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Telefonanschluss

Telefonanschluss: von der TAE-Dose bis zum Führen von Gesprächen

Die Rufnummer auf dem Telefon eingeben und die Verbindung aufbauen – das Prinzip des Festnetztelefons ist einfach; doch bis derartige Telefongespräche möglich sind, wird zunächst einmal die vorausgesetzte Hardware sowie überhaupt ein Anschluss ans Festnetz benötigt. Bei Letzterem besteht die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten: dem “klassischen” analogen Anschluss oder dem neueren, digitalen ISDN-Anschluss.

“1. TAE” stellt Zugang zum Kommunikationsnetz her

Bei der Beantragung eines neuen Festnetzanschlusses muss in einem ersten Schritt überprüft werden, ob in der entsprechenden Wohnung bereits ein TAE-Anschluss montiert wurde (TAE steht für Telekommunikation-Anschluss-Einheit, Norm für den Anschluss von Telefonen). Dieser analoge Anschluss ist die einfachste Variante, bei welcher der Endkunde vom Telefonanbieter exakt eine Rufnummer zugewiesen bekommt, die daraufhin zu beliebigen anderen Anbietern – bei einem Wechsel – mitgenommen werden kann. Sofern keine TAE-Dose vorhanden ist, wird diese vom Netzbetreiber installiert (als sogenannte “1. TAE”), nachdem der Kunde die Verlegung eines Telefonanschlusses beantragte. Die 1. TAE stellt folglich den Netzabschluss (Zugang zum Kommunikationsnetz) dar, darf nicht durch eine normale Dose beziehungsweise einen DSL-Splitter ausgetauscht werden und enthält zudem einen passiven Prüfabschluss.

ISDN über TAE möglich

Besagte Dose bietet daraufhin Anschlussmöglichkeiten für ein Telefongerät und bis zu zwei weitere Nebengeräte wie etwa ein Fax oder ein Modem. Beim ISDN-Anschluss ist darüber hinaus ein Netzabschlussgerät notwendig, das mit der angesprochenen TAE-Dose verbunden wird. Das erwähnte Netzabschlussgerät (kurz NTBA) verfügt über Buchsen, an die zum Beispiel die ISDN-Telefonanlage angeschlossen wird. Für das Führen von Telefongesprächen wird letztendlich noch ein Vertrag mit einem Telefonanbieter benötigt, in dem einer der angebotenen Tarife ausgewählt wird – im Zuge des Vertragsabschlusses ist es oftmals möglich, zugleich auch die benötigte Hardware zu bestellen.

Analoganschluss

Übliche Kosten für den Analog-Anschluss

Der analoge Telefonanschluss ist längst überholt. Dementsprechend wird er auch nur äußerst selten angeboten. Lediglich die Deutsche Telekom (www.telekom.de) bietet den analogen Anschluss noch explizit an. Mit einfachstem Anschluss und ohne weitere Zusatzleistungen sind solche Anschlüsse ab einer monatlichen Grundgebühr von etwa zehn Euro zu erhalten. Es gibt aber weitaus mehr Angebote, die in verschiedenen Tarifen zum Tragen kommen und dann verlangt auch die Telekom höhere Preise, die sich oft zwischen 15 und 25 Euro bewegen. Da aber ein gutes Komplettpaket, bestehend aus ISDN-Anschluss mit Telefon- und Internet-Flatrate bereits um die 20 bis 30 Euro erhältlich ist, lohnt sich der analoge Telefonanschluss heute nicht mehr.

Hinzu kommt der einmalige Anschlusspreis, der oftmals mit mehr als 50 Euro zu Buche schlägt. Zu berücksichtigen sind ferner die Mindestvertragslaufzeiten, die eingehalten werden müssen und oft bei zwei Jahren liegen.

DSL + analoger Telefonanschluss?

Ebenfalls kann zum analogen Telefonanschluss ein DSL Anschluss dazu gebucht werden. Dieser wird mit einer zusätzlichen Datenleitung realisiert, wodurch das gleichzeitige Telefonieren und Surfen im Web möglich wird.

Allerdings muss dafür ein Splitter zwischengeschaltet werden, der die Telefon- und Datenleitungssignale aufsplittet. Er wird zwischen Telefonanschluss und Telefon bzw. Modem geschaltet, also direkt mit der TAE-Dose verbunden. Weiterhin bedarf es eines Modems bzw. eines Routers für den Internetanschluss, so dass dieser mit einem analogen Telefonanschluss nur sehr aufwändig hergestellt werden kann.

In der Praxis hat der analoge Telefonanschluss demnach nur eine untergeordnete Stellung inne, weshalb auch die preislichen Angebote hierfür alles andere, als attraktiv und die Auswahl stark eingeschränkt sind.

Leistungsmerkmale des analogen Telefonanschlusses

Der analoge Telefonanschluss kann verschiedene Leistungen mitbringen, diese sind je nach Anbieter und Tarif aber teilweise nur gegen ein entsprechendes Entgelt dazu zu buchen. Sehr einfache Leistungsmerkmale sind jedoch grundsätzlich bereits in den Kosten enthalten. Demnach charakterisiert sich der analoge Telefonanschluss durch:

  • Eine einzelne Leitung mit einer einzelnen Rufnummer pro Anschluss.
  • Die Rufnummernübermittlung, seitdem das Telefonnetz digitalisiert wurde. Dabei wird die eigene Rufnummer an den Angerufenen übertragen, aber man kann auch die Nummern eingehender Anrufer sehen.
  • Das Anklopfen, das dann stattfindet, wenn ein Gespräch geführt wird und währenddessen ein weiteres eingeht.
  • Die Funktionen des Rückfragens, Haltens und Makelns – je nach Telefon. So können Verbindungen mit Nebenstellenanlagen hergestellt oder das Telefonat kurzfristig stumm geschaltet werden.
  • Der Rückruf bei Besetzt-Zeichen: Ist die einzelne Leitung besetzt, wenn ein Anrufer den Verbraucher erreichen will, erfolgt automatisch ein Rückruf, sobald aufgelegt wurde.
  • Anrufweiterschaltung – je nach Telefon können eingehende Anrufe auf eine andere Rufnummer, bei Bedarf auch eine Handynummer, weiter geschaltet werden.
  • Die Rufnummernsperren sind möglich, wenn bestimmte Nummern vom analogen Anschluss aus nicht angerufen werden sollen (sinnvoll etwa bei teuren Service-Rufnummern, wie 0900er Nummern).
  • Die Dreierkonferenz, wobei hierfür schon ein moderneres Telefon verwendet werden muss.
  • Die Entgeltinformationen, die oftmals dazu gebucht werden müssen und anzeigen, wie viel ein Telefonat gekostet hat.
  • Den Netzanrufbeantworter, der ebenfalls oft gegen Aufpreis gebucht werden kann.
Es gibt also auch beim analogen Telefonanschluss schon einige Leistungsmerkmale, die mit geliefert werden bzw. möglich sind. Dennoch ist der Anschluss derzeit überholt.

Wie erfolgt der analoge Telefonanschluss?

Der analoge Telefonanschluss lässt sich vergleichsweise einfach realisieren, da lediglich die TAE-Dose benötigt wird. Diese wird von Seiten des Telefonanbieters zur Verfügung gestellt. Dabei sind häufig drei Steckplätze vorhanden, je zwei N- und ein F-Steckplatz. Bei drei Steckplätzen kann der dritte Steckplatz einzeln geschaltet werden, so dass zwei Geräte, z. B. Telefon und Modem, zeitgleich betrieben werden können.

Sollen mehrere Telefone an verschiedene TAE-Dosen angeschlossen werden, so stellt der Telefonanbieter lediglich die erste TAE-Dose. Für alle weiteren Dosen ist der Verbraucher hingegen selbst verantwortlich.

Für den Anschluss benötigt man TAE-Kabel und Modular-Kabel. Letztere sind auch unter den Namen Telefon- und Westernkabel bekannt. Das Modular-Kabel ist an beiden Enden mit einem Westernstecker versehen, woher vermutlich auch dessen Beiname kommt. In der Regel kommen hierbei vierpolige Stecker zum Einsatz, die am Telefonhörer angeschlossen werden. Sechspolige Stecker werden mit den Geräten, wie dem Telefon oder Faxgerät, verbunden. Ob dabei alle sechs Pole auch tatsächlich verdrahtet sind, hängt jedoch vom Kabel ab. Im Grunde genommen reicht die Verkabelung von einem La und einem Lb Anschluss.

Das TAE-Modularkabel ist das zweite wichtige Kabel für den analogen Telefonanschluss. Es ist auf der einen Seite mit dem TAE-F oder TAE-N Stecker und auf der anderen mit dem sechspoligen Westernstecker versehen.

Zubehör für den Anschluss

Weiterhin kann der Anschluss nach Belieben verlegt werden. Dafür werden jedoch diverse Zubehörteile benötigt. Ein Adapter, wenn das Kabel nicht passt, ist dem Zubehör dabei ebenso zuzurechnen, wie das Verlängerungskabel, um den Telefonanschluss, der oft im Flur liegt, weiter ins Wohnzimmer zu ziehen.

Der analoge Telefonanschluss: Einfach und günstig

Geht es um den Telefonanschluss, so können sich Verbraucher zwischen verschiedenen Anschlussarten entscheiden. Die einfachste Lösung ist der Analoganschluss, wenngleich dieser heute kaum noch genutzt wird. Hierbei gibt es lediglich eine Leitung und damit auch nur eine Rufnummer. Wichtigstes technisches Mittel für den Analoganschluss ist die so genannte TAE-Dose, die den Übergabepunkt stellt. Diese wird bei erstmaliger Installation vom Anbieter in den Räumlichkeiten des Verbrauchers installiert.

Die gängigste TAE-Dose verfügt über verschiedene Anschlussbuchsen. Dabei werden an diese Dose die analogen Endgeräte angeschlossen. TAE-Dosen werden häufig mit einem F-Anschluss und zwei N-Anschlüssen ausgeführt. Das F steht für Fernsprechen, an diese Buchse wird das Telefon angeschlossen. Das N steht für Nicht Fernsprechen, hier können Fax, Modem und Co. angeschlossen werden.

Das analoge Telefonnetz

Die technische Grundlage für den analogen Telefonanschluss stellt das analoge Telefonnetz dar. Dieses weltweite Netz verfügt über eine Zweidraht-Infrastruktur. Über diese werden Vermittlungsstelle und Endnutzer miteinander verbunden.

Zwar wird diese Zweidraht-Infrastruktur auch von den ISDN-Anschlüssen genutzt, jedoch ergeben sich bei ihnen andere Leistungsmerkmale. Seit 1998 sind alle Vermittlungsstellen im gesamten Bundesgebiet digitalisiert worden. Das heißt, dass die Verbindungen ab der Vermittlungsstelle flächendeckend digital übertragen werden, selbst wenn sie zu einem analogen Telefonanschluss übertragen werden. Dadurch können analoge Anschlussbesitzer mittlerweile auch einige Leistungsmerkmale von digitalen Anschlüssen nutzen.

Wird ein analoger Telefonanschluss mit einer TAE-Dose genutzt, die lediglich über einen F- und einen N-Anschluss verfügt, so ist der N-Anschluss mit höherer Priorität versehen. Das heißt konkret, dass bei der Belegung des N-Anschlusses, etwa durch ein Fax, der F-Anschluss gesperrt wird. Es können somit keine Telefonate geführt werden. Ziel dieser Sperrung ist es, die Datenübertragung nicht zu stören.

ISDN-Anschluss

Durchschnittliche Kosten für den ISDN Anschluss

Was kostet eigentlich ein ISDN Anschluss? Diese Frage stellt sich wohl jeder, der aktuell vor der Frage steht, sich einen solchen installieren zu lassen. Doch eine klare Antwort darauf gibt es nicht, denn der ISDN Anschluss wird von unzähligen Anbietern geboten, die wiederum unzählige Tarife mit differenten Kosten bereit halten. Beispielhaft soll hier folgende Vergleichstabelle eine kleine Auswahl für den ISDN Anschluss darstellen. Diese ist nicht abschließend, was aufgrund der Vielzahl der Anbieter und Tarife auch gar nicht möglich ist.

AnbieterArt des AnschlussesKosten
Deutsche TelekomISDN Anschluss / Call Plus–        26,95 € monatlicher Grundpreis-        69,95 € einmaliger Bereitstellungspreis (entfällt, wenn bisherige Anschlussart bleibt)-        Keine Mindestvertragslaufzeit
VersatelISDN Anschluss / Doppel-Flat classic–        29,90 € monatlicher Grundpreis-        Mindestvertragslaufzeit: 24 Monate-        99,90 € Bereitstellungspreis (entfällt, bei 24 Monaten Laufzeit)-        Internet- / Festnetz Flatrate enthalten
VodafoneISDN Anschluss / DSL Classic Paket–        29,95 € monatlicher Grundpreis-        WLAN-Modem einmalig 39,90 €-        DSL Flat bis DSL 16.000 + Festnetz Flat in Deutschland inklusive
Natürlich beleuchtet die Tabelle nur eine sehr geringe Auswahl, doch genau hier liegt das Problem: Es wurde nur ein ganz konkreter Tarif benannt, obwohl Hunderte je nach Anbieter zur Auswahl stehen und diese auch noch miteinander kombiniert werden können. Der ISDN Anschluss kostet dabei im Schnitt acht Euro monatlich mehr, als der analoge Anschluss. Doch letzteren bietet heute fast ausschließlich die Telekom überhaupt noch an.

Von daher lassen sich pauschale Aussagen für den reinen ISDN Anschluss kaum treffen, zumal oftmals der Internetanschluss in den Paketen bereits vollständig enthalten ist.

Leistungsmerkmale des ISDN Anschlusses

Was genau kann ein ISDN Telefonanschluss alles? Diese Frage sollte man beantworten können, bevor der Anschluss gebucht wird. Dabei gilt, dass eine Vielzahl von Leistungen bereits im Grundpreis für den ISDN Anschluss mit enthalten sind, während andere mitunter kostenpflichtig hinzugebucht werden können. Die Leistungen können aber nur dann voll genutzt werden, wenn die Endgeräte diese auch unterstützen. Die wichtigsten Leistungsmerkmale des ISDN Anschlusses sollen im Folgenden kurz vorgestellt werden:

  • Mehrfachrufnummern:
    Beim ISDN Anschluss werden mehrere Rufnummern vergeben. Wie diese auf die einzelnen Endgeräte verteilt werden, kann der Nutzer selbst entscheiden und einstellen.
  • Übermittlung der Rufnummer:
    Die eigene Rufnummer wird an den Angerufenen übermittelt. Nicht möglich ist jedoch die Übermittlung der Durchwahl bei einer Telefonanlage. Die Übermittlung der Rufnummer kann fallweise oder auch ganz unterdrückt werden. Dies ist ausgeschlossen bei Anrufen, die zu Notruf, Polizei oder Feuerwehr führen. Möglich ist ebenfalls die Übermittlung einer beliebigen Rufnummer an den Angerufenen, man spricht dann von der Übermittlung kundenspezifischer Rufnummerninformationen.
  • Rufnummernidentifikation:
    Diese Leistung ist meist kostenpflichtig und ermöglicht es, einen anonymen Anrufer ausfindig zu machen, selbst wenn dieser die Rufnummernübermittlung unterdrückt hat.
  • Anklopfen und Makeln:
    Während eines Telefonats erfolgt ein zusätzlicher Ton, wenn ein weiterer Anrufer versucht, den Anschluss zu erreichen (Anklopfen). Zwischen den beiden Telefonaten kann hin und her geschaltet werden (Makeln). Ebenfalls kann ein Gespräch über das Makeln gehalten werden, während man etwa Unterlagen sucht.
  • Rückruf bei Besetzt-Zeichen:
    Sollte der Anrufer das Besetzt-Zeichen hören, wird er auflegen. Sobald der Anschluss wieder frei ist, wird der Anrufer automatisch zurückgerufen.
  • Umstecken am Bus: Das ISDN Endgerät kann während eines Gesprächs an einer anderen ISDN Dose angeschlossen werden. Das Gespräch muss vorher jedoch gehalten werden.
  • Dreierkonferenz:
    Es kann mit zwei weiteren Personen gleichzeitig telefoniert werden.
  • Anrufweiterschaltung:
    Die eingehenden Anrufe werden auf eine beliebige Rufnummer, beispielsweise das Handy, weiter geleitet. Dieser Service ist mit Zusatzkosten verbunden.  Diese Weiterschaltung kann auch nur dann erfolgen, wenn nach einer bestimmten Anzahl von Klingeltönen niemand abnimmt oder besetzt ist.
  • Sperrung von Rufnummern:
    Durch Eingabe am Endgerät kann der eigene Anschluss mittels PIN für Rufnummern, etwa ins Ausland oder zu Servicerufnummern gesperrt werden.

Wie erfolgt der ISDN Anschluss?

Der ISDN Anschluss besagt im Grunde genommen nichts anderes, als dass die Datenübertragung zwischen Netzbetreiber und Kunde nur noch auf digitalem Weg verläuft. Dafür nimmt der Netzbetreiber eine Umschaltung in der Vermittlungsstelle vor. Für den Kunden wird ein digitaler Netzabschluss benötigt, der mit dem NTBA gewährleistet wird. Dieses Gerät wird in der Regel kostenfrei vom Telefonanbieter zur Verfügung gestellt.

Anschluss des NTBA

Besonders einfach gestaltet sich der Anschluss der Geräte. Zunächst wird dafür der NTBA benötigt, der mit einem Netzstecker und einem TAE-F Stecker geliefert wird. Danach geht man wie folgt vor:

  • TAE-F Stecker wird in die 1. TAE Dose gesteckt.
  • Breiter TAE-F Stecker verhindert das Einstecken weiterer TAE-Stecker rechts und links.
  • Netzstecker muss in die Steckdose gesteckt werden, allerdings nur, wenn Endgeräte ohne eigene Stromversorgung an den NTBA angeschlossen werden sollen.

Anschluss der Endgeräte

Ebenfalls müssen an den NTBA jetzt die Endgeräte angeschlossen werden, wobei man wie folgt vorgeht:

Anschluss vonAblauf
ISDN Endgeräte
  • Anschluss an die beiden RJ45 Buchsen des NTBA
  • Alternativer Anschluss an die IAE-Dosen vom S0-Bus
ISDN Telefonanlage
  • Wie oben
  • Zuteilung der Rufnummern über einen PC oder direkt über die Anlage
ISDN Telefonanlagen sind heute häufig mit einer ISDN Karte ausgestattet. Dadurch wird es möglich, dass die Anlage über ein USB-Kabel mit dem PC verbunden und von dort gesteuert werden kann. Auch die Herstellung einer Verbindung mit dem Internet wird dann möglich. Ebenfalls sind ISDN Telefonanlagen oftmals mit mehreren analogen Anschlüssen versehen, so dass auch bisher genutzte, analoge Endgeräte problemlos angeschlossen und weiter verwendet werden können.

Der ISDN Anschluss im Überblick

Der ISDN Anschluss ist heute die gängigste Variante unter den Telefonanschlüssen. Zwar bieten einige, sehr wenige Anbieter noch analoge Anschlüsse an, die meisten setzen aber rein auf den ISDN Anschluss, oftmals zum Leidwesen der Kunden. Denn ISDN Anschlüsse sind meist teurer, als das analoge Pendant. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die Daten auf digitale Weise übertragen werden.

Die Daten können dabei über mehrere Kanäle zeitgleich übertragen werden, worin der größte Vorteil beim ISDN Anschluss besteht. Damit wird es möglich, zu telefonieren und im Internet zu surfen oder ein Fax zu versenden. Durch zwei Kanäle, die unabhängig voneinander nutzbar sind, erhalten Verbraucher mit dem ISDN Anschluss also ein Plus an Flexibilität.

Besonderheiten, Technik und mehr

Besonderheit beim ISDN Anschluss ist, dass bei einem Mehrgeräteanschluss bis zu zehn Rufnummern vergeben werden können. Diese lassen sich ganz nach Wunsch auf die angeschlossenen Endgeräte anwenden. Auch die Qualität bei der Übertragung wird durch die digitale Technik verbessert.

Allerdings birgt der ISDN Anschluss auch einige Nachteile in sich. Die meisten Telefone sind immer noch analog, es muss deshalb ein Wandler zwischengeschaltet werden, um diese Geräte an den ISDN Anschluss anzuschließen. Der so genannte a/b-Wandler bzw. ein NTBA wird in der Regel kostenfrei vom Telefonanbieter zur Verfügung gestellt. Dennoch fallen Kosten für den Stromverbrauch des Geräts an.

Welche Anschlüsse sind möglich?

Auch gibt es verschiedene Varianten des ISDN Anschlusses:

  • Basis-Anschluss
  • Mehrgeräteanschluss
  • Anlagenanschluss
  • Primärmultiplex-Anschluss
Der Mehrgeräteanschluss, auch als Point-to-Multipoint bekannt, ist die häufigste Variante beim Basis-Anschluss. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass bis zu acht ISDN-Endgeräte angeschlossen werden können. Der Anlagenanschluss dagegen wird auch als Point-to-Point Anschluss bezeichnet und dient dazu, nur ein Endgerät, wie etwa eine Telefonanlage, anzuschließen. Der Basis-Anschluss selbst verfügt über zwei Nutzkanäle und einen Kanal für Steuerinformationen.

Wer sich für den Primärmultiplex-Anschluss entscheidet, erhält dabei sogar 30 Nutzkanäle und einen Steuerkanal. Darüber hinaus steht ein Kanal für die Synchronisation und Wartung zur Verfügung. Allerdings ist hier nur der Anlagenanschluss, wie bei einer Telefonanlage, möglich.

Voll- und Teilanschluss: Wo liegen die Unterschiede?

Vollanschluss oder Teilanschluss – was ist die bessere Wahl? Einst war diese Frage noch entscheidend, heute jedoch verliert sie immer weiter an Bedeutung. Der Vollanschluss besagt nichts anderes, als dass man seinen kompletten Telefonanschluss an einen Anbieter überträgt. Das kann die Deutsche Telekom (www.telekom.de) als Platzhirsch auf dem Markt sein, aber auch ein alternativer Anbieter.

Selbst beim kompletten Wechsel zum alternativen Anbieter wird man in der Regel noch über die Anschlussleitungen der Deutschen Telekom versorgt, einfach deshalb, weil die Alternativ-Anbieter diese Leitungen von der Telekom anmieten. Der Verbraucher selbst unterhält jedoch keinerlei Geschäftsbeziehungen mehr zur Telekom und erhält deshalb auch keine Rechnungen mehr von dieser. Beim Vollanschluss kann genauso davon die Rede sein, dass Telefonie und Internet über einen Anschluss laufen. Die Definitionen sind hier teils verschwommen.

Der Teilanschluss

Der Teilanschluss sieht etwas anders aus, wobei auch hier Definitionen mit harten Fakten mitunter vergeblich gesucht werden. Häufig ist vom Teilanschluss die Rede, wenn man über einen Anbieter telefoniert, aber über einen anderen surft. Ebenfalls kann man vom Teilanschluss sprechen, wenn man von mehreren Telefonanbietern eine Rechnung erhält, weil man etwa Call-by-Call-Vorwahlen verwendet oder ähnliches.

Jedoch ist der Teilanschluss aufgrund der extrem niedrigen Preise für Komplettpakete mit Festnetz- und Internet-Flat, teilweise sogar Mobilfunk-Flat, heute kaum noch von Bedeutung. Wer wechseln will, der wechselt oft ganz und erspart sich somit zahlreiche Rechnungen verschiedenster Vertragspartner und damit auch ein großes Maß an bürokratischem Aufwand.

Anschlussarten Vergleich: Welcher Anschluss ist der richtige?

Wenn es um den Telefonanschluss geht, dann führen sprichwörtlich viele Wege nach Rom. Doch welcher Anschluss ist für den eigenen Bedarf am besten geeignet, wo liegen die Vor-, wo die Nachteile der einzelnen Anschlussarten? Folgende Vergleichstabelle soll Aufschluss darüber geben.

AnschlussartKostenLeistungenVoraussetzungenSonstiges
Analoger TelefonanschlussAb ca. 10 Euro / Monat
  • Nur eine Leitung
  • Rufnummernübermittlung
  • Anklopfen
  • Rückfragen, Halten, Makeln
  • Rückruf bei Besetzt
  • Anrufweiterschaltung
  • Rufnummernsperrung
  • Dreierkonferenz
  • Entgeltinformationen
  • Netzanrufbeantworter
  • TAE-Dose
  • TAE-Kabel (Telefonkabel)
  • Modular-Kabel (Western-Kabel)
  • Wird nur noch selten angeboten
  • Explizites Angebot nur von der Telekom
  • Einfachster und günstigster Telefonanschluss
  • Kein zeitgleiches Telefonieren und Surfen möglich, da nur eine Leitung vorhanden ist
ISDN AnschlussAb ca. 25 – 30 Euro / Monat
  • Mehrfachrufnummern
  • Rufnummernübermittlung
  • Rufnummernidentifikation
  • Anklopfen
  • Rückfragen, Halten, Makeln
  • Rückruf bei Besetzt
  • Dreierkonferenz
  • Anrufweiterschaltung
  • Rufnummernsperrung
  • Umstecken am Bus
  • TAE-Dose
  • TAE-F Stecker
  • NTBA
  • ISDN Endgeräte (nicht zwingend)
  • ISDN  Telefonanlage (nicht zwingend)
  • ISDN Karte um Telefonanlage über USB mit dem PC zu verbinden
  • Häufigste Variante für den Festnetzanschluss
  • Datenübertragung über mehrere Kanäle, dadurch Möglichkeit des zeitgleichen Surfens und Telefonierens
  • Bis zu zehn Rufnummern möglich
  • Verteilung der Rufnummern auf die Endgeräte nach individuellen Wünschen
  • Wandler / NTBA für den Anschluss analoger Endgeräte nötig
Voice over IP (VoIP)Teilweise kostenfrei, nur Gespräche werden gezahlt
  • Telefonie über das Breitbandkabel
  • Telefonie mittels VoIP Software vom PC aus
  • VoIP Telefone denkbar, dann sind
  • Halten, Makeln, Rückfragen
  • Verbinden
  • Anklopfen
  • Anrufweiterschaltung möglich
  • PC oder
  • Analoges Telefon oder
  • IP Telefon oder
  • WiFI Telefon
  • Beim PC wird eine Software benötigt (Skype, Express Talk…)
  • Breitbandanschluss
  • Account beim VoIP Anbieter
  • Beim analogen Telefon  und IP Telefon zusätzlich NAT-Router
  • WiFi Telefon: WLAN Router / Öffentlicher HotSpot
  • Telefonieren über das Internet
  • Übertragung von Daten-Paketen, die von zwischen digitaler und analoger Ausgabe gewandelt werden müssen
  • Gateways für Telefonate ins Festnetz nötig
  • Notrufnummern (noch) nicht anwählbar
  • Sonderrufnummern (noch) nicht anwählbar
  • Verbindungsabbrüche aufgrund instabiler Leitungen möglich
  • Bandbreite von DSL muss ausreichend hoch sein
MobilfunkJe nach Tarif, bei Prepaid keine Grundgebühr sonst ab 10 Euro / Monat
  • Mobile Telefonie
  • Mobile Datenübertragungen und Surfen im Web möglich
  • Versand von SMS / MMS
  • UMTS Nutzung
  • GSM Nutzung
  • LTE Nutzung
  • SIM-Karte nötig
  • Mobiltelefon nötig
  • Mittlerweile sehr gute Netzabdeckung
  • LTE steckt (noch) in den Kinderschuhen, wird aber stetig ausgebaut
  • Telefonie im Mobilfunk eher von untergeordneter Bedeutung
  • Mobiles Surfen, SMS und MMS sind vielfach wichtiger
KabelanschlussAb 9,90 € / Monat
  • Rufnummernübermittlung
  • Dreierkonferenz
  • Anklopfen
  • Rückfragen, Halten, Makeln
  • Zwei Leitungen, je nach Anbieter
  • Triple Play Angebote möglich
  • Rückkanalfähiges Kabelnetz (Ausbau in großen Teilen Deutschlands im Gange oder abgeschlossen)
  • Verfügbarkeit des gewünschten Anbieters am Wohnort (Prüfung über Internetseite)
  • Kabeldose / Multimediadose
  • Kabelmodem / Set-Top-Box
  • Ethernet-Netzwerkkarte
  • Analog Telefon Adapter, bei Anschluss analoger Telefone
  • Nur noch ein Anbieter für Fernsehen, Internet und Telefon
  • Komplettpakete oft günstiger, als Einzelbuchung
  • Internetanschluss mit hohen Geschwindigkeiten realisierbar
  • Kabeltelefonie ohne PC möglich

Welches Produkt ist das Richtige?

Wer überlegt, seinen Telefonanbieter zu wechseln, muss sich zunächst einige Fragen stellen. Welches Telefonier- und / oder Surfverhalten lege ich eigentlich an den Tag? Wie oft telefoniere ich ins Festnetz, ins deutsche Mobilfunknetz, ins Ausland usw.? Wie viele SMS werden monatlich etwa versendet? Wie oft und lange bin ich im Internet unterwegs? Das sind nur einige der wichtigsten Fragen, die für die richtige Produktauswahl entscheidend sind. Man kann dabei das Telefonier- und Surfverhalten in mehrere Gruppen einteilen:

  • Der durchschnittliche Nutzer
  • Der Vielsurfer und Vieltelefonierer
  • Der Vielsurfer und Wenigtelefonierer
  • Der Wenigsurfer und Vieltelefonierer

Je nachdem, zu welcher Gruppe man selbst zählt, sollte man auch den Tarif eines Anbieters auswählen.

Der durchschnittliche Nutzer

Eine Pauschalaussage, welches Produkt der Telefonanbieter das Richtige ist, kann nicht getroffen werden. Zu unterschiedlich sind die Gegebenheiten. Durchschnittliche Nutzer sind mit den normalen Doppel-Flatrates für Festnetztelefonie und Internet am besten beraten. Zwischen 20 und 30 Euro monatliche Grundgebühren werden bei einem durchschnittlichen 24-Monats-Vertrag fällig. Damit sind aber alle Kosten für deutschlandweite Telefonate abgedeckt und auch die Standleitung ins Internet stellt kein Problem dar.

Zusatzfeatures buchen

Für all jene, die viel surfen und wenig telefonieren, kann die normale Doppel-Flat ebenfalls empfohlen werden. Die Einsparungen durch den Verzicht auf die Flatrate sind kaum zu bemerken, so dass man mit dieser Variante günstig und gut fährt. Aber auch Wenigsurfer können auf diese zurückgreifen.

Bei vielen Tarifen gibt es zusätzliche Features, so dass beispielsweise eine Handy-Flatrate hinzu gebucht werden kann. Dies lohnt sich jedoch nur, wenn entsprechend häufig ins Mobilfunknetz telefoniert wird. Günstigere Auslandsgespräche lassen sich gegen Aufpreis ebenfalls buchen, sind aber wiederum nur sinnvoll, wenn auch entsprechend häufig ins Ausland telefoniert wird.

Inbetriebnahme einer Telefonanlage über die TAE-Dose

Der Betrieb einer Telefonanlage setzt einige Punkte voraus – diese sollen im Folgenden erläutert werden. Grundlage für sämtliche darauffolgende (womöglich eigene) Arbeiten rund um den Telefonapparat ist die Installation einer sogenannten ersten TAE-Dose mit passivem Prüfabschluss (zur Überprüfung der Leitung bis zur Dose bei einer Fehlerdiagnose), welche von der Deutschen Telekom (www.telekom.de) angebracht wird. Der Anschluss von Geräten an diese Dose ist prinzipiell frei, ein Zugriff auf die Leitungsdrähte ist dagegen untersagt. Ferner dürfen mit der TAE-Dose nur solche Geräte verbunden werden, die vom Bundesamt für Zulassungen in der Telekommunikation (kurz BZT) genehmigt wurden.

ISDN-Anschluss: Zwischenschalten eines NTBA

Die angesprochene TAE-Dose mit sechspoliger Flachsteckerbuchse ist Ausgangspunkt sämtlicher Telefoninstallationen in der Wohnung; an der Dose selbst sind dagegen keine Veränderungen erlaubt. Es ist allerdings möglich, von hier aus weitere Dosen – durch Zu- und Ausgangsleitungen – hintereinander in unterschiedliche Räume zu schalten, um auch in anderen Zimmern einen Festnetzanschluss zu realisieren. Alternativ besteht die Möglichkeit des digitalen ISDN-Telefons. Hierbei wird zwischen TAE-Dose und Telefongerät ein Netzabschlussgerät (NTBA) geschaltet. Sofern eine korrekte Verbindung mit dem Festnetz besteht, ertönt nach Betätigen der “Ruf-Taste” ein Freizeichen. Somit lässt sich überprüfen, ob die Hardware richtig installiert wurde.

Software-Installation bei Bestellung eines Routers

Für den reinen Betrieb einer Telefonanlage ist die Installation einer Software prinzipiell nicht notwendig. Dies ändert sich, wenn im Zuge des Festnetzanschlusses auch ein DSL-Zugang gebucht wird, so dass zum Lieferumfang ein Router inklusive Software gehört. Die entsprechenden Programme werden auf einem PC installiert, woraufhin sich diverse – durchaus hilfreiche – Einstellungen im Hinblick auf den ISDN- sowie DSL-Anschluss am Router vornehmen lassen.

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