24 Monate

Stand: 18.12.2012

Ist Kabelinternet eine Alternative?

Eine echte Alternative zum herkömmlichen DSL Anschluss ist das Kabelinternet. Es wurde in den vergangenen Jahren stark ausgebaut und kann mit extrem hohen Übertragungsgeschwindigkeiten punkten. Im Upload werden Werte bis zu 6.000 kBit/s erreicht, im Download sogar vereinzelt Werte bis 150.000 kBit/s. Damit ist Kabelinternet noch schneller, als so manches VDSL.

Für wen eignet sich Kabelinternet?

Kabelinternet eignet sich für jede Person, an deren Standort es verfügbar ist. Voraussetzung für das Kabelinternet, ebenso wie für die Kabeltelefonie sind rückkanalfähige Leitungen. Die Kabelnetzbetreiber  haben ihre Kabelleitungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich aufgerüstet und um den benötigten Rückkanal erweitert, so dass Kabelinternet mittlerweile fast überall vorhanden ist.

Insbesondere für diejenigen ist Kabelinternet interessant, bei denen DSL Netze noch nicht vollständig ausgebaut sind. Steht also nur DSL light zur Verfügung, kann man sich stattdessen auch für Kabelinternet entscheiden und so weitaus höhere Übertragungsgeschwindigkeiten realisieren.

Kosten bei Kabelinternet

Die Kosten beim Kabelinternet bewegen sich in etwa dem Bereich, der auch für einen klassischen DSL Anschluss gegeben ist. Folgende Aufstellung gibt einen kleinen Einblick in die Kosten der Kabelinternet Anbieter:

Anbieter Tarif Max. Geschwindigkeit Monatliche Kosten Sonstiges
Kabel Deutschland Internet & Telefon 32 32.000 kBit/s 19,90 €
    • − Ab dem 2. Jahr monatlich 29,90 €
    • − Internet-Flatrate enthalten
    • − Telefonanschluss enthalten
    • − Telefon-Flatrate inklusive
    • − Mindestvertragslaufzeit: 24 Monate
    • − Gratis Kabel-Modem
Unitymedia Internet 50 50.000 kBit/s 20,00 €
    • − Internet-Flatrate ohne Zeit- oder Volumenbegrenzung
    • − Kabelanschlussvertrag nicht nötig
    • − Highspeed Modem gratis für Neukunden
Kabel BW CleverInternet 50.000 kBit/s 19,90 €
    • − Telefonanschluss mit 1 Leitung inklusive
    • − Rufnummernmitnahme möglich
    • − Internet-Flatrate inklusive
    • − Persönliches E-Mail-Postfach
Tele Columbus Preisbewusste 32.000 kBit/s 24,99 €
    • − Mindestvertragslaufzeit: 24 Monate
    • − Einmalige Einrichtung: 19,90  €
    • − Einmalige Versandkosten: 9,90 €
    • − Gratis Modem
    • − Gratis WLAN Router
    • − Bei Wechsel 6 Monate gratis
    • − 5 E-Mail-Postfächer

Stand: 18.12.2012

Was sind LAN und WLAN Festnetztarife?

Die Begriffe LAN und WLAN sind im Zusammenhang mit dem Internet nicht mehr wegzudenken. Die beiden Kürzel stehen dabei für:

    • − Local Area Network (LAN) und
    • − Wireless Local Area Network (WLAN).

Gemeint sind damit kleine Netzwerke. Beim LAN Netzwerk handelt es sich um ein Netzwerk, das bis zu 500 Meter weit reicht. Die hauptsächliche Verwendung finden LAN Netzwerke in kleinen Unternehmen, aber auch in privaten Haushalten, wo mehrere PCs bereit stehen. Beim WLAN handelt es sich dagegen um ein lokales Netzwerk. Dieses ist ebenfalls räumlich begrenzt und wird für die gleichen Zwecke wie LAN eingesetzt, jedoch kann auf die Kabel verzichtet werden. WLAN Netzwerke agieren entsprechend kabellos.

Unabhängig dank WLAN

Das WLAN Netzwerk hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend durchgesetzt, auch in privaten Haushalten. Meist haben die Kinder einen eigenen PC, dazu kommen der PC im Home Office der Eltern und vielleicht noch ein Freizeit-PC. Alle diese Computer können über das WLAN Netzwerk ins Internet gehen, ohne dass Kabel zwischen ihnen verlegt werden müssen.

Ähnlich verhält es sich in kleinen Firmen, wo ebenfalls mehrere PCs unabhängig voneinander ins Internet gehen müssen. Sie alle miteinander zu verkabeln, wäre nicht nur ein großer Aufwand, sondern würden dadurch auch viele Stolperfallen entstehen.

Kosten für WLAN

Die Kosten für WLAN Netzwerke unterscheiden sich nicht von einem normalen DSL Anschluss. Im Gegenteil, viele DSL Anschlüsse bieten sogar einen WLAN Router, der als technische Voraussetzung gilt, mit an. Ob Vodafone, Telekom, Kabel Deutschland oder 1&1, bei fast allen Anbietern kann der WLAN Router kostenfrei oder gegen eine geringe Gebühr mit dazu gebucht werden, ohne dass der Grundpreis für die Internetverbindung dadurch beeinflusst wird.

Wie kann ich das mobile Internet nutzen?

Auch mit dem Mobiltelefon kann man nicht erst seit gestern das Internet besuchen. Die ersten Schritte mit dem mobilen Internet erfolgten noch über den GSM Standard. Schon in den 1990er Jahren konnte man so mit dem Mobiltelefon ins Internet gehen, allerdings sehr langsam und zu hohen Kosten.

Mit Beginn des neuen Jahrtausends hielt UMTS Einzug in die Angebote für mobiles Internet und seit kurzem ist mit LTE die neueste Generation des mobilen Internets auf dem Markt angekommen.  Auch mit WLAN gelangt man mobil ins Internet, vorausgesetzt, es steht ein so genannter HotSpot zur Verfügung.

Weitere Möglichkeiten für mobiles Internet

Es gibt noch einige weitere Möglichkeiten, um mobil im Internet zu surfen, die jedoch nicht annähernd so weit verbreitet sind. Zu diesen zählt auch WiMAX, das als Alternative zu UMTS oder DSL angesehen wird. Die Reichweite zur nächsten Basisstation liegt bei zwei bis drei Kilometern. Die Bandbreite müssen sich die Nutzer jedoch teilen, so dass eine Garantie für die Geschwindigkeit nicht gegeben werden kann.

Die Femtozelle als private UMTS-Funkzelle ist ebenfalls denkbar, aber wenig verbreitet. Dieser Zugang kann mit einem 3G-Handy oder einem UMTS-fähigen Handy genutzt werden. Allerdings handelt es sich um eine Zelle, die meist nur das Netz des eigenen Mobilfunkanbieters erweitert, in vergleichsweise kleinen Bereichen.

Nicht zuletzt ist hier der Satellitenzugang zu nennen. Im privaten Bereich findet er allerdings kaum Anwendung. Vorwiegend wird er von Journalisten, Hilfsorganisationen und Wissenschaftlern verwendet, die in sehr entlegenen Regionen arbeiten. Die Geschwindigkeiten sind hier vergleichsweise gering, die Kosten dafür umso höher.

Kosten für mobiles Internet

Auch beim mobilen Internet gibt es hohe Unterschiede der Kosten, je nach Anbieter und Tarif. Die folgende Aufstellung zeigt die Unterschiede anhand einer Monatsflat, erhebt dabei aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zugrunde gelegt wird eine Geschwindigkeit von 7,2 MBit/s, eine SIM-Karte ohne Hardware und die Drosselung der Geschwindigkeit ab 1.000 MB.

Anbieter Tarif Monatliche Kosten Vertragslaufzeit Netz
1&1 Tablet-Flat 7,91 € 24 Monate Vodafone
Sparhandy Internet Flat 3000 9,99 € 24 Monate T-Mobile
Phonex Mobile Data 1000 10,36 € 1 Monat O2
Simply Simply data 1 GB 10,99 € 1 Monat O2
fastSIM fastSIM M Vodafone 10,99 € 1 Monat Vodafone
Base Internet Flat L 15,00 € 24 Monate E-Plus
Kabel BW Notebook Flat 20,41 € 1 Monat O2

Stand: 18.12.2012

Was versteht man unter All in One Tarifen?

Wer beim Telefonieren die volle Kostenkontrolle behalten will, der setzt auf so genannte All in One Tarife. Wie der Name vermuten lässt, sind hier Kontingente für Telefonieren, Simsen und Surfen enthalten. Es gibt also die volle Kostenkontrolle, da pro Monat ein bestimmter Betrag anfällt, mit diesem aber bereits das Kontingent bezahlt ist. Nur wer darüber hinaus noch weitere Telefonate führt oder SMS versendet bzw. surft, muss zusätzlich zahlen.

All in One Tarife für Festnetz und Mobilfunk

Ob im Festnetz-Sektor oder im Mobilfunkbereich – All in One Tarife gibt es für fast jeden Bedarf. Im Festnetz beinhalten sie meist die DSL Flatrate, sowie die Festnetz Flatrate, die mit dem monatlichen Grundpreis abgedeckt sind. Im Mobilfunk kommen meist Freiminuten und Frei-SMS zum Einsatz, die mit dem Grundpreis abgedeckt sind. Beim Surfen steht oftmals ein bestimmtes Volumen mit hoher Geschwindigkeit zur Verfügung.

Sind die Freiminuten aufgebraucht, fallen Kosten für alle weiteren Telefonate an, die sich je nach Tarif unterscheiden. Gleiches gilt für SMS, die über das Frei-Kontingent hinausgehen. Beim Surfen fallen in der Regel keine Zusatzkosten an, allerdings wird die Geschwindigkeit gedrosselt.

All in One Tarife im Kostenüberblick

Was aber kosten gängige Alle in One Tarife? Diese Frage stellt sich jedem, der sich für einen solchen Tarif interessiert. Im Folgenden wollen wir darüber informieren. Eine Aufstellung mit Beispielen für derartige Tarife gibt erste Anhaltspunkte für die Kosten, ein intensiver Vergleich lohnt aber dennoch:

Anbieter Tarif Monatliche Kosten Enthaltene Leistungen
Base Base all-in 30,00 €
    • − Flatrate ins deutsche Festnetz
    • − Flatrate in alle Handynetze
    • − SMS Flatrate in alle Netze
    • − Flatrate ins Internet
Mobilcom-Debitel Yourflat 19,80 €
    • − Flatrate ins Internet
    • − Flatrate Telefonie für alle Netze
    • − SMS: 9 Ct / SMS
Yourfone Allnet Flat 19,90 €
    • − Flatrate ins deutsche Festnetz
    • − Flatrate in alle Handynetze
    • − Flatrate in Highspeed Internet (500 MB), danach Drosselung
    • − SMS: 9 Ct / SMS
Blau.de Allnet-Flat 19,90
    • − Flatrate ins deutsche Festnetz
    • − Flatrate in alle Handynetze
    • − Flatrate in Highspeed Internet (500 MB), danach Drosselung
    • − SMS Flatrate für 5 Euro monatlich

Stand: 18.12.2012

Was bringen Auslandstarife?

Beim Telefonanschluss spielen die Kosten für Telefonate und Co. eine entscheidende Rolle. Wer häufig ins Ausland telefoniert, entdeckt den passenden Tarif oft nicht so leicht. Denn gerade Telefonate ins Ausland sind mitunter sehr teuer.

Mittlerweile gibt es aber auch bei Auslandsgesprächen eine ganze Reihe von Tarifen oder Call by Call bzw. Preselection Anbieter, so dass hier ein enormes Sparpotenzial gegeben ist. Damit können Kunden deutlich kostengünstiger telefonieren, als bei ihrem herkömmlichen Telefonanbieter, der für Auslandsgespräche oft horrende Summen verlangt.

Zusatztarife nicht immer nutzen

Allerdings sind solche speziellen Auslandstarife nicht immer empfehlenswert. Insbesondere, wenn hier noch Grundgebühren fällig werden, muss sehr genau überprüft werden, ob sich der zusätzliche Tarif überhaupt lohnt. Mitunter kann es dann günstiger sein, den normalen Telefonanschluss mit gängigem Tarif zu wählen und über diesen ins Ausland zu telefonieren.

Kosten für Auslandsgespräche

Um sich aber einen ersten Überblick über die Kosten für Telefonate ins Ausland zu verschaffen, ist es wichtig, die größten Tarife zu kennen. Folgende Aufstellung soll diese beispielhaft darstellen. Dabei gehen wir von einem etwa fünfminütigen Gespräch nach Spanien an einem normalen Werktag aus.

Anbieter Call by Call Vorwahl Gesprächskosten
Telecom 010057 4,65 Cent
01083.com Call by Call 01083 4,70 Cent
Ventelo 010018 4,75 Cent

Stand: 18.12.2012

Das gleiche Gespräch in die USA ist um 09 Uhr morgens mit folgenden Anbietern möglich:

Anbieter Netzvorwahl Gesprächskosten
eStart Telecom 01095 3,75 Cent
01074tellfon 01074 3,80 Cent
OneTel-Call-by-Call 01086 4,25 Cent

Stand: 18.12.2012

Wird der Anruf dagegen ins Mobilfunknetz der USA geführt, ergeben sich veränderte Kosten. Wir gehen erneut von einem fünfminütigen Anruf um 9 Uhr morgens aus.

Anbieter Netzvorwahl Gesprächskosten
eStart Telecom 01095 3,75 Cent
01047 Call-by-Call 01047 6,50 Cent
01052 Telecom Call by Call 01052 8,85 Cent

Stand: 18.12.2012

Wie kann ich meinen Telefonanbieter wechseln?

Die wichtigsten Fragen rund um diese Thematik behandeln wir in den folgenden Abschnitten ausführlich.

Welches Produkt ist das Richtige?

Wer überlegt, seinen Telefonanbieter zu wechseln, muss sich zunächst einige Fragen stellen. Welches Telefonier- und / oder Surfverhalten lege ich eigentlich an den Tag? Wie oft telefoniere ich ins Festnetz, ins deutsche Mobilfunknetz, ins Ausland usw.? Wie viele SMS werden monatlich etwa versendet? Wie oft und lange bin ich im Internet unterwegs? Das sind nur einige der wichtigsten Fragen, die für die richtige Produktauswahl entscheidend sind. Man kann dabei das Telefonier- und Surfverhalten in mehrere Gruppen einteilen:

    1. 1. Der durchschnittliche Nutzer
    2. 2. Der Vielsurfer und Vieltelefonierer
    3. 3. Der Vielsurfer und Wenigtelefonierer
    4. 4. Der Wenigsurfer und Vieltelefonierer

Je nachdem, zu welcher Gruppe man selbst zählt, sollte man auch den Tarif eines Anbieters auswählen.

Der durchschnittliche Nutzer

Eine Pauschalaussage, welches Produkt der Telefonanbieter das Richtige ist, kann nicht getroffen werden. Zu unterschiedlich sind die Gegebenheiten. Durchschnittliche Nutzer sind mit den normalen Doppel-Flatrates für Festnetztelefonie und Internet am besten beraten. Zwischen 20 und 30 Euro monatliche Grundgebühren werden bei einem durchschnittlichen 24-Monats-Vertrag fällig. Damit sind aber alle Kosten für deutschlandweite Telefonate abgedeckt und auch die Standleitung ins Internet stellt kein Problem dar.

Zusatzfeatures buchen

Für all jene, die viel surfen und wenig telefonieren, kann die normale Doppel-Flat ebenfalls empfohlen werden. Die Einsparungen durch den Verzicht auf die Flatrate sind kaum zu bemerken, so dass man mit dieser Variante günstig und gut fährt. Aber auch Wenigsurfer können auf diese zurückgreifen.

Bei vielen Tarifen gibt es zusätzliche Features, so dass beispielsweise eine Handy-Flatrate hinzu gebucht werden kann. Dies lohnt sich jedoch nur, wenn entsprechend häufig ins Mobilfunknetz telefoniert wird. Günstigere Auslandsgespräche lassen sich gegen Aufpreis ebenfalls buchen, sind aber wiederum nur sinnvoll, wenn auch entsprechend häufig ins Ausland telefoniert wird.

Warum sollte ich einen Anbietervergleich durchführen?

Der Markt wird regelrecht überschwemmt von der Vielzahl der Telefonanbieter. Unweigerlich wird man auf die großen Anbieter, wie

    • • Telekom,
    • • Vodafone,
    • • Base oder
    • • Kabel Deutschland stoßen.

Darüber hinaus tummeln sich jedoch jede Menge weiterer Telefonanbieter auf dem Markt, die mitunter sogar günstiger sind. Beispielhaft seien hier

    • • 1&1,
    • • Congstar,
    • • O2,
    • • Tele2,
    • • Tele Columbus und
    • • primacall genannt.

Vergleichen ist kinderleicht

Für einen entsprechenden Anbietervergleich muss man nur einmal kurz das Internet besuchen. Nach Eingabe der eigenen Telefonvorwahl finden sich auf den unzähligen Vergleichsportalen ebenso viele Telefonanbieter mit ihren detaillierten Tarifen. Einige Beispiele sollen dies verdeutlichen, wobei wir nach einem Anbieter für den Vorwahlbereich 030 – Berlin gesucht haben:

Anbieter Tarif Monatliche Kosten Laufzeit Sonstiges
Tele2 Tele2 Komplett 16.000 24,95 € /

29,95 €

24 Monate
    • − Telefonanschluss inklusive
    • − Telefonflatrate inklusive
    • − 6 Monate reduzierte Grundgebühr
1&1 1&1 Surf & Phone Flat 16.000 Special 19,99 € 24 Monate
    • − Telefonanschluss inklusive
    • − Telefonflatrate inklusive
    • − 1&1 WLAN Modem
    • − 24 Monate reduzierte Grundgebühr
Tele Columbus 2er Kombi 16 19,99 € 24 Monate
    • − Telefonanschluss inklusive
    • − Telefonflatrate inklusive
    • − Kabelmodem / WLAN Router gratis
    • − Keine Anschlussgebühr
Kabel Deutschland Internet & Telefon 16 17,90 € /

24,90 €

24 Monate
    • − Telefonanschluss inklusive
    • − Telefonflatrate inklusive
    • − Kabel-Modem inklusive
    • − 6 Monate reduzierte Grundgebühr
primacall DSL Star M 27,95 € 24 Monate
    • − Telefonflatrate inklusive
    • − Telefonanschluss inklusive
    • − WLAN-Router Fritz!Box inklusive
    • − Anschlussgebühr: 19,95 €
O2 O2 Alice M 19,99 € /

29,99 €

24 Monate
    • − Telefonflatrate inklusive
    • − WLAN HomeBox inklusive
    • − 3 Monate reduzierte Grundgebühr
Vodafone DSL Classic Paket 29,95 € 24 Monate
    • − Telefonanschluss inklusive
    • − Telefonflatrate inklusive
    • − Vodafone EasyBox inklusive
    • − Anschlussgebühr: 9,95 €

Stand: 18.12.2012

Wie wähle ich den richtigen Anbieter aus?

Wer sich zunächst Gedanken um den passenden Tarif gemacht und einen großen Anbietervergleich durchgeführt hat, steht schließlich und endlich vor der eigentlichen Anbieterauswahl. Entscheidend ist hierbei, dass das Produkt, das man gewählt hat, auch am eigenen Standort zur Verfügung steht. Auf den Internetseiten des Anbieters sollte deshalb zwingend eine Verfügbarkeitsprüfung durchgeführt werden. Diese ist aber Standard, wenn man den Tarif online abschließen will.

Vertragslaufzeiten beachten

Die Preise für Telefon und Internet befinden sich seit Jahren im freien Fall. Immer neue Anbieter drängen auf den Markt, so dass der Konkurrenzdruck zunehmend größer wird. Das sind beste Aussichten für Verbraucher, denn auch künftig können sich noch Preissenkungen ergeben.

Damit man diese nutzen kann, sollte auf die Vertragslaufzeiten geachtet werden. Die meisten Anbieter binden Kunden für wenigstens 24 Monate an sich. Es gibt jedoch auch kürzere Vertragslaufzeiten, gegen einen entsprechenden Aufpreis kann auf eine Vertragslaufzeit sogar gänzlich verzichtet werden. So bleibt man flexibel und kann von neuen, günstigeren Angeboten profitieren.

Lohnt der ständige Wechsel?

Viele kennen den Begriff des Tagesgeld Hoppings. Hierbei werden alle paar Monate neue Tagesgeldkonten eröffnet. Doch lohnt dieses Hopping auch beim Telefonanbieter? Hier darf man durchaus geteilter Meinung sein, denn die rechtzeitige Kündigung des bisherigen Anbieters, sowie die ständige Suche nach einem aktuell günstigeren Anbieter nehmen viel Zeit in Anspruch. Die Einsparpotenziale sind zumindest aktuell (Stand: Dezember 2012) nicht so groß, dass der ständige Aufwand lohnen würde.

Zudem sind Lastschriften oder Daueraufträge immer neu einzurichten, neue Login-Daten zu merken und vieles mehr. Ob sich das auf Dauer lohnt, darf durchaus in Frage gestellt werden.

Wie erhalte ich den Telefonanschluss nach dem Wechsel?

Die Rufnummer auf dem Telefon eingeben und die Verbindung aufbauen – das Prinzip des Festnetztelefons ist einfach; doch bis derartige Telefongespräche möglich sind, wird zunächst einmal die vorausgesetzte Hardware sowie überhaupt ein Anschluss ans Festnetz benötigt. Bei Letzterem besteht die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten: dem „klassischen“ analogen Anschluss oder dem neueren, digitalen ISDN-Festnetzanschluss.

„1. TAE“ stellt Zugang zum Kommunikationsnetz her

Bei der Beantragung eines neuen Festnetzanschlusses muss in einem ersten Schritt überprüft werden, ob in der entsprechenden Wohnung bereits ein TAE-Anschluss montiert wurde (TAE steht für Telekommunikation-Anschluss-Einheit, Norm für den Anschluss von Telefonen). Dieser analoge Anschluss ist die einfachste Variante, bei welcher der Endkunde vom Telefonanbieter exakt eine Rufnummer zugewiesen bekommt, die daraufhin zu beliebigen anderen Anbietern – bei einem Wechsel – mitgenommen werden kann. Sofern keine TAE-Dose vorhanden ist, wird diese vom Netzbetreiber installiert (als sogenannte „1. TAE“), nachdem der Kunde die Verlegung eines Telefonanschlusses beantragte. Die 1. TAE stellt folglich den Netzabschluss (Zugang zum Kommunikationsnetz) dar, darf nicht durch eine normale Dose beziehungsweise einen DSL-Splitter ausgetauscht werden und enthält zudem einen passiven Prüfabschluss.

ISDN über TAE möglich

Besagte Dose bietet daraufhin Anschlussmöglichkeiten für ein Telefongerät und bis zu zwei weitere Nebengeräte wie etwa ein Fax oder ein Modem. Beim ISDN-Anschluss ist darüber hinaus ein Netzabschlussgerät notwendig, das mit der angesprochenen TAE-Dose verbunden wird. Das erwähnte Netzabschlussgerät (kurz NTBA) verfügt über Buchsen, an die zum Beispiel die ISDN-Telefonanlage angeschlossen wird. Für das Führen von Telefongesprächen wird letztendlich noch ein Vertrag mit einem Telefonanbieter benötigt, in dem einer der angebotenen Tarife ausgewählt wird – im Zuge des Vertragsabschlusses ist es oftmals möglich, zugleich auch die benötigte Hardware zu bestellen.

Wie kann ich die Netze nach dem Telefonanschluss nutzen?

Nach erfolgreicher Anmeldung eines Festnetzanschlusses ist über die dazugehörige Rufnummer das Führen von Telefongesprächen möglich – hierfür werden im Hintergrund vorhandene Technik, Kabel und Netze genutzt. Der Anschluss des Telefongeräts erfolgt an die TAE-Dose, hinter der eine Kupferleitung beginnt und die Signale des Telefons letztendlich zum nächsten Kabelverzweiger (Kvz) geführt werden. Dort werden sämtliche von den angeschlossenen Wohnhäusern kommende Kabelstränge gebündelt und zur nächsten Vermittlungsstelle weitergeleitet. Die Verlegung der Kabel von den Kabelverzweigern bis zur Vermittlungsstelle erfolgt unterirdisch, dort werden die Anrufe den dazugehörigen Anschlüssen zugeordnet. Die jeweiligen Vermittlungsknoten wiederum sind durch das so genannte Kernnetz miteinander verbunden. Die Verbindung vom Endteilnehmer bis zur Vermittlungsstelle dagegen wird Zugangsnetz genannt („Letzte Meile“).

Telekommunikationsrecht garantiert den Netzzugang

Die Netznutzung wird möglich durch einen Vertrag mit einem der Telekommunikationsanbieter. Den Endkunden wird durch das Telekommunikationsrecht grundsätzlich der Anspruch auf eine Grundversorgung durch einen Anschluss an das öffentliche Netz eingeräumt. Für diese Grundversorgung ist in der Bundesrepublik Deutschland die Telekom GmbH verantwortlich. Dieser Anspruch gilt allerdings nicht gegenüber anderen Anbietern. Folglich kann der erste Telefonanschluss – wenn in einer Wohnung noch keine 1. TAE-Dose vorhanden ist – bei der Telekom beantragt werden, woraufhin dieser von einem Mitarbeiter des Unternehmens eingerichtet wird.

Nutzung der Konkurrenz-Netze möglich

Das Telekommunikationsrecht verpflichtet einen Endteilnehmer jedoch nicht zur Nutzung des Netzes der Telekom, stattdessen ist der Wechsel zu einem alternativen Unternehmen möglich. Bei der Entscheidung für einen anderen Telekommunikationsanbieter wird kein neuer Anschluss benötigt, die TAE-Dose wird weiterhin verwendet. Die Teilnehmeranschlussleitung (das Zugangsnetz) kann durch alternative Anbieter nur schwer ersetzt werden, weshalb das vom örtlichen Zugangsnetz-Monopolisten errichtete Netz gegen Bezahlung genutzt wird.

Wie nehme ich die Telefonanlage über die TAE-Dose in Betrieb?

Der Betrieb einer Telefonanlage setzt einige Punkte voraus – diese sollen im Folgenden erläutert werden. Grundlage für sämtliche darauffolgende (womöglich eigene) Arbeiten rund um den Telefonapparat ist die Installation einer sogenannten ersten TAE-Dose mit passivem Prüfabschluss (zur Überprüfung der Leitung bis zur Dose bei einer Fehlerdiagnose), welche von der Deutschen Telekom angebracht wird. Der Anschluss von Geräten an diese Dose ist prinzipiell frei, ein Zugriff auf die Leitungsdrähte ist dagegen untersagt. Ferner dürfen mit der TAE-Dose nur solche Geräte verbunden werden, die vom Bundesamt für Zulassungen in der Telekommunikation (kurz BZT) genehmigt wurden.

ISDN-Anschluss: Zwischenschalten eines NTBA

Die angesprochene TAE-Dose mit sechspoliger Flachsteckerbuchse ist Ausgangspunkt sämtlicher Telefoninstallationen in der Wohnung; an der Dose selbst sind dagegen keine Veränderungen erlaubt. Es ist allerdings möglich, von hier aus weitere Dosen – durch Zu- und Ausgangsleitungen – hintereinander in unterschiedliche Räume zu schalten, um auch in anderen Zimmern einen Festnetzanschluss zu realisieren. Alternativ besteht die Möglichkeit des digitalen ISDN-Telefons. Hierbei wird zwischen TAE-Dose und Telefongerät ein Netzabschlussgerät (NTBA) geschaltet. Sofern eine korrekte Verbindung mit dem Festnetz besteht, ertönt nach Betätigen der „Ruf-Taste“ ein Freizeichen. Somit lässt sich überprüfen, ob die Hardware richtig installiert wurde.

Software-Installation bei Bestellung eines Routers

Für den reinen Betrieb einer Telefonanlage ist die Installation einer Software prinzipiell nicht notwendig. Dies ändert sich, wenn im Zuge des Festnetzanschlusses auch ein DSL-Zugang gebucht wird, so dass zum Lieferumfang ein Router inklusive Software gehört. Die entsprechenden Programme werden auf einem PC installiert, woraufhin sich diverse – durchaus hilfreiche – Einstellungen im Hinblick auf den ISDN- sowie DSL-Anschluss am Router vornehmen lassen.

Telefonanbieter wechseln – soll ich den alten Vertrag selbst kündigen?

Wer sich dazu entschlossen hat, seinen Telefonanbieter zu wechseln, der will natürlich schnellstmöglich aus dem Vertrag heraus kommen. Aber hier ist Obacht geboten. Regulär sind Verträge mit dem Telefonanbieter auf mindestens zwei Jahre fest geschlossen. Ein Sonderkündigungsrecht besteht meist nur bei einem Umzug und auch dann nur, wenn der bisherige Telefonanbieter am neuen Wohnort keine Leitung zur Verfügung stellen kann. Das ist aber nur in den seltensten Fällen gegeben.

Kein Neuvertrag ohne Kündigung

Soll ein neuer Telefonanbieter genutzt werden, so ist der alte Vertrag zunächst zu überprüfen. Dafür sind folgende Fragen von Bedeutung, die man mit dem bisherigen Telefonanbieter klären sollte:

    1. 1. Wie lange läuft der reguläre Vertrag noch?
    2. 2. Welche Kündigungsfrist ist einzuhalten?
    3. 3. Welche Fristen gibt es für die Mitnahme der bisherigen Telefonnummer (Rufnummern-Portierung)?

Diese Fragen sollte man dem bisherigen Anbieter am besten schriftlich stellen und sich ebenfalls schriftlich beantworten lassen.

Neuen Anbieter beauftragen

Der neue Telefonanbieter kann dann beauftragt werden. Dabei sind ihm die Antworten auf obige Fragen mitzuteilen. Der neue Telefonanbieter sollte dann auch den alten Vertrag kündigen, andernfalls kann es zu tage-, ja sogar wochenlangen Ausfällen des Telefonanschlusses kommen, weil sich keiner der Telefonanbieter mehr für den Kunden verantwortlich fühlt. Anders, als etwa bei der Stromversorgung, gibt es beim Telefon keine Versorgungsgarantie.

Dennoch dürfen die Verbraucher sich nicht einfach zurücklehnen und abwarten. So mancher Kunde, der sich blind auf seinen neuen Telefonanbieter verlassen hat, wurde eines Besseren belehrt. Er musste auf einmal zwei Verträge gleichzeitig bedienen und statt der erhofften Einsparungen hat er dann doppelte Kosten gehabt. Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, sollte man beim neuen Anbieter regelmäßig nachfragen und auch darauf achten, ob man eine Kündigungsbestätigung vom alten Anbieter erhält.

Worauf muss ich achten, wenn ich einen neuen Vertrag abschließe?

Beim Telefonanbieterwechsel geht es nicht nur darum, den bisherigen Vertrag zu kündigen, sondern muss auch ein Neuvertrag geschlossen werden. Viele Telefonanbieter versuchen, mit zeitlich befristeten Aktionen, die jede Menge Preisvorteile mit sich bringen, Kunden zu schnellen Entscheidungen zu bewegen. Verbraucher sollten sich darauf aber keinesfalls einlassen, denn solche voreiligen Entscheidungen rächen sich sehr oft.

Nachfragen, absichern, abschließen

Bevor der Neuvertrag abgeschlossen wird, sollte der bisherige Vertrag überprüft werden. Die meisten Verträge sind Laufzeitverträge und es besteht kaum eine realistische Chance, vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit heraus zu kommen. Wer voreilig einen weiteren Vertrag abschließt, riskiert demzufolge doppelte Kosten. Denn auch der neue Anbieter wird nicht gewillt sein, den Kunden aus dem Vertrag heraus zu lassen. Ausnahmen gelten bei Online-Verträgen oder telefonisch abgeschlossenen Verträgen, sowie den Haustürgeschäften. Hier besteht die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen vom Widerrufsrecht Gebrauch zu machen.

Deshalb ist zu prüfen, mit welcher Frist der alte Vertrag gekündigt werden kann und zu welchem Termin. Erst wenn man sich so abgesichert hat und damit klar ist, wann ein Wechsel überhaupt in Betracht kommt, sollte der neue Vertrag abgeschlossen werden.

Auf Wechselservice achten

Beim Abschluss des Neuvertrages muss überdies darauf geachtet werden, dass ein Wechselservice mit inbegriffen ist. Der neue Anbieter sollte sich also um die Kündigung des bisherigen Vertrages und alle Formalitäten für die Rufnummern-Portierung (falls gewünscht), kümmern. In der Regel bieten die Telefonanbieter diesen Service von sich aus an und das ist auch die bessere Variante. Andernfalls kann durch die eigene Kündigung nämlich genauso die Rufnummer weg sein.

Zusätzlich sollte der neue Anbieter schriftlich einen Anschalttermin benennen können. Ob dafür ein Techniker vor Ort erscheinen muss, sollte ebenfalls schriftlich mitgeteilt werden. Außerdem sollten dabei realistische Zeiten genannt werden, in denen der Techniker erscheint.

Wie erfolgt der Versorgungsübergang beim Wechsel?

Sind alle Vorarbeiten erledigt, erhalten Verbraucher vom neuen Telefonanbieter schriftlich die Bestätigung des Anschalttermins. Mitunter sind hier sogar Wunschtermine möglich, was immer dann Sinn macht, wenn der bisherige Anschluss noch einige Wochen besteht. In diesen Fällen sollte man die Umstellung dann vornehmen lassen, wenn der alte Vertrag ausläuft, um möglichst keinen Tag ohne Telefon verbringen zu müssen.

Router, NTBA und Co.

Bei vielen Telefonanbietern wurden Router, NTBA und Co. nur mietweise zur Verfügung gestellt. Deshalb müssen die bisherigen Geräte innerhalb einer bestimmten Frist nach der Abschaltung an den Anbieter zurück geschickt werden. Andernfalls kann dieser die Geräte in Rechnung stellen.

Der neue Anbieter wird seine eigenen Geräte zusenden. Sie werden heute meist verkauft, wobei ermäßigte Kosten gelten. Diese werden über die meist langen Vertragslaufzeiten und die Grundgebühren subventioniert. Die Geräte, die für den Anschluss benötigt werden, sollten etwa eine Woche vor dem Umstellungstermin beim Kunden eintreffen. Sind sie bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht angekommen, so sollte nochmals beim neuen Telefonanbieter nachgefragt werden.

Der Anschalttermin ist da

Am eigentlichen Anschalttermin muss der Kunde meist nicht viel tun. In dem Brief, in dem er über den Anschalttermin informiert wurde, steht genau, wie er vorgehen muss. Das heißt in der Regel, dass zu bzw. ab einer bestimmten Uhrzeit überprüft werden kann, ob die Umstellung bereits erfolgt ist oder nicht.

Der Router muss angeschlossen werden, die Verbindung zum Internet mit den neuen Zugangsdaten überprüft werden. Sobald alles steht, ist die Versorgung vom alten auf den neuen Anbieter übergegangen. Sollten Probleme auftreten, muss nochmals Rücksprache mit dem neuen Anbieter gehalten werden, was oftmals leider nur via Handy möglich ist.

Was kostet mich der Anschluss des Telefons durch einen Techniker?

Die Installation eines Telefonanschlusses – beziehungsweise der dazugehörigen Geräte – ist in der Regel auf die Selbstmontage seitens des Kunden ausgelegt. Hierfür liefert der jeweilige Telefonanbieter ausführliche und mit Bildern gestützte Anleitungen mit. Dennoch bieten die meisten Telefondienstleister auch einen umfangreichen Installationsservice, der für einen Festpreis optional durch den Kunden gebucht werden kann. Die Nutzung des besagten Angebotes empfiehlt sich vor allem für solche Endkunden, die hinsichtlich des technischen Anschlusses eines Telefongerätes wenig Erfahrung haben und sich auf eine reibungslose Funktionsweise der Anlage verlassen wollen.

Umfang des angebotenen Installationsservices

Da mittlerweile die meisten Festnetztarife in Kombination mit einem DSL-Zugang angeboten werden, umfasst besagter Installationsservice in der Regel auch die Einrichtung des betreffenden Internetanschlusses. Nach Beantragen des Installationsservices wird die Einrichtung sämtlicher benötigter Geräte durch einen Techniker des betreffenden Anbieters vorgenommen.

Meistens wird von Seiten der Telekommunikationsdienstleister das Versprechen gegeben, dass der entsprechende Techniker erst dann das Haus wieder verlässt, wenn sowohl das Telefon als auch der DSL-Zugang ohne Probleme funktionieren. Der Installationsservice beinhaltet mit dem Festpreis unter anderem die An- und Abfahrtskosten des Technikers sowie Montage und Inbetriebnahme des Telefonanschlusses. Ferner ist in der Regel das Installieren einer gewissen Anzahl an Telefon-Endgeräten (zum Beispiel Telefon, Anrufbeantworter und Fax) vorgesehen. Außerdem wird eine kurze Einweisung in den Betrieb der betreffenden Geräte gegeben.

Techniker bei Installation der 1. TAE erforderlich

Die Arbeiten eines Technikers des Anbieters sind zwingend notwendig, wenn noch kein Telefonanschluss in der entsprechenden Wohnung (es ist noch keine 1. TAE-Dose vorhanden) verlegt wurde. In diesem Fall muss das Anbringen der ersten TAE-Dose von einem Techniker – die Telekom ist hierzu durch das Telekommunikationsgesetz verpflichtet – vorgenommen werden.

Welche Kosten entstehen für den Anschluss eines neuen Festnetz-Zugangs?

Bei der Beantragung eines neuen Festnetzanschlusses ist mit Kosten beziehungsweise Gebühren zu rechnen – woraus sich diese zusammensetzen, wird im Folgenden genauer erläutert. Ausgangspunkt sämtlicher Telefoninstallationen ist die sogenannte erste TAE-Dose. Sofern in einer Wohnung noch keine erste TAE-Dose installiert wurde – folglich überhaupt kein Telefonanschluss vorhanden ist –, muss das Anbringen einer solchen Dose von einem Mitarbeiter der Telekom vorgenommen werden. Die Telekom ist gemäß dem Telekommunikationsgesetz zum Anbieten eines Zugangs zum Festnetz verpflichtet und somit zur Verlegung einer Telefonleitung (sofern dies noch nicht geschehen ist) und zur Installation der ersten TAE-Dose.

Die Kosten trägt der Kunde

Die entsprechenden Arbeiten können bei der Telekom beantragt werden, die Gebühren für die Einrichtung der Dose trägt der Kunde (bzw. der Vermieter); die Kosten belaufen sich dabei auf ungefähr 70 Euro. Es ist zu beachten, dass oftmals die in Auftrag gegebene Installation der TAE-Dose erst nach einigen Wochen erfolgt. Die Telekom gibt für die Dauer bis zur Realisierung des Telefonanschlusses einen Durchschnittswert von zwei bis drei Wochen an. Bei gleichzeitigem Abschluss eines Vertrages mit der Telekom, der die Regelung über einen DSL-Internetzugang enthält, sind die Gebühren aufgrund des zusätzlichen Neuanschlusses für DSL nochmals höher.

Anschlussgebühr bei alternativen Anbietern

Seit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes sind die Endkunden jedoch nicht mehr an die Telekom gebunden, sondern können sich für den Wechsel zu einem alternativen Anbieter entscheiden. Die hierbei anfallenden Anschlussgebühren sind abhängig vom gewählten Telefonanbieter. In einigen Fällen wird sogar bei einem Neuanschluss keine Einrichtungsgebühr verlangt, sonst bewegen sich die Einrichtungspreise in der Regel zwischen 50 und 70 Euro.

Welche Gebühren fallen für besondere Rufnummern und den Wechsel des Telefonanbieters an?

Nach erfolgreicher Inbetriebnahme einer Telefonanlage fallen in der Regel keine besonderen Gebühren mehr an – die Kosten berechnen sich stattdessen gemäß den im Vertrag festgelegten Konditionen und somit entsprechend der Nutzung des Festnetzanschlusses. Die jeweiligen Kosten werden daraufhin über die monatliche Telefonrechnung verrechnet. Dennoch kann es vorkommen, dass besagte Rechnung in einigen Monaten – trotz Festnetzflatrate – höher ist, da viele Anbieter bestimmte Rufnummern gesondert behandeln und extra berechnen. Ferner ist ohnehin unter einigen Nummern der Hinweis vermerkt, dass diese mehr kosten und mit einem Festpreis pro Minute abgerechnet werden.

Gebühren für die Nachrüstung defekter Anlagen

Sonst fallen besondere Gebühren hinsichtlich des Festnetzanschlusses erst dann wieder an, wenn entweder ein Defekt an der Anlage auftritt oder ein Wechsel des Telefonanbieters beabsichtigt wird. Im erstgenannten Fall – dem Defekt – muss ein Techniker mit der Behebung des Problems beauftragt werden; der entsprechend bezahlt werden muss, sofern im Vertrag mit dem Telekommunikationsunternehmen keine besondere Vereinbarung hinsichtlich derartiger Serviceleistungen getroffen wurde. Eventuell müssen gar einzelne Geräte ausgetauscht werden, die ebenfalls weitere Kosten verursachen.

Nach Wechsel: Neuer Telefonanbieter verlangt Einrichtungsgebühr

Gebühren fallen ferner beim Wechsel des Telefonanbieters an. Zwar wird in den meisten Fällen ein solcher Wechsel aufgrund günstigerer Tarife der Konkurrenz vorgenommen, dennoch verlangen einige Unternehmen nach Vertragsabschluss die Bezahlung einer einmaligen Einrichtungsgebühr. Selbstverständlich rechnet sich diese Gebühr, sofern der neue Anbieter wirklich preiswerter ist und spätestens nach einigen Monaten wird deutlich, dass der Wechsel trotz allem eine gewinnbringende Entscheidung war. Abschließend sei noch ein Hinweis gegeben: Oftmals bieten die Telefonanbieter Aktionen an, bei denen die Einrichtungsgebühr erlassen wird, sofern der Vertragsabschluss innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums erfolgt.

Was sind die wichtigsten Tipps für den erfolgreichen Telefonanbieterwechsel?

Die Entscheidung ist gefallen – ein neuer Telefonanbieter muss her. Die Preise sind zu hoch, der Service ist zu schlecht. Doch vor dem Wechsel sollten einige grundlegende Tipps beherzigt werden. Andernfalls kann es schnell zum bösen Erwachen kommen.

Den richtigen Anbieter finden

Zunächst muss der passende neue Anbieter gefunden werden. Dafür sollte man sich Zeit nehmen und sein eigenes Telefonierverhalten genauestens unter die Lupe nehmen. Ebenfalls sollten die eigenen Wünsche klar benannt werden. Um diese herauszufinden, helfen folgende Fragen:

    1. 1. Will ich meine bisherige Telefonnummer behalten?
    2. 2. Wie oft telefoniere ich ins Festnetz, ins Mobilfunknetz oder ins Ausland?
    3. 3. Wie lange telefoniere ich im Schnitt?

Sind diese Fragen beantwortet, gilt es, die Tarife zu überprüfen. Längst nicht alle Anbieter sind am eigenen Wohnort auch verfügbar, wenngleich sich die Verfügbarkeit in den letzten Jahren deutlich verbessert hat. Wer häufig ins Festnetz telefoniert, sollte nur nach Tarifen mit einer Flatrate suchen. Optional zubuchbar sind auch Flatrates fürs Mobilfunknetz.

Danach geht es an den Kostenvergleich. Was für Gebühren fallen einmalig und dauerhaft an? Welche Laufzeiten sind zu berücksichtigen. Ein Tarifvergleich kann hier gute Hilfestellung bieten. Für die Rufnummernportierung fallen ebenfalls oftmals Kosten an. Diese sollten bei der gesamten Kalkulation mit berücksichtigt werden, ebenso wie die Grundgebühren und die einmaligen Anschlussgebühren.

Fristen prüfen

Zudem sollte überprüft werden, wie lange der bisherige Vertrag noch läuft und welche Kündigungsfristen einzuhalten sind. Hat sich die Vertragsdauer gerade wieder um ein weiteres Jahr verlängert? Dann sollte auf den Wechsel zum aktuellen Zeitpunkt verzichtet werden, da aus den Verträgen nur schwer rauszukommen ist.

Ist die Kündigung in naher Zukunft möglich, kann man weiter nach einem geeigneten Anbieter suchen. Ist dieser gefunden, sollte er alle Formalitäten rund um den Wechsel erledigen, dem alten Anbieter kündigen und den neuen Anschluss freischalten. Die Kündigungsbestätigung erhält jedoch der Kunde selbst. Auf diese sollte bestanden werden. Eine Eigenkündigung ist nicht empfehlenswert, da sie oft dazu führt, dass die gewünschte Rufnummernportierung nicht erfolgen kann. Auch kann es in diesen Fällen dazu kommen, dass man plötzlich ein paar Tage ganz ohne eigenen Telefonanschluss da steht.

Wie sieht die Zukunft der Telefonanbieter aus?

Dieser Frage gehen wir im Folgenden auf den Grund und zeigen die wichtigsten Neuerungen auf.

HD Telefonie: Was ist das?

Die HD Telefonie, auch bekannt als HDSP (Kürzel steht für High Definition Sound Performance), wird in den letzten Monaten und Jahren von immer mehr Telefonanbietern angepriesen. Das besondere Klangerlebnis soll dabei im Vordergrund stehen. HD Telefonie wird mittlerweile von vielen Anbietern geboten, wobei es sich im Grunde genommen um eine Weiterentwicklung von Voice over IP (VoIP) handelt. Das heißt, dass die Daten über das Internet übertragen werden. Dafür sind Bandbreiten von mindestens 100 kbit/s nötig.

Bandbreite für Signal wird deutlich vergrößert

Wenn man bisher über VoIP telefonierte, wurden Sprachcodecs, wie G.726 oder G.711 verwendet. Diese Codecs dienen dazu, Daten und Signale zu codieren und zu komprimieren, so dass sie über das Internet übertragen werden können. Welche Frequenzbereiche dabei abgetastet werden, zeigt folgende Aufstellung:

Codec Frequenzbereich Minimum Frequenzbereich Maximum
G.711 300 Hz 3.400 Hz
G.726 200 Hz 3.400 Hz
G.722 (HD Telefonie) 50 Hz 7.000 Hz

Der Frequenzbereich, der mit dem Codec G.722 abgedeckt wird, ist also wesentlich höher, als bei den bisherigen Standard-Codecs für VoIP Telefonate. Damit versprechen die Hersteller, dass ein Frequenzbereich abgedeckt wird, der dem natürlichen Klangspektrum eines normalen Gesprächs entspricht. Die Telefonate sollen also den Eindruck vermitteln, der Gesprächspartner säße einem direkt gegenüber. Klangdemonstrationen bieten auch große Anbieter, wie AVM oder Siemens auf ihren Internetseiten.

Voraussetzungen für die HD Telefonie

Wer mittels HD Telefonie über das Internet telefonieren will, benötigt dafür gewisse Voraussetzungen:

    • • Telefone müssen HD Telefonie unterstützen
    • • VoIP Provider beider Gesprächsteilnehmer müssen den G.722 Codec unterstützen

Idealerweise wird zwischen den gleichen VoIP Providern telefoniert, dann sind die Gespräche nicht nur in bestmöglicher Qualität möglich, sondern auch noch kostenfrei. Dennoch müssen viele Verbraucher noch eine Weile auf die HD Telefonie verzichten. Das liegt daran, dass sie nur dann funktioniert, wenn auch das Gegenüber die technischen Voraussetzungen erfüllt und HD-fähige Telefone sind auf dem Markt noch recht selten.

Was versteht man unter der holografischen Telefonie?

Zu den Trends der Zukunft gehört ebenfalls die holografische Telefonie. Laut einer Umfrage, die von IBM unter mehr als 3.000 Forschern durchgeführt wurde, können sich diese die holografische Telefonie noch als am ehesten realisierbar vorstellen. Wenn man den Aussagen der Forscher Glauben schenken mag, dürfte die holografische Telefonie schon ab 2015 möglich sein.

Was bedeutet holografische Telefonie?

Die holografische Telefonie sagt dabei nichts anderes aus, als dass man ein Telefonat nicht mehr mit einer gesichtslosen Person führt. Stattdessen erscheint ein Hologramm des Gesprächspartners beim Telefonieren. Smartphone Besitzer träumen schon lange von einer App, die die holografische Telefonie möglich machen könnte. Doch die Technologie muss erst noch weiter entwickelt werden. Frühestens in zwei bis drei Jahren ist hier mit einem Durchbruch zu rechnen.

Erste Ansätze gibt es aber bereits. So hat der US-Sender CNN die Technologie holografischer Darstellungen bereits übernommen und bei einem Bericht eine Reporterin als holografisches Bild im Studio zugeschaltet. Nötig für die holografische Telefonie wären Laser Projektoren, die jedoch so klein sind, dass sie sich zum Beispiel in Smartphones einbauen ließen.

Das Problem des Akkus

Wenn die holografische Telefonie nicht mehr nur Zukunftsmusik bleiben, sondern vielmehr Realität werden soll, besteht dabei noch ein anderes Problem. Die holografische Darstellung des Gesprächspartners verbraucht viel Strom. Akkus der Zukunft müssten deshalb deutlich leistungsstärker werden.

Die in der Umfrage befragten Forscher gaben dabei an, dass sie sich Akkus vorstellen können, die mit Hilfe energiereicher Metalle hergestellt werden. Sie könnten alleine durch die Umgebungsluft aufgeladen werden. Ebenfalls könnte man sich in Expertenkreisen Weiterentwicklungen bereits bestehender Akkus vorstellen, wie etwa der Schüttel-Akkus oder der Brennstoffzellen.

Ob das holografische Telefonieren in der Zukunft tatsächlich Einzug in die Telefonie-Landschaft halten wird, bleibt aber abzuwarten.

Was ist das Nfon?

Outsourcing ist ein Begriff, der seit einigen Jahren die Wirtschaft erobert. Ob es das Outsourcen von Leistungen ist, die Nutzung der Cloud, das Auslagern von Mail- und Webservern ins Web, statt diese im eigenen Unternehmen vorzuhalten und vieles mehr – Outsourcing hat sich etabliert. Und auf genau diesen Zug will jetzt das Nfon aufspringen. Ziel ist es, dass Unternehmen Geld sparen können und aufgrund der Redundanz die Sicherheit im Unternehmen erhöht wird.

Nfon: Die ausgelagerte Telefonanlage

Das Nfon stellt eine ausgelagerte Telefonanlage dar, die vom gleichnamigen Münchener Unternehmen angeboten wird. Dabei befindet sich nicht nur die Telefonanlage außer Haus, sondern auch der ISDN Telefonanschluss. Betrieben wird die Telefonanlage dabei in einem Hochleistungs-Rechenzentrum, das voll redundant ist.

Auf dieses Rechenzentrum und damit auch auf die Telefonanlage soll von jedem Ort der Welt aus zugegriffen werden können, und zwar mit dem klassischen Telefon ebenso wie mit dem Handy oder dem Faxgerät, sowie dem PC.

Unternehmen brauchen nur noch Endgeräte

In den Unternehmen, die das Nfon als neue Telefonanlage nutzen, sind dann inhouse nur noch die Endgeräte nötig, als Faxgeräte und Telefone. Diese werden mit dem Internet verbunden. Enthalten ist ebenfalls ein Software-Client. Mit dessen Hilfe kann man auch über PC und Laptop telefonieren. Weiterhin bietet das Nfon die Möglichkeit, Mobiltelefone als vollwertige Nebenstellen einzubinden. Dann können damit ebenfalls alle Möglichkeiten genutzt werden, wie etwa die Integration in eine Warteschleife.

Das Nfon kann dabei stets den individuellen Bedürfnissen angepasst werden. So eignet sich die ausgelagerte Telefonanlage für kleine Unternehmen ebenso wie für mittlere und Großunternehmen. Kosteneinsparungen von bis zu 50 Prozent im Gegensatz zu herkömmlichen Telefonanlagen sollen mit dem Nfon möglich sein. Zusätzlich bestätigen Untersuchungen des TÜV, dass die Sprachqualität mit dem Nfon sehr hoch ist. Auch die Ausfallsicherheit soll enorm sein, glaubt man den Angaben des TÜV.

Wie sieht die T-Labs Forschung der Zukunft aus?

Eine besondere Zusammenarbeit ist am Ernst-Reuter-Platz in Berlin entstanden: Telekom-Mitarbeiter und Forscher und Wissenschaftler der TU Berlin arbeiten hier eng zusammen und wollen IT-Lösungen, das Telefon der Zukunft und vieles mehr entwickeln. Insgesamt arbeiten hier 350 Menschen, 180 davon sind Mitarbeiter der Telekom.

Was bereits entwickelt wurde / wird

Natürlich kann die T-Labs Forschung bereits auf eine Vielzahl unterschiedlicher Entwicklungen zurück blicken und arbeitet derzeit an weiteren Neuentwicklungen, die spannend zu werden versprechen. Einige Beispiel dafür sind:

    • • Telefon Sinus A 201 – ein Telefon mit großen Tasten und einem übersichtlichen Display, das sich vor allem für ältere Menschen eignet. Dabei ist der Hörer so aufgebaut, dass er sich der Kopfform anpassen soll. Für den geringen Stromverbrauch sorgt das energieeffiziente Netzteil.
    • • Stabile Internetverbindung für Hochgeschwindigkeitszüge – mit Hilfe der drahtlosen Breitband Internetanschlüsse können Bahnkunden auch bei 300 Stundenkilometern Geschwindigkeit im Web surfen.
    • • Internet-Marktplatz für Computing-Kapazitäten – hierbei entstand ein Marktplatz, auf dem Rechenzentren überschüssige Kapazitäten zum Kauf anbieten oder benötigte Kapazitäten zukaufen können – in Minutenschnelle. Bisher waren dafür wochenlange Verhandlungen nötig.

Die neueste Entwicklung

Die neueste Entwicklung beschäftigt sich damit, das Mobiltelefon zur Geldbörse umzufunktionieren. So sollen Kunden künftig den Strichcode eines Produktes mit dem Handy fotografieren. Anschließend legen sie es in den Einkaufswagen. An der Kasse erscheint der Rechnungsbetrag, wenn der Wagen durchgeschoben wird. So sollen unnötige Zeiten für das Ein- und Auspacken der Produkte deutlich verringert werden.

Diese elektronische Geldbörse könnte den Forschern zufolge auch für die Lösung von E-Tickets für Bus und Bahn eingesetzt werden.